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SD&FIVE-Voting: Topteam oder Exot?
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Jeden Monat diskutiert die FIVE-Squad mit den Jungs von Schönen-Dunk über ein deutsches Thema. Unter www.schoenen-dunk.de könnt ihr mitreden und die eine oder andere Seite für komplett inkompetent erklären. Thema diesmal:
Würde ein kleines Team als Deutscher Meister dem Basketball in unserem Land gut tun?Einfach hier klicken, um zur Umfrage zu gelangen!
Pro:
Es sind die Orte auf der Basketball-Landkarte, die Farbe ins BBL-Spiel bringen. Neben Metropolen wie Berlin, Frankfurt oder Köln existieren Klubs wie Bremerhaven, Ludwigsburg oder Quakenbrück schon mehr oder weniger lange in den höheren Tabellenregionen. Endstation für die vermeintlichen Außenseiter war bislang spätestens im Halbfinale der Playoff-Runde. Auf dem zweiten Rang hinter ALBA Berlin liegend, schickt sich in dieser Saison die EnBW Ludwigsburg an, die “Großen” der Liga ins Wanken zu bringen und deren Titelträume schneller als gewünscht platzen zu lassen. Die Leistungsexplosion des Teams von Coach Silvano Poropat kam unerwartet – umso erfreulicher, dass es einem “Kleinen” wieder einmal gelungen ist, ganz vorn mitzumischen.
Es ist den Bundesliga-Kleinstädten des Landes zu gönnen, dass sie für ihre hervorragende Arbeit der letzten Jahre mit oftmals geringen finanziellen Mitteln endlich richtig belohnt werden. Vielleicht sogar schon bald. Vielleicht sogar schon am Ende dieser Saison - mit dem Titel des Deutschen Meisters in der Basketball-Bundesliga.
Contra:
Seien wir ehrlich: Quakenbrück und ähnliches Kleinvieh macht sich ganz nett in der Liga. Zum Beispiel, um für uns Journalisten die Vorlage für einen Exotenartikel pro Saison zugeben. Ansonsten sollten diese Klubs wissen, wo sie hingehören! Eine gute Saison mit Playoff-Einzug ist erlaubt, aber ein Platz im Finale sollte den Klubs aus Metropolen oder mit langer BBL-Tradition vorbehalten sein. Denn wer eine Lanze für die Außenseiter bricht, sollte sich fragen: Was lässt mehr Sportfans aufhorchen, ein Finale zwischen Ludwigsburg und Bremerhaven oder eines zwischen Köln und Berlin?
Ist wohl klar, dass die erstgenannte Paarung unserer Sportart einen schwereren Stand in den überregionalen Medien bescheren würde. Dazu stellt sich die Frage, was ein Klub mit niedrigem Etat und einer auf Ehrenämtern beruhenden Infrastruktur international reißen kann. Bereits in anderen Sportarten zeigten Eddy, the Eagle und Unterhaching, dass Exoten für eine Randgeschichte mit Schmunzelgarantie gut sind, die Hauptrollen aus guten Gründen aber den Alphamännchen vorbehalten bleiben.
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Komische Diskussion…
Wer im Finale steht, hat es zumeist verdient, egal ob aus Quakenbrück oder Köln.
Ob nun medial der Underdog schlechter für den Basketball ist, mag ich nicht so ganz verstehen. Wenn Berlin im Finale steht, führt das beim “normalen Sportfan” nicht unbedingt dazu, den Titelkampf im Basketball nun genauer zu verfolgen (eher im Gegenteil). Hingegen würde ein Finale mit Ludwigsburger Beteiligung eher Beachtung finden, eben weil Underdog. Auch in überregionalen Blättern…Aber letzendlich, ehrlich gesagt schert es z.B. die größte (und beste) Zeitung Deutschlands aus München überhaupt nicht, wer im Finale steht. Basketball wird im großen und ganzen ignoriert, ob ALBA, Bamberg, Bonn oder Köln. Am ehesten würde Quakenbrück und Co. zumindest für einen Artikel sorgen… Aber wie gesagt, für die überregionale Berichterstattung findet Basketball eh nicht statt…
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Kann ich Hugo zustimmern.
Die die sich für die BBL interessieren, interessieren sich für jedes mögliche Finale. In dem Teil der Republik wo die BBL nicht stattfindet wird es auch das selbe sein: Die Ergebnisse der Spiele werden vielleicht drinstehen mit dem vermerk, das XY Meister geworden ist.
Ansonsten würde ich mir eine Übersetzung des Contras gern an jeder Kabinentür der “kleinen” wünschen in den Playoffs

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On 2007-05-02 22:15, Slemp wrote:
Ansonsten würde ich mir eine Übersetzung des Contras gern an jeder Kabinentür der “kleinen” wünschen in den Playoffs
Vor allem den hier find ich klasse:
Eine gute Saison mit Playoff-Einzug ist erlaubt, aber ein Platz im Finale sollte den Klubs aus Metropolen oder mit langer BBL-Tradition vorbehalten sein.
Ironiemodus anIch würd am besten gleich ne Regel einführen, dass es Clubs aus kleinen Ortschaften verboten ist, in 2 aufeinander folgenden Jahren ins Halbfinale der Playoffs zu kommen. Wer es doch tut, muss mit Strafe und Punktabzug fürs nächste Jahr rechnen.Ironiemodus aus
Ich frag mich echt, wie man so kleinkariert sein kann, nem kleineren Club das Erfolgsrecht absprechen zu wollen. Oder hat da einer nach Argumenten für eine Meinung gesucht, die er gar nicht vertritt? Klingt irgendwie so…
Wie ihr es schon angesprochen habt, der beste soll gewinnen. Ob der nun aus ner Großstadt oder aus nem kleinen Kaff kommt, ist dabei sowas von egal.

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Ich glaube die Umfrage, als auch die Antwortmöglichkeiten muss man sich mehrmals durchlesen, um einen kleinen Tropfen Sinn in der Aktion zu erkennen.
Die Frage ist eher, ob es sich negativ auf die Sportart auswirkt, wenn es ein Ligazwerg wird. Vor allem was die Medien angeht.
Hier greift das Contra-Argument von der Five, dass es keine Sau interessiert, die nicht so BBL-bekloppt ist wie wir, wenn Quakenbrück gegen Lubu im Finale spielt. Ein Spiel ALBA vs. Köln findet derweil vermutlich auch beim NichtBBLbekloppten eventuell einen fruchtbaren Kern.
Zumal Kölner und Berliner Medien ja mehr Leute erreichen, als Quakenbrücker und Luburger Medien. Wobei “Medien” hier auf Zeitung beschränkt sind.
Gewinnen meine Enten das Finale gegen Lubu und somit die Meisterschaft, erscheint es in der Morgenpost rechtsaußen am Rand in einem Umfang von 2 Zeilen. Ebenso in Köln. Derweil wird auf dem Restplatz der Seite schon über die Krise bei ALBA berichtet, die sich daraus ergibt, dass man es wieder vergeigt hat, den Titel zu holen. Ebenso in Köln.
Das Argument von SD, dass aber die Meldung in Niedersachsen über den Gewinn eines Meistertitels durch ein niedersächsisches Dorf dort auch auftauchen könnte, greift aber ebenfalls.
Für die Niedersachsen wäre das vllt schon eine Sensation und somit lesenswert.Aus meiner Sicht spielt es aber letztlich gar keine Rolle, ob nun Quakenbrück, Lubu oder Köln Meister wird. Der Beste gewinnt die Meisterschaft und fertig.
ALBA wird es 2007 sein, nur so nebenbei.
Gruß
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On 2007-05-02 22:39, arco wrote:
Das Argument von SD, dass aber die Meldung in Niedersachsen über den Gewinn eines Meistertitels eines Dorfes im Lande dort auch auftauchen könnte, greift aber ebenfalls.Vor allem haben kleine Clubs in ihrer Gegend meist ne deutlich höhere Unterstützung in der Bevölkerung als die großen Clubs, die sich in ihrer Stadt den Platz mit anderen Sportarten teilen müssen. Wenn ich mir das hier in Hamburg mal mit 2 Fußball-, einem Eishockey und einem Handballteam anguck. Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. Quakenbrück viel mehr als sein Basketballteam hat. Da stehen die dann sowohl in Quakenbrück, als auch im Umland sicherlich deutlich mehr unter Beobachtung.
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Tja @Sven, mit so ner krassen Meinung kann man doch tatsächlich Kommentare bekommen
Witzig, dass Du auch noch gerade uns als Argumentationshilfe nimmst, da wir immer noch von relativ weit oben auf Euch und die “Rhöndorfgeschichte” -mittlerweile wohlwollend- herablächeln… 
Der Landkreis + die Stadt Osnabrück haben insgesamt etwas mehr als 520.000 Einwohner, in der gesamten Gegend ist die NOZ vorherrschend, in der regelmäßig über unsere Dragons berichtet wird.
Sooooo wenig sind dass dann auch nicht, oder? Dazu kommen noch die Nasen aus CLP und VEC (dass sind die Leute, die immer so fürchterlich laaaaangsam fahren und häufig einen Hut tragen…
), wovon auch recht viele unter den Dragonfans zu finden sind.Speziell in Quak gibt es tatsächlich ein ziemlich großes Einzugsgebiet, weil eben rundherum nicht so dramatisch viel los ist. Da wird es beispielsweise Lubu schwerer haben, da sie sich mit den Stuttgartern kloppen müssen.
Zum eigentlichen Thema: Evtl. wäre es sogar ein großer Ansporn für den gesamten Nachwuchs in Deutschlands Kuhdörfern, wenn er erleben dürfte, dass auch ein Kuhverein die höchsten Würden erreichen kann.
Kinder die mit eigenen Händen Hühner fangen und auf Schweinen reiten können haben vielleicht auch Talent, mal ganz oben mitzudribbeln…
Und die Geschichte mit dem kleinen Dorf in Gallien bewegt schließlich auch schon seit über 40 Jahren die Gemüter von Jung und Alt!
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Grundsätzlich finde ich das Meistermannschaften aus kleinen Städten,die Basketballverrückt sind mehr Charme haben.
Ulm,Trier,Bonn(um mal ein paar neue Namen rein zu schmeissen) und in diesem Jahr halt wieder Bamberg….da wird Bundesligabasketball wesentlich konzentrierter und intensiver gelebt.
Köln,Frankfurt und Berlin,ohne den Berlinern zu Nahe treten zu wollen…aber letztere wären in irgendeiner Art langweilig und erstere widersprechen meinem Eingangssatz.Öffentlichkeitswirksam wird ein Finale nicht durch die Teilnehmer,sondern entweder durch den aussergewöhnlich guten Sport oder weil irgendwas ganz Besonderes passiert.
Ansonsten kümmert es die breite Öffentlichkeit leider sehr,sehr wenig.
Das ist leider so,lässt sich aber auf keinen Fall durch mehr Präsenz in den Großstädten verbessern.
Ganz im Gegenteil…wenn man das mit Handball vergleicht(auch wenn dieser vermutlich sehr hinkt,weil Handball nun mal generell in Deutschland fester verankert ist),sind Städte wie Lemgo,Kiel oder Flensburg auch nicht die ganz großen Metropolen,aber ihre Mannschaften jedem Sportinteressierten ein Begriff.Deshalb wird dann auch hoffentlich ein Verein aus einer kleinen Stadt dieses Jahr Deutscher Meister!
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aus aktuellem anlass reaktiviere ich diesen thread noch mal.
zum einen: wenn wir beim sd-voting eine meinung vertreten, muss das nicht zwangsläufig auch unsere eigene sein. wir wollen bloß, dass die community kontrovers diskutiert und setzen daher zwei extreme blickwinkel an. klappt ja manchmal auch ganz ordentlich, wenn man sich die anzahl der einträge anschaut.
zum anderen: ich freue mich, dass quakenbrück im halbfinale steht!
und als letztes noch der hinweis: ja, dré und ich wohnen in köln, sind oft bei rheinenergie und die redaktion der FIVE sitzt auch in köln. nein, deshalb sind wir nicht zwangsläufig rheinenergie-fans. jan lebt in bonn und ist auch nicht immer unvoreingenommen für bonn. ich beispielsweise habe weder in der nba noch in der bbl einen klub, den ich favorisiere. ich möchte einfach immer nur spannenden und hochklassigen basketball sehen. beim pokalfinale in HH hätte ich mir einen sieg der dragons gewünscht - wie sich am artikel im heft auch ablesen ließ.
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mitgehangen, mitgefangen, sven … sids pro und dein kontra wird in der sd-final-vorschau nochmal lobend erwähnt

ps. gratulation an chris, rohdewalds kuchenzahn und den grinsenden 120kg klumpen mit der nummer 11

war ne geile serie … die enten sind ein würdiger finalist … jetzt wir … 8-)
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, die Formulierung passt wie der sprichwörtliche Satz “Hintern auf Eimer”, noch zum RBB, Rundfunk Berlin Brandenburg heißt das!.