Eurocup18/19
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Die beiden französischen Mannschaften haben für die Saison 2018/19 Kader zusammengestellt, die Europaliganiveau haben Kein Losglück und im Normalfall keine Chance für Keltern.
Präsident von Lyon ASVEL féminin Basket ist übrigens ein gewisser Tony Parker. -
Auch die internationalen Wettbewerbe haben in der laufenden Woche bereits wieder begonnen. Auf dem Programm: die Qualifikationsspiele für die Euroleague und den Eurocup. Davon ist zwar keine deutsche Mannschaft direkt betroffen, wohl aber einige der derzeit besten deutschen Spielerinnen: Marie Gülich, Sonja Greinacher und Romy Bär.
Alle drei haben mit ihren neuen Vereinen im Hinspiel Auswärtsniederlagen hinnehmen müssen, haben aber noch alle Chancen, das im Rückspiel wettzumachen und sich für die Hauptrunde zu qualifizieren. Im Einzelnen:
Euroleague Women-Qualifikation
Romy Bär unterliegt mit Villeneuve d’Ascq mit -3 in Szekszard und zieht sich damit recht gut aus der Affäre gegen die favorisierten Ungarinnen. Alles komplett offen für das Rückspiel.Marie Gülich unterliegt in ihrem Euroleague-Debut, für mich etwas überraschend, mit Venedig mit -11 in Riga. Venedig hat die Mannschaft schon für die Euroleague aufgestellt, neben Gülich u.a. mit der Lettin Anete Steinberga. Von den deutschen Spielerinnen hat Gülich übrigens die meiste Spielzeit gehabt (28 Minuten).
Eurocup Women-Qualifikation
Sonja Greinacher unterliegt mit ihrem neuen Team Gdynia mit -15 in der Türkei bei Osman Genclik. Greinacher war beste Punktesammlerin ihres Teams (12) und konnte mit ihrem Double-Double Schlimmeres verhindern. Neben Greinacher stehen mit Anna Jurcenkova und Emma Cannon alte Bekannte aus der DBBL im Aufgebot von Gdynia. Die australische Vizeweltmeisterin Rebecca Allen ist auch dabei, weswegen ein Ausscheiden der polnischen Mannschaft schon eine ziemliche Überraschung wäre.Zur Erinnerung: Keltern ist nicht vom Ausgang der Qualifikationsspiele betroffen, da kein Qualifikant in die Gruppe eingeordnet wird. Die endgültigen Kader von Lattes-Montpellier und Lyon bestätigen, dass die beiden Teams auch Euroleague spielen könnten und eine ziemlich hohe Hürde für die Kelternerinnen sind.
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Habe die Spiele von Venedig gegen Riga gesehen. Venedig wie erwähnt mit Gülich und Steinberga, Riga mit keinen mir bis dahin(!) bekannten Gesichtern. Wie für Blaireau war auch für mich das italienische Team mehr als favorisiert, aber es kommt ja anders als…
Beide Partien gehen relativ deutlich an die Mannschaft aus dem Baltikum weil diese entschieden besser 3er trifft und eingespielt wirkt. Venedig hat nur Steinberga und die Amerikanerin auf der 1 die als Aktivposten gelten können. Gülich extrem gewillt eine Rolle zu spielen und rackert. Meistens unglücklich, Wurf nicht gut, nicht mal bei FW. War starting five in beiden Partien.
Riga hat als Underdog sehr Spaß gemacht, die Grounds waren beide auf ihre Art großartig :-). In Riga mit Blaskapelle in einer Viertelpause, Italien ebenso mit (für mich) ungewöhnlichen Pausendarbietungen. Gibt beide Begegnungen auf Y…
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Airborne, wärst Du bei der EuroBasketWomen letzten Juni dabei gewesen, hättest Du Rigas halbe Mannschaft “gekannt” + Shey Peddy, die mehr als eine Saison in Wasserburg spielte, jedoch nie als MVP ausgezeichnet wurde, weil diese Ehrung einfach mal ein paar Saisons nicht existierte…
hab das Hinspiel in Riga im Stream gesehen und die Dominanz von TTT gesehen und mich darüber gefreut, wie oft Marie Gülich herangezoomt wurde
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Der Vollständigkeit halber: Sonja Greinacher hat mit Gdynia zwar das Rückspiel mit +8 gewonnen, was aber nach der Hinspielniederlage gegen die türkische Mannschaft von Orman Genclik nicht für die Eurocup-Qualifikation gereicht hat. Gdynia muss sich also in der Saison 18/19 mit der polnischen Meisterschaft begnügen.
In Venedig hat Marie Gülich immerhin die Gelgenheit den europäischen Basketball im Eurocup kennenzulernen. Venedig spielt übrigens in einer Gruppe mit KP Brno, Miskolc und vermutlich Nantes.
Bei TTT Riga spielt in der Tat ein Großteil des lettischen Nationalkaders. Genauer gesagt die Spielerinnen auf der Positionen 5 bis 10 und 12 (allen voran Ieva Pulvere (vormals Krastina), Veteranin Gunta Basko und Kristine Vitola) der lettischen Nationalmannschaft, die vor drei Wochen in der WM -Vorrunde auf Teneriffa ausgeschieden ist. Dazu Shey Peddy und eine zweite Amerikanerin. Ohne die Spiele gesehen zu haben, vermute ich, dass in der daraus resultierenden Eingespieltheit vielleicht auch der entscheidende Vorteil von Riga gelegen hat.
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Da hier einige die WNBA verfolgen, schon mal ein kleiner Hinweis für die EC-Spiele von Keltern: mit den französischen Mannschaften, werden in Keltern auch zwei frischgebackene WNBA-Champions auflaufen. Alysha Clark mit Lyon ASVEL und Samantha Whitcomb mit Lattes-Montpellier.
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Danke euch für euren Input, habe jetzt TTT Riga nicht als Laufkundschaft gesehen, aber dachte, dass die Italiener da mehr Knete ausgeben. Freue mich, habe die Lettinnen seit U20 dieses Jahr sowieso im Herzen :-).
Gibt es de Eurocup auch bei Youtube?
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Villeneuve d’Ascq schlägt die Ungarinnen von Szekszard im Rückspiel in der 2. Halbzeit sehr souverän mit 77-61, macht die Hinspielniederlage mehr als wett und qualifiziert sich als letzte Mannschaft für die Euroleague, die in der kommenden Woche ihren Saisonstart hat. Damit ist mit Romy Bär auch wieder eine deutsche Spielerin in der Eurolaegue vertreten.
Zur “Belohnung” geht’s am 1. Spieltag in heimischer Halle gleich gegen Ekaterinburg…Die Eurocupspiele werden auch auf dem FIBA-Youtube-Kanal übertragen.
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Mit Basket Lattes Montpellier (BLMA) stellt sich am kommenden Donnerstag einer der Mitfavoriten auf den Eurocup-Titel bei den Rutronik Stars in Keltern vor. Vielleicht gibt’s ein paar Damen-Baskteballfans mehr als üblich, die das Spiel wegen des günstigen Feiertagstermins verfolgen und die eine Vorstellung des Teams aus Südfrankreich interessiert.
Lattes Montpellier gehört seit gut einem Jahrzehnt konstant zu den Spitzenteams in Frankreich, war 2014 und 2016 zweimal Meister, 2016 sogar mit dem Double als Pokalsieger, den sie 2011, 2013 und 2015 ebenfalls gewonnen haben. Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison eine durchwachsene Spielzeit erlebt (mit Romy Bär als eine der wenigen konstanten Spielerinnen), die schon im playoff-Viertelfinale frühzeitig endete. Dadurch wurde die Euroleague-Qualifikation verpasst und „nur“ für den Eurocup gemeldet. Das hat allerdings nichts daran geändert, dass der Klub mit neuem Präsident und der ehemaligen französischen Nationalspielerin (Silbermedaille in London 2012), WNBA- und Euroleague-Spielerin Edwige Lawson-Wade als Sportdirektorin, es geschafft hat, sein Wunschteam zusammenzustellen, das ohne Zweifel Euroleagueniveau hat und in Frankreich natürlich um den Titel spielt.
Zum Kader gehören nicht weniger als 5 Spielerinnen der französischen Nationalmannschaft, die bei der WM Ende September den 5. Platz belegt hat (in Frankreich übrigens als Enttäuschung bewertet). Coach Rachid Méziane gehört dazu seit Jahren zu den Co-Trainern der französischen Nationalmannschaft unter Head-Coach Valérie Garnier.
BLMA hat einen sehr guten Saisonstart in Frankreich hingelegt, die ersten drei Spiele deutlich und überzeugend gewonnen. Highlight dabei die Siege beim Euroleagueteam und Mitkonkurrenten Flammes Carolo Basket und gegen Lyon ASVEL, die dann auch bei Eurocupstart deutlich den Kürzeren zogen. Das hat sich allerdings gestern Abend geändert, als Lattes-Montpellier in der Liga beim Aufsteiger Landerneau in der Bretagne überraschend das Nachsehen hatte (62-65), wobei sie die erste Hälfte vor allem „verschlafen“ haben.
Die Spielerinnen im Einzelnen, zunächst die starting 5:
#47 Romane Berniès (25 Jahre, Position 1, Frankreich)
In Bourges hinter Céline Dumerc ausgebildet, hat sie bei der WM als Nummer 2 auf der Aufbauposition ihr erstes großes Turnier für die französische Nationalmannschaft gespielt. Schnell, aggressive Verteidigerin, hat ihre Stärken nicht unbedingt im set-play, sondern eher im 1 gegen 1. Großer Einsatz und kämpferische Einstellung. Eher mittelmäßige Werferin aus der Mitteldistanz und von der Dreierlinie.#32 Samantha Whitcomb (30 Jahre, Position 2, USA/Australien)
Star innerhalb eines Starensembles. Amtierender WNBA-Campion mit Seattle, Vize-Weltmeister mit Australien (2018 eingebürgert), mehrfach MVP und beste Werferin der australischen Liga. Dreierspezialisten, die sehr, sehr wenig Zeit und Raum für den Wurf benötigt. Schnelle Spielerin. Hat auf Anhieb in der französischen Liga überzeugt und ist auf dem Platz direkt einer der Leader der Mannschaft zusammen mit Endy Miyem und Diandra Tchatchouang. „Sami“ hat ihre Profikarriere bekanntlich (?) in Chemnitz und Wolfenbüttel begonnen. College: Washington.#93 Diandra Tchatchouang (27 Jahre, Position 3, Frankreich)
Langjährige französische Nationalspielerin, im nationalen Leistungszentrum in Paris ausgebildet und auch mit etwas College-Erfahrung, was für französische Top-Spielerinnen selten ist. Nach 5 Jahren Euroleague mit Bourges, für diese Saison nach Lattes-Montpellier zurückgekehrt. Große, athletische Spielerin, vor allem für ihre Position. Passable Dreierwerferin, kann sich am Brett durchsetzen, hat aber in erster Linie defensive Qualitäten. Nach wie vor eine mittelmäßige Freiwerferin und keine übermäßig schnelle Spielerin.#7 Endy Miyem (30 Jahre, Position 4, Frankreich)
Aktuell Kapitänin der französischen Nationalmannschaft, ebenfalls im Internat des Verbandes ausgebildet und seit 2009 bei allen Erfolgen der französischen Nationalmannschaft dabei (Europameister 2009, drei Mal Vize 2013, 2015 und 2017, Olympia-Silber in London 2012). Nach fast 10 Jahre in Bourges, zuletzt in Kursk und Schio mit zwei Jahren Auslandserfahrung in der Euroleague. Kann mit dem Rücken und Gesicht zum Korb spielen. Sehr sicherer Halbdistanzwurf (Bereich Freiwurflinie), oft in Transition-Situationen und vor allem eine gute Quote von der Dreierlinie. Nicht sonderlich schnell für ihre Größe und mitunter anfällig, wenn man sie nicht zu ihrem Spiel und auf „ihre“ Positionen kommen lässt.#16 Héléna Ciak (29 Jahre, Position 5, Frankreich)
Für Frankreich eine atypische Spielerin, da erst spät entdeckt und zum Leistungsbasketball gekommen und nicht durch das französische Ausbildungssytem und die Jugendnationalmannschaften gegangen ist. Für ihre Größe (1,97 m) ziemlich beweglich und mit einem passablen Halbdistanz- und Freiwurf. Zuletzt 2 Jahre in der Euroleague in Kursk, wo sie 2017 den Titel gewonnen hat. Zuvor in Bourges und in der Meistermannschaft von BLMA 2014. Hat eine passable Bandbreite an Würfen und Bewegungen im Spiel mit dem Rücken zum Korb. Manchmal etwas unkonzentriert bei vermeintlich „einfachen“ Würfen unter dem Korb.Von der Bank kommen:
#39 Alix Duchet (20 Jahre, Position 1, Frankreich)
Nummer 3 der Spielmacherinnen der französischen Nationalmannschaft bei der WM in Spanien. Erstes großes Turnier mit der A-Nationalmannschaft. Alix hat alle Etappen des französischen Ausbildungssystems durchlaufen und war auch im Leistungsinternat in Paris. 2016 MVP der Nachwuchsspielerinnen in der französischen Liga. Backup von Berniès, aber nicht dasselbe Profil. Sie hat eine gute Spielübersicht und ist eine sehr gute Passgeberin. Etwas mehr für den Positionsangriff geeignet. Passabler Dreierwurf, aber relativ klein (1,66m). Nicht zu unterschätzen (siehe EC-Spiel gegen Lyon)!#25 Marielle Amant (29 Jahre, Position 4, Frankreich)
Back-up von Miyem, mit nahezu demselben Profil, d.h. auch einem guten Halbdistanzwurf und sicherem Freiwurf. Physisch etwas stärker mit gutem Rebound. Langjährige französische Nationalspielerin (fast 100 Länderspiele), aber in den letzten beiden Jahren eher enttäuschend mit einem ziemlich fehleranfälligen Spiel. Hat auch in den ersten Spielen der Saison nicht recht überzeugt. Gerät häufig in Foul-Trouble.#2 Taylor Wurtz (28 Jahre, Position 2/3, USA)
Backup von Whitcomb und Tchatchouang. Sehr treffsichere Dreierwerferin (zuletzt in Schweden bei Telge Basket bei 46%). Ergänzt Tchatchouang gut auf der 3, da beweglicher und mehr eine reine Werferin als die Französin. Mit Wurtz im Kader kann Lattes-Montpellier auch variabler auf gegnerische (kleine) Aufstellungen reagieren. Nimmt diese Rolle bisher sehr gut ein, vor allem beim deutlichen Sieg in der Liga in Charleville-Mézières (Flammes Carolo). Ebenfalls eine aggressive Verteidigerin auf der 3. College: Wisconsin.#3 Ornella Bankolé (21 Jahre, Position 2/3, Frankreich)
Mit Alix Duchet 2015 U18-Vizeeuropameisterin, durch das französische Ausbildungssystem gelaufen und eine der besten Spielerinnen ihres Jahrgangs. Seitdem durch zwei Kreuzbandrisse zurückgeworfen. Versucht in dieser Saison wieder in die Spur zu kommen. Athletische, schnelle Spielerin, stark im 1 gegen und 1 und mit einem guten Dreierwurf. Kann auch im Starensemble von BLMA im Laufe der Saison zu einer „Impact-Spielerin“ von der Bank werden.#31 Tina Trebec (28 Jahre, Position 5, Slowenien)
Als backup von Héléna Ciak gedacht, aber seit Saisonbeginn verletzt und noch ohne Einsatz. Slowenische Nationalspielerin, EM-Teilnehmerin 2017 und zuletzt in der Schweiz und Italien tätig. Kann auch auf Position 4 aushelfen.Abgesehen vom verletzungsbedingten Ausfall von Tina Trebec, ist BLMA also dopplet auf allen Position besetzt und kann in verschiedenen Aufstellungen „klein“ oder „groß“ mit Spielerinnen agieren, die international sehr erfahren oder zumindest talentiert sind. Die Mannschaft kann variabel und auch schnell spielen (Berniès, Whitcomb, Duchet), aber der Spielstil ist schon auch von dem der französischen Nationalmannschaft geprägt, mit ausgespielten Positionsangriffen und solider Verteidigung. Gegen Keltern wird das vielleicht nicht so ins Gewicht fallen, aber die Position 1 mit Berniès und Duchet ist relativ jung und unerfahren auf Top-Niveau. Fast unnötig zu sagen: die große Stärke von BLMA ist, dass jede Spielerin auf ihre Art gefährlich ist und in einem Spiel entscheidend sein kann. Bleibt abzuwarten, wie sich die gestrige, doch sehr überraschende Niederlage in der Bretagne auswirkt. Viele Spaß allen die sich das Spiel anschauen.
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Mit Basket Lattes Montpellier (BLMA) stellt sich am kommenden Donnerstag einer der Mitfavoriten auf den Eurocup-Titel bei den Rutronik Stars in Keltern vor. Vielleicht gibt’s ein paar Damen-Baskteballfans mehr als üblich, die das Spiel wegen des günstigen Feiertagstermins verfolgen und die eine Vorstellung des Teams aus Südfrankreich interessiert.
Lattes Montpellier gehört seit gut einem Jahrzehnt konstant zu den Spitzenteams in Frankreich, war 2014 und 2016 zweimal Meister, 2016 sogar mit dem Double als Pokalsieger, den sie 2011, 2013 und 2015 ebenfalls gewonnen haben. Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison eine durchwachsene Spielzeit erlebt (mit Romy Bär als eine der wenigen konstanten Spielerinnen), die schon im playoff-Viertelfinale frühzeitig endete. Dadurch wurde die Euroleague-Qualifikation verpasst und „nur“ für den Eurocup gemeldet. Das hat allerdings nichts daran geändert, dass der Klub mit neuem Präsident und der ehemaligen französischen Nationalspielerin (Silbermedaille in London 2012), WNBA- und Euroleague-Spielerin Edwige Lawson-Wade als Sportdirektorin, es geschafft hat, sein Wunschteam zusammenzustellen, das ohne Zweifel Euroleagueniveau hat und in Frankreich natürlich um den Titel spielt.
Zum Kader gehören nicht weniger als 5 Spielerinnen der französischen Nationalmannschaft, die bei der WM Ende September den 5. Platz belegt hat (in Frankreich übrigens als Enttäuschung bewertet). Coach Rachid Méziane gehört dazu seit Jahren zu den Co-Trainern der französischen Nationalmannschaft unter Head-Coach Valérie Garnier.
BLMA hat einen sehr guten Saisonstart in Frankreich hingelegt, die ersten drei Spiele deutlich und überzeugend gewonnen. Highlight dabei die Siege beim Euroleagueteam und Mitkonkurrenten Flammes Carolo Basket und gegen Lyon ASVEL, die dann auch bei Eurocupstart deutlich den Kürzeren zogen. Das hat sich allerdings gestern Abend geändert, als Lattes-Montpellier in der Liga beim Aufsteiger Landerneau in der Bretagne überraschend das Nachsehen hatte (62-65), wobei sie die erste Hälfte vor allem „verschlafen“ haben.
Die Spielerinnen im Einzelnen, zunächst die starting 5:
#47 Romane Berniès (25 Jahre, Position 1, Frankreich)
In Bourges hinter Céline Dumerc ausgebildet, hat sie bei der WM als Nummer 2 auf der Aufbauposition ihr erstes großes Turnier für die französische Nationalmannschaft gespielt. Schnell, aggressive Verteidigerin, hat ihre Stärken nicht unbedingt im set-play, sondern eher im 1 gegen 1. Großer Einsatz und kämpferische Einstellung. Eher mittelmäßige Werferin aus der Mitteldistanz und von der Dreierlinie.#32 Samantha Whitcomb (30 Jahre, Position 2, USA/Australien)
Star innerhalb eines Starensembles. Amtierender WNBA-Campion mit Seattle, Vize-Weltmeister mit Australien (2018 eingebürgert), mehrfach MVP und beste Werferin der australischen Liga. Dreierspezialisten, die sehr, sehr wenig Zeit und Raum für den Wurf benötigt. Schnelle Spielerin. Hat auf Anhieb in der französischen Liga überzeugt und ist auf dem Platz direkt einer der Leader der Mannschaft zusammen mit Endy Miyem und Diandra Tchatchouang. „Sami“ hat ihre Profikarriere bekanntlich (?) in Chemnitz und Wolfenbüttel begonnen. College: Washington.#93 Diandra Tchatchouang (27 Jahre, Position 3, Frankreich)
Langjährige französische Nationalspielerin, im nationalen Leistungszentrum in Paris ausgebildet und auch mit etwas College-Erfahrung, was für französische Top-Spielerinnen selten ist. Nach 5 Jahren Euroleague mit Bourges, für diese Saison nach Lattes-Montpellier zurückgekehrt. Große, athletische Spielerin, vor allem für ihre Position. Passable Dreierwerferin, kann sich am Brett durchsetzen, hat aber in erster Linie defensive Qualitäten. Nach wie vor eine mittelmäßige Freiwerferin und keine übermäßig schnelle Spielerin.#7 Endy Miyem (30 Jahre, Position 4, Frankreich)
Aktuell Kapitänin der französischen Nationalmannschaft, ebenfalls im Internat des Verbandes ausgebildet und seit 2009 bei allen Erfolgen der französischen Nationalmannschaft dabei (Europameister 2009, drei Mal Vize 2013, 2015 und 2017, Olympia-Silber in London 2012). Nach fast 10 Jahre in Bourges, zuletzt in Kursk und Schio mit zwei Jahren Auslandserfahrung in der Euroleague. Kann mit dem Rücken und Gesicht zum Korb spielen. Sehr sicherer Halbdistanzwurf (Bereich Freiwurflinie), oft in Transition-Situationen und vor allem eine gute Quote von der Dreierlinie. Nicht sonderlich schnell für ihre Größe und mitunter anfällig, wenn man sie nicht zu ihrem Spiel und auf „ihre“ Positionen kommen lässt.#16 Héléna Ciak (29 Jahre, Position 5, Frankreich)
Für Frankreich eine atypische Spielerin, da erst spät entdeckt und zum Leistungsbasketball gekommen und nicht durch das französische Ausbildungssytem und die Jugendnationalmannschaften gegangen ist. Für ihre Größe (1,97 m) ziemlich beweglich und mit einem passablen Halbdistanz- und Freiwurf. Zuletzt 2 Jahre in der Euroleague in Kursk, wo sie 2017 den Titel gewonnen hat. Zuvor in Bourges und in der Meistermannschaft von BLMA 2014. Hat eine passable Bandbreite an Würfen und Bewegungen im Spiel mit dem Rücken zum Korb. Manchmal etwas unkonzentriert bei vermeintlich „einfachen“ Würfen unter dem Korb.Von der Bank kommen:
#39 Alix Duchet (20 Jahre, Position 1, Frankreich)
Nummer 3 der Spielmacherinnen der französischen Nationalmannschaft bei der WM in Spanien. Erstes großes Turnier mit der A-Nationalmannschaft. Alix hat alle Etappen des französischen Ausbildungssystems durchlaufen und war auch im Leistungsinternat in Paris. 2016 MVP der Nachwuchsspielerinnen in der französischen Liga. Backup von Berniès, aber nicht dasselbe Profil. Sie hat eine gute Spielübersicht und ist eine sehr gute Passgeberin. Etwas mehr für den Positionsangriff geeignet. Passabler Dreierwurf, aber relativ klein (1,66m). Nicht zu unterschätzen (siehe EC-Spiel gegen Lyon)!#25 Marielle Amant (29 Jahre, Position 4, Frankreich)
Back-up von Miyem, mit nahezu demselben Profil, d.h. auch einem guten Halbdistanzwurf und sicherem Freiwurf. Physisch etwas stärker mit gutem Rebound. Langjährige französische Nationalspielerin (fast 100 Länderspiele), aber in den letzten beiden Jahren eher enttäuschend mit einem ziemlich fehleranfälligen Spiel. Hat auch in den ersten Spielen der Saison nicht recht überzeugt. Gerät häufig in Foul-Trouble.#2 Taylor Wurtz (28 Jahre, Position 2/3, USA)
Backup von Whitcomb und Tchatchouang. Sehr treffsichere Dreierwerferin (zuletzt in Schweden bei Telge Basket bei 46%). Ergänzt Tchatchouang gut auf der 3, da beweglicher und mehr eine reine Werferin als die Französin. Mit Wurtz im Kader kann Lattes-Montpellier auch variabler auf gegnerische (kleine) Aufstellungen reagieren. Nimmt diese Rolle bisher sehr gut ein, vor allem beim deutlichen Sieg in der Liga in Charleville-Mézières (Flammes Carolo). Ebenfalls eine aggressive Verteidigerin auf der 3. College: Wisconsin.#3 Ornella Bankolé (21 Jahre, Position 2/3, Frankreich)
Mit Alix Duchet 2015 U18-Vizeeuropameisterin, durch das französische Ausbildungssystem gelaufen und eine der besten Spielerinnen ihres Jahrgangs. Seitdem durch zwei Kreuzbandrisse zurückgeworfen. Versucht in dieser Saison wieder in die Spur zu kommen. Athletische, schnelle Spielerin, stark im 1 gegen und 1 und mit einem guten Dreierwurf. Kann auch im Starensemble von BLMA im Laufe der Saison zu einer „Impact-Spielerin“ von der Bank werden.#31 Tina Trebec (28 Jahre, Position 5, Slowenien)
Als backup von Héléna Ciak gedacht, aber seit Saisonbeginn verletzt und noch ohne Einsatz. Slowenische Nationalspielerin, EM-Teilnehmerin 2017 und zuletzt in der Schweiz und Italien tätig. Kann auch auf Position 4 aushelfen.Abgesehen vom verletzungsbedingten Ausfall von Tina Trebec, ist BLMA also dopplet auf allen Position besetzt und kann in verschiedenen Aufstellungen „klein“ oder „groß“ mit Spielerinnen agieren, die international sehr erfahren oder zumindest talentiert sind. Die Mannschaft kann variabel und auch schnell spielen (Berniès, Whitcomb, Duchet), aber der Spielstil ist schon auch von dem der französischen Nationalmannschaft geprägt, mit ausgespielten Positionsangriffen und solider Verteidigung. Gegen Keltern wird das vielleicht nicht so ins Gewicht fallen, aber die Position 1 mit Berniès und Duchet ist relativ jung und unerfahren auf Top-Niveau. Fast unnötig zu sagen: die große Stärke von BLMA ist, dass jede Spielerin auf ihre Art gefährlich ist und in einem Spiel entscheidend sein kann. Bleibt abzuwarten, wie sich die gestrige, doch sehr überraschende Niederlage in der Bretagne auswirkt. Viele Spaß allen die sich das Spiel anschauen.
Mit Basket Lattes Montpellier (BLMA) stellt sich am kommenden Donnerstag einer der Mitfavoriten auf den Eurocup-Titel bei den Rutronik Stars in Keltern vor. Vielleicht gibt’s ein paar Damen-Baskteballfans mehr als üblich, die das Spiel wegen des günstigen Feiertagstermins verfolgen und die eine Vorstellung des Teams aus Südfrankreich interessiert.
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Vielen Dank für die umfangreichen Informationen. Somit ist unser Kommentar für den Donnerstag schon vorbereitet

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Kein Problem
. Wenn die Zeit es zulässt, versuche ich das auch für das Spiel gegen Lyon zu machen.Kein Problem
. Wenn die Zeit es zulässt, versuche ich das auch für das Spiel gegen Lyon zu machen.Das wäre natürlich ein Traum, ich wünsche ganz viel Zeit diese Woche

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