DBB: DBB-Damen verpassen direkte EM-Qualifikation
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Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat die direkte Qualifikation für die Europameisterschaft verpasst. Bereits vor Beginn der Partie der deutschen Mannschaft heute Abend in Kosice gegen die Slowakische Republik, in der Deutschland mit 67:73 (21:23, 23:22, 12:23, 11:5) unterlag, war ob des 70:66-Erfolgs der Ukraine gegen Großbritannien klar, dass für die DBB-Damen die direkte Qualifikation nicht mehr möglich ist. Bei dem heutigen Spiel in Kosice überragte Linda Fröhlich (Foto) …
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Ich muss gestehen, dass ich mich im weiblichen Bereich nicht so gut auskenne, aber gleicht das hier nicht einem Debakel? Oder ist unser Frauenbasketball einfach so schlecht? Und wieso spielt Linda Fröhlich wieder mit? Ich hatte gedacht, die wäre auf immer verbannt? Rückkehr der verlorenen Tochter? Leider ergibt das hier ein sehr negatives Bild gegenüber den Männern.
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Ein Debakel ist es nicht, ärgerlich aber ist es schon.
Die Gruppe mit der Slowakei, Ukraine (beides Teilnehmer der letzten EM) und Großbritannien (in Vorbereitung auf die olympischen Spiele im eigenen Land wird dort auch der Damenbasketball gefördert) war jetzt keine direkte Todesgruppe, aber auch alles andere als ein Spaziergang.
Allein der Auftakt in der Ukraine. Bei der Quali zur letzten EM 2009 unterlag das deutsche Team in der Gruppenphase am zweiten Spieltag in Kiev mit 39:93. In der zusätzlichen Qualifikationsrunde im Januar 2009 verloren sie am ersten Spieltag in der Ukraine dann mit 27 Punkten Differenz. Heuer sind sie hingefahren und konnten die enge Partie mit vier Punkten gewinnen. Riesenjubel.
Heimspiel gegen GB wurde wohl schon vor dem Tip-Off gewonnen, nach wenigen Minuten bereits der Riesenrückstand, der nicht mehr aufgeholt werden konnte, zack, Riesenenttäuschung.
Dann der völlig überraschende Heimsieg nach Verlängerung gegen die Slowakei. Natürlich träumt man da vom zweiten Gruppenplatz.
Leider war die Rückrunde eine einzige Enttäuschung. Pleite gegen die Ukraine, Klatsche in Großbritannien, Niederlage in der Slowakei, nachdem bereits vor dem Spiel feststand, dass eine Qualifikation nicht mehr möglich war.
Debakel? Nein. Große Enttäuschung? Sicherlich. Die Chancen waren da.
Man darf aber nicht außer acht lassen, dass wir im Gegensatz zu den Herren bei den Damen ein gut Stück hinter dem Rest von Europa stehen. Internationale Topspielerinnen? Fröhlich, Breitreiner, auf dem Sprung Bär. Das war´s erst mal. Der Rest kann zwar auch Basketballspielen, tut dies aber in der Regel nur in der heimischen Liga. Internationale Spiele deutscher Teams haben Seltenheitswert.
In den letzten Jahren versuchten sich nur Dorsten (mittlerweile zurückgezogen) und Wasserburg am Europapokal, in der letzten Saison hat es Saarlouis mal probiert. Die hat´s dabei finanziell fast zerrissen, nachdem sie sich unerwartet bis ins Halbfinale vorspielen konnten (nicht, dass das irgendjemand in Basketballdeutschland mitbekommen hätte, sportlich vergleichbar mit einer Qualifikation für´s Finale der Herren jetzt in der Türkei) und dann mal eben bis nach Orenburg fliegen durften.
Damenbasketball existiert halt nur in einer ganz kleinen Nische, und von den zahlreich vorhandenen Freunden dieses Sports, die sich auf dieser Seite versammeln, selbst von denen wissen die wenigsten Bescheid. Sehr schade, ist ein schönes Spiel, ganz anders als bei den Herren
