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Die denkwürdigsten Momente im Fandasein
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Nachdem die BBL nach der sensationellen Meisterschaft der Albatrosse und auch die übrigen Basketball Ligen abgeschlossen sind steht naturgemäß das Sommerloch an. In Chemnitz ist dieses aufgrund des bereits feststehenden Kaders für die kommende Saison besonders lang. Das möchte ich gerne zum Anlass nehmen, mehr über den Basketball in anderen Standorten zu erfahren und euch die Chance geben, nochmal die schönsten oder such bittersten Momente in eurem Fandasein Revue passieren zu lassen. In dieser Offseason würde mich daher interessieren, was waren Eure 3 einprägsamsten Momente in eurem Fandasein. Die emotionale Beschreibung der Momente ist ausdrücklich erwünscht und es muss nicht nur bei der bloßen Nennung der Fakten sein. Man lernt sicherlich auch etwas über die anderen Fans, da natürlich jemand der 30 dabei ist, andere Highlights hat, als jemand der erst 5 Jahre seinen Verein verfolgt.
Ich verfolge die NINERS bspw. seit 20 Jahren und davon seit 18 Jahren recht intensiv. Folglich gab es in dieser Zeit viele denkwürdige Momente.
Anfangen würde ich zunächst mit dem skurilsten Moment:
Vorab möchte ich erwähnen, dass dieser Moment hat erst im Nachgang seine komplette Wirkung entfaltet hat und währenddessen gar nicht so besonders war. Es war der 13. März 2015. Meine damalige Freundin (inzwischen Ehefrau) und ich sind zu dieser Zeit zu fast jedem Auswärtsspiel mit unserer großen Trommel gefahren. Selbstredend auch an jenem Tag gegen Paderborn. Sowohl Paderborn, als auch Chemnitz spielten im Saisonentspurt um den Abstieg und das Spiel hatte demnach eine sehr hohe Brisanz. Das Spiel, dass um 19:30 Uhr beginnen sollte, konnte jedoch erst mit deutlicher Verzögerung angepfiffen werden. Der Grund: Ein Zwangsupdate. Paderborn hatte es nicht geschafft, rechtzeitig Ersatz zu beschaffen und das Spiel konnte nicht in angemessener Zeit begonnen werden. Paderborn hatte das Spiel damals mit 69:62 gewonnen. Chemnitz legte daraufhin im Abstiegskampf folgerichtig Protest ein, da ansonsten der Abstieg drohte (hier kann man natürlich anderer Meinung sein, aber als Verantwortlicher einer GmbH und damit auch ggü. seinen Mitarbeitern hinsichtlich Jobsicherheit musste man den Protest aus Chemnitzer Sicht einlegen). Am grünen Tisch wurden Chemnitz dann kurz vor Saisonende die 2 Punkte gutgeschrieben und Paderborn rutschte auf einen Abstiegsplatz. Die Presseartikel zur damaligen Zeit lauteten sinngemäß: Abstieg durch Windowsupdate. Äußerst skuril und man war live dabei. Am Ende ging es aber auch für Paderborn gut aus. Chemnitz gewann ihr letztes Spiel und stand damit auch ohne die 2 Punkte als Nichtabsteiger fest. Die Cuxhaven Baskets mussten 2015 die Insolvenz anmelden. Wenn ich mich Recht entsinne hatte es sich die Liga damals einfach gemacht und Paderborn am Ende doch den Sieg gegen Chemnitz zugesprochen. Dadurch rutschte Cuxhaven in die Abstiegsränge und die Saison ist für beide Mannschaften klimpflich ausgegangen.
Bevor wir zu dem wohl schönsten Moment meines Fandaseins kommen, folgt erstmal die Schattenseite des Fandaseins. Jeder von euch kennt Sie, die Momente, bei denen es der schnöde Sport schafft, einen in tiefste Trauer zu versetzen. Einen solchen Moment mussten die Chemnitzer am 3. Mai 2017 erleben.
Nachdem sich Chemnitz nach einer kräfteraubenden Serie im Viertelfinale gegen die Gladiotoren aus Trier durchgesetzt hatte, wartete der damalige Tabellensiebte Oettinger Rockets Gotha auf unsere NINERS. Die NINERS als Tabellendritter hatten Heimrecht in der Serie und man hatte damals nach dem Entscheidungsspiel in Würzburg Anfang der 10er Jahre das 2. Mal die Chance in die BBL aufzusteigen. Die Serie begann äußerst erfreulich. Chemnitz konnte die ersten beiden Spiele recht souverän für sich entscheiden und man hätte bereits in Spiel 3 den Aufstieg perfekt machen können. Die Chemnitzer sind aufgrund der großen Anfrage von der Richard-Hattmann-Halle extra in die Messe gezogen. Jedoch kam es anders. Gotha holte sich überraschend äußerst knapp Spiel 3 und 4. Somit kam es zum Decider am 3. Mai 2017. Los ging das ganze Unheil bereits auf dem Rückweg von Gotha, als plötzlich große Aufregung im Bus aufkam. Das entscheidende Spiel 5 findet nicht in der Messe sondern wieder im eigenen Wohnzimmer der Richard-Hartmann-Halle statt und der Kartenverkauf hatte schon begonnen. Die Richard-Hartmann-Halle hat jedoch nur die halbe Kapazität und sämtliche Kanäle waren überlastet. Audgrund dessen, dass man ja dennoch die Mannschaft gefeiert hat und das nicht wusste, standen plötzlich viele der treuesten Fans ohne Ticket für das Entscheidungsspiel da. Entsprechend aufgeheizt war dann auch die Stimmung im Bus. Ich war von einem Ende zum anderen hin und her getigert, um zu erfahren, ob jemand Glück und die Möglichkeit hatte an Tickets zu gelangen. Damals gab es noch keine AI-Tickets oder Vorkaufsrechte für DK-Inhaber. Eigentlich sollte der Verkauf auch noch nicht starten, aber das Kind war durch eine Verkettung unglücklicher Umstände (passt zu der Serie) bereits in den Brunnen gefallen. Entsprechend hektisch wurde es auch in der Geschäftsstelle. Zumindest musste man irgendwie seine treuen Fans und auch die 300 Gotha-Fans unterbringen. Am Ends wurden zusätzliche Hinterkorbbereiche geschaffen. Ich denke an diesem Tag hätte die Kapazität der erwürdigen RHH auch für die damaligen BBL-Anforderungen gereicht
. So fand sich der Stimmungskern plötzlich Hinterkorb wieder statt an der angestammten Ecke auf Höhe des Korbes. Aber egal, Hauptsache dabei, bei dem etwaigen geschichtsträchtigsten Moment der Vereinsgeschichte.Die Stimmung im Spiel war natürlich äußerst intensiv. Wer von euch mal ein heißes Spiel in der RHH erleben durfte, kann sich sicherlich vorstellen, was dort los war. Die erste Halbzeit lief sehr erfreulich und man ging mit einer komfortablen Führung in den 3. Spielabschnitt. Gotha kämpfte sich Stück für Stück heran und es kam die große Show des Darrel Mitchell und von Herr Oehle (der Sportsfreund ist in Chemnitz aufgrund seines unsportlichen Verhaltens ggü. Jow Lawson äußerst beliebt). Mitchell verwandelte 4 Dreier im vierten Viertel. Ich kann mich noch erinnern, wie die Tribüne in der entscheidenden Phase gebebt hat, so sensationell laut war es in der Hartmann-Hölle. Es half am Ende alles nicht Gotha setzte sich am Ende in einer spektakulären Serie in Spiel 5 mit 70:67 in der Hartmann-Halle durch. Wer bei dieser Atmosphäre auswärts gewinnt, hat sich den Aufstieg auch verdient gehabt. Für mich war das aber der mit Abstand bitterste Moment als Fan der NINERS. Da war einfach nur Leere. Fassungslos saß man in der Halle und sah die Gothaer Fans jubeln. So saß man auch noch da, als sich langsam der Trubel legte und man begann sich gegenseitig zu trösten. Auch solche Momente schweißen die Fans zusammen und man rappelt sich gegenseitig wieder auf. Das kann nur der Sport. Am Ende war es vllt. auch gut so. Der Aufstieg wäre wohl für die Organisation noch zu früh gekommen und wir hätten den mit Abstand emotionalsten Moment nicht erleben können.
Zum Glück schreibt der Sport nicht nur traurige Geschichten. Denn auf der anderen Seite gibt es oftmals den strahlenden Gewinner.
Es war der 24. April 2024. Nach einer langen und beschwerlichen Saison im Fiba Europe-Cup kam es nach einem 85:74 Hinspiel in Chemnitz zum entscheidenden Rückspiel in Istanbul. Die Messe Chemnitz richtete eigens hierfür ein Public Viewing aus, was viel zu gut besucht wurde. Grund hierfür war, dass den Chemnitzern einfach zu wenige Tickets zugesprochen wurden. So konnten lediglich gut 200 Fans nach Istanbul reisen. Als langjähriger Fan und Vereinsmitglied hatten wir zum Glück das Privileg zu den Auserwählten zu gehören. Offiziell war das Spiel ausverkauft. Am Ende waren m. E. Jedoch höchstens 10.000 der 13.500 verfügbaren Plätze besetzt. Eine Schande, dass man dort nicht kooperativer war und vielen Fans das emotionale Erlebnis verweigert hatte.
Das Rückspiel begann äußerst schlecht für die NINERS. Man lag zur Halbzeit bereits deutlich zurück und auch die Schiedsrichter machten es den NINERS nicht unbedingt einfach, sodass man schnell in Foulprobleme geraten ist. Im 3. Viertel zogen die NINERS plötzlich an und man konnte nach -19 wieder auf 67/67 stellen, nur um im 4. Viertel wieder einzubrechen. Die Stimmung wurde hitziger und Istanbul arbeitete sich wieder heran, sodass es nach regulärer Spielzeit nach 80 Minuten Unentschieden stand. So ging es in die Verlängerung. In der Verlängerung wurden die Chemnitzer Sorgen immer größer, da sämtliche Bigman ausgefoult waren. So hatte dann u. A. Aher Uguak (auf der 5) und Lockhart (auf der 4) die Bigman verteidigt. Smaller geht Smallball nicht. So lag man 3 Minuten vor Schluss mit -5 und 4 ausgefoulten Spielern hinten. So richtig an einen Erfolg glauben konnte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr. Als dann Keane (Spieler des Spiels) den Dreier netzte und Lockhart die NINERS mit einem Big Play die NINERS wieder auf +1 setzte, war der Glaube wieder da. So stand es eine Minute vor Schluss 103:93 für Istanbul. MVP Keane netzt beide FW und es waren +3 vor für die NIners. Scrubb dann wieder mit dem Zweier auf +1. Nachdem die Chemnitzer den folgenden Angriff verworfen haben hatte Istanbul den letzten Angriff. Boutsiele stand frei unterm Korb, aber Istanbul versucht stattdessen den Dreier, verwirft und Chemnitz ist Fiba EuroCup-Sieger. Schwer zu beschreiben, was danach passiert ist. Ich weiß nur, dass ich wie ein Verrückter geschrieen habe und am Geländer gerüttelt habe. Gut 20 Minuten durften wir dann runter aufs Parkett unsere Helden feiern, Erinnerungsbilder schießen und den heiligen Pokal berühren. Natürlich war das unser erster Titel und daher etwas ganz besonderes. Wenn man aber den Spielverlauf Revue passieren lässt, war das wohl eines der spannendsten Finals die man sich vorstellen kann. Solche Glücksgefühl hat man wirklich selten in seinem Leben und zehrt auch eine Weile davon. Natürlich habe ich beim Schreiben des Textes nochmal die Verlängerung geschaut und nach 2 Jahren nimmt mich das emotional noch sehr mit. Was der Titel für ganze Stadt und auch das Umland bedeutete, konnte man gut bei der anschließenden Feier auf dem Rathausplatz sehen, als über 10.000 Menschen sich zusammengefunden haben.
Corona hatte insbesondere uns Chemnitzern natürlich diesen einen Moment genommen, der für viele Fans eins der größten Highlights in ihrem Fandasein ist. Der langersehnte Aufstieg in die BBL. In dem damals zuvor gesungenen Lied “Eines Tages wirds geschehn, und dann fahren wir zu Alba um die NINERS spielen zu sehen” wurde die Sehnsucht einer ganzen Region spürbar. Ansonsten wäre dieser Moment sicherlich ebenfalls in dieser Aufstellung. Ebenso wenig wie der spektakuläre Buzzer zum Sieg gegen die übermächtigen Bayern von Johnson in unserer Premierensaison.
Es würde mich freuen, wenn sich ein paar Fans finden, die ebenfalls daran Gefallen finden, in der Vergangenheit zu schwelgen und Ihre Erinnerungen mit uns teilen. Natürlich ist es für Berliner- oder Bayernfans schwieriger, da es schlicht viel mehr solcher Momente gab. Aber auch hier gilt wahrscheinlich, dass eine Meisterschaft in Spiel 3 sicherlich weit weniger emotional ist, wie bspw. das rießen Comeback in Spiel 5 der abgelaufenen Saison. Viel Spass beim Teilen und Lesen.
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Der Feuerzeugwurf auf Schiedsrichter Boris Schmidt ereignete sich im November 2007 während eines Heimspiels der Artland Dragons gegen die EWE Baskets Oldenburg in der Basketball-Bundesliga (BBL). Schmidt war in der 3. Minute des vierten Viertels beim Stand von 69:54 für die Gastgeber getroffen worden. Daraufhin ließ der Referee den Zuschauerblock, es war der Fanblock, aus dem das Feuerzeug geworfen worden war, komplett räumen. Danach wurde das Spiel fortgesetzt. Die Artland Dragons gewannen mit 84:75.
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Der Feuerzeugwurf auf Schiedsrichter Boris Schmidt ereignete sich im November 2007 während eines Heimspiels der Artland Dragons gegen die EWE Baskets Oldenburg in der Basketball-Bundesliga (BBL). Schmidt war in der 3. Minute des vierten Viertels beim Stand von 69:54 für die Gastgeber getroffen worden. Daraufhin ließ der Referee den Zuschauerblock, es war der Fanblock, aus dem das Feuerzeug geworfen worden war, komplett räumen. Danach wurde das Spiel fortgesetzt. Die Artland Dragons gewannen mit 84:75.
Der Feuerzeugwurf auf Schiedsrichter Boris Schmidt ereignete sich im November 2007 während eines Heimspiels der Artland Dragons gegen die EWE Baskets Oldenburg in der Basketball-Bundesliga (BBL). Schmidt war in der 3. Minute des vierten Viertels beim Stand von 69:54 für die Gastgeber getroffen worden. Daraufhin ließ der Referee den Zuschauerblock, es war der Fanblock, aus dem das Feuerzeug geworfen worden war, komplett räumen. Danach wurde das Spiel fortgesetzt. Die Artland Dragons gewannen mit 84:75.
Stimmt, ich erinnere mich - war dabei. Boris Schmidt ließ den Block räumen, da der Werfer nicht ermittelt wurde…
In (ich meine) gleicher Saison später gab es einen Bierbecherwurf auf das Spielfeld in Oldenburg auch bei Boris Schmidt. Aus der Erfahrung von Quakenbrück wurde der Werfer direkt “ermittelt” und hat die Halle mehr (oder weniger) freiwillig sofort verlassen.
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Die Berlin Fahrt der Telekom Baskets Bonn war das absolute Highlight.
Dirk Nowitzki spielen sehen am Hartberg mit der Natio gegen Belgien kurz nach dem Draft sicher auch weit vorne dabei -
Mittwoch 19. April 1989. Nach einem 0:2– Rückstand in der Serie „best of five“ gewinnt Bayreuth vor 4.000 Zuschauern in der Oberfrankenhölle die Serie gegen Leverkusen und wird erstmals (und aller Wahrscheinlichkeit nach leider auch letztmals) Deutscher Meister.
Im Anschluss trinkt das Team um Headcoach Les Habegger, Kapitän Michael Koch, Bo Dukes, Calvin Oldham & Co zusammen mit den Fans die Kneipen der Stadt leer.
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Mein Fandasein war kurz, aber intensiv und daher habe ich ein paar Situationen, die natürlich nicht ganz so lang her sind:
- 2016: Alba spielt zu der Zeit einen wunderbaren Rumpelbasketball, angeführt von einem kleinen Mann namens Ahmet Çakı als Trainer, der von Berlin genauso überfordert zu sein scheint wie ich nach meinem Umzug in die Hauptstadt wenige Monate zuvor.
Die Rumpeltruppe bleibt eine Rumpeltruppe die ganze Saison, entlässt aber kurz vor Saisonende den kleinen Mann an der Seitenlinie und stolpert mit Assistenztrainer Thomas Päch an der Seitenlinie in die Playoffs.
Natürlich verliert man die damalige Serie gegen die Bayern, aber gewinnt immerhin das Heimspiel. Angeführt vom 33 Jährigen Tony Gaffney kämpft man wirklich jeden Ballbesitz um jeden einzelnen Punkt. Während die Bayern unfassbar stark defensiv sind und Alba fast jeden Ballbesitz voll ausspielt, scoren sie auf der anderen Seite quasi immer in den ersten 10 Sekunden da bei Alba einfach niemand verteidigen konnte. Der Sieg grenzte also wirklich an ein Wunder und es war geschehen: Ich war ein stolzer Fan. Die Energie in der Halle habe ich als wirklich komplett erdrückend in Erinnerung. Man merkte im Saisonverlauf, dass es auch zwischen Fans und Spielern ähnlich fremdelte wie zwischen den Spielern auf dem Court. An dem einen Abend hat Tony Gaffney das aber wirklich vergessen gemacht.-
Die nächste tolle Erinnerung war mein erstes Auswärtsspiel in den Finals 2017 gegen München, Spiel 1. Das erste Jahr unter Aito, vom Rumpelbasketball war nicht mehr viel übrig. Trotzdem ging man natürlich als Underdog in die Serie gegen die Bayern.
Bei gefühlt 40 Grad Außentemperatur sehe ich, in einer veralteten Halle ohne Lüftung unters Dach gepfercht, einen Overtime Sieg der Albatrosse. Man führt 3 Viertel souverän, irgendwie wuseln sich die Bayern aber wieder ran und gehen in Führung, bis Litauer Marius Grigonis mit seinen insgesamt 30 Punkten Alba wieder heran und in die Verlängerung bringt. Dort dominiert vor allem Luke Sikma und bringt das Spiel nach Hause. Diese ganze Erfahrung, das Feiern der Spieler am Bus, eine Unterschrift eines meiner Lieblingsbasketballer aller Zeiten(Peyton Siva, natürlich), dieses legendäre Spiel. Viel besser hätte es gar nicht sein können für die erste Auswärtsfahrt. (Keine Ahnung, wie die Serie am Ende ausgegangen ist.) -
2019: Fragt mich jemand nach den 3 besten Basketball Spielen die ich je gesehen habe muss ich nicht lange überlegen:
- Game 7 2016 zwischen Warriors und Cavs(
- Deutschland - USA bei der WM
- Alba gegen Valencia im Eurocup Finale 2019, Spiel 2
Ich träume manchmal immer noch von dem Spiel, genau wie vom EM Halbfinale gegen Spanien in Berlin, nur immerhin mit einem positiven Ausgang.
Diese Alba Mannschaft war einfach unglaublich. Der junge Franz Wagner, Peyton Siva mit dem höchsten Effektivitätswert des Eurocups, Sikma als Eurocup MVP, die Kombination aus Hermannsson und Siva im Backcourt die sich perfekt ergänzt. Eine Blaskapelle von Valencia die extra nach Berlin gereist ist, aber nicht in die Halle durfte und dafür den Vorplatz der Arena zur größten Party der Stadt machte.
Das Spiel war einfach Wahnsinn: Zu keinem Zeitpunkt der Partie führt ein Team mit mehr als 7 Punkte. Beide Teams spielen eine wunderschöne Offensive, bei der in jedem Angriff jeder Spieler mehrmals den Ball bekommt. Franz Wagner spielt mit 18 Jahren im größten Spiel der Saison eine große Rolle und trifft 2 wichtige Dreier. Peyton Siva trifft einen toughen Layup gegen Dubljevic und flext danach direkt in sein Gesicht, beide lachen danach und geben sich Respekt. Am Ende trifft Siva kurz vor Ende der regulären Spielzeit den nächsten toughen Drive zum Ausgleich, Valencia verpasst einen guten Dreier zum Sieg. Auch in der Overtime geht es weiter hin und her, aber späterer Alba Spieler Matt Thomas verpasst den Dreier zur Führung und Sikma trifft gegen sein ehemaliges Team souverän an der Linie und bringt das Spiel nach Hause.
Ich schaue das Spiel einmal im Jahr komplett und bin jedes Mal wieder so aufgeregt, wie damals in der Halle. Ich weiß noch das die Halle so laut war, dass es sich anfühlte als wenn der Schall der anderen Fans einem regelrecht ins Gesicht schlägt. So ein großes Spiel erlebt man als Fan einfach nicht so häufig.
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Ich muss leider das Towers-Aufstiegsspiel (ausgerechnet) gegen Chemnitz 2019 nennen: Das positive Chaos im Block nach dem entscheidenden Dreier mit der Schlussglocke, die eskalierende Feier in den Bussen auf der Rückfahrt nach Hamburg- mega und unübertroffen.
Denkwürdig im negativen Sinn finde ich, wie man in München als Auswärtsfan behandelt wird. Unter dem Hallendach neben einander platziert, vor einem ist nicht etwa ausverkauft, sondern es werden die Blöcke mit gratis eingeladenen Schülern gefüllt, die alle zu spät in die Halle kommen. Der Sprecher ignoriert die Gäste-Mannschaft auch fast komplett und dabei haben sie all das gar nicht nötig (denkt man sich).
Den dritten Platz möchte ich jedem Gäste-Anhang in Hamburg widmen, der ordentlich Stimmung macht. Ich freue mich aus dem Grund schon auf das Spiel gegen Hagen beispielsweise. Auch die “üblichen Verdächtigen” Alba, Oldenburg, ja auch Chemnitz (wenn sie die Brandmelde-Anlage in Ruhe lassen) werden aus dem Grund schon gute Spiele.
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Zur Einordnung: Ludwigsburg war in der Vorsaison sportlich abgestiegen und nur durch eine Wildcard in der Liga verblieben.
Mit einem starken, nachverpflichteten Coby Karl qualifizierte man sich sensationell als 8. für die PlayOffs und spielte gegen die hochfavorisierten Münchner das Viertelfinale. Spiel 1 in München endete mit einem Blow-Out für die Bayern - Spiel 2, 5 Sekunden vor Schluss (Device auf VOLLE LAUTSTÄRKE stellen!): -
@hybi92 hast du einen Link für das Valencia-Spiel von Alba, dass du einmal im Jahr anschaust? Würde das gerne auch tun.
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Zur Einordnung: Ludwigsburg war in der Vorsaison sportlich abgestiegen und nur durch eine Wildcard in der Liga verblieben.
Mit einem starken, nachverpflichteten Coby Karl qualifizierte man sich sensationell als 8. für die PlayOffs und spielte gegen die hochfavorisierten Münchner das Viertelfinale. Spiel 1 in München endete mit einem Blow-Out für die Bayern - Spiel 2, 5 Sekunden vor Schluss (Device auf VOLLE LAUTSTÄRKE stellen!): -
@olko für die bloße Erwähnung der 2009er-Serie gebührt Dir eigentlich ein downvote von jedem Bonner, und das weiß ich sogar als jemand, der zu dem Zeitpunkt noch gar nicht beim Basketball war

Zu den denkwürdigen Momenten: Malaga 2023 natürlich, selbst wenn man es “nur” am Bildschirm zu Hause verfolgt hat, treibt einem @bblchris 's “Sie greifen nicht mehr an, das WAR’S!!!” immer noch die Gänsehaut auf die Arme. Will gar nicht wissen, wie sich das vor Ort angefühlt haben muss.
Und tatsächlich die letzten 6:30 der EuroBasket 2025. Bonga 3er zur Führung. Bonga Dunk zum Ausgleich, das Momentum kippt endgültig. Theis 3er zur Führung, sein gefühlt erster Abschluss überhaupt in dem Spiel. Layup Dennis, immer noch einen Punkt vor. Sengun verwirft, Theis verwirft, Offensiv-Rebound Bonga mit anschließendem jumpshot von Dennis zur 3-Punkte-Führung bei noch 19 Sekunden und der Rest ist Geschichte. Für mich persönlich das packendere Spiel als das Finale 2023, und auf Grund der Tragweite auch einen Hauch vor dem Halbfinale 2023 gegen die USA.
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Von mir ein Highlight von jedem der drei Teams, die mein Leben begleiten:
- Pokalfinale Bamberg - Braunschweig 2011:
Es ist meine letzte verbliebene Fansehnsucht, mal mit Braunschweig einen Titel zu gewinnen. So dicht wie hier waren wir nie wieder dran. Es war mein erstes Top 4: eine überwältigende Erfahrung. Bamberg als wunderschöne Stadt, fast sommerliche Temperaturen, die unterschiedlichen Fangruppen, die unglaublich Laute Halle. Braunschweig schafft überraschend das Halbfinale zu gewinnen und dann sogar dem großen Favoriten Kontra zu geben. Wir schreien uns die Seele aus dem Leib. Kurz vor Schluss wird Marcus Goree dann aus Fansicht klar beim Korbleger gefoult. Im Gegenangriff sichert sich Bamberg den Sieg. Auf dem Rückweg werten wir bei McDonalds die Partie aus, die Schiedsrichterleistung steht natürlich im Mittelpunkt, zahlreiche nicht jugendfreie Begriffe fallen. Kurz bevor wir gehen, steht ein mittelalter, unauffälliger Mann auf, der am Tisch direkt hinter uns gesessen hat. Es ist Robert Lottermoser.
- Deutschland - USA (WM Halbfinale)
Hier hätte ich natürlich auch eines der beiden Finals nehmen können. Für mich ist es das Spiel, weil mir da klar geworden ist, dass Deutschland gerade die beste Nationalmannschaft der Welt ist. Das war für mich, der die ganze Talsohle der Post-Nowitzki Zeit mitgemacht hat, einfach unglaublich. Dazu dann natürlich noch der Mythos USA Basketball. Dann hatte das Spiel noch diese unglaubliche Hochspannung bei gleichzeitig unglaublicher Qualität und mit dem Andi Obst Dreier vielleicht das schönste Signature Play eines Spiels.
- Alba - Bayern Spiel 4 + 5 2026
Ich hätte sonst auch das Valencia Spiel genommen, das für mich der Goldstandard Stimmung in der Uber Arena ist. Spiel 4 war für mich so besonders, weil ich als Alba Fan noch nicht lange genug dabei bin, um die Schmeling Hallenzeit erlebt zu haben. Diese Lautstärke, über zwei Stunden keine Musik, nur Fans und das Spiel. Dann auch die Voraussetzungen, ich hatte vor Seitenbeginn keine Erwartungen, gerade vor Spiel 4 ging es mir nur darum, nicht Vlado Lucic mit dem Pokal in der Schmeling Halle jubeln zu sehen. Mitte dritten Viertels sah es genau danach aus, dann kam Albas unglaublicher Lauf Teil 1. Spiel 5 dann vor dem Fernseher, fast ausgeschaltet, im vierten Viertel dann die Nachbarn aus den Betten gebrüllt. Bill Simmons hat mal ein Buch veröffentlicht, “Now I can Rest in Peace”. Zumindest für mein Albafantum gilt das jetzt auch, bei allen Niederlagen, die noch kommen werden (gerade gegen die Bayern), ich habe immer diese Spiele zum Trost.
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