@jochensge:

Das ist doch eben das Dilemma an den Verträgen, dass die wirtschaftlichen Bedingungen die Mehrheit der Clubs bisher veranlasst hat, nur kurzfristige Verträge abzuschliessen. Neunmonats-Verträge werden nicht ausschließlich deswegen abgeschlossen, weil man sportlich von Spielern nichts hält, sondern weil länger laufende Verträge eben Geld kosten, das beim Basketball trotz der kontinuierlichen Steigerung immer noch knapp ist. Das mag zwar manchem langweilig vorkommen, aber wozu diskutiert man denn überhaupt über Vertragslaufzeiten, wenn Clubs damit eben nicht Spieler an sich binden wollen, um weniger Geld auszugeben, als wenn diese jedes Jahr neu abgeschlossen werden? Für mich ist das Thema Spielervertrag daher zwingend mit den Finanzierungsmöglichkeiten der Clubs verbunden.

Ich denke aber mal, dass der neue Trend zu 2-Jahresverträgen auch damit zusammenhängen könnte, dass das Verhältnis zwischen Vereinen und Sponsoren ein anderes ist, als noch vor ein paar Jahren. Sponsorenverträge sind immer langfristiger und sicherer. Brose, Alba, FCB, S.Oliver und andere haben mittlerweile oder 4- oder 5-Jahresverträge, die den Vereinen auch bei teureren Spielern mehr Sicherheiten geben.
Ich weiß, dass der Vergleich zwischen Fußball und Basketball immer ein bisschen hinkt. Aber wenn man sich mal anguckt, wie Borussia Dortmund in den letzten beiden Jahren Meister geworden ist, dann sieht man, dass auch dort auf Kontinuität und junge Spieler gesetzt wurde. Wieso sollte das nicht im Basketball auch funktionieren? Junge Spieler, die lange an den Verein gebunden sind und mit denen der Trainer eine wirkliche Aufbauarbeit und einen ganz eigenen Stil kreieren kann.