Zu deiner @Junes Frage nach Übertragbarkeit möchte ich gerne noch ein Jein hinzufügen. Prinzipiell ist natürlich vieles übertragbar und von vielen aufgreifbar. Jedoch nicht bedingungslos:
Zur Förderung des Basketballsports in der Breite gehört Zeit. Es dauert, bis passende Methoden, pädagogisch geschickte Trainer*innen gefunden sind. Weil dem so ist, braucht es auch Kontinuität (bspw. Verantwortliche die langfristig am Ball bleiben, das Programm weiterentwickeln, Gelder dafür bereitstellen, einwerben, sich eine Infrastruktur ans Bein binden (wollen). Interessant ist doch, dass ALBA mit den beiden Programmen “Sport digital” und “Sport vernetzt” genau dies bundesweit (!!!) tut: Auf der einen Seite werden didaktische, digiale Materialien entwickelt, Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, qualifiziert, junge Menschen anzuleiten, denen Spaß an Bewegung und Sport zu vermitteln. Zum anderen wird der Aufbau regionaler Netzwerke zwischen Bildungs-/Kinder-Jugendeinrichtungen, Kommune und Sportvereinen gefördert. An diesen Initiativen sieht man, dass es sich um langfristige Vorhaben handeln, dass viele Ideen gerade an andere Standorte übertragen werden (nicht nur an Basketballstandorte).
Was wiederum die Einbeziehung des Nachwuchses in den Profibereich anbetrifft, sind die Voraussetzungen auch ziemlich eindeutig: Erst einmal braucht es überhaupt Nachwuchs. Dann braucht es Personal, das ein gutes Händchen für junge Menschen hat, nicht zuletzt eine Situation, wo gewinnen nicht überlebenswichtig ist. (Sei es, dass der Abstieg nicht droht, dass es eine stabile Fanbasis gibt, die sich identifiziert, auch in schwierigen Phasen oder dass eine solide finanzielle Grundlage besteht. Kurzum, auch hier ist Tradition und somit Zeit ein wichtiger Faktor.