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Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte
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Wer sind die besten Spieler unter 1,90 m / 6’2 1/2 in der NBA-Geschichte (ab 1980)? Quick & dirty, meine ‘tiers’:
tier 1:
- Allen Iverson
- Steph Curry
- Isiah Thomas
- Chris Paul
tier 2:
- John Stockton
- Donovan Mitchell
- Damian Lillard
- Jalen Brunson
- Kyrie Irving
- Isaiah Thomas (hier kann ich nicht objektiv sein; seine 2016-17 Saison mit 29 Pkt und All-NBA war einfach für die Ewigkeit)
tier 3:
- Damon Stoudamire
- Dennis Schröder
- Mark Price
- Kevin Johnson
- Tony Parker
- Mike Conley.
Andre Miller, Baron Davis, Sam Cassell etc hab ich raus gelassen weil genau 1,90 m.
Man könnte noch über van Fleet, Dana Barros, Avery Johnson, Terrell Brandon und viiiele andere nachdenken. Ebenso über Spieler, die stets konstant, aber nicht überragend scorten, aber vor allem defensive “Kettenhunde” waren/sind
Entscheidende Frage: Wer ist der unter-1,90 m-goat? AI als geborene Scoringmaschine, der ohne allzu sicheren Dreier sich vor allem in Korbnähe durchsetzen konnte (aber eher nicht der konstant beste Verteidiger war) und die Sixers 2001 quasi im Alleingang in die Finals führte? Steph als wohl bester Scorer und mehrfacher Champ? Oder “Mr Logo” Jerry West, der vor allem Ende der 60er nach belieben scorte?
Ich geb mein Vote an AI. Ich glaube, wäre er 20 Jahre später geboren und hätte sich einen verlässlichen Dreier angeeignet, würde er offensiv nochmal mehr produzieren und v.a. auch an die Linie gehen als damals eh schon. Wahrscheinlich sagt ihr aber Steph, und das wäre für mich sehr gut nachvollziehbar.
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Mal davon abgesehen, dass Jerry West größer als 1,90m war, finde ich deine Liste recht subjektiv (John Stockton im Tier-2 mit wem bitte schön?) und zudem sind die Spieler nicht unbedingt klein. Klein wäre für mich so die Kategorie unter 1,80m, etwa Muggsy Bogues. Bogues hatte übrigens trotz seiner 1,60m die meisten seiner NBA-Saisons ein positives DBPM (John Stockton übrigens als einer der “unbeliebtesten” Verteidiger ausnahmslos), was für Allen Iverson nicht gilt und für Isaiah Thomas schonmal gar nicht.
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Es ist eh unglaublich, dass es einer wie Muggsy Bogues in die NBA geschafft hat. Von den körperlichen Voraussetzungen her erwartet man ihn eher bei AC/DC oder den Weihnachtswichteln als in der NBA. Er hat übrigens auch mal ein 18/10 Double-Double aufgelegt und zwar nicht mit Assists, sondern tatsächlich mit Rebounds. Seine Defense war auch ziemlich ekelig. Er sollte mindestens ein Honorable Mention sein

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Mal davon abgesehen, dass Jerry West größer als 1,90m war, finde ich deine Liste recht subjektiv (John Stockton im Tier-2 mit wem bitte schön?) und zudem sind die Spieler nicht unbedingt klein. Klein wäre für mich so die Kategorie unter 1,80m, etwa Muggsy Bogues. Bogues hatte übrigens trotz seiner 1,60m die meisten seiner NBA-Saisons ein positives DBPM (John Stockton übrigens als einer der “unbeliebtesten” Verteidiger ausnahmslos), was für Allen Iverson nicht gilt und für Isaiah Thomas schonmal gar nicht.
@Henk West war 1,90 m, aber du hast Recht, er muss dann von der Liste runter. Die Grenze ist mehr oder weniger natürlich willkürlich gezogen. Wer klein in diesem Sport ist, ist nun natürlich auch Ansichtssache. Die Grenze, die du vorschlägst ist ja ebenfalls subjektiv (“wär für mich”). Für mich ist unter 1,90 m definitiv klein - vor allem wenn man bedenkt, dass die Anzahl an MVPs in dieser “Größenordnung” sehr überschaubar ist. Will sagen: es gibt nur sehr, sehr wenige Spieler dieser Größe, die dem Spiel wirklich ihren Stempel aufgedrückt bzw es gar dominiert haben.
Ohnehin schrieb ich ja quick & dirty - die Liste hat keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, sondern dient als Diskussionsbeitrag. Quasi als Honorierung der “Kleinsten” (oder ebenen Kleineren) im Game.
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Wer sind die besten Spieler unter 1,90 m / 6’2 1/2 in der NBA-Geschichte (ab 1980)? Quick & dirty, meine ‘tiers’:
tier 1:
- Allen Iverson
- Steph Curry
- Isiah Thomas
- Chris Paul
tier 2:
- John Stockton
- Donovan Mitchell
- Damian Lillard
- Jalen Brunson
- Kyrie Irving
- Isaiah Thomas (hier kann ich nicht objektiv sein; seine 2016-17 Saison mit 29 Pkt und All-NBA war einfach für die Ewigkeit)
tier 3:
- Damon Stoudamire
- Dennis Schröder
- Mark Price
- Kevin Johnson
- Tony Parker
- Mike Conley.
Andre Miller, Baron Davis, Sam Cassell etc hab ich raus gelassen weil genau 1,90 m.
Man könnte noch über van Fleet, Dana Barros, Avery Johnson, Terrell Brandon und viiiele andere nachdenken. Ebenso über Spieler, die stets konstant, aber nicht überragend scorten, aber vor allem defensive “Kettenhunde” waren/sind
Entscheidende Frage: Wer ist der unter-1,90 m-goat? AI als geborene Scoringmaschine, der ohne allzu sicheren Dreier sich vor allem in Korbnähe durchsetzen konnte (aber eher nicht der konstant beste Verteidiger war) und die Sixers 2001 quasi im Alleingang in die Finals führte? Steph als wohl bester Scorer und mehrfacher Champ? Oder “Mr Logo” Jerry West, der vor allem Ende der 60er nach belieben scorte?
Ich geb mein Vote an AI. Ich glaube, wäre er 20 Jahre später geboren und hätte sich einen verlässlichen Dreier angeeignet, würde er offensiv nochmal mehr produzieren und v.a. auch an die Linie gehen als damals eh schon. Wahrscheinlich sagt ihr aber Steph, und das wäre für mich sehr gut nachvollziehbar.
@ArvySabas11 Erst mal: Ich mag solche Gedankenspiele, immer ein schöner Weg um sich nochmal an Spieler zu erinnern.
Wenn ich deine Liste sehe fallen mir 2 Sachen auf:
- Ich bin und bleibe kein Lillard Freund. Mark Price und Kevin Johnson hätte ich in jedem Fall mindestens davor aus den unteren Tiers. Gerade Mark Price halte ich da für ziemlich unterbewertet, der hat in einer Ära so dominiert wo es Spieler mit seiner Größe und Athletik nochmal um einiges schwerer hatten
- die Parallelen zwischen den Kings der heutigen Zeit und der Cavs der späten 80er/Anfang 90er. Kevin Johnson, Mark Price, Ron Harper alle in einem Team und 2/3 am Ende verschenkt und wenig draus gemacht, bevor man immer wieder an MJ verzweifelt ist. Später kam ja auch noch Terrell Brandon dazu. Das ist schon ähnlich zu der Haliburton-Fox Situation.
Namen die mir noch einfallen würde und die ich mindestens in Tier 3 verorten würde:
- Tim Hardaway: Gefühlt hatte der ja 2 Karrieren erst mit Run TMC und dann in Miami, eher er es als Rollenspieler noch ein paar okaye Jahre verbracht hat. Gehört für mich auch hoch in Tier 2, der individuelle Erfolg wäre dafür auf jeden Fall da
- Rajon Rondo fällt ja auch noch in die Größe und auch wenn er nie die großen individuellen Awards gesammelt hat, war er doch irgendwie über Jahre einer der prägenden Guards seiner Generation, schon Tier 3 Kandidat
- Mo Cheeks war zwar wahrscheinlich der Prototyp des kleinen Kettenhundes, hat aber vor allem in Philly auch über Jahre ordentlich gescored und hat es immerhin zu mehreren Allstar Teams geschafft, wenn Mike Conley die Baseline ist, ist er drüber
Mein Lieblingsrollenspieler in der Kategorie war wohl Vinnie Johnson, ohne dessen offensive Ausbrüche die Bad Boy Pistons wohl öfter in Schwierigkeiten geraten wären. So als 1 Mann Offensive von der Bank wahrscheinlich sogar in der Kategorie der besten Rollenspieler überhaupt und eben auch nur 1,88m groß.
Bei deinem Cutoff Punkt mit der Größe komme ich aber nicht drum herum den GOAT Titel an Steph zu geben. Da ist die Kombination aus individuellem Erfolg, Teamerfolg und Länge der Prime eigentlich nicht zu schlagen.
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Tony Parker in Tier 3 kann ich nicht nachvollziehen.
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Wenn man alles zusammen bewertet, kann es nur Curry sein. Sein Spiel hat die NBA geprägt, er ist vierfacher Meister, ist für mich ein No-Brainer. Ein Spieler, der nie Meister war, kann nicht ganz oben stehen - so sehr ich Iverson mag.
Als Anführer der Bad Boys wäre Isiah Thomas, mein Namensgeber, auf Platz 2.
- Curry
- Thomas
- Iverson
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Tony Parker in Tier 3 kann ich nicht nachvollziehen.
@munkelbert sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Tony Parker in Tier 3 kann ich nicht nachvollziehen.
War schon gut, aber im eigenen Team auch “nur” Nr. 3. Ohne Duncan wären alle (!) Erfolge undenkbar. Popovich, Ginobili, Horry…Parker war im besten Team, hatte ne wichtige Rolle, aber individuell kann er nicht mit Irving, Paul oder Stockton mithalten. Defense war auch ein Thema.
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Es ist eh unglaublich, dass es einer wie Muggsy Bogues in die NBA geschafft hat. Von den körperlichen Voraussetzungen her erwartet man ihn eher bei AC/DC oder den Weihnachtswichteln als in der NBA. Er hat übrigens auch mal ein 18/10 Double-Double aufgelegt und zwar nicht mit Assists, sondern tatsächlich mit Rebounds. Seine Defense war auch ziemlich ekelig. Er sollte mindestens ein Honorable Mention sein

@Dauerparker sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Es ist eh unglaublich, dass es einer wie Muggsy Bogues in die NBA geschafft hat. Von den körperlichen Voraussetzungen her erwartet man ihn eher bei AC/DC oder den Weihnachtswichteln als in der NBA. Er hat übrigens auch mal ein 18/10 Double-Double aufgelegt und zwar nicht mit Assists, sondern tatsächlich mit Rebounds. Seine Defense war auch ziemlich ekelig. Er sollte mindestens ein Honorable Mention sein

Für mich der GOAT der kleinsten NBA Spieler. 1,60m

„Spud“ Webb (1,68) und Nate Robinson (1,75) wohl die besten Dunker. Earl Boykins (1,65) und der grösste der “kleinen” Mavs Legende J.J. Barea (1,78)
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@ArvySabas11 Erst mal: Ich mag solche Gedankenspiele, immer ein schöner Weg um sich nochmal an Spieler zu erinnern.
Wenn ich deine Liste sehe fallen mir 2 Sachen auf:
- Ich bin und bleibe kein Lillard Freund. Mark Price und Kevin Johnson hätte ich in jedem Fall mindestens davor aus den unteren Tiers. Gerade Mark Price halte ich da für ziemlich unterbewertet, der hat in einer Ära so dominiert wo es Spieler mit seiner Größe und Athletik nochmal um einiges schwerer hatten
- die Parallelen zwischen den Kings der heutigen Zeit und der Cavs der späten 80er/Anfang 90er. Kevin Johnson, Mark Price, Ron Harper alle in einem Team und 2/3 am Ende verschenkt und wenig draus gemacht, bevor man immer wieder an MJ verzweifelt ist. Später kam ja auch noch Terrell Brandon dazu. Das ist schon ähnlich zu der Haliburton-Fox Situation.
Namen die mir noch einfallen würde und die ich mindestens in Tier 3 verorten würde:
- Tim Hardaway: Gefühlt hatte der ja 2 Karrieren erst mit Run TMC und dann in Miami, eher er es als Rollenspieler noch ein paar okaye Jahre verbracht hat. Gehört für mich auch hoch in Tier 2, der individuelle Erfolg wäre dafür auf jeden Fall da
- Rajon Rondo fällt ja auch noch in die Größe und auch wenn er nie die großen individuellen Awards gesammelt hat, war er doch irgendwie über Jahre einer der prägenden Guards seiner Generation, schon Tier 3 Kandidat
- Mo Cheeks war zwar wahrscheinlich der Prototyp des kleinen Kettenhundes, hat aber vor allem in Philly auch über Jahre ordentlich gescored und hat es immerhin zu mehreren Allstar Teams geschafft, wenn Mike Conley die Baseline ist, ist er drüber
Mein Lieblingsrollenspieler in der Kategorie war wohl Vinnie Johnson, ohne dessen offensive Ausbrüche die Bad Boy Pistons wohl öfter in Schwierigkeiten geraten wären. So als 1 Mann Offensive von der Bank wahrscheinlich sogar in der Kategorie der besten Rollenspieler überhaupt und eben auch nur 1,88m groß.
Bei deinem Cutoff Punkt mit der Größe komme ich aber nicht drum herum den GOAT Titel an Steph zu geben. Da ist die Kombination aus individuellem Erfolg, Teamerfolg und Länge der Prime eigentlich nicht zu schlagen.
@Hybi92 sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Tim Hardaway: Gefühlt hatte der ja 2 Karrieren erst mit Run TMC und dann in Miami, eher er es als Rollenspieler noch ein paar okaye Jahre verbracht hat. Gehört für mich auch hoch in Tier 2, der individuelle Erfolg wäre dafür auf jeden Fall da
Rajon Rondo fällt ja auch noch in die Größe und auch wenn er nie die großen individuellen Awards gesammelt hat, war er doch irgendwie über Jahre einer der prägenden Guards seiner Generation, schon Tier 3 Kandidat
Mo Cheeks war zwar wahrscheinlich der Prototyp des kleinen Kettenhundes, hat aber vor allem in Philly auch über Jahre ordentlich gescored und hat es immerhin zu mehreren Allstar Teams geschafft, wenn Mike Conley die Baseline ist, ist er drüberTim fiel mir dann auch noch ein. Gehört definitiv in die Auflistung. Mo Cheeks habe ich viel zu selten spielen sehen, um das jenseits von Stats beurteilen zu können. Rondo: absolut nachvollziehbar, könnte mit rein.
Mir fielen dann noch The Jet Jason Terry und Nick van Exel ein. Beide gehören aber nicht in die top-Riege.
Was wären denn deine/eure tier-Aufteilungen?
Würde mich wirklich mal interessieren, wenn du/ihr alle Zeit hast/habt so eine Liste anzufertigen.
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Interessante Thematik und ich werde direkt einmal etwas kontroverses schreiben: aus meiner subjektiven Sicht ist Allen Iverson einer der "most overrated" Spieler der NBA Geschichte.
Bitte nicht falsch verstehen: Allen Iverson ist auch für mich ganz klar ein Top 100 Spieler der Ligageschichte und damit meine ich auch sicherlich nicht das späte Ende im Bereich 1 bis 100. Mir geht es in erster Linie um die Einordnung seiner Leistung Anfang der 2000er. Meine Meinung habe ich dabei keinesfalls über die Jahre erst gebildet - ich hatte sie als seine Leistungen “passierten” und über die Jahre (Jahrzehnte) empfinde ich noch immer so.
Was ich damit meine: das häufigste Argument “pro Iverson” ist natürlich der “run” in die NBA Finals 2001. “The Answer” führte dabei ein, so könnte man viele Darstellungen interpretieren, “schwaches Philadelphia” bis in die NBA Finals, wo man dann den übermächtigen Los Angeles Lakers (3:0 gegen Portland, 4:0 gegen die Kings, 4:0 gegen die Spurs) mit 4:1 erlag. Die 76ers lieferten dabei einen echten Kampf, welcher nicht zuletzt durch den “gamewinner” von AI über Lue (inkl. despektierlichem “step over”) sauber dokumentiert ist.
Was dabei aber einfach auch viele vergessen: die Liga war Anfang der 2000er eine komplett andere. Der Kader der damaligen 76ers mag zwar nach heutigen Maßstäben mit wenig Talent gesegnet sein, jedoch war es damals einfach etwas völlig anderes. Der “Roster” der 76ers war homogen und im Osten einer der Favoriten auf den (Eastern Conference) Titel - lediglich der Vergleich zu den Lakers (oder dem ein oder anderen West-Team) “hinkte”.
Philadelphia hatte erst mit Theo Ratliff einen der besten defensiven Centerspieler der Liga im Kader, welcher dann (auch aufgrund seiner Verletzung) für Dikembe Mutombo ausgetauscht wurde - dem (in dieser Saison) Defensive Player of the Year und All-Star. Spieler wie Eric Snow und George Lynch waren die klassischen “10 PPG” Scorer an der Seite von balldominanten All-Stars (MVP) wie Iverson, während mit George Lynch der beste sechste Mann der Liga von der Bank kam.
Wie bereits gesagt: nach heutigen Maßstäben sicherlich maximal ein solider Kader, jedoch hatten die Gegner eben auch nicht mehr. In Runde 1 im Osten waren die Indiana Pacers als 8th Seed nur noch ein Schatten ihrer selbst, während mit den Toronto Raptors in Runde 2 quasi eine Art “Spiegelbild” auf die 76ers wartete: ein überragender MVP-Kandidat (Vince Carter), gepaart mit richtig guten Rollenspielern (37-jähriger Charles “Big Oaktree” Oakley; Antonio Davis als All-Star oder auch Mark Jackson) - de facto eine quasi identische Kaderstruktur. Die Milwaukee Bucks in den Eastern Conference Finals waren dann schon eine andere Hausnummer - mit Ray Allen und “Big Dog” Robinson hatte man zwei All-Stars, welche durch Sam Cassell oder auch Tim Thomas ergänzt wurden.
Im Endeffekt bleibt daher auch mein Argument: Allen Iverson war ein unglaublicher Spieler, jedoch lieferte er eben auch Karrierewerte (in einer defensiveren Zeit) von 42,5% aus dem Feld und 31,3% 3FG (.452% eFG%!!!). In der Saison 2000/2001 wäre “Phillie” mit 42,5% auf Rang 26 in der Liga gewesen, bei den Dreiern sogar auf Rang 28 (von 29). Ich verstehe dabei auch, dass eben ein Allen Iverson damals schwerere Würfe nehmen musste um Räume für seine Mitspieler zu öffnen, jedoch geht mir dieser (in Teilen) Kult teilweise (nicht hier im Forum) zu weit, da Iverson eben auch teils bis zu 43.7 Minuten pro Spiel agierte und dabei bis zu 27.8 Würfe pro Spiel (zzgl. knapp 10 Freiwürfen) nahm, was dann eben auch seine Scoring-Statistiken erklärt.
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Interessante Thematik und ich werde direkt einmal etwas kontroverses schreiben: aus meiner subjektiven Sicht ist Allen Iverson einer der "most overrated" Spieler der NBA Geschichte.
Bitte nicht falsch verstehen: Allen Iverson ist auch für mich ganz klar ein Top 100 Spieler der Ligageschichte und damit meine ich auch sicherlich nicht das späte Ende im Bereich 1 bis 100. Mir geht es in erster Linie um die Einordnung seiner Leistung Anfang der 2000er. Meine Meinung habe ich dabei keinesfalls über die Jahre erst gebildet - ich hatte sie als seine Leistungen “passierten” und über die Jahre (Jahrzehnte) empfinde ich noch immer so.
Was ich damit meine: das häufigste Argument “pro Iverson” ist natürlich der “run” in die NBA Finals 2001. “The Answer” führte dabei ein, so könnte man viele Darstellungen interpretieren, “schwaches Philadelphia” bis in die NBA Finals, wo man dann den übermächtigen Los Angeles Lakers (3:0 gegen Portland, 4:0 gegen die Kings, 4:0 gegen die Spurs) mit 4:1 erlag. Die 76ers lieferten dabei einen echten Kampf, welcher nicht zuletzt durch den “gamewinner” von AI über Lue (inkl. despektierlichem “step over”) sauber dokumentiert ist.
Was dabei aber einfach auch viele vergessen: die Liga war Anfang der 2000er eine komplett andere. Der Kader der damaligen 76ers mag zwar nach heutigen Maßstäben mit wenig Talent gesegnet sein, jedoch war es damals einfach etwas völlig anderes. Der “Roster” der 76ers war homogen und im Osten einer der Favoriten auf den (Eastern Conference) Titel - lediglich der Vergleich zu den Lakers (oder dem ein oder anderen West-Team) “hinkte”.
Philadelphia hatte erst mit Theo Ratliff einen der besten defensiven Centerspieler der Liga im Kader, welcher dann (auch aufgrund seiner Verletzung) für Dikembe Mutombo ausgetauscht wurde - dem (in dieser Saison) Defensive Player of the Year und All-Star. Spieler wie Eric Snow und George Lynch waren die klassischen “10 PPG” Scorer an der Seite von balldominanten All-Stars (MVP) wie Iverson, während mit George Lynch der beste sechste Mann der Liga von der Bank kam.
Wie bereits gesagt: nach heutigen Maßstäben sicherlich maximal ein solider Kader, jedoch hatten die Gegner eben auch nicht mehr. In Runde 1 im Osten waren die Indiana Pacers als 8th Seed nur noch ein Schatten ihrer selbst, während mit den Toronto Raptors in Runde 2 quasi eine Art “Spiegelbild” auf die 76ers wartete: ein überragender MVP-Kandidat (Vince Carter), gepaart mit richtig guten Rollenspielern (37-jähriger Charles “Big Oaktree” Oakley; Antonio Davis als All-Star oder auch Mark Jackson) - de facto eine quasi identische Kaderstruktur. Die Milwaukee Bucks in den Eastern Conference Finals waren dann schon eine andere Hausnummer - mit Ray Allen und “Big Dog” Robinson hatte man zwei All-Stars, welche durch Sam Cassell oder auch Tim Thomas ergänzt wurden.
Im Endeffekt bleibt daher auch mein Argument: Allen Iverson war ein unglaublicher Spieler, jedoch lieferte er eben auch Karrierewerte (in einer defensiveren Zeit) von 42,5% aus dem Feld und 31,3% 3FG (.452% eFG%!!!). In der Saison 2000/2001 wäre “Phillie” mit 42,5% auf Rang 26 in der Liga gewesen, bei den Dreiern sogar auf Rang 28 (von 29). Ich verstehe dabei auch, dass eben ein Allen Iverson damals schwerere Würfe nehmen musste um Räume für seine Mitspieler zu öffnen, jedoch geht mir dieser (in Teilen) Kult teilweise (nicht hier im Forum) zu weit, da Iverson eben auch teils bis zu 43.7 Minuten pro Spiel agierte und dabei bis zu 27.8 Würfe pro Spiel (zzgl. knapp 10 Freiwürfen) nahm, was dann eben auch seine Scoring-Statistiken erklärt.
@styLesdavis sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Spieler wie Eric Snow und George Lynch waren die klassischen “10 PPG” Scorer
George Lynch war so ein klassischer 10 Punkte pro Spiel Scorer, dass er sie nie erreicht hat(wenn auch knapp). Eric Snow war das vor und nach Philly nicht, eventuell könnte man hier sogar sagen das er von der defensiven Aufmerksamkeit für AI profitiert hat. Und natürlich von der Größe der Rolle, die er bei den schlechten Cavs Teams nicht im Ansatz spielen konnte von der Größe.
Ich stimme dir natürlich zu, dass der Osten zu der Zeit nicht gut war aber das macht das Philly Team nicht besser. Mutombo war zu dem Zeitpunkt 36 und wie du schon sagtest natürlich immer noch ein überragender Verteidiger, aber natürlich keinerlei Entlastung in der Offensive. Die beste offensive Option ansonsten war dann wohl McKie der in dieser Saison mit 11,6 Punkten sein Career high bis dahin erzielt hat mit 28(nur besser im Jahr danach, nach AI kam auch nichts). Ich finde schon dass der offensive Supporting Cast erwähnenswert schlecht war, ihm aber natürlich defensiv den Rücken freigehalten ist.
Das Roster war insgesamt recht alt und niemand hat nach der Zeit mit AI noch einmal einen Sprung gemacht, da hat er sie schon extrem auf den Rücken gepackt.Ich finde wenn man einen Spieler wegen der hohen Usage kritisiert, müsste man auch ein Argument finden welcher Spieler ansonsten im Kader die Abschlüsse hätten nehmen sollen um das Team besser zu machen. Da sehe ich in dem Team eigentlich keinen einzigen Kandidaten dafür.
Ihr Record in der regulären Saison in Duellen mit Teams aus dem starken Westen war mit 16-12(.571 Winning %) jetzt auch noch ordentlich, auch das sollte man bei seiner Leistung für den MVP ja in Betracht ziehen.
Ich kann grundsätzlich jeden verstehen der mit dem Ansatz eines AI nicht glücklich war, ich finde trotzdem das man die 00-01 Saison nicht so unterbewerten kann. Viele schlechtere Supporting Casts für Finals Teams wird man kaum finden neben dem und den 07 Cavs. Und ja, auch die anderen Teams im Osten in dem Jahr hätten in die Reihe gepasst. Die hatten aber eben keinen AI, der sie so weit getragen hat.
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@munkelbert sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Tony Parker in Tier 3 kann ich nicht nachvollziehen.
War schon gut, aber im eigenen Team auch “nur” Nr. 3. Ohne Duncan wären alle (!) Erfolge undenkbar. Popovich, Ginobili, Horry…Parker war im besten Team, hatte ne wichtige Rolle, aber individuell kann er nicht mit Irving, Paul oder Stockton mithalten. Defense war auch ein Thema.
@Isiah sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
@munkelbert sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Tony Parker in Tier 3 kann ich nicht nachvollziehen.
War schon gut, aber im eigenen Team auch “nur” Nr. 3. Ohne Duncan wären alle (!) Erfolge undenkbar. Popovich, Ginobili, Horry…Parker war im besten Team, hatte ne wichtige Rolle, aber individuell kann er nicht mit Irving, Paul oder Stockton mithalten. Defense war auch ein Thema.
TP als Nr. 3 bei den Spurs - das ist ja absurder Quatsch. Auch in der weiteren Argumentation, so könnte man natürlich auch argumentieren, dass die Erfolge von John Stockton ohne Karl Malone auch undenkbar gewesen wäre. Parker übrigens Finals MVP 2007, das nur als kleine Erinnerung.
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@styLesdavis Hot take! Aus meiner Sicht zumindest. Danke dafür schonmal, ich denke, sowas macht das Forum hier ja auch zu dem lebendigen Ort, der er ist.
Der Osten war um die Jahrtausendwende (genau die Zeit, als ich zum Bball fand) schwach, dennoch gab es die Bucks die du ja auch erwähnst (zusätzlich zu Jesus Shuttlesworth und Big Dog ja auch mit dem doppelten Champ Sam Cassel und Tim Thomas), die also wahrlich kein schwaches Team waren. Eigentlich die Raptors auch nicht, auch wenn sie offensiv mit den Spurs, Kings und Lakers im Westen nicht mithalten konnten. Die Sixers schockten dann die Lakers auch direkt in Spiel 1 im Staples Center. Das allein unterstreicht für mich nochmal die MVP-Würdigkeit seiner 2000-01 campaign - aller schlechter Quoten zum Trotz.
AI war 1,83 m - morgens. Mir fällt niemand weiteres mit diesen für unseren Sport “benachteiligenden” körperlichen Voraussetzungen ein, der einen “Goliath” wie die Lakers so weit an den Rand der Verzweiflung hätte treiben können.War AI für dich ein unverdienter MVP 2001? Oder meinst du es ganz allgemein bezogen auf a) seine gesamte Karriere und b) jene, die ihn “hochhypen” und keine Kritik zulassen?
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@Isiah sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
@munkelbert sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Tony Parker in Tier 3 kann ich nicht nachvollziehen.
War schon gut, aber im eigenen Team auch “nur” Nr. 3. Ohne Duncan wären alle (!) Erfolge undenkbar. Popovich, Ginobili, Horry…Parker war im besten Team, hatte ne wichtige Rolle, aber individuell kann er nicht mit Irving, Paul oder Stockton mithalten. Defense war auch ein Thema.
TP als Nr. 3 bei den Spurs - das ist ja absurder Quatsch. Auch in der weiteren Argumentation, so könnte man natürlich auch argumentieren, dass die Erfolge von John Stockton ohne Karl Malone auch undenkbar gewesen wäre. Parker übrigens Finals MVP 2007, das nur als kleine Erinnerung.
@munkelbert sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
TP als Nr. 3 bei den Spurs - das ist ja absurder Quatsch. Auch in der weiteren Argumentation, so könnte man natürlich auch argumentieren, dass die Erfolge von John Stockton ohne Karl Malone auch undenkbar gewesen wäre. Parker übrigens Finals MVP 2007, das nur als kleine Erinnerung.
Inhaltlich bin ich da bei dir - aber könnten wir ganz allgemein hier etwas wertschätzender im Ton miteinander reden? Merci. Man kann seinen Standpunkt ja auch ohne diese ganz großen Keulen vermitteln.
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@styLesdavis Hot take! Aus meiner Sicht zumindest. Danke dafür schonmal, ich denke, sowas macht das Forum hier ja auch zu dem lebendigen Ort, der er ist.
Der Osten war um die Jahrtausendwende (genau die Zeit, als ich zum Bball fand) schwach, dennoch gab es die Bucks die du ja auch erwähnst (zusätzlich zu Jesus Shuttlesworth und Big Dog ja auch mit dem doppelten Champ Sam Cassel und Tim Thomas), die also wahrlich kein schwaches Team waren. Eigentlich die Raptors auch nicht, auch wenn sie offensiv mit den Spurs, Kings und Lakers im Westen nicht mithalten konnten. Die Sixers schockten dann die Lakers auch direkt in Spiel 1 im Staples Center. Das allein unterstreicht für mich nochmal die MVP-Würdigkeit seiner 2000-01 campaign - aller schlechter Quoten zum Trotz.
AI war 1,83 m - morgens. Mir fällt niemand weiteres mit diesen für unseren Sport “benachteiligenden” körperlichen Voraussetzungen ein, der einen “Goliath” wie die Lakers so weit an den Rand der Verzweiflung hätte treiben können.War AI für dich ein unverdienter MVP 2001? Oder meinst du es ganz allgemein bezogen auf a) seine gesamte Karriere und b) jene, die ihn “hochhypen” und keine Kritik zulassen?
@ArvySabas11 sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
@styLesdavis Hot take! Aus meiner Sicht zumindest. Danke dafür schonmal, ich denke, sowas macht das Forum hier ja auch zu dem lebendigen Ort, der er ist.
Der Osten war um die Jahrtausendwende (genau die Zeit, als ich zum Bball fand) schwach, dennoch gab es die Bucks die du ja auch erwähnst (zusätzlich zu Jesus Shuttlesworth und Big Dog ja auch mit dem doppelten Champ Sam Cassel und Tim Thomas), die also wahrlich kein schwaches Team waren. Eigentlich die Raptors auch nicht, auch wenn sie offensiv mit den Spurs, Kings und Lakers im Westen nicht mithalten konnten. Die Sixers schockten dann die Lakers auch direkt in Spiel 1 im Staples Center. Das allein unterstreicht für mich nochmal die MVP-Würdigkeit seiner 2000-01 campaign - aller schlechter Quoten zum Trotz.
AI war 1,83 m - morgens. Mir fällt niemand weiteres mit diesen für unseren Sport “benachteiligenden” körperlichen Voraussetzungen ein, der einen “Goliath” wie die Lakers so weit an den Rand der Verzweiflung hätte treiben können.War AI für dich ein unverdienter MVP 2001? Oder meinst du es ganz allgemein bezogen auf a) seine gesamte Karriere und b) jene, die ihn “hochhypen” und keine Kritik zulassen?
Ich meinte es wirklich nur allgemein. Auch aus meiner Sicht war Iverson der verdiente MVP 2000/2001, da es beim MVP ja primär um das “valuable” geht und da eigentlich niemand wertvoller war als AI für die 76ers. Wie bereits gesagt: auch ich sehe ihn als All-Time-Great und damaligen MVP.
Ich sehe ihn aber nicht auf einer Stufe mit Kobe oder auch Dirk (hot take) und schon gar nicht auf einer mit Steph Curry.
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@ArvySabas11 sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
@styLesdavis Hot take! Aus meiner Sicht zumindest. Danke dafür schonmal, ich denke, sowas macht das Forum hier ja auch zu dem lebendigen Ort, der er ist.
Der Osten war um die Jahrtausendwende (genau die Zeit, als ich zum Bball fand) schwach, dennoch gab es die Bucks die du ja auch erwähnst (zusätzlich zu Jesus Shuttlesworth und Big Dog ja auch mit dem doppelten Champ Sam Cassel und Tim Thomas), die also wahrlich kein schwaches Team waren. Eigentlich die Raptors auch nicht, auch wenn sie offensiv mit den Spurs, Kings und Lakers im Westen nicht mithalten konnten. Die Sixers schockten dann die Lakers auch direkt in Spiel 1 im Staples Center. Das allein unterstreicht für mich nochmal die MVP-Würdigkeit seiner 2000-01 campaign - aller schlechter Quoten zum Trotz.
AI war 1,83 m - morgens. Mir fällt niemand weiteres mit diesen für unseren Sport “benachteiligenden” körperlichen Voraussetzungen ein, der einen “Goliath” wie die Lakers so weit an den Rand der Verzweiflung hätte treiben können.War AI für dich ein unverdienter MVP 2001? Oder meinst du es ganz allgemein bezogen auf a) seine gesamte Karriere und b) jene, die ihn “hochhypen” und keine Kritik zulassen?
Ich meinte es wirklich nur allgemein. Auch aus meiner Sicht war Iverson der verdiente MVP 2000/2001, da es beim MVP ja primär um das “valuable” geht und da eigentlich niemand wertvoller war als AI für die 76ers. Wie bereits gesagt: auch ich sehe ihn als All-Time-Great und damaligen MVP.
Ich sehe ihn aber nicht auf einer Stufe mit Kobe oder auch Dirk (hot take) und schon gar nicht auf einer mit Steph Curry.
@styLesdavis sagte in Beste kleine Spieler in der NBA-Geschichte:
Ich sehe ihn aber nicht auf einer Stufe mit Kobe oder auch Dirk (hot take).
Okay, wenn das dein Punkt ist stimme ich natürlich absolut zu. Ich denke aber auch nicht, dass das ein großer Hot Take ist.
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Wenn die Diskussion abgeschlossen ist. Neuer Antrag: John Stockton. Gehört für mich in die oberste Kategorie, weil er halt körperlich immer unterlegen war, aber so unglaublich verlässlich so viele Jahre performt hat. Hatte halt nur das Pech, gegen Bulls in Bestform in den Finals spielen zu müssen. Wäre doch der letzte Dreier in Spiel 6 1998 reingegangen, der jetzt legendäre Crossover von Jordan gegen Russell direkt davor wäre übertrumpft gewesen.
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so sehen es zumindest viele dort. Fand den Kommentar sehr treffend.