Unvermögen oder "Notwehr" ? ProA auf dem Weg zur D-League
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Der Ein- und Verkauf (natürlich “Freistellen”) von Importspielern nimmt solche Ausmaße an ;dass nich gerne diesbezügliche eine Diskussion anstossen möchte.
Fragen nach der Ursache und anderes
-Sind die Trainer “unfähig” ein Team zusammenzustellen oder zusammen zu bringen?
-Ist die jährliche Tausch- und Wechselorgie daran schuld?
-Wie steht es mit dem “Ausbildungsauftrag” der Jungen Liga,wenn in der ProA teilweise im Meldebogen mehr Importspieler aufgeführt werden als in der BBL?
-Wäre es nicht günstiger selbst auszubilden?Ich bin nicht der grosse Schreiber aber ein gerne Leser und freue mich über eine lebhafte Diskussion
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Göttingen, Chemnitz, Karlsruhe und Cuxhaven haben bisher keinen Spieler nach Saisonbeginn verpflichtet. Alle sind unter den Top 6 in der Tabelle. Die größten Wechselorgien finden in Nürnberg, Crailsheim, Gotha, Kirchheim und Leipzig statt, alle sind unter den letzten 6 der Tabelle. Soviel zum Thema “Ami wechsel dich”…
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Ein Problem der “Jungen Liga” sehe ich darin, dass die BBL Vereine eine Mindestanzahl an Spielern mit deutschem Pass haben müssen, ohne dass jedoch eine Mindestanzahl auf dem Feld stehen muss.
So sind viele gute, junge deutsche Spieler bei BBL Vereinen und sehen keine Minute Spielzeit.
In der Pro A können die net Spielen weil die BBL die auf dem Papier braucht.
Wenn dass eine gute Nachwuchsarbeit ist dann gute Nacht:) -
genau das ist mir auch aufgefallen,diese Mannschaften werden wahrscheinlich noch stabiler werden
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In Nürnberg sind 2 Spieler von sich aus gegangen oder haben aufgehört (Brazelton und De Michael). Aber insgesamt gibt die Liga bei diesem ganzen hin und her kein gutes Bild ab.
Man müsste vielleicht die Auslandsstellen auf 2 auf dem Feld reduzieren. -
Die Spieler die in der BBL auf der Bank sitzen (die meisten glaube ich) würden in der ProA auch auf der Bank sitzen.
Ich denke da an das Interview mit Pesic,in dem er sagt, dass zuwenig Vertrauen in die deutschen Spieler gesetzt wird und zuviel mittelmässige Amerikaner spielen die der Liga nicht gut tun (BBL) -
Göttingen, Chemnitz, Karlsruhe und Cuxhaven haben bisher keinen Spieler nach Saisonbeginn verpflichtet. Alle sind unter den Top 6 in der Tabelle. Die größten Wechselorgien finden in Nürnberg, Crailsheim, Gotha, Kirchheim und Leipzig statt, alle sind unter den letzten 6 der Tabelle. Soviel zum Thema “Ami wechsel dich”…
Sehe ich auch so, bei den erstgenannten ist das Saisonziel ja im Soll, das Mannschaftsgfüge passt,- es besteht daher kein Anlass zu Veränderungen.
Bei Teams, die komplett an den Erwartungen vorbeirauschen (Crailsheim, Kirchheim……) wird natürlich innerhalb der Möglichkeiten nach Verbesserungen gesucht.
Zudem hat es ein Trainer, mag er noch so gut sein, nicht in der Hand ob sich Spieler dauerhaft verletzen oder ob der Wunschspieler im Endeffekt in die Mannschaft passt und überhaupt seine Leistung abrufen kann (s.bspw. Smith in Gotha). -
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Sind die Trainer “unfähig” ein Team zusammenzustellen oder zusammen zu bringen?
Das spielt sicher eine Rolle. Dazu kommen die im internationalen Vergleich winzigen Budgets vieler Pro-A-Teams. Manche scheinen mir im Sommer erst mal ohne große Vision und Nachhaltigkeit irgendwelche Rookies zu sammeln, um sie dann gegen Weihnachten durch etabliertere Spieler zu ersetzen, die sich verzockt haben.
Man müsste die Tauschmöglichkeiten reduzieren; dann würden sich die Mannschaften im Sommer auch mehr Gedanken machen und nicht in Urlaub fahren, statt Spieler zu scouten.
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In Nürnberg sind 2 Spieler von sich aus gegangen oder haben aufgehört (Brazelton und De Michael). Aber insgesamt gibt die Liga bei diesem ganzen hin und her kein gutes Bild ab.
Man müsste vielleicht die Auslandsstellen auf 2 auf dem Feld reduzieren.Das ist schon einmal ein Faktor. Die Konditionen sind nicht so gut, so dass man bei Heimweh (es handelt sich ja zumeist um junge Spieler ohne Europa-Erfahrung; ein weiterer Faktor übrigens) oder anderen Problemen schneller um Vertragsauflösung bittet.
Die Arbeit der Verantwortlichen ist bei den typischerweise engem finanziellen Spielraum nicht einfach: weil nur wenig im Blickpunkt stehende junge Spieler bezahlbar sind und selbst Flugtickets sparsam eingesetzt werden müssen, muss man dann eben Lotterie spielen und auf Grundlage von Statistiken und Videoschnipseln verpflichten.
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Wenn man nun aber auf 2 Ausländerpositionen beschränken würde müssten ja mehr Deutsche spielen. Dann müsste man den Jungen vertrauen. Da würden Vereine profitieren die gute Jugendarbeit machen. Die sehe ich bei uns leider noch nicht. Liegt sicher auch daran, dass sobald einer bisschen was kann von den Leuten aus Bamberg abgeworben wird mit vermeintlich doch so tollen Perspetiven. Lachhaft. Wieviele von den die Bamberg im Jugendbereich zamholt schaffen es denn. Aber das ist eine anderes Thema mit Erlangens Nordvorstadt:)
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Ein Problem der “Jungen Liga” sehe ich darin, dass die BBL Vereine eine Mindestanzahl an Spielern mit deutschem Pass haben müssen, ohne dass jedoch eine Mindestanzahl auf dem Feld stehen muss.
So sind viele gute, junge deutsche Spieler bei BBL Vereinen und sehen keine Minute Spielzeit.
In der Pro A können die net Spielen weil die BBL die auf dem Papier braucht.
Wenn dass eine gute Nachwuchsarbeit ist dann gute Nacht:)Quatsch - warum spielt Trier so weit vorne ?
Die Stärke von Bayreuth sind seine grosse Rotation mit jungen deutschen Spielern.
Sagt dir Dennis Schröder etwas ?
Die BBL-Mannschaften mit geringem Etat brauchen gute junge Deutsche, da nur maximal 6 Ausländer spielen dürfen.
Wenn da einer ausfällt und du keinen “standby-Ami” hast, müssen die Deutschen mehr ran und stehen halt dann zu dritt oder gar zu viert auf dem Feld. -
Öhm hier müssen jetzt aber nicht die Konzepte der BBL diskutiert werden ….
Für die ProA will ich als erstes Mal die provokante Frage stellen - wieiviele Trainer können ihre Wunschmannschaft zusammen stellen? Bei den meisten muss doch auf den Etat geschaut werden und danach werden dann die Spieler eingekauft.
Ein etwas anderes Beispiel ist schon immer Crailsheim, dort werden die ausländischen Spieler seit Jahren “ausprobiert” und dann wird sortiert - gefällt mir persönlich nicht so gut.
Ich würde auch sehr für eine kürzere Wechselfrist plädieren, finde das nicht grade toll, dass dieser Termin nach mehr als der halben Saison liegt.
Ich denke, wenn man die Mannschaften anschaut, die diese Saison viele Wechsel haben, sind die Gründe dafür vielfältig.
Nürnberg - unerfahrener Trainer
Leipzig - Trainer erst spät verpflichtet
Crailsheim - s.o.
Gotha - einfach zuviele Individualisten zusammen gekauft
Kirchheim - für mich das große Fragezeichen
Düsseldorf - jeder weiß warum - ich darfs nicht schreiben … -
In der ProA wird doch auch viel auf Gut Glück verpflichtet. Abseits von ein paar Try-Out- und Zeitverträgen greift man da tief in die College-Lotterie. Das kann gut oder auch mal nach hinten losgehen. Anstatt der Nieten werden dann ein paar neue Lose mit der Option auf zumindest einen Trostpreis gekauft. Schaut euch mal an, wo ein Großteil der Amis herkommt. Da KANN man gar nicht genau wissen, was man bekommt. Dafür gibt sie für verhältnismäßig wenig Geld. Das ist nicht zwingend Unvermöfgen, das ist einfach so. Einen Griffin, Bynum oder Jeka, die man kennt und die in der ProA vielleicht ihre Heimat finden, findet man nicht oft. Die Identifikation mit den Teams muss über die deutschen Spieler stattfinden, die dann doch in der Regel länger in der Liga bleiben.
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Öhm hier müssen jetzt aber nicht die Konzepte der BBL diskutiert werden ….
Für die ProA will ich als erstes Mal die provokante Frage stellen - wieiviele Trainer können ihre Wunschmannschaft zusammen stellen? Bei den meisten muss doch auf den Etat geschaut werden und danach werden dann die Spieler eingekauft.
Da hast du aber schön die Auswirkungen der BBL auf die Pro A beschrieben
Wenn die BBL auf 5 Ausländer beschränken würde ?
…… Gut’ Nacht -
Desgleichen gilt aber auch in der ProB, wo Teams wie Wolfenbüttel für zwei Importstellen 5 Amis haben/hatten.
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Also:
@klamantes: ganz recht, die Deutschen, die in der BBL spielen, spielen eigentlich zu recht; die Deutschen, die nicht spielen, würden auch in der ProA nur eine geringe Rolle spielen (Ausnahmen wie Spoden bestätigen die Regel)
@Rest: auch aus der College-Lotterie kann man sich besser bedienen; von einem professionellen Coach kann man verlangen, der er sich mit den unterschiedlichen Conferences auskennt und mit der Zeit sich etliche Colleges notiert, deren Coaches entweder gut ausbilden oder einen ähnlichen Spielstil bevorzugen; damit kann mögliches Fehlscouting schon einmal eingegrenzt werden
Aber wenn man im Sommer lieber in den Urlaub fährt anstelle zu arbeiten, kostet es halt unnötig Geld. Und solange Vereinsvorstände da nicht auf die Finger hauen und lieber zahlen, tant pis, würde der Franzose sagen.
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Die Pro A ist von der BBL so weit entfernt, wie die 3.Liga von der Fußballbundesliga. Wenn überhaupt.
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Die Pro A ist von der BBL so weit entfernt, wie die 3.Liga von der Fußballbundesliga. Wenn überhaupt.
Teilweise richtig, denn die 3. Liga (Fußball) ist offiziell die Bundesliga (DFB), während die 1. Liga (Fußball) die Bundesliga (DFL)ist.
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@Rest: auch aus der College-Lotterie kann man sich besser bedienen; von einem professionellen Coach kann man verlangen, der er sich mit den unterschiedlichen Conferences auskennt und mit der Zeit sich etliche Colleges notiert, deren Coaches entweder gut ausbilden oder einen ähnlichen Spielstil bevorzugen; damit kann mögliches Fehlscouting schon einmal eingegrenzt werden
Aber wenn man im Sommer lieber in den Urlaub fährt anstelle zu arbeiten, kostet es halt unnötig Geld. Und solange Vereinsvorstände da nicht auf die Finger hauen und lieber zahlen, tant pis, würde der Franzose sagen.
So sehe ich das auch. Vielen Verantwortlichen (Coaches, “Sportdirektoren”) fehlen Grundkenntnisse zum amerikanischen Collegebasketball. Da sich eine low-budget-Liga wie die Pro A aber nun mal primär dort bedient, sind diese zwingend erforderlich. Denn es ist ein Unterschied ob ein Spieler von Texas, Texas Tech, Texas State oder West Texas A&M kommt, auch wenn das erstmal ähnlich klingt.
Ein bisschen Glücksspiel bleibt es, keine Frage. Aber man sollte es hinbekommen, dass von 5 Rookies ein bis zwei richtige Treffer sind, weitere zwei zumindest solide und nur einer eine Niete. Bei einigen Teams ist das Verhältnis andersherum.
Noch schlimmer sind aber die Teams, die das Geld haben um etablierte Spieler zu kaufen und das dann derart versauen, dass sie regelmäßig gegen die Rookie-Teams verlieren. Dafür habe ich gar kein Verständnis.
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Denke auch, dass es viele Gründe hat. Die wichtigsten:
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Welcher Trainer kennt sich bei den NCAA Conferences komplett aus? Es gibt knapp 60 Conferences in NCAA1 und NCAA2. Dazu noch zig Minor Leagues in den USA, Ligen in Südamerika, Europa,… Ist natürlich schwer das ganze im Blick zu behalten und in allen Bereichen “up to date” zu sein. 20ppg in der NCAA2 sind eben nicht in jeder Liga das gleiche wert. Einfaches Beispiel: Auch im schlechtesten NBBL Team, das regelmäßig mit 30 oder 40 Punkte verliert wird sich mind. 1 Spieler mit 10ppg wiederfinden. Braucht ein Spieler 15 oder 20 Würfe für seine Punkte, wie waren die Nebenspieler, wie stark die Liga, wie “tickt” der Spieler selbst (Arbeitseinstellung), hat er Führungsqualität oder doch eher Mitläufer und wie “liest” sich sein Lebenslauf (gerade zwischen den Zeilen).
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Die Etats für Importspieler sind im internationalen Vergleich deutlich geringer. Dementsprechend muss man sich bei den bereits etablierten Spielern hinten anstellen und verstärkt auf hungrige Rookies setzen. Das führt wieder zu oben genannten Problem. Dazu kommt, dass die Pro A auch kein großes Standing hat. Sorry, das ist einfach so. Deutschland hat viele Vorteile, aber die Liga kann sicher nicht damit werben, dass sich die Spieler hier nach oben arbeiten können. Dieses Jahr waren es glaube ich nur 2 Spieler: Stommes und Uskoski. Also kann die Liga da nicht mit Perspektive locken. Selbst aus der slowakischen Liga kamen gleich 2 Spieler zu Frankfurt.
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Vertrauen: Umgekehrt vertrauen auch die Pro A Teams nicht auf Spieler, die sich in der Pro B bereits bewiesen haben. Richie Williams, Jason Jamerson, Zamal Nixon, Monyea Pratt, davor Virgil Matthews, etc. hatten es trotz sehr guter Leistungen in der Pro B sehr schwer in die Pro A zu gelangen. Da denkt man an den Spruch: Warum in die Ferne schweifen,… schlechter als die Rookies haben es die Spieler aus der Pro B auch nicht gemacht. Williams führt jetzt sogar die Liga als effizientester Spieler an.
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