Zur Lage der Liga nach einem Viertel der Hauptrunde
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Weniger als zwei Monate ist die Saison alt und schon ist ein Viertel der Hauptrunde gespielt. Naja, so ganz trifft das nicht zu, da es doch dem einen oder anderen Club auf Grund von Hallenproblemen verwehrt war, die Spiele wirklich am Spieltag auszutragen.
Dennoch, es ist Zeit für einen ersten Blick auf die Lage der Liga und darauf, was die noch junge Saison bis dato gebracht hat.
Wer glaubte, dass die Wechselspiele diese Saison langsamer stattfinden würden, wurde enttäuscht. Seit Saisonbeginn wurde fleissig nachverpflichtet, entlassen, gerne auch nur mit Zeitverträgen… die kosten ja schließlich keine Abgabe in die Youngsterbörse.
Dieser Ausbildungsfonds zeigt vielleicht nicht unbedingt Wirkung bei jedem Team, doch jedenfalls für einige, Ulm, Köln, Gießen ist es ein netter Geldsegen. Und auch “hidden champs” der Nachwuchsspielzeit wie Trier oder die Skyliners werden deutlich. Schonungslos wird dafür bei Nördlingen, Tübingen, Braunschweig und Göttingen gezeigt, dass nicht einmal Geld ein Argument für Spielzeit des Nachwuchs sein muss. Die Frage der Quotendeutschen bleibt virulent.
Was hat schönen-dunk.de bisher sonst bewegt?
Es war die eine oder andere Krise (Brose, Bremerhaven), doch bislang viel heiße Luft, noch ist kein Headcoach gegangen worden. Und rückblickend betrachtet war auch die Gießener Finanzkrise schnell da, aber das Feuer auch erstmal schnell wieder gelöscht (Dieses Thema). Freilich, Fragen nach der richtigen Struktur der Liga und einem Ligasponsor blieben offen. Die Zuschauerzahlen sind im Schnitt höher, wenngleich auch dort Skepsis angebracht ist Vgl. dieses Thema.
Zum Sportlichen
Doch wie sieht es nun sportlich aus? Nach den ersten Spieltagen riefen viele laut “Überraschung!”, unsere Prognosen schienen sich nicht zu bewahrheiten. Nun, nach einem Viertel der Saison hat sich die Liga ein wenig reguliert, wie Blacky bloggt.
Die Spitzengruppe
…entspricht nun doch weitgehend den Erwartungen. Alba Berlin trotz der teilweisen Ausfälle von Femerling, Herber, Dojcin und zuletzt auch Jenkins vorneweg. LuBu war es, das den Mythos des Überteams zerstört hat.
Mit einer starken +5-Serie hat sich Oldenburg in die Spitze gespielt. Ihre oft prognostizierte Rolle als ALBA-Verfolger scheinen sie wahrnehmen zu wollen. Mit neuen langfristigen Verträgen für Stammspieler deutet sich hier an, dass nachhaltig ein neues Topteam entsteht. Die chaotische Ära Beck ist wohl endgültig ad acta gelegt.
Bei Quakenbrück ging es wackelig los, Leibenath wurde kritisiert, es wurde gezweifelt. Doch auch hier dann eine beachtliche 5-Siege-Serie und ein erst einmal ein gutes Siegpolster für die Playoffränge. Sie stehen dort, wo sie hinwollten, vielleicht sogar besser, entgegen der Unkenrufe aller Skeptiker.
Bonn vom Ulmer Erege grad als verdammt gut gelobt, zeigt nach einer kleinen Schwächephase zwischendurch, dass sie ihrem Stil treu geblieben sind und man in der Spitzengruppe mit ihnen rechnen muss. So ein wenig im Hinterkopf behalten kann man, dass da noch ein Bowler in der Hinterhand wartet. Mit seinen richtig tollen Zuschauerzahlen dürfte der Telekomdome das Team weit tragen.
Bis hier sind es die europäisch spielenden Teams ohne panische Nachverpflichtungen. Dem ersten Anschein nach landen unsere Eurofighter dann doch schnell wieder oben…
Playoffaspiranten
Hier gibt es dann doch schon die eine oder andere Überraschung. Aber auch nicht so wirklich, denn alle hier gerade gut aufgestellten Teams wurden immer mal wieder als PO-Kandidat prognostiziert.Frankfurt hat früh begeistert aber wurde durch verschiedene Verletzungen und mehr oder minder durcheinandergewürfelt. Sie dürften gestärkt sein durch die harte euro-Quali und da viele unterschiedliche Spieler Verantwortung übernehmen mussten. Finden sie zur Ruhe könnten sie noch mehr ins Rollen kommen. Wie prognostiziert sind sie auf sehr gutem PO-Kurs.
Sind die Phantoms aus Braunschweig eine Überraschung? Plötzlich im leeren Rund der VW-Halle mit Heimstärke gesegnet und von den Punkten auf Augenhöhe mit Frankfurt. Ein wenig Konstanz, ein wenig mehr Geld, Defense first, etwas langweilig. Konservative Werte, die sich zu lohnen scheinen. Allein, ich traue dem Frieden nicht, die Verletzung von Cain kann diesen frühen Trend schon drehen.
Ulm ist so unglaublich stark gestartet. Nun rutschen sie so ein wenig. Die nächsten paar Spiele könnten schon der Scheideweg sein: Verteidigen sie den Rest der Saison einen PO-Platz oder kämpfen sie “uphill” darum, auf einen zu kommen. Jedenfalls ist dieses Traditionsteam zurück im Wettbewerb.
Bamberg steht momentan noch recht weit unten. Ihr Fehlstart wird legendär werden, ist aber dank drei Siegen in Serie längst nivelliert. Sie haben bis auf einen sicheren PO-Rang noch ein ordentliches Stück Arbeit vor sich, aber daran zweifeln, dass sie in den Wettbewerb um das PO-Heimrecht wieder eintreten, mag entgegen der Stimmung vor wenigen Wochen wohl kaum mehr jemand.
Wo geht es hin? Teil 1: Tendenz oben
Sehr breit ist das “Mittelfeld”, in dem man noch nicht so richtig erkennt, wo der Weg hingeht. Mindestens sechs Teams turnen dort mit mehr oder minder ausgeglichener Bilanz rum. Das eine oder andere vermeintlich sichere PO-Team ist in diesen Kampf um den Anschluss an die PO-Plätze abgerutscht.Göttingen müsste man mit 8:4 Punkten auch grad als PO-Anwärter sehen… Aber sie haben so wenig Spiele, und das eine oder andere fehlende Spiel ist eine fast sichere Niederlage und der eine oder andere Sieg der Frühform der Team geschuldet. Es wird spannend, was hier noch passiert. Für mich sind sie noch immer Wundertüte.
Ludwigsburg hat sich gefangen. Aber momentan stehen sie nicht besser als am Ende der letzten Saison. Ist diese Saison die wichtigste der Vereinsgeschichte dürfen sie ruhig noch einen Zahn zulegen. Richtig gute Ansätze haben sie ja mehrfach gezeigt.
Düsseldorf, der Umzug und jährliche College-Umbau tat ihnen nicht so richtig gut. Wenig Zuschauer und irgendwie aus den PO-Rängen gerutscht. Letzte Saison ganz oben, nun wieder im guten Mittelfeld. Es ist sportlich wie in der Akzeptanz am Rhein noch ein langer Weg. So begeisternd wie im vergangenen Jahr sind sie nicht.
Wo geht es hin? Teil II - Vorsicht rutschig
Die Unterscheidung ist waghalsig, ich mache sie alleine an der Spiel-Bilanz fest. Doch - Klischees stimmen manchmal - die Liga ist hier noch so knapp zusammen, dass ein, zwei Spieltage die Tabelle richtig durchschütteln können.Trier hat seine Wildcard genutzt. Spitzengruppe bei den Zuschauerzahlen, keine großen Niederlagenserien und ein Punktepuffer, der einen gewissen Schutz vor dem Abstieg bringt, ja momentan auch noch den Weg nach oben offen hält, kommen die Verletzten schnell zurück. Aber so richtig rocken sie nicht. Sie sind wohl etwa da, wo man sie vernünftigerweise erwarten konnte, trotz des Copeland-Hypes.
Tübingen geht es ähnlich wie Trier, freilich ohne den Zuschauerhype. Kein wirklichen Überraschungen, die Pflichtsiege eingefahren. Für eine Konsolidierungssaison eigentlich nicht übel. Nach den etwas überdrehten Teams der Vorjahre grundsolide.
Nördlingen durfte Fahrstuhl fahren. Vom Aufsteiger nach ganz oben und nun in Windeseile wieder Tabellenabwärts. Das gute: Ein Polster an Punkten nehmen sie mit. Das schlechte: Einher mit dem Abrutschen geht ein kleiner Teamumbau. Der sollte ganz dringend klappen, will man nicht weiter fallen und dann doch dort landen, wo man hinprognostiziert wurde, im Abstiegskampf.
Der Abstiegskampf: Hilfe ich will hier raus!
Relativ früh kann man vier Teams ausmachen, die erstmal nur ein Ziel haben werden: Ganz schnell freischwimmen und den noch ganz knappen Abstiegskampf hinter sich lassen.Bremerhaven war in den letzten Jahren so weit oben und ist nun nach ganz unten gefallen. Dazu ein sich drehendes Personalkarussel. Eigentlich sind es alles andere als ideale Voraussetzungen, zumal der Glaube an den Doc nachlässt. Es ist die - negative - Überraschung der bisherigen Saison, trotz oder vielleicht wegen dem bisherigen Liga-Topscorer Marcus Slaughter.
Köln ist da, wo sie prognostiziert wurden. Ganz leichte Hoffnungen hat der dritte Saisonsieg geweckt. Aber mit ganz wenig Geld ist hier ein sehr wackeliges Team gebaut. Teils richtig ansehnlich, teils richtig grausam. Nun sitzen sie erstmal fest. Steigen sie ab, ist Wollnys Investition futsch. Passieren darf ihnen das eigentlich nicht. Nach dem Sieg gegen Bremerhaven haben sie ein wenig Luft und nach dem Abgang von Idbihi wohl auch freies Geld.
Gießen ist nach so toller Pre-Season sportlich dann doch unten gelandet. Und das rauskommen wird verdammt schwer. Schießlich haben sie nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern auch noch das finanzielle Problem und damit einhergehend das Nachverpflichtungsverbot. Sie müssen es wohl als Team packen, so wie sie jetzt sind.
Paderborn im Jahr 1 nach Black ist frei gefallen. Trotz Ense, Garris, Nolte… Und dazu laufen ihnen auch noch die Zuschauer weg. Gute Vorzeichen sind dies nicht.
Fazit
Nach einem Viertel der Saison zeigt sich dann doch, dass Geld und sporlicher Erfolg nicht gänzlich unabhängig sind. Vielleicht mit der Ausnahme von Bremerhaven und Nördlingen sind die Abstiegsplätze die “armen” Clubs. Auch in der Ligaspitze ergibt sich ein ähnliches Bild, freilich mit umgekehrten Vorzeichen: Solide Fanbase, europäische Wettbewerbe als Reiz, große Hallen und Etats um die 3 Millionen.Natürlich ist noch ganz viel Bewegung drin. Nur eines dürfte wohl schon deutlich sein: Die Eisbären wären nicht in den Playoffs. Damit ist der Playoffkampf im Vergleich zu den Prognosen ein wenig offener. Momentan soweiso, da dank Brose nur fünf von sechs “gesetzten” PO-Teams dabei sind. Aber hier wird sich Tabelle schon noch regulieren…
Die Unmengen Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen…
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Hier mal von mir -wie angekündigt- ein paar Gedanken zum bisherigen Verlauf der Saison.
Zum Sportlichen
Nun, wie von @Gruebler schon angesprochen, hat sich die Liga reguliert und die Tabelle sieht mittlerweile ungefähr so aus, wie sie vor Beginn der Saison prognostiziert wurde.
Wie in jedem Jahr gab es Überraschungen, letzte Saison startete Tübingen mit 8:0, um dann durchgereicht zu werden. In diesem Jahr könnte es Nördlingen ähnlich gehen. Ulm wurde bis vor wenigen Spieltagen als Sensationsmannschaft gehyped, auch dort hat die Realität mittlerweile Einzug gehalten. Diese Entwicklung ist sicherlich dem Umstand geschuldet, dass sich Teams, die zu Beginn weiter oben gesehen wurden (Q, BBB, OL) auf Grund von Teamumstellungen erst finden mussten/müssen und auf Grund der Qualität in den Kadern die komplexeren Systeme erst in Fleisch und Blut übergehen mussten/müssen. Da fällt es Teams, deren Angriffsoptionen eingeschränkter sind zu Beginn wesentlich leichter.
In diesem Zusammenhang sehe ich die vielfach zitierte Meinung, dass in der BBL jeder jeden schlagen könne eher kritisch. Letztlich zeigt sich momentan doch die Tendenz, dass die PO-Plätze bis auf wenige Ausrutscher (zB BHV) an einen Klub aus ca. fünf Teams (ALBA, Bonn, FFM, OL, Q) plus Überraschung vergeben werden.Kommentare zu ausgewählten Teams (bedingt durch meinen leider eher begrenzten Informationsstand)
Die Spitzengruppe aka “PO-Club”
ALBA scheint uneinholbar, die Leistungsträger wurden gehalten, mit Sesay wurde ein EL erfahrener (für BBL-Verhältnisse) Top-Mann eingekauft, mit Hamann, Chubb und Jacobsen BBL-Leistungsträger verpflichtet. In der BBL scheint es diese Saison keine Alternative zur Berliner Meisterschaft zu geben.OLDENBURG hat ohne Zweifel einen auch in der Tiefe starken Kader. Potenzial Alba zu gefährden ist sicherlich vorhanden. Allerdings begibt sich Krunic wie schon letzte Saison zu sehr in die Abhängigkeit seines PGs, der mit der Länge der Saison und er Belastung aus mehreren Wettbewerben sicher nicht frischer wird.
QUAKENBRÜCK hat sich mit Ligaerfahrenen Spielern verstärkt. Fenn, Whiting und Hess haben bewiesen, dass sie in der Liga zu den Top-Leuten auf ihrer Position gehören. Hier ließ man sich auf keine Kompromisse ein. Zusätzlich holte man mit Drew Neitzel einen College-Kracher ins Artland, der an der MSU Spiele im Alleingang entschied und mit einer weniger eindimensionalen Spielweise und einem anderen Körper in der NBA Fuß hätte fassen können. Zweifellos ein anderes Kaliber als viele andere Spieler vom College die sich in der BBL verdingen.
Allerdings gab es gerade im Backcourt Probleme. Während Fenn, Hall, Mädrich und (nach Startschwierigkeiten) Prewitt ihre Leistung im Frontcourt abrufen konnten und Hess eh zu den besten SFs der Liga zählt, konnten Whiting und Neitzel die Erwartungen zu Beginn nicht erfüllen. Die Systeme liefen nicht rund und so wurde frühzeitig von einer Nachverpflichtung gesprochen. Allerdings finden sich die beiden seit ein paar Spielen immer besser Zurecht, wodurch eine Siegesserie gestartet werden konnte.
Coach Leibenath wirkt mittlerweile souveräner und seine Ankündigungen, man werde früher oder später den Basketball spielen, der er sich vorstelle, haben sich bewahrheitet. Wo die Reise hingeht ist nicht abzusehen, wenn Blalock allerdings einschlagen sollte und die Defense verstärkt, werden die Drachen sicherlich um das PO-Heimrecht kämpfen.In BONN hat man sich mit Bowman einen starken Mann geholt, der Burrell mehr als nur ersetzen kann. Leider muss man einmal mehr auf Bowler verzichten, der das Bonner Team sicherlich noch deutlich aufwerten würde. Auch Rowland scheint sich mittlerweile mannschaftsdienlicher ins Spiel einzubringen und sich nur in zweiter Linie als der Scorer zu verstehen, der er sein kann.
Mit dem Duo Rowland und Frazier hat Bonn im Backcourt zwei Slasher, die für enorme Gefahr in der Zone sorgen und Bowman am Perimeter bedienen können. Mit Yarbrough hat Koch das Team im Vergleich zu Basden offensiv verstärkt und einen erfahrenen Mann geholt, der Ruhe und Souveränität ausstrahlt. Offensiv zwar kein Faktor, aber defensiver Turm in der Zone ist Ken Johnson.
Gelingt es Koch aus den starken Einzelspielern ein Team zu formen, ist Bonn bei seinen Möglichkeiten in der Defense ganz heißer Kandidat für’s Halbfinale.BAMBERG ist neben den Dragons der Club, der den Beginn einer neuen Ära erfolgreich meistern muss. Der König ist tot und auch doch nicht. Bamberger Freunde und Feinde tun sich noch sichtlich schwer -man lese einmal die Herbstkrise- mit der veränderten Struktur im Frankenland.
Fleming setzt in seinem neuen Umfeld auf bewährte Kräfte. Geld scheint in Bamberg durch die Verletzungen der Spitzenverdiener und die Transfer-Eskapaden nicht im Übermaß vorhanden zu sein und auf allzu große Risiken will man sich nicht einlassen. Auf der 1 vertraut Fleming gar nur Spielern, mit denen er in Quakenbrück zusammengearbeitet hat. Ein Zeichen auch dafür, unter welchem Druck er steht. Mit Newson, Taylor, Wyrick hat man erfahrene BBL-Spieler verpflichtet. Bei der Verpflichtung des Centers ist es leider nicht der Wunschkandidat geworden, stattdessen kam ein unfitter und europa-unerfahrener Johnson. Allerdings hat Fleming laut eigener Aussage mit Suput den besten 4er, der je unter ihm gespielt hat.
Die Verletzung von Goldsberry, die Olympiabeschwerden der Nationalspieler und der fehlende Center führten zu einem krassen Fehlstart in die Saison. Bei der Nachverpflichtung des PGs hielt man sich dann ausgerechnet an jemanden, von dem Fleming sich einst im Unguten getrennt hatte. Dass Jordan zu den besseren BBL-PGs zählte und zählt zeigte er mit 9 Assists gleich im ersten Spiel. Welche Auswirkung seine Souveränität, Spaß und Ruhe hat, konnte man Spielern wie Johnson und Rivera deutlich anmerken. Ein absoluter Gewinn also. Fragt sich nur wie lange.
Wenn sich das Team gefunden hat, die Systeme kennt und die Defense steht, ist Bamberg für mich die Mannschaft, die Berlin am ehesten gefährden kann.FRANKFURT befindet sich dort, wo sie stehen wollen und müssen. Zwar wurden die Siege gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte eingefahren, aber hier muss den Verletzungssorgen der Skyliners Rechnung getragen werden. Für Diskussionsstoff sorgen Didins Problemzonen: Auf der 1 scheint mit Emmenecker nicht die Entlastung verpflichtet worden zu sein, die ein echtes Top-Team braucht und auf der 5 sieht’s im Vergleich zu anderen Teams traditionell schlecht aus. Dass sind ausgerechnet die Positionen, die -wenn es um die Wurst geht- imho die wichtigsten sind. So ist Frankfurt auf den Flügelpositionen zwar äußerst stark besetzt auch in der Tiefe, aber für einen echten Contender fehlt es auf der 1 und der 5.
Ein sehr interessantes Spiel am Wochenende übrigens: Sowohl Bamberg als auch Frankfurt können Standortbestimmung betreiben. -
Deine Beiträge begeistern mich immer wieder! Treffender hätte man die derzeitige Situation der Liga wohl nicht beschreiben können.
Grundsätzlich ist die Saison noch lang und ich glaube der Zieleinlauf am Ende wird schon noch um einiges anders aussehen als die heutige Tabelle!
Als Oldenburger bin ich natürlich sehr zufrieden im Moment, aber als DEN Alba Jäger sehe ich uns definitiv nicht. Den 2.Platz haben wir nicht gebucht. Platz 4 sollte das Saisonziel sein!
Trotz aller Rivalität freue ich mich doch das die Dragons wieder mitmischen. Das gibt unseren Derbys das richtige Pfeffer! Umso enttäuschender aus Sicht des hohen Nordens die bisherigen Leistungen der Eisbären. Ich hoffe sehr das auch im nächsten Jahr BBL-Basketball in Bremerhaven gespielt wird.
Abschließend:
Auch wenn Alba gegen Lubu verloren hat. Ich bleib dabei: ES GIBT KEIN TEAM WELCHES ALBA BERLIN IM GERINGSTEN IN SACHEN MEISTERSCHAFT GEFÄHRDEN KÖNNTE!
Alba ist einfach zu stark. Dieses Team ist schlicht fantastisch besetzt für BBL-Verhältnisse.
Wohl ein kleiner Makel für die Spannung in dieser Saison! -
@Gruebler, großes Lob für Deine fundierte Einschätzung, kann ich vieles Unterschreiben.

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Sehr prägnant, kurz und bündig die Fakten zusammengetragen. Schöner Post.
Zum Thema Ulm:
Nun rutschen sie so ein wenig. Die nächsten paar Spiele könnten schon der Scheideweg sein
Ganz meine Meinung. Nun folgen mit Köln, Bremerhaven und Göttingen Spiele, die man erfolgreich gestalten sollte, will man ernsthaft um die Playoffs kämpfen. Selbstläufer ist jedoch in dieser BBL kein Spiel, schon gar nicht für eine junge und unerfahrene Truppe.
Das Abrutschen sehe ich allerdings nicht dramatisch. Die vier Niederlagen, die zu Buche stehen, erlitt man in den Spielen gegen die aktuell ersten Vier der Tabelle. Dreimal gar auswärts.
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großartig!
so kann ich, nachdem ich ein paar wenige wochen kaum zeit für die bbl hatte mein hirn wieder aufpolieren!!
danke!
allerdings vermute ich düsseldorf am ende der saison eher deutlich hinter teams wie göttingen, nördlingen, köln oder ulm ein!!
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Toller Beitrag!

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Ergänzend zu den “bewegenden Themen” die “überraschend nicht bewegenden Themen”:
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Dirk Bauermann ist fast gänzlich aus der Diskussion verschwunden. Macht natürlich Sinn, jetzt wo er nicht mehr in der BBL Trainer ist. Aber etwas mehr Nachwehen nach dem Abschied von einer so dominante Persönlichkeit der letzten Jahre hätte ich schon erwartet
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Die O2-Arena ist nach anfänglichem und eher nicht so beeindruckendem Hype schon völlige SD-Normalität geworden
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Die Spielzeit des Bamberger Überspielers Jacobsen und seine Rolle im Berliner Team in Relation zu Jenkins. Fände ich sehr spannend, habe ich aber noch selten von einschlägigen Kennern (Berlinern, Bambergern) der Spieler gesehen.
Sollten diese Themen in von mir nicht beachteten Threads an mir vorbeigegangen sein, bitte ich höflichst um Entschuldigung

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Mich würde mal interessieren, wie hoch der Geldsegen für die Ausbildungsvereine tatsächlich ist?
Ich mag diese Pseudo-Gutmenschen-Subventionierung einfach nicht! Heute weiß jeder zweitklassige Manager, dass ich mit Geld/Belohnung keinen hinter dem Ofen hervorlocken kann, wenn er den Sinn bzw. die Notwendigkeit der Maßnahme nicht erkennt resp. erkennen will.
“Mit dem Schnitzel vor dem Hund wedeln” …
Wie Grübler richtig schreibt umgehen die Vereine diese REGELUNG einfach via Zeitvertrag. Tja, Pech gehabt, BBL! Wasser sucht sich immer seinen Weg. Vielleicht wird dies mal zum Anlass genommen, über die Art und Weise nachzudenken.
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Die aktuelle Rangliste der Ausbildungsvereine ist ja vom Gruebler verlinkt worden, sie steht auf der BBL-Seite für jedermann verfügbar.
Zeitverträge bzw. Tryouts hat es schon immer gegeben, da hat der Ausbildungsfond nichts geändert.
Man darf mir aber auch in diesem Jahr gerne diejenigen Spieler nennen, die BBL-Spitzenvereinen tatsächlich nutzen können, ohne dass sie bereits teure Nationalspieler sind oder im Ausland spielen (wollen).
Und Garbagetime bei 100:60 drei Minuten vor Schluß bringen dann Alba gerne noch einmal 57,34 € zusätzlich, der Liga und dem Sport(ler) aber nichts.Wenn aber jemand bspw. aus Köln ins Ausland wechselt, um wohl den Weg Jan Jaglas nachzuvollziehen, dann hagelt es hier sofort harsche Kritik oder Nachfragen.
Nach einem Drittel der Saison gerät die Liga wohl langsam wieder in vertrautes Fahrwasser, die Emporkömmlinge haben ihren Schwung verloren, ohne dass feststeht, dass die bisherigen Punkterfolge auch zum Ligaverbleib ausreichen werden.
Die Krisenvereine haben zumindest oberflächlich selbige überwunden.
Und die grauen Mäuse haben hier und da neue Zuschauer gelockt - oder bleiben die Hannover 96 der BBL, zu stark für den Abstieg, (finanziell) zu schwach für Playoffgedanken……………
Ansonsten Dank an gruebler, der wohl gerade sehr viel Zeit zu haben scheint.
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Weniger als zwei Monate ist die Saison alt und schon ist ein Viertel der Hauptrunde gespielt. Naja, so ganz trifft das nicht zu, da es doch dem einen oder anderen Club auf Grund von Hallenproblemen verwehrt war, die Spiele wirklich am Spieltag auszutragen.
Dennoch, es ist Zeit für einen ersten Blick auf die Lage der Liga und darauf, was die noch junge Saison bis dato gebracht hat.
Wer glaubte, dass die Wechselspiele diese Saison langsamer stattfinden würden, wurde enttäuscht. Seit Saisonbeginn wurde fleissig nachverpflichtet, entlassen, gerne auch nur mit Zeitverträgen… die kosten ja schließlich keine Abgabe in die Youngsterbörse.
Dieser Ausbildungsfonds zeigt vielleicht nicht unbedingt Wirkung bei jedem Team, doch jedenfalls für einige, Ulm, Köln, Gießen ist es ein netter Geldsegen. Und auch “hidden champs” der Nachwuchsspielzeit wie Trier oder die Skyliners werden deutlich. Schonungslos wird dafür bei Nördlingen, Tübingen, Braunschweig und Göttingen gezeigt, dass nicht einmal Geld ein Argument für Spielzeit des Nachwuchs sein muss. Die Frage der Quotendeutschen bleibt virulent.
Was hat schönen-dunk.de bisher sonst bewegt?
Es war die eine oder andere Krise (Brose, Bremerhaven), doch bislang viel heiße Luft, noch ist kein Headcoach gegangen worden. Und rückblickend betrachtet war auch die Gießener Finanzkrise schnell da, aber das Feuer auch erstmal schnell wieder gelöscht (Dieses Thema). Freilich, Fragen nach der richtigen Struktur der Liga und einem Ligasponsor blieben offen. Die Zuschauerzahlen sind im Schnitt höher, wenngleich auch dort Skepsis angebracht ist Vgl. dieses Thema.
Und was hat das jetzt mit Schönen-Dunk.de zu tun? :-?
Ich verstehe in diesem Text nicht den Satz
Was hat schönen-dunk.de bisher sonst bewegt? nicht!!! :-? -
Wo ist denn jetzt dein Problem? :-?
Gruebler hätte genauso gut schreiben können “Und was hat die User von schoenen-dunk.de sonst bewegt?”, die Aussage bleibt aber die gleiche.Oder wovon redest du?
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On 2008-11-12 17:29, Pucki wrote:
Wo ist denn jetzt dein Problem? :-?
Gruebler hätte genauso gut schreiben können “Und was hat die User von schoenen-dunk.de sonst bewegt?”, die Aussage bleibt aber die gleiche.Oder wovon redest du?
ich glaube er hat es eher so verstanden: “was hat sd bisher verändern können/erreicht…”
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Dafür verstehe ich den Satz nicht
“ich verstehe in diesem Text nicht den Satz”

Es handelt sich einfach um Überschriften zu den folgenden Absätzen.
siehe “Fazit” (es folgt das Fazit), siehe “Abstiegskampf” (es folgt der Bericht über Teams im Abstiegskampf), siehe “Was hat SD sonst bewegt” (es folgt ein Teil mit sonstigen Ereignissen, die in den anderen Bausteinen nicht vorkamen oder nicht passen). Eigentlich nichts Aufregendes. :-? -
Jetzt habe ich es auch verstanden.

danke für die unfreundlichen Antworten auf meine Frage.

Wo ist das Problem wenn man freundlich nachfragt bloß weil einen Satz nicht gleich verstanden hat? :-?
Oder war in meiner Frage irgendwas unfreundliches zu entnehmen? -
On 2008-11-12 17:51, guwacevic wrote:
Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse.
Offenbar, denn auch unfreundliche Antworten seh ich nicht……
@warren: kurz mal lockern

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Wer glaubte, dass die Wechselspiele diese Saison langsamer stattfinden würden, wurde enttäuscht. Seit Saisonbeginn wurde fleissig nachverpflichtet, entlassen, gerne auch nur mit Zeitverträgen… die kosten ja schließlich keine Abgabe in die Youngsterbörse.Dieser Ausbildungsfonds zeigt vielleicht nicht unbedingt Wirkung bei jedem Team, doch jedenfalls für einige, Ulm, Köln, Gießen ist es ein netter Geldsegen. Und auch “hidden champs” der Nachwuchsspielzeit wie Trier oder die Skyliners werden deutlich. …
Da seh ich ja gerade daß Bonn mit unserem Alex King richtig Geld verdient

Zeitverträge gibt es dann wohl anscheinend nicht nur in fast jedem Industriebetrieb, sondern auch in der BBL, trotzdem finde ich die Quotenregelung eine Richtige Entscheidung, schließlich wollen wir ja in der post Nowitzki Ära einigermaßen mitspielen…
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zurück. In der Team-Gesamtwertung hat sich gegenüber der Vorwoche nichts geändert.
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