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Kader Frankfurt Skyliners 2026/2027
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Zu Edoka. Der ist fit. Hat heute bei dem Showspiel auf dem Roßmarkt einige krachennde Dunks platziert
Dann verstehe ich mittlerweile gar nichts mehr.
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Dann verstehe ich mittlerweile gar nichts mehr.
Hab gehört, dass er noch nicht 100 % fit ist, aber schon mit leichten individuellen Trainingseinheiten angefangen hat.
Nach 4 Monaten Verletzung kann ich mir vorstellen, dass sie ihn erstmal langsam and vorsichtig wieder ans Mannschaftstraining heranführen. -
Was ich mir wünsche … Teil II
Mein Wunschzettel ist erwartungsgemäß nicht kürzer geworden.Und wenn ich mir die Antworten auf den ersten Teil anschaue, bin ich damit offenbar nicht allein. Vieles davon ging genau in die Richtung, die mich beim nächsten Punkt beschäftigt: Nähe zur Mannschaft, Kommunikation, mehr Fankultur und vor allem wieder ein Heimspiel, das mehr ist als zwei Stunden Basketball mit Parkplatzsuche davor.
Denn nachdem es im ersten Teil vor allem darum ging, was ich mir sportlich wünsche, fehlt mir noch etwas anderes.
Ich möchte die Mannschaft wieder kennen.
Nicht nur Namen, Größe, Position und Dreierquote. Ich muss nicht wissen, was Till Pape morgens auf sein Brot schmiert oder ob Tommy Klepeisz beim Spieleabend auch dann noch freundlich lächelt, wenn er verliert. Aber ein Verein lebt doch davon, dass zwischen Tribüne und Spielfeld irgendwann mehr entsteht als ein Arbeitsverhältnis mit Eintrittskarte.
Wie schnell so etwas gehen kann, hat @leo_6 in seiner Antwort eigentlich ziemlich schön beschrieben.
Da kommt ein 1,78 Meter großer Guard von einem kleinen College nach Frankfurt, bei dem man sich durchaus fragen durfte, ob das für die BBL reichen wird. Ein Jahr später trägt jemand sein Trikot, lässt es sich unterschreiben, erzählt vom 41-Punkte-Spiel und freut sich darüber, dass Swope noch eine Saison bleibt.
Aus irgendeinem amerikanischen Basketballspieler ist ein Lieblingsspieler geworden.
Genau so entsteht doch Identifikation.
Nicht durch eine Marketingkampagne. Sondern weil aus einem neuen Spieler irgendwann jemand wird, mit dem man etwas verbindet.
Deshalb finde ich Kontinuität inzwischen fast genauso wichtig wie die nächste interessante Neuverpflichtung. Natürlich macht es Spaß, im Sommer herauszufinden, wer der neue Amerikaner ist und nach drei YouTube-Minuten festzustellen, dass wir da offenbar einen bislang völlig übersehenen EuroLeague-Spieler verpflichtet haben.
Aber noch schöner ist es, wenn Geschichten weitergehen.
Und genau da scheinen die SKYLINERS inzwischen selbst etwas erkannt zu haben. In diesem Sommer musste eben nicht wieder bei null angefangen werden. Ein großer Teil der Mannschaft ist geblieben, Gesichter und Geschichten bleiben erhalten.
Ob daraus sportlich etwas Gutes entsteht, werden wir sehen.
Für die Bindung an eine Mannschaft ist es jedenfalls schon einmal kein schlechter Anfang.Denn Geschichten brauchen Menschen.
Spieler sind Menschen. Trainer und Assistenten sind Menschen. In der Geschäftsstelle sitzen Menschen. Sponsoren sind Menschen. Auf der Tribüne ebenfalls – bei den Schiedsrichtern bin ich mir während des Spiels gelegentlich nicht ganz so sicher, aber meistens legt sich das bis Montag wieder.
Alle kommen mit anderen Erwartungen, Zielen, Bedürfnissen und Sorgen in diese Halle.
Der eine möchte den nächsten Schritt seiner Karriere machen. Der Trainer muss aus zwölf sehr unterschiedlichen Spielern eine Mannschaft formen und ganz nebenbei irgendwie dafür sorgen, dass möglichst alle Wünsche aller Beteiligten in Erfüllung gehen – während er gleichzeitig tunlichst darauf achten sollte, dass die Wünsche des Gegners unerfüllt bleiben. Mitarbeiter versuchen, einen Spieltag auf die Beine zu stellen. Ein Sponsor möchte gesehen werden. Und wir auf der Tribüne wollen für zwei Stunden vergessen, was uns die Woche über beschäftigt hat, und uns stattdessen darüber aufregen, dass ein orangefarbener Ball nicht oft genug durch einen Ring fällt.
Vielleicht wünsche ich mir deshalb vor allem wieder mehr Möglichkeiten, diese Menschen kennenzulernen.
Und dazu gehört für mich Kommunikation.
Damit meine ich ausdrücklich nicht, dass die SKYLINERS jeden Morgen den Trainingsplan veröffentlichen und uns am Freitag vorsorglich mitteilen sollen, welche Defense am Sonntag gespielt wird.
Ich möchte schließlich auch keine gläserne Kabine.
Aber ich möchte etwas mehr davon mitbekommen, was in dieser Mannschaft passiert.
Woran arbeitet ein Spieler gerade? Wie erlebt ein Neuzugang Frankfurt? Was passiert während einer längeren Verletzung? Wie geht jemand damit um, wenn er plötzlich weniger spielt? Und wer sind eigentlich die Menschen, denen wir am Wochenende zwei Stunden lang zurufen, dass sie gefälligst verteidigen sollen?
@knicksfan_24 hat in seiner Antwort an die Podcasts erinnert, mit denen man versucht hat, uns näher an die Mannschaft zu bringen – und die irgendwann wieder verschwunden sind.
Das bringt mich zu einem Punkt, der mir wichtig ist:
Nähe ist keine Schönwetterveranstaltung.
Gerade wenn es schlecht läuft, möchte ich verstehen, was passiert. Das bedeutet nicht, dass jede interne Diskussion nach außen gehört. Und manchmal kann oder darf ein Verein Dinge schlicht nicht erzählen.
Aber fünf Siege in Folge lassen sich relativ leicht kommunizieren.
Interessant wird Kommunikation meistens erst bei fünf Niederlagen.
Dann ist da noch der Ort, an dem diese Beziehung eigentlich entstehen sollte. - Die Halle.
Warum gehe ich überhaupt noch zu einem Heimspiel?
Um Basketball zu sehen, natürlich. Aber wenn das die einzige Antwort ist, hat die Ballsporthalle inzwischen einen ziemlich ernstzunehmenden Konkurrenten: mein Sofa.
Dyn liefert mir das Spiel. Der Kühlschrank liefert Getränke ohne Warteschlange. Einen Parkplatz brauche ich auch nicht. Und selbst die Toilette ist meistens frei.
Also muss ein Heimspiel mehr bieten.
Und damit meine ich gar nicht, dass bei jedem Timeout die nächste große Show aufgefahren werden muss oder wir wieder anfangen sollten, Autos an die Hallendecke zu hängen.
Wobei – an den Opel, den knicksfan erwähnt hat, kann ich mich tatsächlich auch noch erinnern.
Der schwebte damals schließlich von der Hallendecke ein.
Wir brauchen den Opel nicht zurück. Wir brauchen auch nicht die Vergangenheit zurück. Früher war nicht automatisch alles besser, nur weil wir heute nostalgisch darauf schauen.
Aber warum erinnert man sich Jahre später noch an einen Opel, der von der Decke einer Basketballhalle schwebt?
Weil etwas passiert ist!
Weil ein Heimspiel nicht einfach das nächste Heimspiel war. Weil es Überraschungen gab, Geschichten, Begegnungen und Dinge, über die man hinterher gesprochen hat.
Heute wirkt manches dagegen tatsächlich wie Standardprogramm.
Tür auf. Basketball. Tür zu.
Vieles läuft jeden Sonntag gleich – außer die 24-Sekunden-Uhr gibt mal wieder ihren Geist auf.
Und irgendwo dazwischen versucht man, in der Halbzeit noch eine Apfelschorle zu bekommen, bevor die zweite Hälfte vorbei ist.
Das klingt banal. Ist es aber nicht.
Wenn ein Verein möchte, dass ein Heimspiel ein Erlebnis ist, gehören eben auch die profanen Dinge dazu. Einlass, Gastronomie, Umlauf, Parkplatz, Sponsoren, Aktionen und Atmosphäre. Niemand wird wegen einer besonders schnell ausgeschenkten Apfelschorle zum lebenslangen SKYLINERS-Fan.
Aber erstaunlich viele kleine Dinge können einem einen Abend erstaunlich zuverlässig verleiden.
Trotzdem wäre es mir zu einfach, den Wunschzettel jetzt auf der Geschäftsstelle abzugeben und auf Erledigung zu warten.
Denn Fankultur kann ein Verein nicht bestellen.
Er kann Voraussetzungen schaffen. Er kann Nähe ermöglichen, Kommunikation anbieten, Aktionen organisieren und dafür sorgen, dass man gerne in die Halle kommt.
Eine volle Halle ist schon einmal eine ziemlich gute Voraussetzung für gute Stimmung. Aber sie füllt sich genauso wenig durch eine Pressemitteilung, wie gute Stimmung durch Cheese-Tacos oder Marcs Aufforderung entsteht, jetzt doch bitte alle einmal aufzustehen und in die Hände zu klatschen.
Und natürlich hilft dabei nichts so sehr wie sportlicher Erfolg.
Ein guter Saisonstart, ein paar besondere Spiele, vielleicht ein unerwarteter Sieg – und plötzlich entsteht dieses wunderbare Ding namens Euphorie, für das im Sommer niemand einen Businessplan schreiben konnte.
Aber ich wünsche mir eine Bindung, die auch ein paar Niederlagen überlebt.
Ein Verein möchte von seinen Fans etwas ziemlich Außergewöhnliches: Loyalität. Wir sollen wiederkommen, auch wenn verloren wurde. Wir sollen Spieler unterstützen, wenn sie schlecht spielen. Wir sollen Tickets kaufen, Trikots tragen und im Zweifel noch jahrelang über einen völlig offensichtlichen Fehlpfiff diskutieren.
Dafür möchte ich wieder das Gefühl haben, dazuzugehören.
Denn genau dieses Gefühl ist mir irgendwann ein Stück weit verloren gegangen.
Nicht mit einem großen Knall. Nicht wegen eines einzelnen Spiels, einer Entscheidung oder einer Person. Eher schleichend. Vielleicht ist das sogar das Gefährliche daran: Man hört nicht plötzlich auf, Fan zu sein. Man merkt nur irgendwann, dass manches, was einen früher gepackt hat, einen nicht mehr so stark berührt.Und umgekehrt dürfen wir Fans vielleicht ebenfalls nicht jedes schlechte Spiel behandeln wie eine mangelhafte Warenlieferung. Tun wir auch nicht.
Auch der Spieler, der gerade seinen dritten Dreier danebengesetzt hat, wollte ihn treffen. Ein Trainer steht morgens nicht auf und beschließt, heute einmal besonders schlecht zu wechseln. In der Geschäftsstelle fährt niemand zur Arbeit mit dem Ziel, uns den nächsten Heimspielabend möglichst lieblos zu gestalten. Und der Fan, der nach einer beschissenen Arbeitswoche einfach zwei schöne Stunden Basketball erleben möchte, hat ebenfalls seine eigene Geschichte.
Vielleicht besteht ein Verein genau daraus.
Aus ziemlich vielen Menschen, die aus ziemlich unterschiedlichen Gründen am selben Abend am selben Ort zusammenkommen – und für ein paar Stunden trotzdem dasselbe wollen.
Irgendwo dazwischen entsteht das, was man Identifikation nennt.
Vielleicht merkt man sie sogar an einer ganz kleinen sprachlichen Veränderung.
Solange es heißt: „Die SKYLINERS spielen heute.“, ist es Basketball.
Wenn irgendwann wieder häufiger daraus wird: „Wir spielen heute.“, dann ist es wieder mehr.
Genau davon wünsche ich mir wieder ein bisschen mehr.
Mehr Nähe. Mehr Geschichten. Mehr gemeinsames Erleben. Mehr Menschen in der Halle und gerne auch mehr Frankfurter, die ihre Stimme ruinieren.
Und einen Verein, der uns die Möglichkeit gibt, wieder stärker Teil davon zu sein.
Damit wären wir eigentlich schon ziemlich weit.
Blöderweise liegt neben meinem Wunschzettel noch ein weiterer Zettel.
Darauf stehen eine neue Halle, Nachwuchs, Wahrnehmung in Frankfurt, die Größe dieses Vereins, sein Anspruch – und die ziemlich spannende Frage, warum sich Basketball in einer Stadt wie Frankfurt manchmal kleiner anfühlt, als er eigentlich sein müsste.
Das wird dann wohl Teil III. Aber vielleicht ist jetzt erst einmal euer Wunschzettel dran.
Wann ist bei euch aus „die SKYLINERS“ eigentlich „wir“ geworden?
Was fehlt euch heute, damit ihr dieses „wir“ wieder stärker spürt?
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Was ich mir wünsche … Teil II
Mein Wunschzettel ist erwartungsgemäß nicht kürzer geworden.Und wenn ich mir die Antworten auf den ersten Teil anschaue, bin ich damit offenbar nicht allein. Vieles davon ging genau in die Richtung, die mich beim nächsten Punkt beschäftigt: Nähe zur Mannschaft, Kommunikation, mehr Fankultur und vor allem wieder ein Heimspiel, das mehr ist als zwei Stunden Basketball mit Parkplatzsuche davor.
Denn nachdem es im ersten Teil vor allem darum ging, was ich mir sportlich wünsche, fehlt mir noch etwas anderes.
Ich möchte die Mannschaft wieder kennen.
Nicht nur Namen, Größe, Position und Dreierquote. Ich muss nicht wissen, was Till Pape morgens auf sein Brot schmiert oder ob Tommy Klepeisz beim Spieleabend auch dann noch freundlich lächelt, wenn er verliert. Aber ein Verein lebt doch davon, dass zwischen Tribüne und Spielfeld irgendwann mehr entsteht als ein Arbeitsverhältnis mit Eintrittskarte.
Wie schnell so etwas gehen kann, hat @leo_6 in seiner Antwort eigentlich ziemlich schön beschrieben.
Da kommt ein 1,78 Meter großer Guard von einem kleinen College nach Frankfurt, bei dem man sich durchaus fragen durfte, ob das für die BBL reichen wird. Ein Jahr später trägt jemand sein Trikot, lässt es sich unterschreiben, erzählt vom 41-Punkte-Spiel und freut sich darüber, dass Swope noch eine Saison bleibt.
Aus irgendeinem amerikanischen Basketballspieler ist ein Lieblingsspieler geworden.
Genau so entsteht doch Identifikation.
Nicht durch eine Marketingkampagne. Sondern weil aus einem neuen Spieler irgendwann jemand wird, mit dem man etwas verbindet.
Deshalb finde ich Kontinuität inzwischen fast genauso wichtig wie die nächste interessante Neuverpflichtung. Natürlich macht es Spaß, im Sommer herauszufinden, wer der neue Amerikaner ist und nach drei YouTube-Minuten festzustellen, dass wir da offenbar einen bislang völlig übersehenen EuroLeague-Spieler verpflichtet haben.
Aber noch schöner ist es, wenn Geschichten weitergehen.
Und genau da scheinen die SKYLINERS inzwischen selbst etwas erkannt zu haben. In diesem Sommer musste eben nicht wieder bei null angefangen werden. Ein großer Teil der Mannschaft ist geblieben, Gesichter und Geschichten bleiben erhalten.
Ob daraus sportlich etwas Gutes entsteht, werden wir sehen.
Für die Bindung an eine Mannschaft ist es jedenfalls schon einmal kein schlechter Anfang.Denn Geschichten brauchen Menschen.
Spieler sind Menschen. Trainer und Assistenten sind Menschen. In der Geschäftsstelle sitzen Menschen. Sponsoren sind Menschen. Auf der Tribüne ebenfalls – bei den Schiedsrichtern bin ich mir während des Spiels gelegentlich nicht ganz so sicher, aber meistens legt sich das bis Montag wieder.
Alle kommen mit anderen Erwartungen, Zielen, Bedürfnissen und Sorgen in diese Halle.
Der eine möchte den nächsten Schritt seiner Karriere machen. Der Trainer muss aus zwölf sehr unterschiedlichen Spielern eine Mannschaft formen und ganz nebenbei irgendwie dafür sorgen, dass möglichst alle Wünsche aller Beteiligten in Erfüllung gehen – während er gleichzeitig tunlichst darauf achten sollte, dass die Wünsche des Gegners unerfüllt bleiben. Mitarbeiter versuchen, einen Spieltag auf die Beine zu stellen. Ein Sponsor möchte gesehen werden. Und wir auf der Tribüne wollen für zwei Stunden vergessen, was uns die Woche über beschäftigt hat, und uns stattdessen darüber aufregen, dass ein orangefarbener Ball nicht oft genug durch einen Ring fällt.
Vielleicht wünsche ich mir deshalb vor allem wieder mehr Möglichkeiten, diese Menschen kennenzulernen.
Und dazu gehört für mich Kommunikation.
Damit meine ich ausdrücklich nicht, dass die SKYLINERS jeden Morgen den Trainingsplan veröffentlichen und uns am Freitag vorsorglich mitteilen sollen, welche Defense am Sonntag gespielt wird.
Ich möchte schließlich auch keine gläserne Kabine.
Aber ich möchte etwas mehr davon mitbekommen, was in dieser Mannschaft passiert.
Woran arbeitet ein Spieler gerade? Wie erlebt ein Neuzugang Frankfurt? Was passiert während einer längeren Verletzung? Wie geht jemand damit um, wenn er plötzlich weniger spielt? Und wer sind eigentlich die Menschen, denen wir am Wochenende zwei Stunden lang zurufen, dass sie gefälligst verteidigen sollen?
@knicksfan_24 hat in seiner Antwort an die Podcasts erinnert, mit denen man versucht hat, uns näher an die Mannschaft zu bringen – und die irgendwann wieder verschwunden sind.
Das bringt mich zu einem Punkt, der mir wichtig ist:
Nähe ist keine Schönwetterveranstaltung.
Gerade wenn es schlecht läuft, möchte ich verstehen, was passiert. Das bedeutet nicht, dass jede interne Diskussion nach außen gehört. Und manchmal kann oder darf ein Verein Dinge schlicht nicht erzählen.
Aber fünf Siege in Folge lassen sich relativ leicht kommunizieren.
Interessant wird Kommunikation meistens erst bei fünf Niederlagen.
Dann ist da noch der Ort, an dem diese Beziehung eigentlich entstehen sollte. - Die Halle.
Warum gehe ich überhaupt noch zu einem Heimspiel?
Um Basketball zu sehen, natürlich. Aber wenn das die einzige Antwort ist, hat die Ballsporthalle inzwischen einen ziemlich ernstzunehmenden Konkurrenten: mein Sofa.
Dyn liefert mir das Spiel. Der Kühlschrank liefert Getränke ohne Warteschlange. Einen Parkplatz brauche ich auch nicht. Und selbst die Toilette ist meistens frei.
Also muss ein Heimspiel mehr bieten.
Und damit meine ich gar nicht, dass bei jedem Timeout die nächste große Show aufgefahren werden muss oder wir wieder anfangen sollten, Autos an die Hallendecke zu hängen.
Wobei – an den Opel, den knicksfan erwähnt hat, kann ich mich tatsächlich auch noch erinnern.
Der schwebte damals schließlich von der Hallendecke ein.
Wir brauchen den Opel nicht zurück. Wir brauchen auch nicht die Vergangenheit zurück. Früher war nicht automatisch alles besser, nur weil wir heute nostalgisch darauf schauen.
Aber warum erinnert man sich Jahre später noch an einen Opel, der von der Decke einer Basketballhalle schwebt?
Weil etwas passiert ist!
Weil ein Heimspiel nicht einfach das nächste Heimspiel war. Weil es Überraschungen gab, Geschichten, Begegnungen und Dinge, über die man hinterher gesprochen hat.
Heute wirkt manches dagegen tatsächlich wie Standardprogramm.
Tür auf. Basketball. Tür zu.
Vieles läuft jeden Sonntag gleich – außer die 24-Sekunden-Uhr gibt mal wieder ihren Geist auf.
Und irgendwo dazwischen versucht man, in der Halbzeit noch eine Apfelschorle zu bekommen, bevor die zweite Hälfte vorbei ist.
Das klingt banal. Ist es aber nicht.
Wenn ein Verein möchte, dass ein Heimspiel ein Erlebnis ist, gehören eben auch die profanen Dinge dazu. Einlass, Gastronomie, Umlauf, Parkplatz, Sponsoren, Aktionen und Atmosphäre. Niemand wird wegen einer besonders schnell ausgeschenkten Apfelschorle zum lebenslangen SKYLINERS-Fan.
Aber erstaunlich viele kleine Dinge können einem einen Abend erstaunlich zuverlässig verleiden.
Trotzdem wäre es mir zu einfach, den Wunschzettel jetzt auf der Geschäftsstelle abzugeben und auf Erledigung zu warten.
Denn Fankultur kann ein Verein nicht bestellen.
Er kann Voraussetzungen schaffen. Er kann Nähe ermöglichen, Kommunikation anbieten, Aktionen organisieren und dafür sorgen, dass man gerne in die Halle kommt.
Eine volle Halle ist schon einmal eine ziemlich gute Voraussetzung für gute Stimmung. Aber sie füllt sich genauso wenig durch eine Pressemitteilung, wie gute Stimmung durch Cheese-Tacos oder Marcs Aufforderung entsteht, jetzt doch bitte alle einmal aufzustehen und in die Hände zu klatschen.
Und natürlich hilft dabei nichts so sehr wie sportlicher Erfolg.
Ein guter Saisonstart, ein paar besondere Spiele, vielleicht ein unerwarteter Sieg – und plötzlich entsteht dieses wunderbare Ding namens Euphorie, für das im Sommer niemand einen Businessplan schreiben konnte.
Aber ich wünsche mir eine Bindung, die auch ein paar Niederlagen überlebt.
Ein Verein möchte von seinen Fans etwas ziemlich Außergewöhnliches: Loyalität. Wir sollen wiederkommen, auch wenn verloren wurde. Wir sollen Spieler unterstützen, wenn sie schlecht spielen. Wir sollen Tickets kaufen, Trikots tragen und im Zweifel noch jahrelang über einen völlig offensichtlichen Fehlpfiff diskutieren.
Dafür möchte ich wieder das Gefühl haben, dazuzugehören.
Denn genau dieses Gefühl ist mir irgendwann ein Stück weit verloren gegangen.
Nicht mit einem großen Knall. Nicht wegen eines einzelnen Spiels, einer Entscheidung oder einer Person. Eher schleichend. Vielleicht ist das sogar das Gefährliche daran: Man hört nicht plötzlich auf, Fan zu sein. Man merkt nur irgendwann, dass manches, was einen früher gepackt hat, einen nicht mehr so stark berührt.Und umgekehrt dürfen wir Fans vielleicht ebenfalls nicht jedes schlechte Spiel behandeln wie eine mangelhafte Warenlieferung. Tun wir auch nicht.
Auch der Spieler, der gerade seinen dritten Dreier danebengesetzt hat, wollte ihn treffen. Ein Trainer steht morgens nicht auf und beschließt, heute einmal besonders schlecht zu wechseln. In der Geschäftsstelle fährt niemand zur Arbeit mit dem Ziel, uns den nächsten Heimspielabend möglichst lieblos zu gestalten. Und der Fan, der nach einer beschissenen Arbeitswoche einfach zwei schöne Stunden Basketball erleben möchte, hat ebenfalls seine eigene Geschichte.
Vielleicht besteht ein Verein genau daraus.
Aus ziemlich vielen Menschen, die aus ziemlich unterschiedlichen Gründen am selben Abend am selben Ort zusammenkommen – und für ein paar Stunden trotzdem dasselbe wollen.
Irgendwo dazwischen entsteht das, was man Identifikation nennt.
Vielleicht merkt man sie sogar an einer ganz kleinen sprachlichen Veränderung.
Solange es heißt: „Die SKYLINERS spielen heute.“, ist es Basketball.
Wenn irgendwann wieder häufiger daraus wird: „Wir spielen heute.“, dann ist es wieder mehr.
Genau davon wünsche ich mir wieder ein bisschen mehr.
Mehr Nähe. Mehr Geschichten. Mehr gemeinsames Erleben. Mehr Menschen in der Halle und gerne auch mehr Frankfurter, die ihre Stimme ruinieren.
Und einen Verein, der uns die Möglichkeit gibt, wieder stärker Teil davon zu sein.
Damit wären wir eigentlich schon ziemlich weit.
Blöderweise liegt neben meinem Wunschzettel noch ein weiterer Zettel.
Darauf stehen eine neue Halle, Nachwuchs, Wahrnehmung in Frankfurt, die Größe dieses Vereins, sein Anspruch – und die ziemlich spannende Frage, warum sich Basketball in einer Stadt wie Frankfurt manchmal kleiner anfühlt, als er eigentlich sein müsste.
Das wird dann wohl Teil III. Aber vielleicht ist jetzt erst einmal euer Wunschzettel dran.
Wann ist bei euch aus „die SKYLINERS“ eigentlich „wir“ geworden?
Was fehlt euch heute, damit ihr dieses „wir“ wieder stärker spürt?
@farolito das kann ich unterschreiben
und Ergänzen die gesamte Mannschaft war beim 3x3 auf dem Rossmarkt.
Die Jungens waren ca. 2 Stunden da.
Man saß neben Ihnen auf der Tribüne oder stand neben Ihnen am Gutenbergdenkmal. Nahbar und direkt. Fand ich gut.Zum Heimspiel komme ich immer sehr entspannt. S-Bahn und mit dem Shuttle direkt in die Halle.
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@farolito das kann ich unterschreiben
und Ergänzen die gesamte Mannschaft war beim 3x3 auf dem Rossmarkt.
Die Jungens waren ca. 2 Stunden da.
Man saß neben Ihnen auf der Tribüne oder stand neben Ihnen am Gutenbergdenkmal. Nahbar und direkt. Fand ich gut.Zum Heimspiel komme ich immer sehr entspannt. S-Bahn und mit dem Shuttle direkt in die Halle.
@lumpii1
Genau solche Dinge meine ich. Zwei Stunden auf dem Roßmarkt, einfach dabei sein, zusammensitzen, miteinander reden. Ohne großes Tamtam. Näher kann man Spielern eigentlich kaum kommen.Und schön, dass Du das ergänzt hast. Bei all den Dingen, die man sich noch wünschen kann, sollte man schließlich auch sehen und erzählen, was bereits gut läuft.
Ich bastle gerade an Teil III und merke, dass mein Wunschzettel beim Schreiben ein bisschen die Richtung ändert. So richtig leerer wird er zwar nicht. Aber zwischen all den Dingen, die ich mir noch wünsche, taucht erstaunlich viel auf, was längst da ist und funktioniert. Manches im Kleinen, manches im Großen. Einige Dinge werden besser, andere sind bereits ziemlich gut.
Auch das gehört zur Stimmung rund um einen Verein. Wir reden viel darüber, was fehlt, was nicht funktioniert oder früher besser war. Dürfen wir auch. Aber Mannschaft, Fan-Base und Verein sind an vielen Stellen aus meiner Sicht besser, als es nach außen manchmal den Eindruck macht.
Gerade deshalb finde ich solche Schilderungen wie Deine wertvoll. Was funktioniert und gut läuft, sollten wir genauso erzählen.
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Strasbourg : Skyliners 79:85
Q1 23:17
HZ 1 49:43
Q3 63:59
FT 79:85Frankfurt gewinnt also auch das letzte Testspiel gg SIG Strasbourg


Man lag wohl das ganze Spiel hinten und gewann es im letzten Viertel.
Hat schon jemand herausgefunden ob Knauf gespielt hat?
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Hat schon jemand herausgefunden ob Knauf gespielt hat?
Hat schon jemand herausgefunden ob Knauf gespielt hat?
Nein, hat er wohl nicht:
https://sigstrasbourg.fr/statistiques/match/9932 -
Da die Skybembels ja mittlerweile schon länger Geschichte sind, fänd ich es interessant vielleicht mal über potentielle Fanclubs zu diskutieren.
Bin da nicht mehr so involviert, da ich meistens nicht mehr vor Ort die Spiele schaue, aber gibt es mittlerweile Nachfolger oder ist man da komplett bei null wieder ?
Frankfodder sagte:
Da die Skybembels ja mittlerweile schon länger Geschichte sind, fänd ich es interessant vielleicht mal über potentielle Fanclubs zu diskutieren.
Bin da nicht mehr so involviert, da ich meistens nicht mehr vor Ort die Spiele schaue, aber gibt es mittlerweile Nachfolger oder ist man da komplett bei null wieder ?
Keiner eine Info ?!
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Frankfodder sagte:
Da die Skybembels ja mittlerweile schon länger Geschichte sind, fänd ich es interessant vielleicht mal über potentielle Fanclubs zu diskutieren.
Bin da nicht mehr so involviert, da ich meistens nicht mehr vor Ort die Spiele schaue, aber gibt es mittlerweile Nachfolger oder ist man da komplett bei null wieder ?
Keiner eine Info ?!
@Frankfodder Es gibt die Dunking Drums, die sich als Trommler selber organisieren. Einen offiziellen Nachfolger gibt es nicht, es wird sich aber zwischen Fanblockbesuchern und Auswärtsfahrern ausgetauscht und es gibt auch WhatsApp-Gruppen. Ich glaube, dass die Nachfrage für einen Fanclub wie früher die Skybembels aktuell einfach nicht da ist.
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Soweit ich weiß gibts auch noch die Frankfurt Hardlinerz, die sich laut Insta als noch inoffiziellen Fanclub der Skyliners betiteln.
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Soweit ich weiß gibts auch noch die Frankfurt Hardlinerz, die sich laut Insta als noch inoffiziellen Fanclub der Skyliners betiteln.
@Frankfodder Ja die soll’s wohl auch noch geben

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Teil III war keine leere Drohung. Nach den ersten beiden Teilen folgt tatsächlich – wie von vielen befürchtet – der vorerst letzte Wunschzettel.
So viele Wünsche, dass man fast meinen könnte, bei den SKYLINERS liege so viel im Argen, dass es eigentlich Zeit wird, die Abrissbirne zu schwingen.
Eigentlich wollte ich aufschreiben, was mir für die Zukunft der SKYLINERS fehlt. Dabei bin ich ziemlich schnell über viele Dinge gestolpert, die längst da sind und sogar funktionieren.
Deshalb steht auf meinem Wunschzettel heute als Erstes: Nicht einreißen – erhalten und weiterbauen.
Beim Nachwuchs steht das Fundament jedenfalls schon ziemlich lange.
Wir reden gerne darüber, wer es aus dem Frankfurter Programm bis ganz nach oben geschafft hat. Und genauso gerne darüber, wer irgendwann gegangen ist und bei einem anderen Verein gespielt hat.
Aber bevor irgendwann einer von ihnen BBL-Spieler wird, steht erst einmal ein Kind mit einem Basketball in einer Schulturnhalle.
Die SKYLINERS erreichen mit „Basketball macht Schule“ in bis zu 140 AGs an rund 90 Partnerschulen ungefähr 3.000 Kinder. Woche für Woche. Von denen wird die überwältigende Mehrheit niemals in der BBL spielen.
Na und?
Vielleicht geht eines anschließend in einen Verein. Ein anderes nervt seine Eltern so lange, bis im Garten ein Korb hängt. Und ein drittes bekommt über die Schul-AG eine Einladung zu seinem ersten Heimspiel.
Da sitzt er nun, der achtjährige Junge.
Für viele von uns ist das wieder nur ein anderes Heimspiel.
Wir kennen den Einlauf. Wir kennen die Musik. Wir kennen das Maskottchen. Wir wissen ungefähr, was als Nächstes passiert und dass manches inzwischen ein bisschen nach lieblosem Standardprogramm aussieht.
Zum ersten Mal sitzt er bei einem Basketball-Bundesligaspiel in der Halle.
Licht aus. Musik an. Die Mannschaft läuft ein. 5.000 Menschen machen Lärm. Irgendwann fliegt einer dieser riesigen Kerle durch die Luft und stopft den Ball von oben durch den Korb.
Und der Kleine sitzt da mit großen Augen und denkt wahrscheinlich nur:
Was geht denn hier ab?
Während wir überlegen, ob das früher alles irgendwie besser, größer oder liebevoller war, erlebt da vielleicht gerade jemand einen der aufregendsten Sonntagnachmittage seines bisherigen Lebens.
Wir sollten gelegentlich versuchen, die Halle mit seinen Augen zu sehen.
Denn plötzlich ist das vermeintlich langweilige Rahmenprogramm gar nicht mehr langweilig. Da ist Licht, Musik, ein Maskottchen läuft durch die Gegend, Menschen springen wie von der Tarantel gestochen von ihren Sitzen auf und 5.000 Erwachsene regen sich geMAINsam darüber auf, dass ein Mann mit einer Pfeife offenbar als Einziger in der Halle nicht gesehen hat, was gerade passiert ist.
Für einen Achtjährigen kann das ziemlich großes Kino sein.
Wir sollten daher mit dem Begriff „Eventpublikum“ etwas vorsichtiger umgehen.
Nicht jeder, der zum ersten Mal in die Halle kommt, muss vorher wissen, wie man ein Pick-and-Roll verteidigt, seit zwanzig Jahren eine Dauerkarte besitzen oder nach drei Angriffen erkennen, dass wir heute ein Problem beim defensiven Rebound bekommen.
Manche kommen wegen ihrer Kinder. Manche wegen einer Einladung. Manche wollen einfach einen schönen Sonntagnachmittag erleben. Basketball als Entertainment – nicht mehr, nicht weniger.
Auch diese Leute gehören in die Halle.
Ich meine, das ist sogar eine der Stärken dieses Vereins: dass er nicht nur versucht, diejenigen zu erreichen, die Basketball ohnehin schon lieben.
Denn genau hier beginnt doch bereits die Nachwuchsarbeit.
Nicht nur den nächsten Voigtmann oder Bonga zu finden.
Sondern überhaupt dafür zu sorgen, dass der nächste Achtjährige Basketball findet.Frankfurt macht da seit Jahren ziemlich viel richtig. Von den Schul-AGs über die Zusammenarbeit mit Vereinen und Eintracht bis zu Jugendbundesligen und ProB gibt es einen Weg, der theoretisch irgendwann ganz oben bei den Profis enden kann.
Dass ihn nur sehr wenige bis zum Ende gehen, liegt in der Natur der Sache.
Und wenn einer unterwegs abbiegt und später für einen anderen Bundesligisten spielt, dürfen wir uns ärgern.
Wir sollten nur nicht vergessen, dass in unserem Kader ebenfalls Spieler stehen, deren Ausbildung irgendwann jemand anderes bezahlt hat.So funktioniert Sport.
Mein Wunsch ist deshalb ziemlich einfach: Weitermachen.
Nicht weil am Ende jedes Jahr ein Bundesligaspieler herauskommen muss. Sondern weil ein Bundesligaverein auch eine Verantwortung dafür hat, dass es unterhalb der Bundesliga überhaupt noch jemanden gibt, der diesen Sport spielt.
Beim nächsten Punkt reicht „Weitermachen“ allerdings nicht.
Denn irgendwann brauchen wir tatsächlich eine andere Halle.Darüber reden wir in Frankfurt inzwischen so lange, dass vermutlich irgendwo noch Planungsunterlagen existieren, auf denen der Kaiser persönlich die Baugenehmigung unterschrieben hat.
Diesmal sieht es allerdings tatsächlich danach aus, als könnte sie kommen.
Und sie muss kommen.
Nicht nur, weil die Ballsporthalle – ich werde mich an „Süwag Energie ARENA“ vermutlich irgendwann gewöhnen – an manchen Stellen ungefähr so modern wirkt wie ihr ursprünglicher Name.
Sondern weil die BBL ihre Anforderungen an die Hallengröße verschärfen wird. Für einen Standort von Frankfurts Größe läuft das perspektivisch auf 7.000 Plätze hinaus. Unsere jetzige Halle hat gut 5.000.
Es geht also nicht nur um bequemere Sitze, mehr VIP-Plätze oder eine Apfelschorle, für die man nicht die komplette Halbzeit opfern muss.
Es geht um die Zukunft dieses Standorts. Mehr als die neuen vier Wände wünsche ich mir jedoch, dass wir was aus der Gudd Stubb machen.
Denn eine Arena mit 10.000 oder mehr Plätzen ist nur dann beeindruckend, wenn irgendwann genügend Menschen darin sitzen.
4.000 Zuschauer verlieren sich in einer schönen neuen Halle vermutlich sogar wesentlich eleganter als in einer alten. Halb leer ist nicht voll – nur mit schöneren Toiletten.
An Menschen, die die freien Plätze besetzen könnten, mangelt es rund um Frankfurt jedenfalls nicht. Die große Kunst wird sein, ihnen zu erklären, warum sie das auch tun sollten.
Eine internationale Stadt. Eine wirtschaftlich starke Metropolregion. Unternehmen, Banken, Flughafen, Menschen aus aller Welt. Eigentlich ziemlich gute Voraussetzungen für einen Sport, der internationaler kaum sein könnte.
Warum fühlt sich Basketball hier dann manchmal kleiner an, als er sein müsste?
Darauf habe ich keine einfache Antwort.
Aber ich wünsche mir, dass wir aufhören, die heutige Größe der SKYLINERS automatisch für ihre natürliche Größe zu halten.
Und spätestens jetzt erhält Gunnar Wöbke seinen Auftritt.
Dem kann man zumindest eines nicht vorwerfen: zu klein zu denken.
EuroLeague, NBA Europe, Neue Arena und wieder um deutsche Meisterschaften spielen.
Wenn man sich anschaut, wo die SKYLINERS vor nicht allzu langer Zeit sportlich standen, wirkt das ungefähr wie die Ankündigung einer Reise nach Alpha Centauri, während noch darüber diskutiert wird, ob die Rakete überhaupt die Umlaufbahn erreicht.
Man kann darüber lächeln. Ich tue es auch.
Ich bin mir zwischenzeitlich gar nicht mehr sicher, ob ich möchte, dass Wöbke damit aufhört.
Ein Verein braucht jemanden, der sagt, wo er irgendwann hinwill.
Natürlich muss man nicht jede Vision für realistisch halten. Und eine Vision wird nicht dadurch realistischer, dass man sie möglichst laut ausspricht.
Aber das andere Extrem wäre mir auch zu wenig.
Klassenerhalt, nächstes Jahr wieder BBL oder mal schauen, was geht.Das kann für eine Saison ein Ziel sein. Für einen Verein auf Dauer wäre es mir zu wenig.
Vielleicht braucht Frankfurt tatsächlich jemanden, der auf Alpha Centauri zeigt – und dazu viele andere, die ausrechnen, wie viel Treibstoff man dafür braucht.
Dabei sind wir schon bei einem Punkt, der hier im Forum immer wieder auftaucht.
Wie viel Wöbke verträgt ein Verein?
Oder anders gefragt: Wie viel Verantwortung sollte bei einem Menschen liegen?
Von außen lässt sich kaum seriös beurteilen, wer intern welche Entscheidung trifft, wer wem hineinredet und was tatsächlich delegiert wird. Deshalb möchte ich Wöbke auch nicht zum Alleinherrscher erklären, nur weil dieses Bild manchmal entsteht.
Aber wenn ein Verein wachsen möchte, müssen irgendwann auch seine Strukturen wachsen.
Mehr Aufgaben. Mehr Geld. Mehr Partner. Mehr Zuschauer. Mehr sportlicher Anspruch.
Das hat Wöbke – so fair müssen wir sein – bereits seit Jahren erkannt. Wenn er davon spricht, die Mannschaft hinter der Mannschaft deutlich zu vergrößern, ist das schließlich genau die Konsequenz daraus.
Die eigentliche Frage liegt deshalb nicht darin, ob Wöbke zu viel macht, sondern ob es gelingt, einen Verein aufzubauen, in dem immer mehr Menschen Verantwortung übernehmen können, ohne dass dabei die Richtung verloren geht.
Was wir beurteilen können, sind Entscheidungen. Natürlich hat Wöbke in all den Jahren Entscheidungen getroffen, die funktioniert haben, und auch einige, bei denen er mit beiden Händen kräftig danebengegriffen hat.
Das gehört dazu. Willkommen im Club.
Vielleicht wünsche ich mir deshalb nicht weniger Wöbke. Wir wissen, was wir an ihm haben und müssen ihn hier und da auch mal schön saufen.

Deshalb wünsche ich mir einen Verein, der groß genug wird, dass auch ein Wöbke nicht mehr überall gebraucht wird.
Und jetzt geht es um Geld, Kohle, Zaster und Mäuse.
Banken. Hochhäuser. Flughafen. Eine der wirtschaftsstärksten Metropolregionen Deutschlands.
Da könnte man auf die Idee kommen, irgendwo müsse doch auch ein bisschen Geld für Basketball herumliegen.
Dummerweise überweisen die Hochhäuser ihr Geld nicht automatisch auf das Konto der SKYLINERS.
Eine neue Halle allein schafft noch keinen großen Basketballverein. EuroLeague-Spieler kommen nicht wegen der Skyline. Und auch NBA Europe wird vermutlich nicht irgendwann anrufen, weil der Flughafen so schön zentral liegt.
Wachstum muss finanziert werden.
Sponsoren müssen überzeugt werden. Zuschauer müssen kommen. Strukturen müssen aufgebaut werden. Sportlicher Erfolg hilft. Und manches davon muss passieren, bevor der sportliche Erfolg da ist.
Ganz am Anfang stehen wir allerdings auch nicht mehr.
Die neue Arena ist zumindest keine PowerPoint-Folie mehr.
Das Nachwuchsprogramm existiert, der Verein spielt wieder BBL und inzwischen sogar EuroCup.Wenn mir jemand im Jahr des Abstiegs – also im Jahr nach dem Abstieg – erzählt hätte, dass wir drei Jahre später über EuroLeague oder NBA Europe als mögliche Frankfurter Zukunft diskutieren, hätte ich vermutlich erst einmal gefragt, ob im Oberstübchen noch alle Synapsen im gleichen Takt tanzen.
Alpha Centauri ist trotzdem noch verdammt weit weg.
Daher mein Wunsch: Diesen Verein nicht kleiner machen, als er sein muss. Dabei aber nicht größenwahnsinnig werden und nicht die eigene Vergangenheit mit der Gegenwart verwechseln.
Nicht glauben, Frankfurt habe aufgrund seiner Postleitzahl irgendein Anrecht auf Playoffs, Titel oder europäischen Basketball.
Aber eben auch nicht irgendwann zufrieden feststellen, dass Platz zwölf doch eigentlich ganz gemütlich ist.
Die Meisterschaft von 2004 kommt nicht zurück. Die großen europäischen Abende von damals müssen ebenfalls nicht kopiert werden.
Die nächste gute Zeit darf ihre eigenen Geschichten schreiben.
Vielleicht beginnt eine davon gerade in irgendeiner Schulturnhalle. Und derjenige, für den wir irgendwann eine größere Halle brauchen, sitzt demnächst zum ersten Mal bei einem Heimspiel.
Und dafür brauchen wir möglicherweise tatsächlich jemanden, der schon von Alpha Centauri redet, während andere noch die Rakete zusammenlöten.
Ich weiß nicht, wie groß die SKYLINERS irgendwann werden können.
Aber ich wünsche mir, dass wir es herausfinden.
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So am Sonntag geht’s wieder los.
Schon mal zum einstimmen:Leider ist Bedime anscheinend an der Schulter verletzt und muss vielleicht operiert werden. Das wäre sehr schade, da er letzte Saison in Chemnitz bereits ein Großteil der Saison verpasst hat aufgrund einer Verletzung.
Bedeutet am Sonntag spielen wir auf den deutschen Positionen mit Pape, Caisin, Klepeisz, Nikolic und Pölking. Ich habe die Hoffnung, das Edoka und Crnjac in den Kader zurückkehren. Bei Knauf bin ich auch eher pessimistisch, er wird im Artikel gar nicht erwähnt. Positiv zu erwähnen ist, das man bereit ist nachzuverpflichten, wenn Bedime weiterhin ausfällt. Spontan würden mir Gavin Schilling und Filip Stanic einfallen, bevorzugen würde ich Stanic.
Gott sei Dank hat man nach dem Pokalspiel noch 11 Tage Zeit zum regenerieren bis die Liga startet. -
So am Sonntag geht’s wieder los.
Schon mal zum einstimmen:Leider ist Bedime anscheinend an der Schulter verletzt und muss vielleicht operiert werden. Das wäre sehr schade, da er letzte Saison in Chemnitz bereits ein Großteil der Saison verpasst hat aufgrund einer Verletzung.
Bedeutet am Sonntag spielen wir auf den deutschen Positionen mit Pape, Caisin, Klepeisz, Nikolic und Pölking. Ich habe die Hoffnung, das Edoka und Crnjac in den Kader zurückkehren. Bei Knauf bin ich auch eher pessimistisch, er wird im Artikel gar nicht erwähnt. Positiv zu erwähnen ist, das man bereit ist nachzuverpflichten, wenn Bedime weiterhin ausfällt. Spontan würden mir Gavin Schilling und Filip Stanic einfallen, bevorzugen würde ich Stanic.
Gott sei Dank hat man nach dem Pokalspiel noch 11 Tage Zeit zum regenerieren bis die Liga startet.Prost Mahlzeit, geht ja gut los.
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