Kein BBL-Team im Fiba EuroCup
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Er gerät so leicht in Vergessenheit, der “dritte” europäische Wettbewerb. Bremerhaven, Dragons, Skyliners hatten das Anwartschaftsrecht auf die Teilnahme daran, in dieser Reihenfolge.
Letzte Saison zeigte Köln dort, was sie konnten und wurde ein Team für Entscheidungsspiele. Bonn spielte zumindest auch noch mit.
Diese Saison nimmt kein deutschen Team am Fiba EuroCup teil. Traurig für diese Liga, dass der internationale Vergleich nicht gesucht wird, denn so schlimm sind die Namen der Gegner nicht, im Gegenteil sind viele große Namen dabei Teilnehmer
Liegt es daran, dass im EuroCup noch eine US-Beschränkung existiert? Oder ist unsere Liga schlicht zu arm für internationalen Spielbetrieb.
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Der Hauptfakt ist sicherlich die US-Beschraenkung. Frankfurt muesste 4 Amis auf die Bank setzen und haette dann wohl nur geringe Chancen. Fuer das nicht ganz so fachkundige Publikum, die eine 5.000er Halle fuellen sollten, sind es aber eben nicht die ganz grossen Gegner. Und wenn man Pech bei der Auslosung hat, landet man mit hohen Reisekosten in Russland.
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insgesammt ist wirklich das problem, dass dort eine andere ausländerregelung gilt als in der bbl! oder auch in den uleb-wettbewerben! also hat man ein deutlich weniger gutes team, mit dem man dort teilnehmen könnte und das macht dann ja auch keinen sinn! der wettbewerb ist sicherlich nciht attraktiv genug, extra dafür ein team aufzustellen! sollte die fiba bei ihrer ausschreibung etwas ändern, wäre sicher auch wieder ein deutsches team dabei! die uleb hats ja auch vorgemacht…
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Es genügt doch ein Blick auf die Kader der Teams, die hätten teilnehmen können. Zieht man die zahlreichen Amerikaner mal ab, bleibt bei keinem der Teams ein spielfähiger, bzw. konkurrenzfähiger Kader übrig.
Bedenkt man dann noch die nicht ganz unerheblichen Kosten, die in diesem Wettbewerb anfallen, dann bringt das einfach nichts, wenn man mit einer Rumpfmannschaft eh keine Chance auf ein Weiterkommen hätte.Mit “nur” zwei Amerikanern fehlen jedem BBL-Team zu viele Leistungsträger, um in irgendeiner Weise konkurrenzfähig zu sein.
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Es gehört hier thematisch zwar nicht ganz hin, aber da sind schon gewaltige Teams dabei.
Villeurbanne konnte man auch schon in der Euroleague sehen. Girona sicherlich nicht unambitioniert. Die russischen Teams könnten sicherlich auch im ULEB-Cup die nächste Runde erreichen. Charleroi trat mal an, eben diesen zu gewinnen. Mit Virtus Bologna ein ehemals klangvoller Name und immerhin EL-Sieger. Dazu Estudiantes.
Da wäre auch die eine oder andere nette Auswärtsfahrt drin gewesen.
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Es ist definitiv ein Trauerspiel zuzusehen, wie die Vereine die Chance, sich international zu messen, den Spielern die Möglichkeit sich im internationalen Maßstab zu messen, wegwerfen. Die betroffenen Vereine hätten alle die Möglichkeit gehabt, den Kader entsprechend aufzustellen. Man hätte doch trotzdem 3 Amis oder sogar 4 (sieh REK) unter Vertrag haben können. Es hätte Einsatzzeit für Hinterbänkler gegeben. Man hätte zwar etwas Reisestress, aber sicherlich auch einen interessanten sportlichen Vergleich gehabt.
Die Fans der betroffenen Teams sollten ihr Managment vielleicht auch mal fragen, wieso man auch ihnen (=den Fans) die sicherlich sportlich reizvollen Abende vorenthält.
Wir bekamen in Köln spätestens ab der zweiten Runde hochklassigen Basketball zu sehen, auch wenn es nur der drittwichtigste europäische Wettbewerb ist. -
Da mein Vorredner ja ein echtes Finanzgenie zu sein scheint, das sich auf dem internationalen Spielermarkt bestens auskennt, könnte er ja vielleicht Frankfurt, Artland und unseren Eisbären ein wenig Nachhilfeunterricht erteilen, wie man hochkarätige europäische Spieler zu ähnlichen Konditionen verpflichtet, wie vergleichbare US-Spieler.

Ich glaube kaum, das auch nur ein Manager generell etwas gegen eine Europacupteilnahme hätte - nur sind US-Spieler einfach vielfach günstiger, und die Bundesligasaison hat sicherlich verständlicherweise bei allen Teams Priorität.
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man darf auch nicht vergessen, das die teilnahme an diesem cup ein großes finanzielles risiko birgt. wenn man das vergnügen hat gegen einen verein in russland, litauen oder sonst wo zu spielen fallen hohe reisekosten an, die durch zusätzliche heimspieleinnahmen nie gedeckt werden. das ist sicherlich zusammen mit der unterschiedlichen ausländerregelung der hauptgrund warum vereine wie quackenbrueck, bremerhaven, lubu etc. dankend ablehnen. tja, beim fußball gibts prämien für die teilnahme an internationalen wettbewerben, was die teilnahme auch für kleinere klubs attraktiver macht… im basketball leider nich… wer soll die denn auch bezahlen?

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Dann spielt alle demnächst Kreisliga, dann könnt ihr mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.
Und zu den Spielern: Kauft doch 10 Amerikaner, setzt noch zwei Quotendeutsche auf euren Meldebogen und tauscht nächstes Jahr 8 der 10 Amis aus und habt viel Spaß damit. Dass die Ausländerregel im FIBA-Cup für deutsche Vereine unglücklich ist, mag ja richtig sein, aber dass die BBL auf die Teilnahme verzichten muss ist und bleibt ein Trauerspiel.
Letztlich bleibe ich auch dabei, dass den Fans der potentiellen Teilnehmer ein nicht unattraktiver Wettbewerb entgeht. Naja, dann habt ihr wenigstens Zeit REK in Düsseldorf anzuschauen

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Er hat es noch nicht kapiert!

…aber in Köln wird ja eh alles am besten gemacht. LOL

Bremerhaven war jedenfalls mit dem begrenzten finanziellen Etat nicht bereit, ein großes finanzielles Wagnis zu Lasten des Bundesligakaders einzugehen (mehr Geld für die Europacupaufwendungen und die dafür notwendigen teureren Spielerverpflichtungen = weniger Geld für einen möglichst starken BBL-Kader) - eine Entscheidung, die bei allen drei Vereinen absolut logisch nachvollziehbar sein dürfte (von dem ein oder anderen Kölner natürlich hier mal abgesehen).
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Naja, letztes Jahr gab es dir gleichen Regeln bzg Ausländern und Köln hat es trotzdem geschafft, Erfolgreich im Fibacup mitzuspielen und ausserdem nebenbei noch die Meisterschaft zu gewinnen!
Bonn hat im Fibacup zwar enttäuscht, aber sein BBL-Ziel mit der Playoff Teilnahme trotzdem erreicht!
So wie sich das hier anhört, würden die angesprochenen Vereine dann auch auf eine ULEB-CUP teilnahme verzichte, da die Reisekosten einfach besser in Spieler investiert werden können. Das Ami Problem fällt dann weg, aber sowohl Bonn als auch Köln haben letzte Saison gezeigt, das man trotzdem die Ziele die man sich selber für die BBL setzt, damit erreichen kann!
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@ Bernd:
Ich kann schon der Argumentation von dir und den anderen folgen. Bis zu einem bestimmten Punkt kann ich sie sogar verstehen, aber da im Europacup, egal in welchem Wettbewerb nirgends Geld zu verdienen ist, zumindest nicht für Teams aus der BBL, wäre nach deiner Argumentation auch bei ALBA, “Brösel” Bamberg und den “Alles-Richtig-Machern aus Köln” (extra für dich, denn in Köln weiß man sehr gut “Nobody is perfect”) die Entscheidung klar - man spielt nur BBL und lässt ULEB-Cup bzw. Euroleague sausen - das ist billiger!
Es mag ja im Fall Bremerhaven sogar noch verständlich sein, dass man ein Jahr nach dem Aufstieg noch nicht den Etat so vorbereitet hat, als dass man so ein Abenteuer eingehen will. Aber die Dragons? Frankfurt? Was spricht bei denen dagegen? Allein das Argument, ich hole 6 oder mehr Amerikaner, die sind billiger als vergleichbare Spieler zählt da für mich nur begrenzt. Aber so hat halt jeder seine Meinung. -
Genau beim Etat liegt ja das Hauptproblem. Du mußt bedenken, das die Eisbären einen Etat haben, der einfach mit Teams wie Berlin, Bamberg oder auch Köln etc. nicht vergleichbar ist.
Wenn man den Etat ins Verhältnis zum erreichten Tabellenplatz stellt, waren die Eisbären sicher der absolute Gewinner der letzten Saison.
Von den Reisekosten, Hallenmiete etc mal abgesehen, hätte man auch in den Kader mehr Geld investieren müssen, was derzeit hier einfach (noch) nicht möglich ist.
In Bremerhaven wurde die letzten Jahre sehr viel erreicht. Daher ist es auch verständlich, das man mit einem eher bescheidenen Etat (im Vergleich mit den Topteams) seinen Fokus auf die BBL setzt.
Wir haben zwar noch einen recht hohen “Europaanteil”, aber ob das gerreicht hätte, um erfolgreich im Europacup zu bestehen, wage ich dennoch zu bezweifeln.Mit Köln kann man Bremerhaven finanziell einfach derzeit nicht vergleichen, weshalb auch der Vergleich nicht passend ist.
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Ich bin mir sicher, hätten BHV oder FF (welch Utopie…!! ;-)) den Ulebcup erreicht, dann wäre das mit den Reisekosten plötzlich gar kein Problem gewesen…alle hätten gesagt wie wichtig es doch für die Jungen ist, international zu spielen, und überhaupt ist so ei Vertretensein auch gut für die Anerkennung des Vereins.
Und BHV hätte wohl am allerwenigsten Kaderprobleme gehabt, da das Team nicht aus 12 Amis besteht…
Ich als BHVer hätte ne Fahrt ins letzte Litauen jedenfalls auf mich genommen, wenn ich dafür gegen Estudiantes oder Bolgna spielen könnte!!!Ansonsten ist diese Fibacup-Regel einfach hirnverbrannt.
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Ich glaube kaum, das Du einen guten Überblick über die finanziellen Möglichkeiten der Eisbären hast. Also ist demnach auch deine Aussage Blödsinn, da Du es nicht beurteilen kannst.
Nicht jeder hat einen Etat von vermutlich mind. 5-6 Millionen zur Verfügung. -
On 2006-08-20 07:28, TheWendigo wrote:
Ich bin mir sicher, hätten BHV oder FF (welch Utopie…!!
-) den Ulebcup erreicht, dann wäre das mit den Reisekosten plötzlich gar kein Problem gewesen…Die Reisekosten sind doch nur ein kleiner Aspekt. Bei den betroffenen Teams gab es die Moeglichkeit einen Kader aufzubauen der Eurocup konform ist. Der waere aber um einiges teurer geworden und hoechstwahrscheinlich dann in der BBL nicht ganz so stark, wie die Vereinsfuehrung es sich mit den Amis denkt. Gerade in Frankfurt waehlt man nach dem letzten Jahr den sicheren Weg und man will naechstes Jahr international wieder vertreten sein.
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On 2006-08-19 20:46, Schnucki wrote:
Da wäre auch die eine oder andere nette Auswärtsfahrt drin gewesen.
mit ein wenig Losglück auch nach
Perm, Kazan und Israel.
Die kannst Du im ULEB-Cup genauso bekommen. Und da bin ich auch schon bei einem anderen interessanten Punkt: Welches der Teams hätte denn im nicht-ausländerbeschränktem ULEB-Cup gespielt? Frankfurt sicher, sonst keiner. Sämtliche finanziellen Risiken gelten da genauso. Letztlich ist die Liga wohl so arm, dass es nur wenige Vereine gibt, die sich internationalen Wettbewerb leisten können: ALBA, Brose, Köln, Bonn, Frankfurt, Oldenburg bestimmt auch, dann war es das doch schon. Wenn man dann noch auf die EL guckt, schränkt sich der Kreis, der die Kapazitäten und finanziellen Mittel nochmehr ein. Vielleicht zu sehr, um, trotz einer eventuell breiteren Spitze, diese dann auch im internationalen Wettbewerb wachsen zu sehen.