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Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports
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Nachdem im Kader des MBC die Diskussion nicht mehr erwünscht ist, also breiter aufgestellt: Welche Aktivitäten abseits des Spielfeldes gibt es bei den unterschiedlichen BBL-Vereinen? Welche sind wünschenswert, welche gut gemacht, wo fehlt etwas, wo sollten sich die Clubs mehr einmischen?
Als Beispiel: Nachdem zuletzt in Weißenfels im Rahmen eines Christopher Street Day rechte Demonstranten mit Störaktionen bundesweite Nachrichten ausgelöst haben kam vom MBC als Aushängeschild der Stadt… nichts. Eine mindestens vertane Chance in der Außendarstellung in jedem Fall, aber auch bemerkenswert unter dem Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie der BBL, die ja unter anderem “Weniger Ungleichheit und mehr Vielfalt” als Ziel hat und lizenzrelevant ist. @FitzRoyal hat darüber hinaus festgestellt, dass es kein Mission Statement oder größere CSR-Aktivitäten beim MBC gibt.
In München präsentierte man derweil zuletzt eine eigene Nachhaltigkeitsmanagerin, in Berlin ist ALBA inzwischen Träger einer Schule, in Ludwigsburg hat man sich stark dem Thema Inklusion von körperlich beeinträchtigten Menschen gewidmet. Die Frage ist auch, welche Rolle Profisportclubs einnehmen sollten, um gesellschaftliche Relevanz zu haben - reine Unterhaltungsangebote oder mehr? Welche Aufgaben soll/muss ein Club übernehmen, welche Themen ansprechen, um ein echter Teil seiner Stadt zu sein und nicht nur ein Ufo, das morgen einpacken und in eine andere Stadt weiterziehen könnte, ohne wirklich ein Loch zu hinterlassen?
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Nachdem im Kader des MBC die Diskussion nicht mehr erwünscht ist, also breiter aufgestellt: Welche Aktivitäten abseits des Spielfeldes gibt es bei den unterschiedlichen BBL-Vereinen? Welche sind wünschenswert, welche gut gemacht, wo fehlt etwas, wo sollten sich die Clubs mehr einmischen?
Als Beispiel: Nachdem zuletzt in Weißenfels im Rahmen eines Christopher Street Day rechte Demonstranten mit Störaktionen bundesweite Nachrichten ausgelöst haben kam vom MBC als Aushängeschild der Stadt… nichts. Eine mindestens vertane Chance in der Außendarstellung in jedem Fall, aber auch bemerkenswert unter dem Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie der BBL, die ja unter anderem “Weniger Ungleichheit und mehr Vielfalt” als Ziel hat und lizenzrelevant ist. @FitzRoyal hat darüber hinaus festgestellt, dass es kein Mission Statement oder größere CSR-Aktivitäten beim MBC gibt.
In München präsentierte man derweil zuletzt eine eigene Nachhaltigkeitsmanagerin, in Berlin ist ALBA inzwischen Träger einer Schule, in Ludwigsburg hat man sich stark dem Thema Inklusion von körperlich beeinträchtigten Menschen gewidmet. Die Frage ist auch, welche Rolle Profisportclubs einnehmen sollten, um gesellschaftliche Relevanz zu haben - reine Unterhaltungsangebote oder mehr? Welche Aufgaben soll/muss ein Club übernehmen, welche Themen ansprechen, um ein echter Teil seiner Stadt zu sein und nicht nur ein Ufo, das morgen einpacken und in eine andere Stadt weiterziehen könnte, ohne wirklich ein Loch zu hinterlassen?
@Barack_Alabama sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Als Beispiel: Nachdem zuletzt in Weißenfels im Rahmen eines Christopher Street Day rechte Demonstranten mit Störaktionen bundesweite Nachrichten ausgelöst haben kam vom MBC als Aushängeschild der Stadt… nichts. Eine mindestens vertane Chance in der Außendarstellung in jedem Fall, aber auch bemerkenswert unter dem Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie der BBL, die ja unter anderem “Weniger Ungleichheit und mehr Vielfalt” als Ziel hat und lizenzrelevant ist. @FitzRoyal hat darüber hinaus festgestellt, dass es kein Mission Statement oder größere CSR-Aktivitäten beim MBC gibt.
In Berlin Neukölln wurde vor ein paar Tagen ein Mann von der Polizei festgenommen, der verdächtigt wurde, eine Frau sexuell beleidigt zu haben. Als die Polizei ihn aus einer Gruppe von Personen abführen wollte, versammelten sich bis zu 100 Menschen aus der Familie und dem Umfeld des Mannes, um ihn aus der Festsetzung durch die Polizei zu befreien. Dabei wurde die Polizei angegriffen und u.a. mit Flaschen beworfen.
Warum habe ich dazu bislang kein Statement von ALBA gelesen? Auch Hertha BSC, Union, die Eisbären Berlin, die Reinickendorfer Füchse, die Wasserfreunde Spandau, der DBV… alle schwiegen dazu. Selbst von @Barack_Alabama habe ich kein Statement dazu gelesen. Damit wurde dann sicher auch eine Chance vertan, oder?
Ich will mit diesem Beispiel nur aufzeigen, dass das so herum nicht funktioniert. Wenn eine Organisation/Person sich äußert, ist das ein Statement. Sich nicht zu äußern, ist aber ganz sicher KEINES, sofern es nicht in den direkten Verantwortungsbereich fällt.
Bevor man andere zu Stellungnahmen auffordert, frage man sich, ob man selbst immer und stets Stellung bezogen hat, wo dies denkbar gewesen wäre. Falls nicht, beginne man IMHO besser dort.
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@qnibert Berlin mit Weißenfels zu vergleichen macht aus mehreren Gründen nicht wirklich Sinn.
@FitzRoyal sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
@qnibert Berlin mit Weißenfels zu vergleichen macht aus mehreren Gründen nicht wirklich Sinn.
Warum nicht? Ist eine gewaltbereite Parallelgesellschaft weniger schlimm als eine andere? Wo verläuft für dich die Grenze?
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@Barack_Alabama sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Als Beispiel: Nachdem zuletzt in Weißenfels im Rahmen eines Christopher Street Day rechte Demonstranten mit Störaktionen bundesweite Nachrichten ausgelöst haben kam vom MBC als Aushängeschild der Stadt… nichts. Eine mindestens vertane Chance in der Außendarstellung in jedem Fall, aber auch bemerkenswert unter dem Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie der BBL, die ja unter anderem “Weniger Ungleichheit und mehr Vielfalt” als Ziel hat und lizenzrelevant ist. @FitzRoyal hat darüber hinaus festgestellt, dass es kein Mission Statement oder größere CSR-Aktivitäten beim MBC gibt.
In Berlin Neukölln wurde vor ein paar Tagen ein Mann von der Polizei festgenommen, der verdächtigt wurde, eine Frau sexuell beleidigt zu haben. Als die Polizei ihn aus einer Gruppe von Personen abführen wollte, versammelten sich bis zu 100 Menschen aus der Familie und dem Umfeld des Mannes, um ihn aus der Festsetzung durch die Polizei zu befreien. Dabei wurde die Polizei angegriffen und u.a. mit Flaschen beworfen.
Warum habe ich dazu bislang kein Statement von ALBA gelesen? Auch Hertha BSC, Union, die Eisbären Berlin, die Reinickendorfer Füchse, die Wasserfreunde Spandau, der DBV… alle schwiegen dazu. Selbst von @Barack_Alabama habe ich kein Statement dazu gelesen. Damit wurde dann sicher auch eine Chance vertan, oder?
Ich will mit diesem Beispiel nur aufzeigen, dass das so herum nicht funktioniert. Wenn eine Organisation/Person sich äußert, ist das ein Statement. Sich nicht zu äußern, ist aber ganz sicher KEINES, sofern es nicht in den direkten Verantwortungsbereich fällt.
Bevor man andere zu Stellungnahmen auffordert, frage man sich, ob man selbst immer und stets Stellung bezogen hat, wo dies denkbar gewesen wäre. Falls nicht, beginne man IMHO besser dort.
@qnibert Finde ich persönlich nur schwer vergleichbar, die Vorfälle, und du? Ich erwarte nicht von jedem Club, dass er sich zu jedem Thema äußert, das wäre, wenig überraschend, unsinnig. Dennoch haben sich die BBL-Clubs ja beispielsweise zu den Nachhaltigkeitszielen committed, da wäre das zumindest nicht komplett fernliegend, da bei Möglichkeiten etwas offensiver zu kommunizieren. Aber vielleicht wäre ja auch aus deiner Sicht eine größere Unterstützung oder Anerkennung von Sicherheitskräften (Polizei, Bundeswehr etc.) ja dann ein gutes CSR-Projekt? Oder hältst du CSR ohnehin für überflüssig?
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@FitzRoyal sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
@qnibert Berlin mit Weißenfels zu vergleichen macht aus mehreren Gründen nicht wirklich Sinn.
Warum nicht? Ist eine gewaltbereite Parallelgesellschaft weniger schlimm als eine andere? Wo verläuft für dich die Grenze?
@qnibert Der erste CSD in einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt und eine verhinderte Festnahme in der größten Stadt Deutschlands hat doch nichts miteinander zu tun. Was ist das denn für ein Vergleich?
Habe im übrigen auch gehofft, der MBC würde sich da positioniert haben, als ich davon las. Schade.
Zum Thema: in Jena gibt es da derzeit auch nichts, aber zumindest gibt es derzeit eine Mitgliederbefragung, bei der man sich quasi so eine Positionierung wünschen kann (wie die dann aussähe, bleibt dann zu diskutieren).
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@qnibert Finde ich persönlich nur schwer vergleichbar, die Vorfälle, und du? Ich erwarte nicht von jedem Club, dass er sich zu jedem Thema äußert, das wäre, wenig überraschend, unsinnig. Dennoch haben sich die BBL-Clubs ja beispielsweise zu den Nachhaltigkeitszielen committed, da wäre das zumindest nicht komplett fernliegend, da bei Möglichkeiten etwas offensiver zu kommunizieren. Aber vielleicht wäre ja auch aus deiner Sicht eine größere Unterstützung oder Anerkennung von Sicherheitskräften (Polizei, Bundeswehr etc.) ja dann ein gutes CSR-Projekt? Oder hältst du CSR ohnehin für überflüssig?
@Barack_Alabama sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Finde ich persönlich nur schwer vergleichbar, die Vorfälle, und du?
Nein, durchaus vergleichbar. Gewaltbereite Straftäter zweier Parallelgesellschaften rotten sich zusammen und begehen Straftaten. Sexistische Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung sind zwei Seiten der selben Medaille.
Warum ist das eine für dich offenbar weniger problematisch?
@antimatzist : Auch von dir hätte ich gerne die Antwort auf die Frage, warum man den Vorfall in [Edit:]Neukölln unkommentiert lassen, die Chance eines Statements “vertun” soll.
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@Barack_Alabama sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Finde ich persönlich nur schwer vergleichbar, die Vorfälle, und du?
Nein, durchaus vergleichbar. Gewaltbereite Straftäter zweier Parallelgesellschaften rotten sich zusammen und begehen Straftaten. Sexistische Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung sind zwei Seiten der selben Medaille.
Warum ist das eine für dich offenbar weniger problematisch?
@antimatzist : Auch von dir hätte ich gerne die Antwort auf die Frage, warum man den Vorfall in [Edit:]Neukölln unkommentiert lassen, die Chance eines Statements “vertun” soll.
@qnibert sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Nein, durchaus vergleichbar. Gewaltbereite Straftäter zweier Parallelgesellschaften rotten sich zusammen und begehen Straftaten. Sexistische Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung sind zwei Seiten der selben Medaille.
Warum ist das eine für dich offenbar weniger problematisch?
Ich bin mir ehrlich gesagt immer noch nicht sicher, wo du mit dieser Diskussion hinwillst? Sport soll unpolitisch sein? Soll Sport sich nicht zu sportfremden Themen äußern? (Beides übrigens legitime Meinungen, denen ich zwar nicht zustimmen würde, aber die zumindest thematisch hier passend wären) Oder soll ich nur sagen, dass versuchte Gefangenenbefreiungen auch nicht cool sind?
Ich habe bereits erwähnt, dass das Schweigen des MBC für mich Auslöser für diese Gedanken ist, aber hier doch Platz für grundsätzliche Gedanken ist, insbesondere eben auch im Hinblick auf die, ich erwähnte es, von den Clubs beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie der Liga und die Frage nach der Relevanz von Profisportclubs in einer sich rapide verändernden Gesellschaft.
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@Barack_Alabama sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Finde ich persönlich nur schwer vergleichbar, die Vorfälle, und du?
Nein, durchaus vergleichbar. Gewaltbereite Straftäter zweier Parallelgesellschaften rotten sich zusammen und begehen Straftaten. Sexistische Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung sind zwei Seiten der selben Medaille.
Warum ist das eine für dich offenbar weniger problematisch?
@antimatzist : Auch von dir hätte ich gerne die Antwort auf die Frage, warum man den Vorfall in [Edit:]Neukölln unkommentiert lassen, die Chance eines Statements “vertun” soll.
@qnibert sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Auch von dir hätte ich gerne die Antwort auf die Frage, warum man den Vorfall in [Edit:]Neukölln unkommentiert lassen, die Chance eines Statements “vertun” soll.
Versteh die Frage nicht und ist für mich whataboutism, der komplett am.Thema vorbeigeht. Ich verstehe weder den inhaltlichen Zusammenhang zum Thema noch wie du zu der Frage stehst. Findest du, Alba hätte das anprangern sollen?
Der Vorfall in Weißenfels war afaik von einer rechtsradikalen Partei organisiert und angekündigt, und wie gesagt, in einer Kleinstadt. Da kann man sehr viel entschlossener was gegen sagen.als “Jo, haben heute in der Zeitung gelesen dass irgendwo in Berlin spontan die Aufklärung eines sexuellen Übergriffs behindert wurde.”
Aber danke, dass du dieses super interessante und relevante Thema der Positionierung deutscher Basketballvereine hier direkt hast entgleisen lassen.
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@qnibert Der von dir geschilderte Fall ist eine Straftat im öffentlichen Raum, an der (ursprünglich) zwei Personen beteiligt waren. Es ist nicht Aufgabe eines professionellen Sportvereins alle Straftaten in der Stadt des Clubs zu kommentieren. Ausnahmen sind hier für mich besondere Fälle von öffentlichem Interesse (trifft auf dein Beispiel nicht zu, auch wenn der Vorfall natürlich zu verurteilen ist) und Fälle, in denen der Club direkt betroffen ist. Zum Beispiel fand ich es klasse, dass Bayern Basketball auf die rassistischen Kommentare gegen Mathys Tel am Wochenende reagiert hat. Verlinke ich unten.
In Weißenfels hat dagegen ein öffentliches Event für Toleranz und Vielfalt stattgefunden. Und das zum ersten Mal in einer Region, in der leider rechte Tendenzen nicht ganz selten sind und es - vermute ich - eher selten Events dieser Art gibt. In Berlin schaut das ganz anders aus, daher passt der Vergleich für mich wie gesagt hinten und vorne nicht.
Was muss noch passieren, dass sich der örtliche BBL-Verein zu einem gesellschaftlichen Ereignis äußert? Ich würde sagen 99% aller Basketball-Fans stehen für sexuelle Selbstbestimmung ein, das heißt der Verein hätte mit einem öffentlichen Statement bei seiner Kernzielgruppe nur gewinnen können. Bzw. möchte man als Verein überhaupt Fans haben, die etwas gegen sexuelle Selbstbestimmung haben? Was hätte der MBC durch so ein Statement verlieren können?
Darüber hinaus listet die BBL auf ihrer Website als einen Unterpunkt ihrer CSR-Strategie Folgendes auf: “Intensivierung von Projekten und Aktivitäten sowie Schaffung von Anlaufstellen zu den Themengebieten Anti-Rassismus und Diversity.” (Hervorhebung von Diversity durch mich) - solange die Vereine diese Agenda dann in der Realität nicht leben, sind das erstmal nur leere Worte auf Papier. Leading by example wäre in solch einer Situation gefragt und ich bin mir sicher der MBC hätte bei einer entsprechenden Positionierung große Zustimmung der anderen BBL-Clubs erhalten.
https://twitter.com/FCBBasketball/status/1690808675374444544
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Hier möchte ich dann doch mal @Barack_Alabama insofern zur Seite springen, dass ich den Vergleich auch nicht passend finde. Das Thema, das du @Barack_Alabama ansprichst, ist nicht in erster Linie Gewalt, sondern die Frage danach, ob Basketballclubs sich wertemäßig verorten (sollten) und noch konkreter, sich für Diversität und Vielfalt einsetzen (sollten).
Ich finde es gut, dass von einer Kaderdiskussion zu entkoppeln, halte es auch für zielführender, die Diskussion nicht alleine am MBC festzumachen.
Wenn gesellschaftlich Konflikte gegenüber unterschiedlichen diskriminierten Gruppen weiter um sich greifen, würde ich mir schon wünschen, dass sich die von mir geschätzte Basketballwelt, deutlich positioniert - und zwar an die Seite der Diskriminierten. Unschlüssig bin ich mir, ob sich das einfordern lässt. Wenn insgesamt die Liga klare Zeichen setzt (setzen will), dann müssten seitens der BBL auch grobe Rahmenlinien vereinbart werden, was das konkret heißt. -
@qnibert sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Auch von dir hätte ich gerne die Antwort auf die Frage, warum man den Vorfall in [Edit:]Neukölln unkommentiert lassen, die Chance eines Statements “vertun” soll.
Versteh die Frage nicht und ist für mich whataboutism, der komplett am.Thema vorbeigeht. Ich verstehe weder den inhaltlichen Zusammenhang zum Thema noch wie du zu der Frage stehst. Findest du, Alba hätte das anprangern sollen?
Der Vorfall in Weißenfels war afaik von einer rechtsradikalen Partei organisiert und angekündigt, und wie gesagt, in einer Kleinstadt. Da kann man sehr viel entschlossener was gegen sagen.als “Jo, haben heute in der Zeitung gelesen dass irgendwo in Berlin spontan die Aufklärung eines sexuellen Übergriffs behindert wurde.”
Aber danke, dass du dieses super interessante und relevante Thema der Positionierung deutscher Basketballvereine hier direkt hast entgleisen lassen.
@antimatzist sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Der Vorfall in Weißenfels war afaik von einer rechtsradikalen Partei organisiert und angekündigt, und wie gesagt, in einer Kleinstadt. Da kann man sehr viel entschlossener was gegen sagen.als “Jo, haben heute in der Zeitung gelesen dass irgendwo in Berlin spontan die Aufklärung eines sexuellen Übergriffs behindert wurde.”
Es ist interessant, dass die gewaltsame Behinderung der Strafverfolgung durch eine aggressive Menschenmenge aus einer bekannten und kriminell organisierten Parallelgesellschaft von dir als “Behinderung der Aufklärung eines Vorfalls” geframed wird. Ich bezweifle, dass du die selbe Formulierung angemessen fändest, wenn der Vorfall aus der rechtsextremen Ecke käme.
Die Größe der Stadt ist für dich offenbar ein gewichtiges Kriterium? Ab welcher Einwohnerzahl ist denn die Relevanz gewalttätiger Straftaten gegeben? Oder umgekehrt, wann ist die Notwendigkeit gegeben, sich zu positionieren, wenn das Gesetz und demokratische Rechte verachtende Gruppierungen Straftaten begehen? Hängt das von der jeweiligen Straftat ab und wir dann in Relation zur Einwohnerzahl gewichtet?
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@qnibert sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Nein, durchaus vergleichbar. Gewaltbereite Straftäter zweier Parallelgesellschaften rotten sich zusammen und begehen Straftaten. Sexistische Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung sind zwei Seiten der selben Medaille.
Warum ist das eine für dich offenbar weniger problematisch?
Ich bin mir ehrlich gesagt immer noch nicht sicher, wo du mit dieser Diskussion hinwillst? Sport soll unpolitisch sein? Soll Sport sich nicht zu sportfremden Themen äußern? (Beides übrigens legitime Meinungen, denen ich zwar nicht zustimmen würde, aber die zumindest thematisch hier passend wären) Oder soll ich nur sagen, dass versuchte Gefangenenbefreiungen auch nicht cool sind?
Ich habe bereits erwähnt, dass das Schweigen des MBC für mich Auslöser für diese Gedanken ist, aber hier doch Platz für grundsätzliche Gedanken ist, insbesondere eben auch im Hinblick auf die, ich erwähnte es, von den Clubs beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie der Liga und die Frage nach der Relevanz von Profisportclubs in einer sich rapide verändernden Gesellschaft.
@Barack_Alabama sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Ich bin mir ehrlich gesagt immer noch nicht sicher, wo du mit dieser Diskussion hinwillst?
Sport soll unpolitisch sein? Soll Sport sich nicht zu sportfremden Themen äußern?
Sport sollte doch zumindest wenigstens unpolitisch sein dürfen, oder nicht? Deine Beiträge im MBC-Thread und hier implizieren jedoch eine moralische Verpflichtung, sich zu äußern.
Aber falls diese existiert, warum dann wiederum eigentlich nicht dazu, wenn Mitglieder einer Parallelgesellschaft sich zusammenrotten und gewaltsam versuchen, Straftäter der rechtsstaatlichen Verfolgung zu entziehen, die Frauen sexuell beleidigen. Irgendwo da scheint dann bei dir eine Toleranzgrenze zu verlaufen, die ich nicht verstehe. Das will ich dir zeigen. Du legst deine Ansprüche ziemlich willkürlich aus. Oder du erklärst vielleicht besser, warum das eine dringend geboten, das andere hingegen lässlich ist.
Oder soll ich nur sagen, dass versuchte Gefangenenbefreiungen auch nicht cool sind?
Das scheint mir eine recht deutliche Verharmlosung der Problematik zu sein.
Ich habe bereits erwähnt, dass das Schweigen des MBC für mich Auslöser für diese Gedanken ist,
Ich habe dein Schweigen und das vieler Organisationen in diesem Kontext aus meiner Sicht beleuchtet.
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@qnibert Der von dir geschilderte Fall ist eine Straftat im öffentlichen Raum, an der (ursprünglich) zwei Personen beteiligt waren. Es ist nicht Aufgabe eines professionellen Sportvereins alle Straftaten in der Stadt des Clubs zu kommentieren. Ausnahmen sind hier für mich besondere Fälle von öffentlichem Interesse (trifft auf dein Beispiel nicht zu, auch wenn der Vorfall natürlich zu verurteilen ist) und Fälle, in denen der Club direkt betroffen ist. Zum Beispiel fand ich es klasse, dass Bayern Basketball auf die rassistischen Kommentare gegen Mathys Tel am Wochenende reagiert hat. Verlinke ich unten.
In Weißenfels hat dagegen ein öffentliches Event für Toleranz und Vielfalt stattgefunden. Und das zum ersten Mal in einer Region, in der leider rechte Tendenzen nicht ganz selten sind und es - vermute ich - eher selten Events dieser Art gibt. In Berlin schaut das ganz anders aus, daher passt der Vergleich für mich wie gesagt hinten und vorne nicht.
Was muss noch passieren, dass sich der örtliche BBL-Verein zu einem gesellschaftlichen Ereignis äußert? Ich würde sagen 99% aller Basketball-Fans stehen für sexuelle Selbstbestimmung ein, das heißt der Verein hätte mit einem öffentlichen Statement bei seiner Kernzielgruppe nur gewinnen können. Bzw. möchte man als Verein überhaupt Fans haben, die etwas gegen sexuelle Selbstbestimmung haben? Was hätte der MBC durch so ein Statement verlieren können?
Darüber hinaus listet die BBL auf ihrer Website als einen Unterpunkt ihrer CSR-Strategie Folgendes auf: “Intensivierung von Projekten und Aktivitäten sowie Schaffung von Anlaufstellen zu den Themengebieten Anti-Rassismus und Diversity.” (Hervorhebung von Diversity durch mich) - solange die Vereine diese Agenda dann in der Realität nicht leben, sind das erstmal nur leere Worte auf Papier. Leading by example wäre in solch einer Situation gefragt und ich bin mir sicher der MBC hätte bei einer entsprechenden Positionierung große Zustimmung der anderen BBL-Clubs erhalten.
https://twitter.com/FCBBasketball/status/1690808675374444544
@FitzRoyal sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Es ist nicht Aufgabe eines professionellen Sportvereins alle Straftaten in der Stadt des Clubs zu kommentieren.
Das ist für mich die Essenz. Damit ist eigentlich alles gesagt. Wenn ein Verein das machen möchte, macht er das. Sonst lässt er es. Das sieht der OP offenbar aber anders. Darum ging es mir. Sein Anspruch ist schlicht unerfüllbar.
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@qnibert Deine Argumentation hier im Thread ist für mich die Definition von Whataboutism. Da macht es dann auch wenig Sinn weiter zu diskutieren.
@ansusay sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Das Thema, das du @Barack_Alabama ansprichst, ist nicht in erster Linie Gewalt, sondern die Frage danach, ob Basketballclubs sich wertemäßig verorten (sollten) und noch konkreter, sich für Diversität und Vielfalt einsetzen (sollten).
Dann hätte er Thema besser auch so eröffnen sollen. Ihm ging es hier doch aber erkennbar darum, statt das Nicht-Statement des MBC zu bewerten.
Dass es Vereinen gut zu Gesicht steht, sich offen zu Menschenrechten (o.a. eben sexuelle Selbstbestimmung) bekennen, dürfte doch wohl eher Konsens sein. Da wird sich eher keine kontroverse Diskussion hier ergeben, vermute ich.
@FitzRoyal sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
@qnibert Deine Argumentation hier im Thread ist für mich die Definition von Whataboutism. Da macht es dann auch wenig Sinn weiter zu diskutieren.
Für mich ist die implizite Forderung des OP halt schlicht naiv oder sogar etwas arrogant.
Das folgende Relativieren des von mir genannten Vorfalls in Berlin deutet für mich dann auch auf ein erkennbares Motiv hin. Auch da erübrigt sich eine weitere Diskussion dann, finde ich. Es gibt keine “wenig schlimmen” kriminellen Strukturen. Sollte eigentlich demokratischer Konsens sein. Ist es aber leider nicht.
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@ansusay sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Das Thema, das du @Barack_Alabama ansprichst, ist nicht in erster Linie Gewalt, sondern die Frage danach, ob Basketballclubs sich wertemäßig verorten (sollten) und noch konkreter, sich für Diversität und Vielfalt einsetzen (sollten).
Dann hätte er Thema besser auch so eröffnen sollen. Ihm ging es hier doch aber erkennbar darum, statt das Nicht-Statement des MBC zu bewerten.
Dass es Vereinen gut zu Gesicht steht, sich offen zu Menschenrechten (o.a. eben sexuelle Selbstbestimmung) bekennen, dürfte doch wohl eher Konsens sein. Da wird sich eher keine kontroverse Diskussion hier ergeben, vermute ich.
@FitzRoyal sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
@qnibert Deine Argumentation hier im Thread ist für mich die Definition von Whataboutism. Da macht es dann auch wenig Sinn weiter zu diskutieren.
Für mich ist die implizite Forderung des OP halt schlicht naiv oder sogar etwas arrogant.
Das folgende Relativieren des von mir genannten Vorfalls in Berlin deutet für mich dann auch auf ein erkennbares Motiv hin. Auch da erübrigt sich eine weitere Diskussion dann, finde ich. Es gibt keine “wenig schlimmen” kriminellen Strukturen. Sollte eigentlich demokratischer Konsens sein. Ist es aber leider nicht.
@qnibert
Ich denke aber immer noch, dass Kriminalität nicht der Punkt ist. Es geht um Diskriminierung. Aus meiner Sicht könnte eine Stellungnahme, ja, ein Partei-Ergreifen, auch dann überlegenswert sein, wenn beispielsweise 100 Leute (oder 50) sich am Wegesrand versammeln und “Schwule raus” skandieren.
Die Frage, ob sich ein Basketball-Verein da “einmischen” muss/sollte/könnte, das lässt sich doch diskutieren. Eine Analogie könnte es sein, wenn der Berliner CSD von 500/1000 Leuten beschimpft würde, würde sich ALBA dazu verhalten? Wenn du mich fragst, ob ich mir das wünschte, dann würde ich sagen: “ja”
Ob eine Nicht-Stellungnahme moralisch verwerflich wäre, da bin ich eher skeptisch. Aber was ist, wenn sich hierzulande die Verhältnisse weiter zuspitzen? -
@qnibert
Ich denke aber immer noch, dass Kriminalität nicht der Punkt ist. Es geht um Diskriminierung. Aus meiner Sicht könnte eine Stellungnahme, ja, ein Partei-Ergreifen, auch dann überlegenswert sein, wenn beispielsweise 100 Leute (oder 50) sich am Wegesrand versammeln und “Schwule raus” skandieren.
Die Frage, ob sich ein Basketball-Verein da “einmischen” muss/sollte/könnte, das lässt sich doch diskutieren. Eine Analogie könnte es sein, wenn der Berliner CSD von 500/1000 Leuten beschimpft würde, würde sich ALBA dazu verhalten? Wenn du mich fragst, ob ich mir das wünschte, dann würde ich sagen: “ja”
Ob eine Nicht-Stellungnahme moralisch verwerflich wäre, da bin ich eher skeptisch. Aber was ist, wenn sich hierzulande die Verhältnisse weiter zuspitzen?@ansusay sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
Aber was ist, wenn sich hierzulande die Verhältnisse weiter zuspitzen?
Diese Fragestellung kann ich dir hier nicht beantworten, ohne dann evtl. doch zu politisch zu werden.
Und da ich das nicht tun werde, beantworte ich das nur soweit: das wäre sehr problematisch. Ich sehe hier in diesem Thread aber leider auch einen Teil der Ursachen der Zuspitzung.Weiteres dazu schreibe ich dir morgen gerne auf einem anderen Medium.
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@qnibert Deine Argumentation hier im Thread ist für mich die Definition von Whataboutism. Da macht es dann auch wenig Sinn weiter zu diskutieren.
@FitzRoyal sagte in Die Aktivitäten der BBL-Clubs abseits des Sports:
@qnibert Deine Argumentation hier im Thread ist für mich die Definition von Whataboutism. Da macht es dann auch wenig Sinn weiter zu diskutieren.
Ich finde die Bezeichnung Whataboutism immer sehr schwierig. Gemeint ist meinem Verständnis nach die Frage nach einem anderen ähnlich gearteten Problem (wie dem der aktuellen Diskussion), um von dem Thema der aktuellen Diskussion abzulenken.
Das weiß ich, kann bei @qnibert ausgeschlossen werden. Ich weiß aber auch, dass ich ihn da nicht verteidigen brauch
Ich finde die Theateröffnung ausgesprochen gelungen - bis auf einen Teil: Weißenfels. Warum formuliere ich das genau so?
Bayern und Alba sind Beispiele, wo Organisationen etwas tun (Ludwigsburg später auch). Beim MBC (und vielleicht sollten wir auch genau den Namen nutzen um ein Frameing auf die ehemals neuen Bundesländer von Anfang an zu vermeiden). Lasst uns also das Engagement der einzelnen Organisationen diskutieren - das finde ich gut.
Zurück zum Whataboutism: Als ich Deinen Post vorhin las, fragte ich mich, ob die Ausgangsfrage von @Barack_Alabama nicht genau so als Whataboutism bezeichnet werden muss: Es wird über Sport (im weitesten Sinn) diskutiert. Plötzlich wird die Frage aufgeworfen: was ist eigentlich mit den Vorfällen beim CSD in der Heimatstadt des Teams? Whataboutism? Ich denke ja! Und ich glaube, ein guter Weg daraus ist zu diskutieren, was Organisationen tun - nicht was sie nicht tun.
Ich weiß, dass das problematisch ist. Nichts tun, kann als stille Zustimmung empfunden werden. Nicht aufstehen fördert oder unterstützt möglicherweise rechtsradikale, populistische Tendenzen. Es ist ein schwieriges Graufeld. -
@jsb Finde ich weit hergeholt den relativ offensichtlichen Whataboutism eines Diskutierenden mit dem Ausgangspost zu vergleichen. Warum Weißenfels genannt wird, ist doch logisch: Der aktuelle Zwischenfall dort ist der Anlass, um generell über das Thema CSR-Strategie der BBL-Vereine zu diskutieren. Die allermeisten Diskussionen (auch hier auf SD) entstehen durch einen bestimmten Aufhänger. Ohne die Podcast-Aussagen von Schröder hätte bspw. hier niemand kürzlich exzessiv über die Rolle von Kleber in der Nationalmannschaft diskutiert.
Ich sehe am Ausgangsposts des Threads nichts auszusetzen. Wenn man dann in der ersten Replik darauf das Problem Parallelgesellschaften durch Clans aufwirft ist das für meinen Geschmack der Inbegriff von Whataboutism. Ich wüsste nicht, was das Thema auch nur im Geringsten mit der eigentlichen Thematik des Threads zu tun hätte. Wie durch diese dauernden unnötigen Querverweise die Diskussion zu einer interessanten Fragestellung abgewürgt würde, sieht man ja eindrucksvoll am weiteren Thread-Verlauf.
Ich antworte auf eine Diskussion im Alba-Thread zur Verpflichtung von Sterling Brown ja auch nicht mit der Frage, ob Harry Kane den Bayern-Fußballern weiterhelfen wird. Das geht für mich in die gleiche RIchtung wie der Einwurf zu den Parallelgesellschaften. Jetzt habe ich schon wieder deutlich mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.
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