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Kader RASTA Vechta 2025/26
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Um der Sache mit etwas Abstand auch die Emotionalität zu nehmen, sollte man ein paar Eckpunkte betrachten.
Wir waren zurück bei den Schwächen, die uns schon einen Großteil der Saison begleiten: Eine hundsmiserable Freiwurfquote, die (das ist meine persönliche Meinung) für Profis nicht zu entschuldigen ist. Gegen das schlechteste Freiwurfteam der Liga, verliert man hier dann quasi doppelt. Die Defense von Beginn an nicht auf dem Level wie gegen Ulm und letztlich hat allein das dazu geführt, das man erneut von Anfang an hinterhergerannt ist. Das ist ein Einstellungs und Vorbereitungsproblem. Die Einstellung für Defense muss jeder selbst mitbringen, die defensive Ausrichtung muss vorbereitet werden. Bonn konnte zum Korb ziehen wie sie Bock drauf hatten. In der Transition war man zu langsam, ansonsten aber auch überhaupt nicht darauf eingestellt die Zone dicht zu machen. Was halt einfach absolut merkwürdig ist. Ob Bonn nun am Ende besser trifft als üblich ist erstmal nebensächlich, denn in der Ausgangslage hätte man von Beginn an so verteidigen müssen, dass die Zone eng ist und die Würfe von aussen erzwungen werden. Das MUSS erstmal die Ausgangslage sein, war es aber nicht. Keine Ahnung was die Idee war. Am Ende kann Bonn dann leider machen was es will und trifft dann auch die Dreier besser als üblich.
Durch das Fehlen von Ferner, musste man die Rotation dann wohl wieder erweitern. Soweit “Okayish”, das man das aber dann in der Form macht, das man sich mit Thiemann, LvS und Verge drei defensive Löcher auf einmal reinstellt, ist halt schlecht rotiert. Das bleibt weiterhin mein größter Kritikpunkt in dieser Saison: Die Rotationen sind mies und wirken undurchdacht. Natürlich kann man argumentieren, dass die Rotation an die Match-Ups angepasst wird, aber es funktioniert ganz offensichtlich nicht wirklich mit den angedachten Match-Ups.
Was das ganze so bitter macht: Nehmen wir die TOs und die FW mal raus, machen wir eigentlich gar nicht so viel falsch. Man trifft einigermaßen gut, führt bis spät im dritten Viertel die Reboundstatistik (auch OR) an, generiert aber schlicht und ergreifend keine Stops um aus der Offensive Kapital zu schlagen. Wir rennen halt erneut dauerhaft einem Rückstand hinterher. Nimmt man dann z. Bsp. eine Phase im dritten Viertel dazu, wo wir ohne Not 4 komplett unnötig frühe und schlechte Abschlüsse hintereinander nehmen, dann kann man einfach nur verlieren.
Verge: Ich will dem Abdampfen beim Huddle nicht zu viel Bedeutung beimessen (aber auch nicht verteidigen, war Scheiße). Anschliessend war er auch immer dabei und hat auch artig zugehört. Ich gehe davon aus, dass er sich dazu auch was anhören musste. Er ist sicherlich ein Charakter, ich habe aber Pre-Game und sowieso in Live noch nie das Gefühl gehabt, dass es da irgendwelche menschlichen Diskrepanzen zwischen ihm und seinen Teammates gibt. Da ist ne Menge Frust mit bei. Gestern war er insgesamt viel zu passiv mit einem Hang zu fast schon übertrieben Passorientiert. Das hilft uns nicht unbedingt, denn wir brauchen nun mal auch seinen Drive. So wie gegen Ulm war es eigentlich die gesunde Mitte. Gestern nicht so.
Bloodtrain sagte:
Um der Sache mit etwas Abstand auch die Emotionalität zu nehmen, sollte man ein paar Eckpunkte betrachten.
Wir waren zurück bei den Schwächen, die uns schon einen Großteil der Saison begleiten: Eine hundsmiserable Freiwurfquote, die (das ist meine persönliche Meinung) für Profis nicht zu entschuldigen ist. Gegen das schlechteste Freiwurfteam der Liga, verliert man hier dann quasi doppelt. Die Defense von Beginn an nicht auf dem Level wie gegen Ulm und letztlich hat allein das dazu geführt, das man erneut von Anfang an hinterhergerannt ist. Das ist ein Einstellungs und Vorbereitungsproblem. Die Einstellung für Defense muss jeder selbst mitbringen, die defensive Ausrichtung muss vorbereitet werden. Bonn konnte zum Korb ziehen wie sie Bock drauf hatten. In der Transition war man zu langsam, ansonsten aber auch überhaupt nicht darauf eingestellt die Zone dicht zu machen. Was halt einfach absolut merkwürdig ist. Ob Bonn nun am Ende besser trifft als üblich ist erstmal nebensächlich, denn in der Ausgangslage hätte man von Beginn an so verteidigen müssen, dass die Zone eng ist und die Würfe von aussen erzwungen werden. Das MUSS erstmal die Ausgangslage sein, war es aber nicht. Keine Ahnung was die Idee war. Am Ende kann Bonn dann leider machen was es will und trifft dann auch die Dreier besser als üblich.
Durch das Fehlen von Ferner, musste man die Rotation dann wohl wieder erweitern. Soweit “Okayish”, das man das aber dann in der Form macht, das man sich mit Thiemann, LvS und Verge drei defensive Löcher auf einmal reinstellt, ist halt schlecht rotiert. Das bleibt weiterhin mein größter Kritikpunkt in dieser Saison: Die Rotationen sind mies und wirken undurchdacht. Natürlich kann man argumentieren, dass die Rotation an die Match-Ups angepasst wird, aber es funktioniert ganz offensichtlich nicht wirklich mit den angedachten Match-Ups.
Was das ganze so bitter macht: Nehmen wir die TOs und die FW mal raus, machen wir eigentlich gar nicht so viel falsch. Man trifft einigermaßen gut, führt bis spät im dritten Viertel die Reboundstatistik (auch OR) an, generiert aber schlicht und ergreifend keine Stops um aus der Offensive Kapital zu schlagen. Wir rennen halt erneut dauerhaft einem Rückstand hinterher. Nimmt man dann z. Bsp. eine Phase im dritten Viertel dazu, wo wir ohne Not 4 komplett unnötig frühe und schlechte Abschlüsse hintereinander nehmen, dann kann man einfach nur verlieren.
Verge: Ich will dem Abdampfen beim Huddle nicht zu viel Bedeutung beimessen (aber auch nicht verteidigen, war Scheiße). Anschliessend war er auch immer dabei und hat auch artig zugehört. Ich gehe davon aus, dass er sich dazu auch was anhören musste. Er ist sicherlich ein Charakter, ich habe aber Pre-Game und sowieso in Live noch nie das Gefühl gehabt, dass es da irgendwelche menschlichen Diskrepanzen zwischen ihm und seinen Teammates gibt. Da ist ne Menge Frust mit bei. Gestern war er insgesamt viel zu passiv mit einem Hang zu fast schon übertrieben Passorientiert. Das hilft uns nicht unbedingt, denn wir brauchen nun mal auch seinen Drive. So wie gegen Ulm war es eigentlich die gesunde Mitte. Gestern nicht so.
Zitiere ich mich, für einen letzten Post zu dieser Saison, gerne einmal selber. Das war der letzte wertende Post vor der Länderspielpause Ende Februar/Anfang März. Vorraus ging ein Spiel gegen Bonn, welches in der Art und Weise der Niederlage, eine mittelschwere Katastrophe war. Beschissen rotiert, beschissen verteidigt, ein aus der Time-Out abdampfender Verge. Es war alles angerichtet um nach der Länderspielpause mit dem Neuzugang Parsons ums Überleben in der BBL zu kämpfen.
Doch dann kam es völlig anders. Bis heute ist mir nicht vollständig klar, was genau in der Länderspielpause passiert ist. Beobachtbare Aspekte als man aus der Pause kam, war auf jeden Fall eine angepasste Rotation und klare Rollen. Ein berechtigter Kritikpunkt war damit ausgeräumt. Kuhse wurde zum Sechsten Mann, Verge der klare Starter auf der 1. Beide bedankten sich dafür mit sehr viel besseren Leistungen. Die Rotationen waren nicht mehr wirr, sondern folgten klaren Reihenfolgen, die sich durch den Rest der Saison zogen. Die Spieler waren plötzlich fokussiert, Bamba und Brown spielten nicht nur plötzlich ihren besten Basketball, sondern spielten diesen auch in jedem Spiel.
Man hat nicht plötzlich eine unheimlich bessere Defense gespielt, man hat auch nicht plötzlich die Bretter dominiert und leider hat man auch nicht plötzlich die Freiwurfschwäche komplett abgelegt. Man hat sich ohne wenn und aber auf das konzentriert, was dieser Kader hergab: eine absolut mächtige Offensivmaschine zu sein. Und meine Fresse, hat das Spaß gemacht.
Tibor, symphatisch wie er ist, sagte ja gestern im Interview so nonchalant “Mehr Körbe als der Gegner machen”. Die perfekte Beschreibung dessen, worauf man sich konzentriert hat. Klar, spielt man fokussierter und mit mehr Einsatz, ist die Defense ganz automatisch auch auf einem anderen Level. Aber man hat halt nicht angefangen sich in der Defense komplett neu zu erfinden. Wir haben mehr Punkte kassiert als der Tabellenletzte und mehr Punkte gemacht als der Tabellenerste. Offense First und es hat funktioniert.
Zu einzelnen Spielern hab ich im neuen Kaderthread bereits alles gesagt, was es so zu sagen gibt. Danke für ne geile Saison, trotz wirklich nervlich aufreibendem Tal in den dunkleren Monaten.
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