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Kader EWE Baskets Oldenburg Saison 2026/2027
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Nachdem viele von uns bereits seit Tagen über den möglichen Kader kommende Saison diskutiert haben ist es wohl an der Zeit einen neuen Thread aufzumachen. Noch nie so früh, aber die Situation in der Saison war auch noch nie mit einem aktuellen Kader so perspektivlos, dass es wohl besser ist, über die aktuelle Saison hinaus zu gucken. Möglicherweise dient das dazu, doch wieder ein wenig Aufbruchstimmung zu erzeugen sowie der Frustbewältigung einer abermals enttäuschenden Saison. Ich bitte die Kritiker, diesen Umgang zu akzeptieren. Es bleibt ja nicht verboten auch über die aktuelle Saison zu diskutieren, aber ich glaube wir brauchen eine bessere Trennschärfe zwischen dieser und nächster Saison.
Mein Diskussionsbeitrag:
Spasic: hat wohl noch Vertrag aber ich wünsche mir dennoch ein klares Statement vom Verein nach dem auch rechnerischen Klassenerhalt. Unbedingt halten.
Klaric: schon so viel diskutiert. Ist wohl zu fest im Sattel, deswegen eher der Wunsch, dass er einen Chefscout an die Seite gestellt bekommt mit entsprechenden Kompetenzen. Vielleicht hat jemand eine Idee
O Lofton: kann den Ball bringenb und halten. Viel mehr eigentlich nicht. Zu wenig Impact, wird gehen
3 Clemons: nach kurzem Zwischenhoch mit einer guten Balance zwischen Scoring und Spielgestaltung zeigt sich, dass es doch nicht passt. 39 % Dreierquote sind bei dem Volumen auch zu wenig, gerade wenn dann Spiele 1 von 10 dabei sind. Wird gehen
4 Fobbs. Finde ich ganz vielseitig. Kann eigentlich alles inkl. Verteidigung. Wprde ich behalten aber wir sehen seinen Unmut über Spasic. Wird gehen.
5 Hounnou: für 3 Minuten vorgesehen und zum Busfahrer degradiert. Wird gehen.
7 Tucker: kann Dreier aus der Ecke und sonst ? Eher wenig. Wird gehen.
10 Woodard. Nach der Vertragsverlängerung Pech gehabt und gefühlt satt. Kein Impact. Wird gehen
11 Tischler: der einzige No Brainer, super Entwicklung. Hoffentlich erfüllt er seinen Vertrag und bleibt
12 Kyser: zu soft und zu eindimensional. Passt nicht ins System. Wird gehen
20 Harms: Zukunftsoption, bitte halten
21 Hinrichs: kann von allem ein wenig und Vorsitzender der EWE Kindergartenbetreuung. Gerne halten, ein Weggang wäre aber auch kein Verlust
33 Zubcic: ein Garant des eher wahrscheinlichen Klassenerhalts. Etwas zu alt. Wird wie bisher bei jedem bisherigen Arbeitgeber gehen
65 Stanic: steht weitgehend fest, dass er durch M Kessen ersetzt wird@Meister2009 würde ich fast alles so mitgehen, nur die Kritik das 39% Dreier bei brutal hohem Volumen zu wenig sind, kann man nicht wirklich ernst nehmen. Man kann Clemons Defense und Playmaking und ein Stück weit auch seine Konstanz kritisieren, aber vom Shooting und allgemein vom Scoring gehört er zu den Top 3-5 Offensiv Spielern diese Saison. Er passt aber leider nicht wirklich zu einer Mannschaft, die als Team agieren soll und nicht von einzelnen Scorern getragen wird.
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Gekauft. Ich hatte öfter das Gefühl, dass er viele Spiele mit sehr guten und viele Spiele mit schlechten Dreierquotannhatte, also die Konstanz fehlte. Aber die Zahlen bestätigen das tatsächlich nicht. Wohl tatsächlich nur wenige Spiele (Alba 1 von 5, Jena 1 von 10, Frankfurt 0 von 6 und 1 von 7) mit schlechten Quoten. Also Einspruch stattgegeben.


Aber sei‘s drum, am Ende geht es wohl darum, dass wir Clemons nicht wiedersehen und auch darüber nicht in Wehklagen ausbrechen. -
Mit dem Spielerprofil kann er halt jetzt auch überall haufenweise kohle verdienen und ohne defense drauflöten. Da wird es denke ich viele Vereine für geben.
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AAA / BBB
BBB / CCC
Tischler / DDD / Schröder
EEE / Hinrichs / Schröder
FFF / KeßenAAA = Pointguard mit Zug zum Korb und gutem Playmaking und solidem Dreier
BBB = Comboguard gute Defense, solides Playmaking, Athletisch und schnell
CCC = allround Scorer, Abstriche in der defense
DDD = aufstrebender Spieler mit guten Stats aus kleinerer Liga
EEE= klassischer Stretch 4 mit brauchbarem Rebounding und Defense
FFF= großer Defensiv Anker, starker Rebounder
Ich könnte mir Fobbs als SG/SF weiterhin gut vorstellen, würde ihn aber ungern weiter als Pointguard sehen. Preis Leistung wird aber wahrscheinlich nicht passen, da er statistisch seine beste Saison bisher spielt.
Die “Stars” sollten für PG und Center verpflichtet werden. Wir brauchen einen klaren Kopf, der die Idee des Trainers in die Mannschaft implementiert.
Den klassischen Brettcenter wünscht man sich wohl einfach nach einer so desaströsen Saison im Rebounding.Hinrichs würde ich gerne wiedersehen, da uns seine Spielintelligenz und Art glaube ich schon weiterbringen wird.
Ein weiterer deutscher Spot auf den Guard Positionen wäre ein Traum und lässt einen gerade bei Verletzungen viel besser reagieren und würde Spasic ein schnelleres Spiel mit besserer Minutenverteilung erleichtern.
Hier könnte ich mir Zylka und Ensminger vorstellen, aber keine Ahnung, ob die realistisch sind.Insgesamt hoffe ich auf einen jüngeren Kader, der aber trotzdem auch 1-2 klare Anführer bekommt. Solange man Namen holt, die dann auch ins Konzept passen und ihre Rolle erfüllen, habe ich da auch nichts gegen. Wir brauchen mehr Zug zum Korb und dadurch ergeben sich auch Räume, die die Quoten von außen allgemein gut aussehen lassen.
Insgesamt muss man wohl einfach auf den Einfluss von Spasic hoffen und im Endeffekt kann es wohl auch nur noch besser werden…
Edit: ist Schröder eigentlich eher 4er oder 5er, habe ihn bisher nicht wirklich verfolgt?
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Schroeder spielt momentan oft als Center, war im Nachwuchsbereich meistens PF und müsste für die bestmögliche Profikarriere an bestimmten Defiziten arbeiten, um auf SF spielen zu können.
@Jupiter klingt für 2,02m auch eher realistisch. Spasic scheint ja große Stücke auf ihn zu setzen, also warum nicht nächstes Jahr schon eine kleine Rolle mit 5-10 min auf den Positionen 3/4 dann wohl eher. Dachte irgendwie er sei größer, so kann man sich täuschen

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Wenn ich heute wetten müsste würde ich sagen, dass Heidelberg noch fünf Spiele gewinnt (leichtes Restprogramm) und wir damit absteigen.
Echt verrückt, dass unser erster Neuzugang Marcel Kessen nun in der Misere ist, die er bei Heidelberg vermeiden wollte: Abstieg. Mal sehen wie er im Spiel gegen uns performt. Ich fürchte aber dass der Vertrag nicht für die Pro A gilt.
Im Grunde genommen können wir ggf. auch die Diskussion hier erst weiterführen wenn wir wissen, in welcher Liga wir antreten.
Zumindest dürften wir sicher sein, dass wir KEINEN ausländischen Spieler wiedersehen, und das ist auch gut so.
Und offtopic: die obligatorische Spielerverabschiedung inkl. Fussballspiel braucht wohl auch nicht organisiert zu werden. Beim Abstieg wäre das absolut lächerlich und irgendwie sonst auch… -
Ich denke mal, dass KEIN Vertrag für die ProA gilt.
Wir hatten das ganze Thema bereits im November: Wenn wir absteigen war es das erstmal mit Profi-Basketball in Oldenburg. Da kann die ProB, NBBL und JBBL noch so toll performen.Man hat es selbst in der Hand mit Heimspielen gegen Braunschweig und Heidelberg.
Wenn wir das vergeigen, ja dann ist die ProA die logische Konsequenz.Was mich aufregt: Man verpflichtet nicht nach, man dümpelt vor sich hin, man ruht sich aus, man schaut zu und regt sich dann auf, dass die anderen ja so viel besser spielen. Wie blind kann man sportlicher Geschäftsführer bitte sein?
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Ich denke mal, dass KEIN Vertrag für die ProA gilt.
Wir hatten das ganze Thema bereits im November: Wenn wir absteigen war es das erstmal mit Profi-Basketball in Oldenburg. Da kann die ProB, NBBL und JBBL noch so toll performen.Man hat es selbst in der Hand mit Heimspielen gegen Braunschweig und Heidelberg.
Wenn wir das vergeigen, ja dann ist die ProA die logische Konsequenz.Was mich aufregt: Man verpflichtet nicht nach, man dümpelt vor sich hin, man ruht sich aus, man schaut zu und regt sich dann auf, dass die anderen ja so viel besser spielen. Wie blind kann man sportlicher Geschäftsführer bitte sein?
Ich denke mal, dass KEIN Vertrag für die ProA gilt.
Wir hatten das ganze Thema bereits im November: Wenn wir absteigen war es das erstmal mit Profi-Basketball in Oldenburg. Da kann die ProB, NBBL und JBBL noch so toll performen.Woher kommt eigentlich die von einigen Usern hier geäußerte Meinung, “bei einem Abstieg in die ProA war es das mit Profibasketball in Oldenburg” her?
Ich jedenfalls bin davon überzeugt, dass Oldenburg ein so “gefestigter” Basketballstandort ist, dass ein Abstieg in keinster Weise das besagte Ende darstellen würde. Selbst, wenn ein direkter Wiederaufstieg nicht klappen würde - wovon bei der Stärke der ProA ja durchaus ausgegangen werden dürfte und die Baskets einige Spielzeiten in der ProA verbleiben müssten - mache ich mir keine Sorgen um den Profibasketball in Oldenburg. Die heutige ProA ist sicher viel interessanter und mit stärkeren Mannschaften besetzt, als die 2. Liga zu Zeiten, als der OTB noch Zweitligist war und selbst damals waren 1.700 Zuschauer in der Haareneschhalle bei “Spitzenspielen”. Habe gerade erst eine Schülerkarte unseres Sohnes für das Pokalspiel OTB-ALBA (Preis 8 DM) beim Aufräumen gefunden und mich sofort wieder an das “geile” Pokalspiel erinnert. Bin aber nicht mehr sicher, ob es das Spiel war, das wir damals gegen ALBA in der Haareneschhalle gewonnen haben. Weiß aber noch, dass wir eins gegen ALBA dort gewonnen haben und Henrik Rödl förmlich ausgerastet ist (nichts gegen den guten alten Rödl
)…
Schöne Erinnerungen! Vom gestrigen Spiel weiß ich eigentlich nix mehr… (Vorteil des fortgeschrittenen Alters
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Hier gibt’s gefühlt nur noch zwei Zustände: Playoffs oder direkt der Untergang des Profibasketballs in Oldenburg. Dieses ständige Schwarz-Weiß-Denken ist schon ziemlich ermüdend.
Ja, die Situation ist nicht optimal. Ja, man darf und soll kritisch sein. Aber dieses permanente Weltuntergangsszenario nach jedem Rückschlag hilft halt auch niemandem weiter.
Vielleicht würde dem einen oder anderen ein bisschen mehr Demut guttun – und vor allem ein Blick über den Tellerrand. Andere Standorte wären froh über die Voraussetzungen hier.
Und bei aller Emotion: Es ist und bleibt am Ende einfach Basketball.
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@olko Ich versuche dir meine Sichtweise zu erklären:
Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Sponsoren. Der gesamte Profibetrieb ist maßgeblich von starken Partnern abhängig – allen voran die EWE, aber auch zahlreiche regionale Unternehmen. Diese investieren jedoch nicht primär aus reinem Sportsinteresse, sondern wegen der Reichweite, Sichtbarkeit und Imagewirkung, die die höchste deutsche Spielklasse bietet. Mit einem Abstiegwürde genau dieser Mehrwert drastisch sinken: weniger TV-Präsenz, geringere mediale Aufmerksamkeit, schwächere Markenwirkung. Die logische Folge wäre ein Rückgang oder zumindest eine Reduzierung von Sponsorengeldern. Gerade in einem vergleichsweise kleinen Markt wie Oldenburg ist das besonders kritisch, weil es keinen großen Pool an alternativen großen Geldgebern gibt. Bricht diese finanzielle Basis weg, lassen sich konkurrenzfähige Kader, professionelle Strukturen und ein attraktives Umfeld kaum aufrechterhalten – ein möglicher Teufelskreis aus sportlichem Abstieg und wirtschaftlichem Rückbau entsteht.
Parallel dazu würde auch die enorme Zuschauerbindung leiden. Die aktuell starke Auslastung und die besondere Heimspielatmosphäre sind eng an den Erstligastatus gekoppelt. Sinkendes sportliches Niveau bedeutet erfahrungsgemäß auch sinkendes Interesse – was wiederum die Attraktivität für Sponsoren weiter reduziert. Sportlicher Erfolg, Faninteresse und wirtschaftliche Stabilität hängen hier direkt voneinander ab. Ein Teufelskreis.
Hinzu kommt die Nachwuchsarbeit: Ohne Erstliga-Perspektive wird es deutlich schwieriger, Talente zu halten oder neue zu gewinnen. Ambitionierte Spieler orientieren sich an Standorten mit klarer Entwicklungsperspektive im Profibereich. Fällt diese weg, verliert der Standort nachhaltig an Bedeutung. Also wird auch das Konstrukt um ProB/JBBL und NBBL in sich zusammenbrechen, weil auch das alles viel Geld kostet.
Ein Abstieg würde dieses System ins Wanken bringen – und genau deshalb ist meine die Aussage in meinen Augen plausibel, dass es auf lange Sicht „das gewesen sein könnte“ mit Profibasketball in Oldenburg. Und vom Vertrauensverlust auf Seiten der Sponsoren wollen wir dabei noch gar nicht anfangen. Denn im Profisport geht es für Geldgeber nicht nur um Ergebnisse, sondern auch um Professionalität, Ambition und glaubwürdiges Management. Wenn der Eindruck entsteht, dass ein Club den Abstieg sehenden Auges in Kauf nimmt oder nicht alles versucht, gegenzusteuern, beschädigt das massiv die Beziehung zu den Partnern. Genau dieser Eindruck drängt sich im auf. Es wirkt nicht so, als hätte man in der entscheidenden Phase der Saison konsequent reagiert. Einen Spieler wie Tucker hätte man bei anhaltend schwacher Leistung deutlich früher hinterfragen oder ersetzen müssen. Ebenso hätte man nach der langfristigen Verletzung von Woodard zwingend nachverpflichten müssen, um die sportliche Qualität im Kader zu sichern. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass man die Situation ausgesessen hat – nach dem Motto: Es wird schon irgendwie gut gehen. Doch genau diese Haltung ist für Sponsoren ein Warnsignal. Unternehmen investieren sechs- oder siebenstellige Beträge und erwarten dafür nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch ein professionell geführtes, handlungsfähiges Projekt. Wer in einer offensichtlichen Krisensituation nicht reagiert, sendet das Signal von Passivität und fehlender Zielstrebigkeit. Langfristig kann genau das schwerer wiegen als ein Abstieg an sich. Denn während sportlicher Misserfolg theoretisch korrigierbar ist, lässt sich verlorenes Vertrauen deutlich schwerer zurückgewinnen. Wenn Sponsoren das Gefühl haben, ihr Engagement werde nicht mit maximalem Einsatz und klarer Strategie erwidert, ziehen sie sich eher zurück oder reduzieren ihre Unterstützung. So einfach ist das.
Und genau hier liegt die eigentliche Gefahr: Nicht nur der sportliche Absturz, sondern die Kombination aus sportlichem Versagen und mangelnder Krisenreaktion kann das gesamte Fundament des Standorts erschüttern. In der Summe wird meine Ausgangsthese dadurch noch plausibler – weil es eben nicht nur um Ergebnisse geht, sondern um das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des gesamten Projekts.
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@bratvogel Ich finde das eine absolut nachvollziehbare und schlüssige Erklärung.
Daraus würde ich aber auch schlußfolgern, das selbst bei einem Nicht-Abstieg das Vertrauen der großen Sponsoren in die Organisation Baskets Oldenburg gesunken ist bzw. sinken wird. Das heisst ein Teil des Schadens ist schon eingetreten.
Hoffen wir für den Standort Oldenburg, das die Baskets erstklassig bleiben und mit einem Generationenwechsel in den Führungspositionen sich langfristig aus dieser Abwärtsspirale wieder rausarbeiten können.
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Meines Erachtens liegt in der von Olko geäußerten Nostalgie ein gesellschaftliches Kernproblem. Natürlich wird hier immer professioneller Basketball möglich sein und zwar runter bis in die Pro A. Bratvogel hat die wahren Auswirkungen und auch Beweggründe aller mahnenden Beiträge sehr gut dargestellt. Das war top. Man sollte den Traum- und Nostalgiemodus abstellen. Wenn der Abschwung oder Abstieg begonnen hat, tritt die Realität ein. Dann steht nicht nur harte Arbeit an, um das bewährte und geliebte wieder zu erlangen und es beginnt die Zeit des Verzichts. Das wird mit dem heutigen Club- und Eventleben, auf das der Club zurecht stolz sein darf, nichts mehr zu tun haben. Natürlich würde es in der Pro A auch weitergehen, aber in Zeiten, in denen sich die Vechteraner eine neue 6.000er-Halle gönnen und das Stadion wieder die Wertigkeiten in der Oldenburger Sportwelt verrücken wird, braucht man sich dann über ein Wachstum des Profibasketballs in Oldenburg in den kommenden 10 Jahren keine Gedanken mehr machen.
Die Mahner hier sind nicht böse, sie sind mE. aber lebenserfahren(er) und haben das Gefühl, dass nicht professionell mit der Situation umgegangen wird. -
@olko Ich versuche dir meine Sichtweise zu erklären:
Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Sponsoren. Der gesamte Profibetrieb ist maßgeblich von starken Partnern abhängig – allen voran die EWE, aber auch zahlreiche regionale Unternehmen. Diese investieren jedoch nicht primär aus reinem Sportsinteresse, sondern wegen der Reichweite, Sichtbarkeit und Imagewirkung, die die höchste deutsche Spielklasse bietet. Mit einem Abstiegwürde genau dieser Mehrwert drastisch sinken: weniger TV-Präsenz, geringere mediale Aufmerksamkeit, schwächere Markenwirkung. Die logische Folge wäre ein Rückgang oder zumindest eine Reduzierung von Sponsorengeldern. Gerade in einem vergleichsweise kleinen Markt wie Oldenburg ist das besonders kritisch, weil es keinen großen Pool an alternativen großen Geldgebern gibt. Bricht diese finanzielle Basis weg, lassen sich konkurrenzfähige Kader, professionelle Strukturen und ein attraktives Umfeld kaum aufrechterhalten – ein möglicher Teufelskreis aus sportlichem Abstieg und wirtschaftlichem Rückbau entsteht.
Parallel dazu würde auch die enorme Zuschauerbindung leiden. Die aktuell starke Auslastung und die besondere Heimspielatmosphäre sind eng an den Erstligastatus gekoppelt. Sinkendes sportliches Niveau bedeutet erfahrungsgemäß auch sinkendes Interesse – was wiederum die Attraktivität für Sponsoren weiter reduziert. Sportlicher Erfolg, Faninteresse und wirtschaftliche Stabilität hängen hier direkt voneinander ab. Ein Teufelskreis.
Hinzu kommt die Nachwuchsarbeit: Ohne Erstliga-Perspektive wird es deutlich schwieriger, Talente zu halten oder neue zu gewinnen. Ambitionierte Spieler orientieren sich an Standorten mit klarer Entwicklungsperspektive im Profibereich. Fällt diese weg, verliert der Standort nachhaltig an Bedeutung. Also wird auch das Konstrukt um ProB/JBBL und NBBL in sich zusammenbrechen, weil auch das alles viel Geld kostet.
Ein Abstieg würde dieses System ins Wanken bringen – und genau deshalb ist meine die Aussage in meinen Augen plausibel, dass es auf lange Sicht „das gewesen sein könnte“ mit Profibasketball in Oldenburg. Und vom Vertrauensverlust auf Seiten der Sponsoren wollen wir dabei noch gar nicht anfangen. Denn im Profisport geht es für Geldgeber nicht nur um Ergebnisse, sondern auch um Professionalität, Ambition und glaubwürdiges Management. Wenn der Eindruck entsteht, dass ein Club den Abstieg sehenden Auges in Kauf nimmt oder nicht alles versucht, gegenzusteuern, beschädigt das massiv die Beziehung zu den Partnern. Genau dieser Eindruck drängt sich im auf. Es wirkt nicht so, als hätte man in der entscheidenden Phase der Saison konsequent reagiert. Einen Spieler wie Tucker hätte man bei anhaltend schwacher Leistung deutlich früher hinterfragen oder ersetzen müssen. Ebenso hätte man nach der langfristigen Verletzung von Woodard zwingend nachverpflichten müssen, um die sportliche Qualität im Kader zu sichern. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass man die Situation ausgesessen hat – nach dem Motto: Es wird schon irgendwie gut gehen. Doch genau diese Haltung ist für Sponsoren ein Warnsignal. Unternehmen investieren sechs- oder siebenstellige Beträge und erwarten dafür nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch ein professionell geführtes, handlungsfähiges Projekt. Wer in einer offensichtlichen Krisensituation nicht reagiert, sendet das Signal von Passivität und fehlender Zielstrebigkeit. Langfristig kann genau das schwerer wiegen als ein Abstieg an sich. Denn während sportlicher Misserfolg theoretisch korrigierbar ist, lässt sich verlorenes Vertrauen deutlich schwerer zurückgewinnen. Wenn Sponsoren das Gefühl haben, ihr Engagement werde nicht mit maximalem Einsatz und klarer Strategie erwidert, ziehen sie sich eher zurück oder reduzieren ihre Unterstützung. So einfach ist das.
Und genau hier liegt die eigentliche Gefahr: Nicht nur der sportliche Absturz, sondern die Kombination aus sportlichem Versagen und mangelnder Krisenreaktion kann das gesamte Fundament des Standorts erschüttern. In der Summe wird meine Ausgangsthese dadurch noch plausibler – weil es eben nicht nur um Ergebnisse geht, sondern um das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des gesamten Projekts.
@Bratvogel Danke für Deine ausführliche Erklärung, die ich allerdings nicht in allen Punkten teile.
Du schriebst u.a. von
… weniger TV-Präsenz, geringere mediale Aufmerksamkeit, schwächere Markenwirkung. Die logische Folge wäre ein Rückgang oder zumindest eine Reduzierung von Sponsorengeldern…
Ein Abstieg der Oldenburger hätte wohl kaum weniger TV-Präsenz für Sponsoren zur Folge. Wo nichts ist, kann auch nichts weniger werden und die Fans, die sich Oldenburger BBL-Spiele im Stream (aktuell bei DYN) anschauen, schauen sich auch die Oldenburger ProA-Spiele auch wieder im Stream (Sportdeustschland, glaube ich) an.
Die Reichweite der ProA als bundesweite Liga ist auch nicht geringer als die Reichweite der BBL.
Ein erfolgreicher Basketballzweitligist ist für das “Sponsorenimage” vielleicht dann doch immer noch genauso gut, wie ein erfolgreicher Fußballviertligist und am Ende des Tages vielleicht sogar besser, als ein Erstligist, der mittelfristig nur gegen den Abstieg spielt (deshalb muss sich natürlich einiges bei den Baskets ändern, falls die Liga, wovon ich immer noch ausgehe, bzw. worauf ich hoffe, gehalten wird)
Gerade die zahlreichen regionalen Unternehmen unterstützen teilweise schon seit Jahrzehnten und werden sich bestimmt nicht bei einem Abstieg zurückziehen.
Vielleicht, und aus meiner Sicht auch wahrscheinlich, wird das Gesamtvolumen der Sponsorengelder heruntergehen - aber für einen konkurrenzfähigen ProA sollte auch ein deutlich abgespeckter Etat reichen.
An einen Niedergang des Oldenburger Profibasketballs bei einem Abstieg glaube ich jedenfalls nicht und die Argumente teile ich auch nicht.
Insbesondere die Zuschauerbindung ist historisch gewachsen und in der ProA sollte eine, schnell dauerhaft, ausverkaufte kleine EWE-Arena kein Problem sein, wobei bei Spitzenspielen (Bremerhaven, Göttingen, Hagen, Gießen etc.) und in den PlayOffs dann auch häufiger in die große Arena ausgewichen werden müsste… -
Ihr seid durch meiner Meinung nach. Zumindest gegen uns aus Braunschweig gewinnt ihr und 12 siege reichen bestimmt
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