Ich habe mir mal die Mühe gemacht, ein bisschen in die Statistiken zu schauen, um die Stärken und Schwächen der beiden Mannschaften auszuarbeiten. Artland stellt ein ORtg von 117,0 und Bremerhaven von 115,7. Auffällig hierbei ist, das Bremerhaven mit der langsamsten Pace (73,2) von allen ProA Teams spielt. Artland spielt schneller mit einer Pace von 76,7. Heißt Bremerhaven wird versuchen, dass Spiel langsamer zu machen. Sie sind kein Team welches sonderlich viel die Transition pusht, was Artland grundsätzlich in die Karten spielt. Nach meinem Empfinden gibt man in der Verteidigung der Transition kein gutes Bild ab. Zusätzlich nimmt Bremerhaven ziemlich wenig Dreier. Sie nehmen nur 23,3 Versuche, treffen diese aber mit 36,4%, was der zweitbeste Wert der Liga ist, geteilt mit Artland, die aber 36,4% treffen auf 26,9 Versuchen. Abgesehen von Baker, Miller und Carter sind die Spieler nicht gewillt Dreier zu nehmen. Bremerhaven wird also mehr inside ihre Abschlüsse suchen. Dementsprechend muss Artland versuchen sie viel vom Korb wegzuhalten, weil sie dort ihre Abschlüsse suchen werden und die Spieler, die sich nicht an der Dreierlinie wohlfühlen, zu Shootern zu machen. Da sehe ich schon mögliche Probleme auf Artland zukommen, da ihre inside Defense jetzt nicht die beste ist. Auch bin ich gespannt, wie man Miller verteidigt. Im Rückspiel wurde Ruf immer wieder gezielt im PNR attackiert. Ich bin gespannt, ob man weiter im Drop verteidigen wird, switcht oder blitzt. Für die letzteren Möglichkeiten ist Lastring deutlich eher geeignet als Ruf. Beide Teams sind gut an den offensiven Brettern. Bremerhaven hat eine ORB% von 32,3% und Artland von 30,9%. Artland hingegen rebounded besser am eigenen Brett 72,7%, Bremerhaven 69,3%. Es ist wichtig, dass man das Reboundduell gewinnt, da Bremerhaven im Gegensatz zu Artland viele Turnover forciert und sonst im Possesiongame ein Nachteil hat. Das gute ist hierbei auch, dass Artland(14%) ebenso wie Bremerhaven(15,6%) wenig Turnover verursachen, was Artland eher in die Karten spielt.
Bremerhavens Kader zeichnet sich durch eine starke Tiefe aus. Ein richtigen Star hat man nur in Miller, der offensiv zu den stärksten der Liga gehört. Bei Artland ist es offensichtlich anders. Von den besten vier Spielern in der Serie hat Artland drei. Das ist ein entscheidender Vorteil, denn in den Playoffs kommt es mehr auf die Stars an, da sie weniger Schwächen haben und Lösungen gegen die Defense finden können. Allerdings habe ich bei Burnham ein bisschen Sorgen, da er nicht immer direkt mit verschiedene Verteidigungen zurechtkommt. Die 5 wird uns denke ich auch in den Playoffs Probleme machen. Sie sind mit Brenneke, Samara und Seckendorf besser aufgestellt, die auf beiden Seiten des Feldes ein Impact haben. Ich bin gespannt, wie beide Trainer auf die Probleme reagieren und Lösungen finden. Es wird auf jeden Fall eine enge und spannende Serie. Mein Tipp Artland in 5.