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Die 20 besten Spieler der Saison 2025/26 (nach dem DYN Podcast)
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Diese Liste war ja in dem ein oder anderen Thread ja durchaus ein Thema, betrifft ja aber eigentlich eher alle übergreifend. Sie haben sie ja zu Beginn des Podcasts gesagt: Das ist so eine Liste wie die Spielerrankings bei 2k, über die man sich gerne lustig macht. Das muss ja nicht unbedingt sein, diskutieren kann man sie aber natürlich gerne.
20 Malte Delow
19 Tibor Pleiss
18 Tobias Jensen
17 Chris Ledlum
16 Demarcus Demonia
15 Marcus Carr
14 Alonzo Verge
13 Tevin Brown
12 Martin Hermannsson
11 Justinian Jessup
10 Oscar da Silva
9 Jack Kayil
8 Kevin Yebo
7 Jordan Roland
6 Nenad Dimitrijevic
5 Ibi Watson
4 Joe Wieskamp
3 Damion Mintz
2 Justin Bean
1 Andreas ObstAnders als bei einer MVP Wahl sollte es an dieser Stelle wirklich darum gehen, die Spieler nach ihren Fähigkeiten zu bewerten. Ein Argument was genannt wurde war unter anderem, welches Interesse der Spieler bei Vertragsende anziehen würde. Da denke ich mir schon, nur so als Beispiel: Hätten die Bayern Fans diesen Sommer lieber Malte Delow oder Tobias Jensen verpflichtet? Ich weiß nicht, wieso Jensen da so hoch gesetzt wird nach dieser Saison.
Also: Wer fehlt euch auf der Liste(mein größter Snub: Khyri Thomas. Einer der besten Guards der Saison in einer Liga voller Guards)? Wer ist zu hoch, wer zu niedrig? Wie interessant findet ihr eure Liste überhaupt und sollte es sowas viel mehr geben? In den USA ist das ja in allen 3 Sportarten etwas, was vor allem gerne in der Preseason gemacht wird und da auch sehr lange die Diskussion beherrscht, in Deutschland dagegen kein wirkliches Thema.
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Ich finde solche Rankings grundsätzlich spannend, aber mir fehlt hier ehrlich gesagt die Transparenz, nach welchen Kriterien überhaupt bewertet wurde. Ohne einen klaren Bewertungsmaßstab wird es schwierig, einzelne Platzierungen sinnvoll einzuordnen.
Es wird gesagt, dass – anders als bei einer MVP-Wahl – ausschließlich die Fähigkeiten der Spieler bewertet werden sollen. Aber was heißt das konkret? Geht es um das aktuelle Leistungsniveau? Um das individuelle Talent unabhängig vom System? Um den Wert für ein EuroLeague-Team? Um das Potenzial? Oder tatsächlich darum, welches Interesse ein Spieler auf dem Transfermarkt erzeugen würde? Das sind alles unterschiedliche Maßstäbe, die zu völlig verschiedenen Rankings führen.
Gerade das Beispiel Tobias Jensen zeigt für mich das Problem. Wenn das Kriterium die Fähigkeiten sind, warum steht er nach dieser Saison so hoch? Wenn dagegen das Potenzial oder der Marktwert entscheidend sind, sollte das auch klar kommuniziert werden. Sonst diskutiert jeder über eine andere Definition von “bester Spieler”.
Generell frage ich mich auch, ob eine lineare Top-20-Liste dem Basketball überhaupt gerecht wird. Wie vergleicht man einen defensiv überragenden Flügel mit einem primären Ballhandler oder einem dominanten Big? Welche Rolle spielen Teamkontext, Usage, Verantwortung oder die Qualität der Mitspieler? Ein Spieler kann in einem System hervorragend funktionieren und in einem anderen deutlich schlechter aussehen. Das macht ein absolutes Ranking zwangsläufig sehr subjektiv.
Deshalb würde mich viel mehr interessieren, welche Gewichtung hinter der Liste steckt. Wie viel zählen Offensive und Defensive jeweils? Wird Playmaking höher bewertet als Shooting? Wie wichtig sind Konstanz, Verfügbarkeit oder die Schwierigkeit der übernommenen Rolle? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man sinnvoll darüber diskutieren, ob Spieler X zu hoch oder Spieler Y zu niedrig steht.
Ein weiteres Beispiel ist Chris Clemons. Er war Topscorer der Liga, hatte offensiv ähnliche Statistiken wie Alonzo Verge und hat mit mehreren Gamewinnern entscheidend zum “Erfolg” seines Teams beigetragen. Trotzdem taucht er in dieser Top 20 überhaupt nicht auf. Das muss nicht zwangsläufig falsch sein – vielleicht gibt es gute Gründe dafür. Aber genau diese Gründe würde ich dann gerne hören. Wenn reine Fähigkeiten bewertet werden, ist es zumindest erklärungsbedürftig, warum ein Spieler mit dieser individuellen Saison komplett außen vor bleibt.
Ich finde solche Listen als Diskussionsgrundlage absolut legitim – gerade weil sie Gespräche anregen. Aber ohne offengelegte Bewertungskriterien besteht die Gefahr, dass am Ende nur über einzelne Platzierungen gestritten wird, obwohl eigentlich jeder von einer anderen Definition von “bester Spieler” ausgeht. Dann diskutiert man weniger die Liste als vielmehr die eigenen Maßstäbe. Und genau deshalb wäre für mich die Methodik letztlich interessanter als das eigentliche Ranking. Vermutlich spielen deshalb solche Rankings keine Rolle in Deutschland …
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Vielleicht unpopulär: aber ich hätte Kayil nicht vor Hermannsson.
Fabig hat Ihn ja teilweise zum besten Shotmaker der Liga erklärt und Fabig war auch derjenige der dass Interesse anderer Ligen als wichtig eingestuft hat. Dies find ich etwas kritisch. Bei einem 27jährigen stimmt es schon, dort gibt es Interesse wegen seiner jetzigen Leistung.
Kayil kriegt das Interesse weil er noch jung ist und Potenzial hat (deswegen wurde er ja auch gepickt).
Für diese Saison fand ich Hermannsson besser und ich finde Kayil sah jung aus.
Er hatte (teilweise sehr) gute Momente konnte aber auch nicht eine Offensive effizient tragen. Finde man hat seine (für das Alter verständlichen) Limitationen gesehen als er während der Saison mehrmals die Usage für ALBA Schultern musste. -
Ich finde solche Rankings grundsätzlich spannend, aber mir fehlt hier ehrlich gesagt die Transparenz, nach welchen Kriterien überhaupt bewertet wurde. Ohne einen klaren Bewertungsmaßstab wird es schwierig, einzelne Platzierungen sinnvoll einzuordnen.
Es wird gesagt, dass – anders als bei einer MVP-Wahl – ausschließlich die Fähigkeiten der Spieler bewertet werden sollen. Aber was heißt das konkret? Geht es um das aktuelle Leistungsniveau? Um das individuelle Talent unabhängig vom System? Um den Wert für ein EuroLeague-Team? Um das Potenzial? Oder tatsächlich darum, welches Interesse ein Spieler auf dem Transfermarkt erzeugen würde? Das sind alles unterschiedliche Maßstäbe, die zu völlig verschiedenen Rankings führen.
Gerade das Beispiel Tobias Jensen zeigt für mich das Problem. Wenn das Kriterium die Fähigkeiten sind, warum steht er nach dieser Saison so hoch? Wenn dagegen das Potenzial oder der Marktwert entscheidend sind, sollte das auch klar kommuniziert werden. Sonst diskutiert jeder über eine andere Definition von “bester Spieler”.
Generell frage ich mich auch, ob eine lineare Top-20-Liste dem Basketball überhaupt gerecht wird. Wie vergleicht man einen defensiv überragenden Flügel mit einem primären Ballhandler oder einem dominanten Big? Welche Rolle spielen Teamkontext, Usage, Verantwortung oder die Qualität der Mitspieler? Ein Spieler kann in einem System hervorragend funktionieren und in einem anderen deutlich schlechter aussehen. Das macht ein absolutes Ranking zwangsläufig sehr subjektiv.
Deshalb würde mich viel mehr interessieren, welche Gewichtung hinter der Liste steckt. Wie viel zählen Offensive und Defensive jeweils? Wird Playmaking höher bewertet als Shooting? Wie wichtig sind Konstanz, Verfügbarkeit oder die Schwierigkeit der übernommenen Rolle? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man sinnvoll darüber diskutieren, ob Spieler X zu hoch oder Spieler Y zu niedrig steht.
Ein weiteres Beispiel ist Chris Clemons. Er war Topscorer der Liga, hatte offensiv ähnliche Statistiken wie Alonzo Verge und hat mit mehreren Gamewinnern entscheidend zum “Erfolg” seines Teams beigetragen. Trotzdem taucht er in dieser Top 20 überhaupt nicht auf. Das muss nicht zwangsläufig falsch sein – vielleicht gibt es gute Gründe dafür. Aber genau diese Gründe würde ich dann gerne hören. Wenn reine Fähigkeiten bewertet werden, ist es zumindest erklärungsbedürftig, warum ein Spieler mit dieser individuellen Saison komplett außen vor bleibt.
Ich finde solche Listen als Diskussionsgrundlage absolut legitim – gerade weil sie Gespräche anregen. Aber ohne offengelegte Bewertungskriterien besteht die Gefahr, dass am Ende nur über einzelne Platzierungen gestritten wird, obwohl eigentlich jeder von einer anderen Definition von “bester Spieler” ausgeht. Dann diskutiert man weniger die Liste als vielmehr die eigenen Maßstäbe. Und genau deshalb wäre für mich die Methodik letztlich interessanter als das eigentliche Ranking. Vermutlich spielen deshalb solche Rankings keine Rolle in Deutschland …
Das macht ein absolutes Ranking zwangsläufig sehr subjektiv.
Solange wir keine alles erschlagende Statistik haben, die den Wert eines einzelnen Spielers alles umfassend zusammenfasst(siehe WAR im Baseball), wird sowas natürlich auch immer subjektiv sein. Und da selbst die defensiven Advanced Stats in der NBA nicht ohne Diskussion als Maßstab herangezogen werden können, sind wir da in Europa natürlich noch sehr weit davon entfernt.
Ich habe jetzt mal in den Podcast reingehört, ob ich bei den Kriterien etwas vergessen habe und habe nochmal alle aufgeführt, die sie erwähnen:
- es geht nicht um die beste individuelle Saison
- es geht um die individuelle Qualität: Wer sind die 20 besten Basketballer?
- es wird verglichen mit einer Punktewertung in einem Videospiel
- die aktuelle Saison fliest mit hinein, aber auch die verganenen Jahre und die nächsten Wechsel ebenso.(Beispiel: Wenn ein MVP Kandidat aus der BBL im Anschluss nach Rumänien geht, kann er ja nicht so gut sein)
- der Two-Way Impact wird ebenso hervorgehoben, es geht um die komplettesten Basketballer
Also ja, bei ihrer Wahl ist viel Subjektivität dabei und ich finde auch durch die Liste wenig Konstanz(wenn Two-Way Impact so wichtig ist müsste an Verges Stelle Murphy stehen). Das liegt aber sicher auch daran, dass die drei das im Kollektiv aus Einzellisten zusammengestellt haben und jeder der drei die einzelnen Faktoren sicher anders wertet.
Ich glaube, mein Hauptargument bei so einer Liste wäre: Wen hätte ich lieber in meinem Team? Und würde das dann in vielen einzelnen Duellen durchgehen, bis am Ende daraus eine klare Reihenfolge entsteht. Auch subjektiv, aber immerhin konstant in der Herangehensweise.
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Das macht ein absolutes Ranking zwangsläufig sehr subjektiv.
Solange wir keine alles erschlagende Statistik haben, die den Wert eines einzelnen Spielers alles umfassend zusammenfasst(siehe WAR im Baseball), wird sowas natürlich auch immer subjektiv sein. Und da selbst die defensiven Advanced Stats in der NBA nicht ohne Diskussion als Maßstab herangezogen werden können, sind wir da in Europa natürlich noch sehr weit davon entfernt.
Ich habe jetzt mal in den Podcast reingehört, ob ich bei den Kriterien etwas vergessen habe und habe nochmal alle aufgeführt, die sie erwähnen:
- es geht nicht um die beste individuelle Saison
- es geht um die individuelle Qualität: Wer sind die 20 besten Basketballer?
- es wird verglichen mit einer Punktewertung in einem Videospiel
- die aktuelle Saison fliest mit hinein, aber auch die verganenen Jahre und die nächsten Wechsel ebenso.(Beispiel: Wenn ein MVP Kandidat aus der BBL im Anschluss nach Rumänien geht, kann er ja nicht so gut sein)
- der Two-Way Impact wird ebenso hervorgehoben, es geht um die komplettesten Basketballer
Also ja, bei ihrer Wahl ist viel Subjektivität dabei und ich finde auch durch die Liste wenig Konstanz(wenn Two-Way Impact so wichtig ist müsste an Verges Stelle Murphy stehen). Das liegt aber sicher auch daran, dass die drei das im Kollektiv aus Einzellisten zusammengestellt haben und jeder der drei die einzelnen Faktoren sicher anders wertet.
Ich glaube, mein Hauptargument bei so einer Liste wäre: Wen hätte ich lieber in meinem Team? Und würde das dann in vielen einzelnen Duellen durchgehen, bis am Ende daraus eine klare Reihenfolge entsteht. Auch subjektiv, aber immerhin konstant in der Herangehensweise.
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@LeninElvis Man kann bei der Liste ja über vieles diskutieren so wie bei fast allen Rankings dieser Art, aber wenn eine Sache klar ist, ist es Platz 1.
Wenn da jemand anderer Meinung ist, würde mich dessen Argumentation interessieren. Und Obst ist über die Jahre ein mindestens solider EL-Verteidiger geworden, auf BBL-Level sogar noch mehr.
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Rein von den klassischen Statistiken wäre Obst (für mich) tatsächlich nicht die klare Nummer 1. Es gibt einige Spieler, die bei Punkten, Assists oder der gesamten Boxscore-Produktion deutlich auffälliger waren. Obst ist z. B. auf Platz 29 in Sachen Effektivität.
Genau deshalb finde ich aber die Unterscheidung wichtig: Wenn es um die besten Basketballer und nicht um die besten Statistiken geht, dann kann Obst trotzdem auf Platz 1 stehen. Sein Shooting auf EuroLeague-Niveau ist außergewöhnlich, er ist ohne Ball permanent eine Gefahr, bindet Defensiven wie kaum ein anderer Spieler in der Liga und ist inzwischen auch defensiv absolut solide bis gut. Viel von seinem Einfluss taucht in klassischen Statistiken gar nicht auf.
Würde man dagegen ausschließlich nach der individuellen Saison oder nach Boxscore-Zahlen ranken, sähe die Liste wahrscheinlich deutlich anders aus. Deshalb finde ich die Frage nach den Bewertungskriterien so wichtig.
Ein Spieler wie Obst profitiert sicherlich auch davon, dass man ihn seit Jahren auf höchstem Niveau in der BBL sieht, dazu kommen seine Leistungen in der EuroLeague und mit der Nationalmannschaft. Das schafft Vertrauen in die Einschätzung seiner Qualität. Der deutsche Pass und die Identifikation mit der Liga spielen dabei vielleicht unterbewusst ebenfalls eine Rolle – nicht im Sinne von Bevorzugung, sondern weil solche Spieler einfach präsenter sind.
Das muss nicht zwangsläufig falsch sein, zeigt aber auch, dass bei solchen Rankings neben den eigentlichen Fähigkeiten immer ein gewisser Wahrnehmungs- und Bekanntheitsfaktor mitschwingt. Davon mal ab ist Obst 29 Jahre alt. Würde ein 24-Jähriger so spielen, würde ich ihn klar vor Obst ranken. Wie gesagt: Alles eine Frage der Ansichten und Bewertungskriterien.
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Selbst wenn man über Two-Way spricht. Verteidigung ist nicht so wichtig wie Offensive. Insbesondere auf den einzelnen Spieler bezogen.
Gute Offensive schlägt gute Verteidigung.
Wenn man den richtigen Spielstiel hat kann man (fast) ein Spiel offensiv allein tragen.
Verteidigung ist viel mehr Teamsport.
Den größten Einfluss hat ein sehr starker Center der die Spieler vom Korb weghält, aber selbst dort kann man am Beispiel Rudy Gobert sehen dass es Grenzen gibt.@hybi92 Ich denke es kommt durcheinander weil jeder der drei seine eigenen Kritierien genutzt hat und diese natürlich auch anders gewichtet hat.
Finde ich bei einer solchen Liste auch nicht schlimm. -
Rein von den klassischen Statistiken wäre Obst (für mich) tatsächlich nicht die klare Nummer 1. Es gibt einige Spieler, die bei Punkten, Assists oder der gesamten Boxscore-Produktion deutlich auffälliger waren. Obst ist z. B. auf Platz 29 in Sachen Effektivität.
Genau deshalb finde ich aber die Unterscheidung wichtig: Wenn es um die besten Basketballer und nicht um die besten Statistiken geht, dann kann Obst trotzdem auf Platz 1 stehen. Sein Shooting auf EuroLeague-Niveau ist außergewöhnlich, er ist ohne Ball permanent eine Gefahr, bindet Defensiven wie kaum ein anderer Spieler in der Liga und ist inzwischen auch defensiv absolut solide bis gut. Viel von seinem Einfluss taucht in klassischen Statistiken gar nicht auf.
Würde man dagegen ausschließlich nach der individuellen Saison oder nach Boxscore-Zahlen ranken, sähe die Liste wahrscheinlich deutlich anders aus. Deshalb finde ich die Frage nach den Bewertungskriterien so wichtig.
Ein Spieler wie Obst profitiert sicherlich auch davon, dass man ihn seit Jahren auf höchstem Niveau in der BBL sieht, dazu kommen seine Leistungen in der EuroLeague und mit der Nationalmannschaft. Das schafft Vertrauen in die Einschätzung seiner Qualität. Der deutsche Pass und die Identifikation mit der Liga spielen dabei vielleicht unterbewusst ebenfalls eine Rolle – nicht im Sinne von Bevorzugung, sondern weil solche Spieler einfach präsenter sind.
Das muss nicht zwangsläufig falsch sein, zeigt aber auch, dass bei solchen Rankings neben den eigentlichen Fähigkeiten immer ein gewisser Wahrnehmungs- und Bekanntheitsfaktor mitschwingt. Davon mal ab ist Obst 29 Jahre alt. Würde ein 24-Jähriger so spielen, würde ich ihn klar vor Obst ranken. Wie gesagt: Alles eine Frage der Ansichten und Bewertungskriterien.
Ein Spieler wie Obst profitiert sicherlich auch davon, dass man ihn seit Jahren auf höchstem Niveau in der BBL sieht, dazu kommen seine Leistungen in der EuroLeague und mit der Nationalmannschaft. Das schafft Vertrauen in die Einschätzung seiner Qualität. Der deutsche Pass und die Identifikation mit der Liga spielen dabei vielleicht unterbewusst ebenfalls eine Rolle – nicht im Sinne von Bevorzugung, sondern weil solche Spieler einfach präsenter sind.
Vor allem aber zeigt das: Obst kann das abrufen, selbst wenn er 90 Spiele pro Saison macht - das macht ihn “besser” als einen Spieler, der nur einmal pro Woche spielt. Und dass er bei Bayern spielt macht auch nochmal einen Unterschied zu einem Spieler, der bei Clubs spielt, die eher weiter unten in der Tabelle zu finden sind. Viele Kriterien erklären sich also schnell von selbst.
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Ob Andi Obst der mit Abstand beste Spieler der BBL ist ähnelt der Frage, wer der Beste Basketball aller Zeiten ist: Jordan oder LeBron. (Für mich übrigens Kobe). Die Einen haben gute Argumente dafür, die Anderen gute Argumente dagegen. Letztlich ist es eine persönliche Geschmacksfrage worauf man achtet.
Ich finde Andi Obst ist ein sehr guter Spieler, sein Hype in den diversen Medien finde ich aber etwas übertrieben. Aber die Liga will ihn eben als DAS Gesicht der Liga etablieren und forciert den Hype darum eben etwas, was dem Basketballsport in Deutschland letztlich auch zu Gute kommen wird.
Andi Obst auf Platz 1 ist also nicht falsch, aber eben auch nicht definitiv richtig.
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So siehts aus! Da gehe ich grundsätzlich mit. Genau das ist für mich auch der Punkt bei solchen Rankings: Es gibt selten eine eindeutig richtige Reihenfolge, sondern es hängt stark davon ab, welche Aspekte man höher gewichtet.
Bei Obst gibt es natürlich sehr starke Argumente für Platz 1: seine Konstanz über mehrere Jahre, die Leistungen auf EuroLeague-Niveau, seine Rolle in der Nationalmannschaft und die Tatsache, dass er auch bei hoher Belastung seine Qualität abrufen kann. Gerade diese Kombination aus Shooting, Erfahrung, Rolle und Verlässlichkeit ist schon gut/sehr gut.
Gleichzeitig finde ich es auch nachvollziehbar, wenn jemand sagt, dass Obst nicht automatisch der individuell dominanteste Spieler der BBL ist. Es gibt Spieler, die statistisch mehr Verantwortung tragen, mehr kreieren oder ihre Teams offensiv stärker alleine tragen müssen.
Und natürlich erzählen Effektivitätswerte nicht die ganze Geschichte. Sie berücksichtigen nicht automatisch Rollen, gegnerische Aufmerksamkeit, Systeme, Spielertypen oder den Wert von Fähigkeiten, die nicht direkt in der Statistik auftauchen. Gerade bei einem Spieler wie Obst kann man argumentieren, dass sein Shooting und seine Off-Ball-Gefahr einen enormen Einfluss haben, der nicht immer in klassischen oder zusammengesetzten Kennzahlen sichtbar wird.
Aber genau deshalb muss man dann auch konsequent sein. Wenn man bei Obst den Kontext, die Rolle und die Leistungen auf EuroLeague- und Nationalmannschaftsebene als Argumente heranzieht, sollte man bei anderen Spielern ebenfalls genauer hinschauen. Ein Spieler wie Spencer Reaves kann nicht einfach außen vor bleiben, nur weil er weniger Bekanntheit oder weniger mediale Aufmerksamkeit bekommt, wenn seine nationale Leistung auf einem ähnlichen oder sogar besseren Niveau (laut Effektivität) liegt und er für den MBC auch Option 1 oder 2 in der Offense war. Dennoch taucht Reaves (auch als deutscher!) gar nicht in der Liste auf.
Das heißt nicht automatisch, dass Reaves vor Obst stehen muss. Aber es zeigt, dass bei solchen Listen schnell die Gefahr besteht, dass Reputation, Titel, Nationalmannschaft und öffentliche Wahrnehmung stärker einfließen als die eigentliche BBL-Leistung (wohlgemerkt nur die BBL-Leistung). Und da ist Obst nun mal nicht Top 20, sondern Top 30 und der zweit beste nach Effektivität beim Vizemeister. Dimitrijevic und Bean haben da bessere Effektivität, wenn man jetzt nur mal den Meister und Vizemeister betrachtet.
Nochmal zu Obst und seinem MVP-Titel: Ich glaube, der MVP-Titel zeigt letztlich genau das gleiche Problem wie das Ranking: Obst ist ein außergewöhnlicher Spieler, aber seine Stärke liegt weniger darin, dass er die Liga statistisch dominiert, sondern darin, dass er eine ganz spezielle Rolle auf höchstem Niveau perfekt ausfüllt. Die spannende Frage ist nur, ob man diese Art von Wert höher bewerten sollte als die extreme individuelle Produktion anderer Spieler. Die MVPs der vergangenen Saison waren meist auch unter den Top5 der effektivsten Spieler der Liga in dem Jahr. Obst eben nicht, siehe Argumente weiter oben.
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@bratvogel @therealbommel Dann mal Butter bei die Fische: Welche( r) Spieler der BBL-Saison 2025/26 ist/sind eurer Meinung nach individuell mindestens genauso gut wie Andi Obst?
Eurer Argumentation bisher kann zumindest ich nur bedingt folgen, da es im Dyn-Ranking explizit nicht um die gezeigten Leistungen in der vergangenen Saison geht. Und selbst wenn, hat Obst das MVP-Voting mit fast 30% Vorsprung gewonnen.
Ich weiß nicht, ob ihr in der letzten Saison EL-Spiele mit Bayern-Beteiligung geschaut habt - wie Obst da regelmäßig die gegnerischen Defensiven auseinander genommen hat, war außergewöhnlich, obwohl sich diese komplett auf ihn konzentriert haben. In meinen Augen gibt es keinen anderen BBL-Spieler der vergangenen Saison, der auch nur ansatzweise dazu in der Lage wäre.
Daher liegt Obst für mich auch deutlich vor dem Rest der Liga und für mich stellt sich die Frage nach dem aktuell individuell besten Spieler der BBL erst gar nicht, weil das nur Obst sein kann. Rupert Fabig ist im Podcast zu einem ähnlichen Schluss gekommen: Er hat die Top 20 Kandidaten in drei Tiers eingeteilt - das oberste Regal bestand bei ihm aus genau einem Spieler, der natürlich Andi Obst war.
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Ich würde in meiner Bewertung beispielsweise keine EuroLeague-Spiele einbeziehen. Im Podcast lautet die Überschrift – ich zitiere: “Top 20 Spieler der BBL”. Deshalb ist für mich zunächst einmal entscheidend, was ein Spieler in der BBL geleistet hat. Ob Obst in der EuroLeague 20 oder 40 Punkte pro Spiel erzielt, wäre für dieses Ranking aus meiner Sicht erst einmal egal, da wir von der BBL Leistung reden.
Wenn ich dann zusätzlich Faktoren wie Alter, individuelle Effektivität, die Rolle im Team, die Qualität der Mitspieler oder die übernommene Verantwortung berücksichtige, würde ich vermutlich zu einer anderen Liste kommen. Das muss nicht heißen, dass meine Liste richtiger wäre – aber sie würde auf einer anderen Gewichtung der Kriterien basieren. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass diese Kriterien möglichst klar definiert werden.
Ich will hier auch gar nicht den Anspruch erheben, selbst eine vollständige Top-20-Liste aufzustellen. Dafür müsste ich mir erst einmal geeignete Kriterien überlegen, diese sinnvoll gewichten und die Spieler entsprechend vergleichen. Das würde schon einen ziemlichen Zeitaufwand bedeuten und driftet fast in Richtung Wissenschaft ab.

Genau deshalb interessiert mich bei solchen Rankings die Methodik fast mehr als das eigentliche Ergebnis. Wenn die Kriterien klar sind, lassen sich die Platzierungen auch deutlich besser nachvollziehen und diskutieren.
Bei mir wären aber bestimmt Spieler wie Murphy, Thomas, eventuell auch Shittu oder Nguessan, Schwartz, Williams in der Liste. Sicherlich auch Obst, aber vermutlich nicht auf Platz 1.
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Ich würde in meiner Bewertung beispielsweise keine EuroLeague-Spiele einbeziehen. Im Podcast lautet die Überschrift – ich zitiere: “Top 20 Spieler der BBL”. Deshalb ist für mich zunächst einmal entscheidend, was ein Spieler in der BBL geleistet hat. Ob Obst in der EuroLeague 20 oder 40 Punkte pro Spiel erzielt, wäre für dieses Ranking aus meiner Sicht erst einmal egal, da wir von der BBL Leistung reden.
Wenn ich dann zusätzlich Faktoren wie Alter, individuelle Effektivität, die Rolle im Team, die Qualität der Mitspieler oder die übernommene Verantwortung berücksichtige, würde ich vermutlich zu einer anderen Liste kommen. Das muss nicht heißen, dass meine Liste richtiger wäre – aber sie würde auf einer anderen Gewichtung der Kriterien basieren. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass diese Kriterien möglichst klar definiert werden.
Ich will hier auch gar nicht den Anspruch erheben, selbst eine vollständige Top-20-Liste aufzustellen. Dafür müsste ich mir erst einmal geeignete Kriterien überlegen, diese sinnvoll gewichten und die Spieler entsprechend vergleichen. Das würde schon einen ziemlichen Zeitaufwand bedeuten und driftet fast in Richtung Wissenschaft ab.

Genau deshalb interessiert mich bei solchen Rankings die Methodik fast mehr als das eigentliche Ergebnis. Wenn die Kriterien klar sind, lassen sich die Platzierungen auch deutlich besser nachvollziehen und diskutieren.
Bei mir wären aber bestimmt Spieler wie Murphy, Thomas, eventuell auch Shittu oder Nguessan, Schwartz, Williams in der Liste. Sicherlich auch Obst, aber vermutlich nicht auf Platz 1.
@BratVogel Das heißt, wenn Nikola Jokic morgen in die BBL wechselt, wäre er für dich nicht der beste Spieler der Liga, weil für dich nur in der BBL gezeigte Leistungen zählen?
Nichts gegen Shittu, Nguessan & Co, aber da liegen schon Welten beim individuellen Können zwischen den genannten Spielern und Obst.
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Ich würde in meiner Bewertung beispielsweise keine EuroLeague-Spiele einbeziehen. Im Podcast lautet die Überschrift – ich zitiere: “Top 20 Spieler der BBL”. Deshalb ist für mich zunächst einmal entscheidend, was ein Spieler in der BBL geleistet hat. Ob Obst in der EuroLeague 20 oder 40 Punkte pro Spiel erzielt, wäre für dieses Ranking aus meiner Sicht erst einmal egal, da wir von der BBL Leistung reden.
Wenn ich dann zusätzlich Faktoren wie Alter, individuelle Effektivität, die Rolle im Team, die Qualität der Mitspieler oder die übernommene Verantwortung berücksichtige, würde ich vermutlich zu einer anderen Liste kommen. Das muss nicht heißen, dass meine Liste richtiger wäre – aber sie würde auf einer anderen Gewichtung der Kriterien basieren. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass diese Kriterien möglichst klar definiert werden.
Ich will hier auch gar nicht den Anspruch erheben, selbst eine vollständige Top-20-Liste aufzustellen. Dafür müsste ich mir erst einmal geeignete Kriterien überlegen, diese sinnvoll gewichten und die Spieler entsprechend vergleichen. Das würde schon einen ziemlichen Zeitaufwand bedeuten und driftet fast in Richtung Wissenschaft ab.

Genau deshalb interessiert mich bei solchen Rankings die Methodik fast mehr als das eigentliche Ergebnis. Wenn die Kriterien klar sind, lassen sich die Platzierungen auch deutlich besser nachvollziehen und diskutieren.
Bei mir wären aber bestimmt Spieler wie Murphy, Thomas, eventuell auch Shittu oder Nguessan, Schwartz, Williams in der Liste. Sicherlich auch Obst, aber vermutlich nicht auf Platz 1.
Ob Obst in der EuroLeague 20 oder 40 Punkte pro Spiel erzielt, wäre für dieses Ranking aus meiner Sicht erst einmal egal, da wir von der BBL Leistung reden.
Ist das wirklich egal? Wenn jemand 40 zusätzliche Spiele absolviert und 15 Punkte im Schnitt erzielt ist das doch höher zu werten als jemand, der 15 Punkte erzielt ohne diese Zusatzbelastung, oder siehst du das anders?
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Wenn man so subjektive Kriterien ansetzt, anstatt die Leistung irgendwie nachvollziehbar zu bewerten, dann kann man auch einfach den Kader der Bayern auf 1-10 setzen. Das sind die Besten in DE. Wenn es aber um die BBL Saison geht, dann finde ich die Liste seltsam. Es ist zum Beispiel erstaunlich, dass kein einziger aus dem Top-4 BBL Team der Bonner in der Liste steht. Grayson Murphy (nur als Beispiel) war in Punkten, Rebounds, Assists und Steals besser als Malte Delow. Dennoch ist Delow in der Liste und Murphy nicht. Warum?
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Ob Obst in der EuroLeague 20 oder 40 Punkte pro Spiel erzielt, wäre für dieses Ranking aus meiner Sicht erst einmal egal, da wir von der BBL Leistung reden.
Ist das wirklich egal? Wenn jemand 40 zusätzliche Spiele absolviert und 15 Punkte im Schnitt erzielt ist das doch höher zu werten als jemand, der 15 Punkte erzielt ohne diese Zusatzbelastung, oder siehst du das anders?
@Barack_Alabama Dafür hat er bessere Mitspieler, sein Team ist tiefer und kann mehr rotieren und die Verantwortung ist breiter verteilt.
Ja, Obst ist für mich auch der beste Spieler. Seine Euroleague Leistungen sind dafür hier relevanter als bei der MVP Wahl, die für mich in der BBL immernoch falsch war.
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Wenn Jokic mit einer Effektivität von 13,6 in der Hauptrunde und 11,9 in den Playoffs spielen würde: Dann wäre Jokic für mich nicht der “beste Spieler in der BBL”. Dann gäbe es vermutliche bessere Spieler. Wenn ich rein auf die BBL schauen würde. Ohne Historie der Spieler.
Wenn es danach ginge: Tibor Pleiß kommt auf drei Meister- und vier Pokalsiegertitel in Deutschland, drei türkische Meisterschaften, einen türkischen Pokalsieg und zwei EuroLeague-Titel. Dann müsste Pleiß eigentlich direkt auf Platz 2 stehen hinter Obst oder sogar vielleicht vor Obst, je nachdem wie man die Titel gewichtet.
Das Obst seine Leistung trotz einer enormen Belastung mit 80 bis 90 Spielen pro Saison konstant bringt, ist für mich definitiv ein Qualitätsmerkmal. Wer das auf EuroLeague- und Nationalmannschaftsniveau über Jahre bestätigt, beweist eine außergewöhnliche Konstanz und Belastbarkeit. Wie ich auch schon geschrieben habe.
Ich wäre aber vorsichtig, daraus automatisch abzuleiten, dass ein Spieler deshalb “besser” ist als jemand, der nur einmal pro Woche spielt. Oft ist das eher eine Folge des Teams, für das er spielt, als eine individuelle Eigenschaft. Ein Spieler kann nur EuroLeague spielen, wenn er bei einem EuroLeague-Club unter Vertrag steht. Umgekehrt heißt es nicht automatisch, dass ein dominanter BBL-Spieler diese Belastung nicht ebenfalls bewältigen könnte – er bekommt nur gar nicht die Gelegenheit, es zu zeigen.
Ähnlich sehe ich das beim Vereinskontext. Natürlich ist es beeindruckend, sich bei Bayern durchzusetzen. Gleichzeitig profitieren Bayern-Spieler auch von einer besseren Infrastruktur, stärkeren Mitspielern und größerer öffentlicher Aufmerksamkeit. Ein Spieler, der bei einem Mittelfeldteam jede Woche die erste Option ist, muss wiederum ganz andere Aufgaben übernehmen. Das sind unterschiedliche Rollen, die sich wahrscheinlich nicht eins zu eins vergleichen lassen.
Mir ist dabei auch wichtig zu betonen, dass das überhaupt keine Kritik an Obst als Spieler sein soll. Für mich ist er ein außergewöhnlicher Basketballer, der sich über Jahre auf EuroLeague-Niveau etabliert hat und sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft konstant auf höchstem Niveau liefert. Das schaffen nur sehr, sehr wenige Spieler.
Nochmal: Meine Kritik richtet sich daher nicht gegen Obst oder seine Qualität, sondern ausschließlich gegen die Frage, nach welchen Kriterien ein Ranking wie dieses erstellt wird. Denn je nachdem, welche Aspekte man stärker gewichtet, kann Obst völlig verdient auf Platz 1 stehen – oder man kommt zu einer anderen Reihenfolge. Genau diese Gewichtung würde ich einfach gerne besser nachvollziehen können. Insbesondere wenn verschiedene Leute im Podcast ihre Meinungen zusammenlegen
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Wenn Jokic mit einer Effektivität von 13,6 in der Hauptrunde und 11,9 in den Playoffs spielen würde: Dann wäre Jokic für mich nicht der “beste Spieler in der BBL”. Dann gäbe es vermutliche bessere Spieler. Wenn ich rein auf die BBL schauen würde. Ohne Historie der Spieler.
Wenn es danach ginge: Tibor Pleiß kommt auf drei Meister- und vier Pokalsiegertitel in Deutschland, drei türkische Meisterschaften, einen türkischen Pokalsieg und zwei EuroLeague-Titel. Dann müsste Pleiß eigentlich direkt auf Platz 2 stehen hinter Obst oder sogar vielleicht vor Obst, je nachdem wie man die Titel gewichtet.
Das Obst seine Leistung trotz einer enormen Belastung mit 80 bis 90 Spielen pro Saison konstant bringt, ist für mich definitiv ein Qualitätsmerkmal. Wer das auf EuroLeague- und Nationalmannschaftsniveau über Jahre bestätigt, beweist eine außergewöhnliche Konstanz und Belastbarkeit. Wie ich auch schon geschrieben habe.
Ich wäre aber vorsichtig, daraus automatisch abzuleiten, dass ein Spieler deshalb “besser” ist als jemand, der nur einmal pro Woche spielt. Oft ist das eher eine Folge des Teams, für das er spielt, als eine individuelle Eigenschaft. Ein Spieler kann nur EuroLeague spielen, wenn er bei einem EuroLeague-Club unter Vertrag steht. Umgekehrt heißt es nicht automatisch, dass ein dominanter BBL-Spieler diese Belastung nicht ebenfalls bewältigen könnte – er bekommt nur gar nicht die Gelegenheit, es zu zeigen.
Ähnlich sehe ich das beim Vereinskontext. Natürlich ist es beeindruckend, sich bei Bayern durchzusetzen. Gleichzeitig profitieren Bayern-Spieler auch von einer besseren Infrastruktur, stärkeren Mitspielern und größerer öffentlicher Aufmerksamkeit. Ein Spieler, der bei einem Mittelfeldteam jede Woche die erste Option ist, muss wiederum ganz andere Aufgaben übernehmen. Das sind unterschiedliche Rollen, die sich wahrscheinlich nicht eins zu eins vergleichen lassen.
Mir ist dabei auch wichtig zu betonen, dass das überhaupt keine Kritik an Obst als Spieler sein soll. Für mich ist er ein außergewöhnlicher Basketballer, der sich über Jahre auf EuroLeague-Niveau etabliert hat und sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft konstant auf höchstem Niveau liefert. Das schaffen nur sehr, sehr wenige Spieler.
Nochmal: Meine Kritik richtet sich daher nicht gegen Obst oder seine Qualität, sondern ausschließlich gegen die Frage, nach welchen Kriterien ein Ranking wie dieses erstellt wird. Denn je nachdem, welche Aspekte man stärker gewichtet, kann Obst völlig verdient auf Platz 1 stehen – oder man kommt zu einer anderen Reihenfolge. Genau diese Gewichtung würde ich einfach gerne besser nachvollziehen können. Insbesondere wenn verschiedene Leute im Podcast ihre Meinungen zusammenlegen
@BratVogel Wir reden ein bisschen aneinander vorbei und haben grundlegend andere Vorstellungen von den relevanten Kriterien für ein Top-20 Ranking. Let’s agree to disagree, wir werden hier nicht mehr zusammenkommen.
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@fitzroyal Das glaube ich auch und ist völlig in Ordnung. Let’s agree to disagree ist hier der gute Weg. Dennoch eine gute Diskussion generell mit verschiedenen Standpunkten.

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sind aber alles zum Vergleich zur letzten Saison ein Regal höher, außer Jones vllt., der scheint mir aber auch sehr geeignet.
