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Journalistische Tiefe in der BBL Berichterstattung
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Es ist wie es ist. Die Sache wurde schlecht gehandhabt, aber es geht für mich im Kern nicht um Körner/Ulrich sondern um die Einflussnahme eines Klubs auf die Sportberichterstattung (wobei das andere in diesem Thread anders sehen mögen). Ob das nun die “professionelle Medienarbeit” ist, die @Barack_Alabama erwähnt lässt sich bezweifeln, aber ich habe keine Zweifel dass sie effektiv ist. Das vom FCBB gepuschte Narrativ der Opferrolle der Euroleague-Teams (das von ALBA Berlin dankbar angenommen aber nicht initiert wurde, das ist aber nur mein Eindruck) dominiert mittlerweile so sehr Vor- und Nachberichterstattung, Spielübertragung und Pressegespräche, das andere Themen teilweise keine Rolle mehr spielen*. Die Folge (und sicherlich Intention) ist, dass die Trainer und Entscheider dieser Klubs praktisch unangreifbar sind, da externe Faktoren, die man nicht beeinflussen kann. Die andere Folge ist, dass der Basketballdiskurs verarmt.
Als ein Beispiel von vielen, siehe die PK nach dem Spiel gegen Bonn, wo der Gästecoach, der gerade das 4. seiner letzten 5 Spiele gegen den FCBB gewonnen hat und wettbewerbsübergreifend bei 23-4 stand (davon die Hälfte der Spiele mit einer 9,5-Mann-Rotation), von den anwesenden lokalen Sportjournalisten nur eine Frage gestellt bekommt: ob die Doppelbelastung der Heimmannschaft einen Einfluss auf das Endresultat gehabt habe. Man hätte den Coach vieles fragen können und jeder, der ihm mal bei Podcasts oder Pressegesprächen zugehört hat weiß, dass seine Ausführungen jede Sekunde Wert sind, aber das einzige was vorgetragen wurde, war wieder mal der priorisierte FCBB Talking Point. Und was folgte war dann dieser Artikel, der die Frage aufwirft, wie es um die journalistischen Standards der SZ bestellt ist.
Man könnte genauso vor, während und nach jedem Spiel über den Spieleretat der Teams philosophieren, das wäre vermutlich die zig Mal sinnvollere und interessantere Diskussion, und sie wäre trotzdem genauso diskurslähmend. Der Reiz des Wettkampfs ist nun mal das 5 gegen 5 auf dem Feld, die Individualleistungen, die Taktik, die Adjustments, nicht wer gerade aussetzt, wer wieviel Gehalt bezieht oder wer unter der Woche schon Basketball gespielt hat**. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich finde das absurd, wenn ein Euroleague-Team mit einer 11er-Rotation nach Würzburg reist, die mit einem 500.000€-Spielernettoetat oder wasweißich competen, und das Hauptthema in der Vorberichterstattung ist, dass beim Favoriten 3 oder 4 Spieler fehlen oder dass sie vor 3 Tagen in Spanien waren.
Sind das nun wirklich alles separate individuelle journalistische Entscheidungen, die dieses Thema immer wieder über all die anderen Dinge, über die gesprochen werden könnte, priorisieren?
*Mein Eindruck ist, dass diese Diskussion im europäischen Ausland deutlich weniger präsent ist und hauptsächlich von Verlierern (also unter ihren Ansprüchen agierenden Mannschaften) geführt wird. Mailand, Virtus Bologna, Barcelona.
**Ich beziehe mich hier auf die Spieltagsdiskussion. Ich drifte ins Off-Topic, aber natürlich haben diese Themen ihre Berechtigung zur Einordnung der Saisonleistung, allerdings glaube ich, dass das mit der Belastung weniger eindeutig ist als beim Spieleretat. Nur als Beispiel, Bayern spielt Freitagabend um halb 9 gegen Baskonia, reist nach Bonn, verliert das Spiel dort am Sonntag um 6 mit 10 Punkten, klar, die Belastung. Baskonia spielt Freitagabend um halb 9 gegen Bayern, reist nach Gran Canaria, eine der besten Mannschaften außerhalb der Euroleague, und möppt die Gastgeber dort am Sonntag um halb 7 mit 28 Punkten Unterschied aus der Halle.
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Es ist wie es ist. Die Sache wurde schlecht gehandhabt, aber es geht für mich im Kern nicht um Körner/Ulrich sondern um die Einflussnahme eines Klubs auf die Sportberichterstattung (wobei das andere in diesem Thread anders sehen mögen). Ob das nun die “professionelle Medienarbeit” ist, die @Barack_Alabama erwähnt lässt sich bezweifeln, aber ich habe keine Zweifel dass sie effektiv ist. Das vom FCBB gepuschte Narrativ der Opferrolle der Euroleague-Teams (das von ALBA Berlin dankbar angenommen aber nicht initiert wurde, das ist aber nur mein Eindruck) dominiert mittlerweile so sehr Vor- und Nachberichterstattung, Spielübertragung und Pressegespräche, das andere Themen teilweise keine Rolle mehr spielen*. Die Folge (und sicherlich Intention) ist, dass die Trainer und Entscheider dieser Klubs praktisch unangreifbar sind, da externe Faktoren, die man nicht beeinflussen kann. Die andere Folge ist, dass der Basketballdiskurs verarmt.
Als ein Beispiel von vielen, siehe die PK nach dem Spiel gegen Bonn, wo der Gästecoach, der gerade das 4. seiner letzten 5 Spiele gegen den FCBB gewonnen hat und wettbewerbsübergreifend bei 23-4 stand (davon die Hälfte der Spiele mit einer 9,5-Mann-Rotation), von den anwesenden lokalen Sportjournalisten nur eine Frage gestellt bekommt: ob die Doppelbelastung der Heimmannschaft einen Einfluss auf das Endresultat gehabt habe. Man hätte den Coach vieles fragen können und jeder, der ihm mal bei Podcasts oder Pressegesprächen zugehört hat weiß, dass seine Ausführungen jede Sekunde Wert sind, aber das einzige was vorgetragen wurde, war wieder mal der priorisierte FCBB Talking Point. Und was folgte war dann dieser Artikel, der die Frage aufwirft, wie es um die journalistischen Standards der SZ bestellt ist.
Man könnte genauso vor, während und nach jedem Spiel über den Spieleretat der Teams philosophieren, das wäre vermutlich die zig Mal sinnvollere und interessantere Diskussion, und sie wäre trotzdem genauso diskurslähmend. Der Reiz des Wettkampfs ist nun mal das 5 gegen 5 auf dem Feld, die Individualleistungen, die Taktik, die Adjustments, nicht wer gerade aussetzt, wer wieviel Gehalt bezieht oder wer unter der Woche schon Basketball gespielt hat**. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich finde das absurd, wenn ein Euroleague-Team mit einer 11er-Rotation nach Würzburg reist, die mit einem 500.000€-Spielernettoetat oder wasweißich competen, und das Hauptthema in der Vorberichterstattung ist, dass beim Favoriten 3 oder 4 Spieler fehlen oder dass sie vor 3 Tagen in Spanien waren.
Sind das nun wirklich alles separate individuelle journalistische Entscheidungen, die dieses Thema immer wieder über all die anderen Dinge, über die gesprochen werden könnte, priorisieren?
*Mein Eindruck ist, dass diese Diskussion im europäischen Ausland deutlich weniger präsent ist und hauptsächlich von Verlierern (also unter ihren Ansprüchen agierenden Mannschaften) geführt wird. Mailand, Virtus Bologna, Barcelona.
**Ich beziehe mich hier auf die Spieltagsdiskussion. Ich drifte ins Off-Topic, aber natürlich haben diese Themen ihre Berechtigung zur Einordnung der Saisonleistung, allerdings glaube ich, dass das mit der Belastung weniger eindeutig ist als beim Spieleretat. Nur als Beispiel, Bayern spielt Freitagabend um halb 9 gegen Baskonia, reist nach Bonn, verliert das Spiel dort am Sonntag um 6 mit 10 Punkten, klar, die Belastung. Baskonia spielt Freitagabend um halb 9 gegen Bayern, reist nach Gran Canaria, eine der besten Mannschaften außerhalb der Euroleague, und möppt die Gastgeber dort am Sonntag um halb 7 mit 28 Punkten Unterschied aus der Halle.
Vielen Dank für den Beitrag.
Zwischenzeitlich hat gefühlt tatsächlich die ganze Euroleague über das Thema Belastung / Spielerausfälle gesprochen, aber was Bayern hier seit Jahren für ein Narrativ aufbaut, ist komplett absurd.Marko Pesic schaut dann wieder traurig in die Kamera und erzählt was von Belastung und wie schlimm alles ist.
Mensch ihr seid Bayern, habt Kohle ohne Ende und einen riesen Kader, if you cant take heat, stay out of the kitchen!
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Es ist wie es ist. Die Sache wurde schlecht gehandhabt, aber es geht für mich im Kern nicht um Körner/Ulrich sondern um die Einflussnahme eines Klubs auf die Sportberichterstattung (wobei das andere in diesem Thread anders sehen mögen). Ob das nun die “professionelle Medienarbeit” ist, die @Barack_Alabama erwähnt lässt sich bezweifeln, aber ich habe keine Zweifel dass sie effektiv ist. Das vom FCBB gepuschte Narrativ der Opferrolle der Euroleague-Teams (das von ALBA Berlin dankbar angenommen aber nicht initiert wurde, das ist aber nur mein Eindruck) dominiert mittlerweile so sehr Vor- und Nachberichterstattung, Spielübertragung und Pressegespräche, das andere Themen teilweise keine Rolle mehr spielen*. Die Folge (und sicherlich Intention) ist, dass die Trainer und Entscheider dieser Klubs praktisch unangreifbar sind, da externe Faktoren, die man nicht beeinflussen kann. Die andere Folge ist, dass der Basketballdiskurs verarmt.
Als ein Beispiel von vielen, siehe die PK nach dem Spiel gegen Bonn, wo der Gästecoach, der gerade das 4. seiner letzten 5 Spiele gegen den FCBB gewonnen hat und wettbewerbsübergreifend bei 23-4 stand (davon die Hälfte der Spiele mit einer 9,5-Mann-Rotation), von den anwesenden lokalen Sportjournalisten nur eine Frage gestellt bekommt: ob die Doppelbelastung der Heimmannschaft einen Einfluss auf das Endresultat gehabt habe. Man hätte den Coach vieles fragen können und jeder, der ihm mal bei Podcasts oder Pressegesprächen zugehört hat weiß, dass seine Ausführungen jede Sekunde Wert sind, aber das einzige was vorgetragen wurde, war wieder mal der priorisierte FCBB Talking Point. Und was folgte war dann dieser Artikel, der die Frage aufwirft, wie es um die journalistischen Standards der SZ bestellt ist.
Man könnte genauso vor, während und nach jedem Spiel über den Spieleretat der Teams philosophieren, das wäre vermutlich die zig Mal sinnvollere und interessantere Diskussion, und sie wäre trotzdem genauso diskurslähmend. Der Reiz des Wettkampfs ist nun mal das 5 gegen 5 auf dem Feld, die Individualleistungen, die Taktik, die Adjustments, nicht wer gerade aussetzt, wer wieviel Gehalt bezieht oder wer unter der Woche schon Basketball gespielt hat**. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich finde das absurd, wenn ein Euroleague-Team mit einer 11er-Rotation nach Würzburg reist, die mit einem 500.000€-Spielernettoetat oder wasweißich competen, und das Hauptthema in der Vorberichterstattung ist, dass beim Favoriten 3 oder 4 Spieler fehlen oder dass sie vor 3 Tagen in Spanien waren.
Sind das nun wirklich alles separate individuelle journalistische Entscheidungen, die dieses Thema immer wieder über all die anderen Dinge, über die gesprochen werden könnte, priorisieren?
*Mein Eindruck ist, dass diese Diskussion im europäischen Ausland deutlich weniger präsent ist und hauptsächlich von Verlierern (also unter ihren Ansprüchen agierenden Mannschaften) geführt wird. Mailand, Virtus Bologna, Barcelona.
**Ich beziehe mich hier auf die Spieltagsdiskussion. Ich drifte ins Off-Topic, aber natürlich haben diese Themen ihre Berechtigung zur Einordnung der Saisonleistung, allerdings glaube ich, dass das mit der Belastung weniger eindeutig ist als beim Spieleretat. Nur als Beispiel, Bayern spielt Freitagabend um halb 9 gegen Baskonia, reist nach Bonn, verliert das Spiel dort am Sonntag um 6 mit 10 Punkten, klar, die Belastung. Baskonia spielt Freitagabend um halb 9 gegen Bayern, reist nach Gran Canaria, eine der besten Mannschaften außerhalb der Euroleague, und möppt die Gastgeber dort am Sonntag um halb 7 mit 28 Punkten Unterschied aus der Halle.
@nobb sagte in Im Podcast “Abteilung Basketball” wurden kritische Passagen entfernt:
Es ist wie es ist. Die Sache wurde schlecht gehandhabt, aber es geht für mich im Kern nicht um Körner/Ulrich sondern um die Einflussnahme eines Klubs auf die Sportberichterstattung (wobei das andere in diesem Thread anders sehen mögen). Ob das nun die “professionelle Medienarbeit” ist, die @Barack_Alabama erwähnt lässt sich bezweifeln, aber ich habe keine Zweifel dass sie effektiv ist. Das vom FCBB gepuschte Narrativ der Opferrolle der Euroleague-Teams (das von ALBA Berlin dankbar angenommen aber nicht initiert wurde, das ist aber nur mein Eindruck) dominiert mittlerweile so sehr Vor- und Nachberichterstattung, Spielübertragung und Pressegespräche, das andere Themen teilweise keine Rolle mehr spielen*. Die Folge (und sicherlich Intention) ist, dass die Trainer und Entscheider dieser Klubs praktisch unangreifbar sind, da externe Faktoren, die man nicht beeinflussen kann. Die andere Folge ist, dass der Basketballdiskurs verarmt.
Als ein Beispiel von vielen, siehe die PK nach dem Spiel gegen Bonn, wo der Gästecoach, der gerade das 4. seiner letzten 5 Spiele gegen den FCBB gewonnen hat und wettbewerbsübergreifend bei 23-4 stand (davon die Hälfte der Spiele mit einer 9,5-Mann-Rotation), von den anwesenden lokalen Sportjournalisten nur eine Frage gestellt bekommt: ob die Doppelbelastung der Heimmannschaft einen Einfluss auf das Endresultat gehabt habe. Man hätte den Coach vieles fragen können und jeder, der ihm mal bei Podcasts oder Pressegesprächen zugehört hat weiß, dass seine Ausführungen jede Sekunde Wert sind, aber das einzige was vorgetragen wurde, war wieder mal der priorisierte FCBB Talking Point. Und was folgte war dann dieser Artikel, der die Frage aufwirft, wie es um die journalistischen Standards der SZ bestellt ist.
Sind das nun wirklich alles separate individuelle journalistische Entscheidungen, die dieses Thema immer wieder über all die anderen Dinge, über die gesprochen werden könnte, priorisieren?
[…]
Inhaltlich sehe ich viele Dinge genauso wie, würde aber gerne trotzdem in einigen Punkten Kontra geben bzw. die andere Seite der Medaille beleuchten. Und das auch nicht aus Sicht des FC Bayern sondern einer generellen Sicht, weil das an anderen Standorten ähnlich gehandelt wird.
Wie man auch jetzt diese “professionelle Medienarbeit” bewerten möchte, ist dabei relativ egal, sie ist Normal im Profi-Sport. Ich kenne das besonders vom Fussball, wo Redaktionen in der Regel feste Journalisten für Vereine haben, das teilweise jahrelang, wodurch die Berichterstattung sich logischerweise verändert. Journalisten werden dadurch natürlich auch ein Stück weit zum Sprachrohr, kommen aber auch an Infos, die andere Journalisten nicht mitbekommen. Diese Leaks über Gerüchte zu Spielern, interne Details sickern ja nicht einfach so durch. (Außer ein Sportdirektor verliert wieder seinen Rucksack mit brisanten Infos) Die Berichterstattung wird dadurch sicherlich nicht objektiver, kann aber auch besser werden.
Zum Thema PKs: Dass Gästetrainer in der Regel auf Pressekonferenzen etwas links liegen gelassen werden ist leider normal. Passiert ja in der Euroleague teilweise auch so. Haben sich auch einige Coaches europaweit darüber amüsiert, das ist ja kein Deutschland-spezifisches Thema. Das hat aber auch simple Gründe. Basketball ist einfach ein Randsport in Deutschland, es gibt nur wenig bundesweite Berichterstattung und wenn fällt die spieltagsspezifische auch ziemlich dünn an Inhalten aus. Dementsprechend hast du bei PKs in der Regel viel Lokalpresse, teilweise kaum bis gar keine Gäste-Presse. Und die heimische Lokalpresse ist halt nicht wirklich daran interessiert was der Gäste-Trainer sagt, weil der Otto-Normal-Leser, der kein Fan ist, sich dafür auch kaum interessiert. Die Gäste-Presse holt sich die Infos für ihre Berichte eh über den Pressesprecher oder die Trainer direkt.
Natürlich ist der verlinkte SZ-Artikel dann ziemlich dünn und Bayern-bezogen, denn auch wenn die SZ eine ziemlich bekannte deutsche Zeitung ist, so ist der Artikel doch eher in der Rubrik Lokales einzuordnen. So ist er dann auch geschrieben, denn die auswärtigen Klicks, die der Artikel online einbringt, sind für die Zeitung nicht relevant.
Ich hab dafür auch ein Beispiel. Vor einigen Wochen hat die SZ ein längeres Interview mit Marko Pesic geführt, was im Bayern-Thread auch Thema war. Ich war in verschiedenen Läden in meiner Hamburger Region und hab die SZ durch geblättert um das Interview zu finden. Hab ich leider nicht, denn obwohl das Thema unter der Woche gedruckt wurde und ja doch relativ allumfassend war, was die Saison betrifft, hat es das Interview nicht in den allgemeinen Sportteil der SZ geschafft, sondern nur in die lokale Beilage in Bayern. Genauso ist es mit bspw. dem Abendblatt, der Hamburger Bild usw., die allermeisten Beiträge sind einfach der lokal-fokussiert.
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Jeder Verein kann versuchen das Narrativ so zu gestalten wie der Verein es eben möchte. Das ist Teil des Messagings an Fans und Sponsoren und bildet meist eine deutlich verkürzte und oft verzerrte Darstellung der Lage. Das macht natürlich nicht nur München so, sondern viele andere in der Liga, mit unterschiedlicher Vehemenz. Man Denke an den “Ausbildungsstandort Frankfurt”, an die einzigartige “Orange Academy”, die tollen Initiativen die Alba in die Stadtgesellschaft indem es schon in die Grundschulen geht, die fürchterliche Doppelbelastung der Euroleague Teams uswusf. Da ist immer etwas Wahres dran, aber es ist auch immer zu einem gewissen Teil “gezielte Wichtigtuerei”. Ein eigenes Ausbildungszentrum mit medizinischer Versorgung, Krafträumen, Geschäftsstelle und ein angegliedertes Basketballinternat haben wir auch in Bonn. Wir nennen es aber nicht “Magenta Academy” und drehen einen Film nach dem anderen darüber. Nicht weil Bonn da zu blöd zu ist, sondern weil es nicht das Narrativ bedient das Bonn seiner Zielgruppe präsentieren will. Jedes Team hat ein solches Wunschnarrativ und jedes Team pickt sich eben die Sachen heraus die dazu passen, und ignoriert andere. Das ist wie gesagt völlig legitim. Das München für sich aus allen möglichen Narrativen dass “Mittleidsnarrativ” ausgesucht hat halte ich aus ganz vielen Gründen für unklug, aber ist ihre Sache.
Was nicht legitim ist, ist wenn Sportjournalismus diese Narrative einfach ungefragt und unreflektiert reproduziert. Genau das ist es, was ich der kleinen Basketball-Medienbubble in Deutschland vorwerfe. Da wird zu wenig kritisch hinterfragt , und mal im Detail nach recherchiert. Das ist aber auf der anderen Seite von den wenigen Medienschaffenden die sich in Deutschland mit Basketball auseinandersetzten kaum zu vermeiden. Sie leben nun mal davon, dass ihnen Vereinsvertreter Interviews geben und Zugang zu Information ermöglichen. Wenn Du da allzu nervig und kritisch bist, bekommst Du eben keine Infos mehr, und bist weg vom Fenster, ohne dass das die größere Öffentlichkeit bemerkt, denn diese hat außerhalb kleiner Fanbubbles an den Standorten nicht so wahnsinnig Interesse an Neuigkeiten aus der BBL.
Und so ist es Körner nicht zu verdenken dass er nicht Leuten an den Karren fahren will die er ihm überhaupt erst ermöglichen seinen Job zu machen. Die Lösung ist daher nicht, dass er jetzt den Rücken gerade macht und den Che-Guevara der Basketballszene gibt, mit dem Ergebnis dass aus einigen vereinen keiner mehr mit ihm spricht, sondern dass er und seine Kollegen die das Basketball Medienfähnchen in Deutschland hochhalten langsam und strategisch den kreis derer die sich für den Sport Interessieren durch Ihre Arbeit vergrößern, sei es durch launige Podcasts mit inkludierten Küchentipps (Abteinung Basketball), das halbreflektierte Vorlesen der Advanced Stats (Big Postgame), Spiele der Woche, Social Media Arbeit etc. Je größer die Menge der Basketball Interessierten in Deutschland wird,desto weniger kommt ein Team mit einem Bullshit-Narrativ durch,
nur Geduld -
Wenn das das zukünftige Niveau der Basketballberichterstatung ist…
Na dann mal gute Nacht! -
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Wenn das das zukünftige Niveau der Basketballberichterstatung ist…
Na dann mal gute Nacht!Der Artikel ist schon scharf wie Nachbars Lumpi. Wusste gar nicht, dass die BILD schon ein eigenes Chat-GPT hat - nennt sich Nils Suling.
Aber den Untergang des Abendlands (ääh, ernsthaften FIBA-Basketballs) braucht man da jetzt auch nicht gleich auszurufen. Der Artikel will hat einfach nur das Augenmerk darauf lenken, dass es in Deutschland inzwischen guten Basketball gibt.
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Es ist halt die Bild, und allein, dass ein solches Spiel in einem nationalen Medium relevante Berichterstattung erhält ist durchaus ein Fortschritt für die BBL, denn das bisherige Niveau der Berichterstattung von einem solchen Spiel war gleich Null. Schon in Koblenz hätte man quasi nichts mehr mitbekommen davon.
Der Bild jetzt ihren Boulevard-Stil vorzuwerfen ist unsinnig, natürlich schreibt sie so, wie sie schreibt. Aber offenbar hat es bei FAZ, Zeit, Spiegel und Co. niemanden interessiert - das ist doch das viel größere Problem, denn niemand, der gerne eine spannende Taktikanalyse hätte, wird gezwungen den Bild-Text zu lesen.
Aber als spannende Frage: Was hättest du dir denn an Text erhofft, @logo?
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Wenn das das zukünftige Niveau der Basketballberichterstatung ist…
Na dann mal gute Nacht! -
Es ist halt die Bild, und allein, dass ein solches Spiel in einem nationalen Medium relevante Berichterstattung erhält ist durchaus ein Fortschritt für die BBL, denn das bisherige Niveau der Berichterstattung von einem solchen Spiel war gleich Null. Schon in Koblenz hätte man quasi nichts mehr mitbekommen davon.
Der Bild jetzt ihren Boulevard-Stil vorzuwerfen ist unsinnig, natürlich schreibt sie so, wie sie schreibt. Aber offenbar hat es bei FAZ, Zeit, Spiegel und Co. niemanden interessiert - das ist doch das viel größere Problem, denn niemand, der gerne eine spannende Taktikanalyse hätte, wird gezwungen den Bild-Text zu lesen.
Aber als spannende Frage: Was hättest du dir denn an Text erhofft, @logo?
@Barack_Alabama es gibt zumindest bei spon nen Artikel zum Finaleinzug.
Als erster deutscher Klub
Bonns Basketballer erreichen Finale der Champions League -
@Barack_Alabama es gibt zumindest bei spon nen Artikel zum Finaleinzug.
Als erster deutscher Klub
Bonns Basketballer erreichen Finale der Champions LeagueHab gestern nach dem Sieg auf jeden Fall vom Kicker eine Push Mail bekommen der zu folgendem Artikel führt.
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Also ganz ehrlich, die Forderung von Medien und A B oder C wäre eine Art Zensur, die ich hier auf einer Plattform der freien Meinungsäußerung nicht unterstützen werde.
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Also ganz ehrlich, die Forderung von Medien und A B oder C wäre eine Art Zensur, die ich hier auf einer Plattform der freien Meinungsäußerung nicht unterstützen werde.
Ich wusste nicht, dass Schönen-Dunk eine staatliche Institution ist. Die Bild ist zur Meinungsbildung untauglich, wenn nicht sogar schädlich.
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Ich wusste nicht, dass Schönen-Dunk eine staatliche Institution ist. Die Bild ist zur Meinungsbildung untauglich, wenn nicht sogar schädlich.
Hat doch mit staatlicher Einrichtung nichts zu tun.
Ist selbstverständlich ok, wenn sich hier viele an diesem Medium stören.
Ich habe heute in meinem Google News Feed 4 (!) Bild Meldungen zur BBL gehabt.
Eine davon (Trainingsbedingungen in Braunschweig suboptimal) fand ich sehr interessant.
Hätte ich sonst nicht mitbekommen.
Immer wieder das gleiche Thema -
Wollen wir in alten Schulturnhallen spielen und in internationalen Rankings hinter der zweiten spanischen Liga landen - und oder uns entwickeln?So ungern viele das hören - ohne Öffentlichkeit geht es einfach nicht.
Finde ich ganz persönlich 90% der Artikel aus den Bild Lokal Reaktionen unangenehm peinlich und unglaublich flach? Klar, Fremdschämen hoch 100.
Müssen wir das einfach mal aushalten ohne gleich die manchmal in der Basketball Bubble sehr ausgeprägte “Basketball ist Sport für Gymnasiasten” Attitüde rauszuholen?
Ich glaube ja.
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Wenn das das zukünftige Niveau der Basketballberichterstatung ist…
Na dann mal gute Nacht!@logo Also ich fand die Über-Überschrift gut „Shorts macht Malaga lang“. Hat fast schon taz-Qualität.
Und es ist doch allgemeiner Wunsch hier im Forum, dass sich irgendwie breitere Bevölkerungskreise für Basketball interessieren mögen. -
Ich glaube viele überschätzen auch den Einfluss unserer kleinen Basketballgemeinde.
Sicherlich darf und muss man sogar die journalistische Herangehensweise der Bild sehr kritisch sehen und sie dient ganz sicherlich auch nicht zum Vorbild, gerade wenn es um Moral oder Seriösität geht, aber verpflichtet das nun den sportlichen Inhalt, primär unserer geliebten Sportart komplett zu boykottieren ?
Ist halt die Frage, schade ich damit mehr dem Springer Verlag, was von vielen hier sicherlich so gewollt ist, oder schade ich viel mehr der Sportart Basketball an Öffentlichkeit zu gewinnen, ich finde eher zweites, aber das kann jeder für sich entscheiden.
Spätestens zur kommenden neuen BBL Saison wird man da ohnehin vor einer neuen Entscheidung stehen müssen.
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Wenn das das zukünftige Niveau der Basketballberichterstatung ist…
Na dann mal gute Nacht!@logo sagte in Journalistische Tiefe in der BBL Berichterstattung:
Wenn das das zukünftige Niveau der Basketballberichterstatung ist…
Na dann mal gute Nacht!Das ist dann der Einstieg in die neue Zeit nach Telekom. Ich trau mich gar nicht mir bei diesem geschriebenen Niveau den gesprochenen KOmmentar zum bewegten Biod vorzustellen. Um es mit Döpfners Worten zu sagen: “Aber das ist dennoch die einzige Chance, um den endgültigen Niedergang des Basketballs zu vermeiden”
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Es ist halt die Bild, und allein, dass ein solches Spiel in einem nationalen Medium relevante Berichterstattung erhält ist durchaus ein Fortschritt für die BBL, denn das bisherige Niveau der Berichterstattung von einem solchen Spiel war gleich Null. Schon in Koblenz hätte man quasi nichts mehr mitbekommen davon.
Der Bild jetzt ihren Boulevard-Stil vorzuwerfen ist unsinnig, natürlich schreibt sie so, wie sie schreibt. Aber offenbar hat es bei FAZ, Zeit, Spiegel und Co. niemanden interessiert - das ist doch das viel größere Problem, denn niemand, der gerne eine spannende Taktikanalyse hätte, wird gezwungen den Bild-Text zu lesen.
Aber als spannende Frage: Was hättest du dir denn an Text erhofft, @logo?
@Barack_Alabama sagte in Journalistische Tiefe in der BBL Berichterstattung:
… Aber offenbar hat es bei FAZ, Zeit, Spiegel und Co. niemanden interessiert - das ist doch das viel größere Problem, denn niemand, der gerne eine spannende Taktikanalyse hätte, wird gezwungen den Bild-Text zu lesen.
Du weist schon, dass Der Spiegel nicht das ist wo Du morgens reinschaust. Geh mal auf Spiegel online und such mal nach Basketball (7250 Ergebnisse für „Basketball“ - inklusiv ausführlicher Berichte im Mai über die NBA). Also vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen über Zeitungen die man nicht liest.
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Die Wahrscheinlichkeit neue Fans für die Sportart Basketball zu gewinnen ist mit einer “seichten”, eher oberflächlichen Berichterstattung im Stile der Bild deutlich höher als mit komplizierten Analysen. Die entscheidende Frage ist, welche Zielgruppe man erreichen will.
Hier auf SD tummeln sich vor allem Hardcore-Fans, die fühlen sich durch die Berichterstattung der Bild natürlich nicht abgeholt, aber das ist auch nicht nötig.
Die Basketball-Regeln sind für Neueinsteiger oftmals schon eine (zu) große Hürde, daher halte ich den Ansatz generelle Sportfans mit simplen Artikeln für den Basketball gewinnen zu wollen durchaus für vielversprechend.
Dass das dann selten bis nie hohen journalistischen Ansprüchen genügt, ist klar, aber nur mit journalistisch tollen Deep Dives von Dre Voigt, Manuel Baraniak etc. wird der Basketball in Deutschland nie den medialen Status einer Randsportart verlassen.
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@Barack_Alabama sagte in Journalistische Tiefe in der BBL Berichterstattung:
… Aber offenbar hat es bei FAZ, Zeit, Spiegel und Co. niemanden interessiert - das ist doch das viel größere Problem, denn niemand, der gerne eine spannende Taktikanalyse hätte, wird gezwungen den Bild-Text zu lesen.
Du weist schon, dass Der Spiegel nicht das ist wo Du morgens reinschaust. Geh mal auf Spiegel online und such mal nach Basketball (7250 Ergebnisse für „Basketball“ - inklusiv ausführlicher Berichte im Mai über die NBA). Also vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen über Zeitungen die man nicht liest.
@baba-ref sagte in Journalistische Tiefe in der BBL Berichterstattung:
@Barack_Alabama sagte in Journalistische Tiefe in der BBL Berichterstattung:
… Aber offenbar hat es bei FAZ, Zeit, Spiegel und Co. niemanden interessiert - das ist doch das viel größere Problem, denn niemand, der gerne eine spannende Taktikanalyse hätte, wird gezwungen den Bild-Text zu lesen.
Du weist schon, dass Der Spiegel nicht das ist wo Du morgens reinschaust. Geh mal auf Spiegel online und such mal nach Basketball (7250 Ergebnisse für „Basketball“ - inklusiv ausführlicher Berichte im Mai über die NBA). Also vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen über Zeitungen die man nicht liest.
Wahnsinn, ausführliche NBA-Berichte! Das war ja exakt das Thema, um das es hier ging! Auch die FAZ bringt übrigens regelmäßig sehr gute Basketball-Berichterstattung, die Zeit mal mehr, mal weniger, aber das Thema “Bonn im BCL-Finale” war SP.ON (wo, wenn man den Zahlen so glaubt, offenbar eine ganze Menge Leute morgens reinschauen) einfach nur ein bisschen dpa-sid-Material wert, das wirklich exakt auf dem Niveau des Bild-Textes ist.
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, die Formulierung passt wie der sprichwörtliche Satz “Hintern auf Eimer”, noch zum RBB, Rundfunk Berlin Brandenburg heißt das!.