Kader EWE Baskets Oldenburg 2025/2026
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Ich glaube, es ist an der Zeit die nächste Saison zu besprechen.
Fangen wir mal oben an. Neue Geschäftsführer für Sport und Verwaltung.
Kann nicht beurteilen wie gut oder schlecht das ist, aber speziell im Bereich Sport hoffe ich doch, dass der neue Trainer ein Wort mitzureden hat.
Trainer: Mladen war die Notlösung, nicht mehr und nicht weniger. Er geht wieder in die Jugend zurück, wo er sicherlich mehr bewirken kann.
Ich kann mir keinen Trainer aus der Liga vorstellen, die sind ja auch alle gebunden oder?
Das wird schon eine Aufgabe werden jemanden zu finden, der auch ein paar Jahre bei einem runtergerockten Club anfangen will. Machen wir uns da nichts vor.
Ich wünsche mir auf jeden Fall ein mehr defensiv orientiertes Team, das aber auch Wert auf die Offence legt. Geht das, ohne das Drama der letzten 2 Jahre?
Spieler, die hoffentlich bleiben, Schoormann, Agbakoko, Hinrichs und Konontsuk.
Alle anderen? Ich weiß nicht…So, jetzt gibt’s weiter mit Spekulationen, Gerüchten und Vermutungen

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Auch ich muss feststellen: Die vergangene Woche hat mir die Resthoffnungen auf ein versöhnliches Saisonende geraubt. Mit diesem Umstand befasse ich mich im Blog. Wer mag, liest das Ganze hier:
https://torbenrosenbohm.de/2025/04/14/ende-der-illusionen-bei-den-ewe-baskets/ -
Auch ich muss feststellen: Die vergangene Woche hat mir die Resthoffnungen auf ein versöhnliches Saisonende geraubt. Mit diesem Umstand befasse ich mich im Blog. Wer mag, liest das Ganze hier:
https://torbenrosenbohm.de/2025/04/14/ende-der-illusionen-bei-den-ewe-baskets/@herrbohm trifft es auf den Punkt. Leider scheinen sich die Verantwortlichen dessen nicht bewusst zu sein.
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@insulaner Ich wollte eigentlich wirklich warten, bis die Saison zu Ende ist, aber wenn du bereits diesen Thread aufmachst
Vermutlich macht es in der Gesamtbewertung schlicht weg wenig aus, wenn man das schon vor Saisonende publik macht:So, eine Warnung vorweg: Ich glaube dieser Beitrag wird etwas länger, aber ich muss meinem Fanfrust auch mal von der Seele schreiben. Die aktuelle Saison verlief anders, als ich es mir erhofft hatte. Nach der letzten Spielzeit, die von extremem Verletzungspech geprägt war, hatte ich gehofft, dass es diesmal ruhiger und erfolgreicher werden würde. Der Auftakt schien vielversprechend: Beim BasketsDay dominierte man Hamburg haushoch – und das sogar ohne Center (Dossou-Yovo und Agbakoko) sowie ohne den angekündigten Scharfschützen Rode, der in Oldenburg seinen hohen Basketball-IQ zeigen sollte. Das Pokalspiel gegen Tübingen war solide und der Saisonstart gegen Heidelberg in eigener Halle machte Mut für die kommenden Spiele.
Doch dann begann der Abwärtstrend. Ohne Fortune und ohne wichtige Stammkräfte ergab man sich in Berlin völlig – rückblickend besonders bitter, wenn man bedenkt, dass Alba selbst keine starke Hauptrunde spielte. In Hamburg ließ man sich das Spiel in den letzten zehn Minuten aus der Hand nehmen und im Pokal in Frankfurt geriet man zwischenzeitlich mit 31 Punkten in Rückstand – wohl der erste große Knacks der Saison. Das Vertrauen in Trainer Pedro Calles begann zu schwinden. Die Stimmung insgesamt wurde schon wieder schlechter, der Basketball insb. Offensiv war unansehnlich, aber auch die anspruchsvolle Calles-Defensive lief noch gar nicht rund.
Zwar folgte ein überzeugender Kantersieg gegen Ulm, doch dieser war eher Ulms eigener Schwäche geschuldet (Die Augenringe waren doch gut sichtbar). Danach rang man sich zu einem Heimsieg gegen Bamberg durch, der aber mehr Krampf als Glanz war. Die darauffolgende Niederlage gegen den MBC – erneut nach einem hohen Rückstand (-21) – besiegelte schließlich das Aus von Calles in Oldenburg.
Dann kam Mladen Drijencic zurück und übernahm die schwierige Aufgabe, einer verunsicherten Mannschaft eine funktionierende Offensive beizubringen. Das gelang ihm in meinen Augen durchaus, auch wenn die Defensive nie wirklich stabil wurde – was aber auch an den Spielertypen lag. Ein Jaworski wird beispielsweise nie ein Lockdown-Verteidiger sein. Trotzdem zeigte das Team einige gute Spiele, selbst ohne Crandall und Brooks, die fast häufiger verletzt waren als einsatzfähig.
Als Zwischenlösung wurde Nicols verpflichtet, ein sicherlich talentierter Scorer – allerdings nicht das, was das Team zu diesem Zeitpunkt wirklich in meinen Augen brauchte. Es fehlte an Struktur, nicht an zusätzlicher Firepower. Entsprechend trennten sich die Wege bereits nach sieben Spielen. Auch Dossou-Yovo, dessen Fitnesszustand zu Saisonbeginn wohl alles andere als optimal war, verließ den Verein. Sein Ersatz, Mouhamed Barro, machte seine Sache besser als erwartet, auch wenn mit bekannten Schwächen (Wurf, Freiwürfe etc.).
Besonders eklatant war in dieser Saison die Auswärtsschwäche. Ich habe keine genauen Statistiken zur Hand, aber gefühlt hat man so wenige Auswärtsspiele wie nie zuvor gewonnen. Es wirkte fast so, als würden zwei völlig unterschiedliche Mannschaften auflaufen – eine zuhause, eine in fremden Hallen. Der negative Höhepunkt die Brandrede von Mladen Drijencic im Halbzeitinterview gegen Frankfurt. Ratlos und enttäuscht appellierte er an den Stolz und an die Ehre und was passierte? Rein gar nichts. In zwei so wichtigen Auswärtsspielen (Bonn und Frankfurt) so mies zu spielen hat wirklich gezeigt, dass diese Mannschaft keine Play-Ins verdient.Und nun? Jetzt steht der Verein ohne Trainer da, mit einer ungewissen Zukunft. Das „Projekt Calles“ ist gescheitert, nachdem es in der ersten Saison mit dem Einzug ins Pokalfinale noch vielversprechend begann. Danach ging es jedoch bergab. Besonders symptomatisch für dieses Chaos war die Entwicklung von Russell: In seiner zweiten Saison war er nicht mehr der Spieler, der er zuvor war. Gründe? Erklärungen? Fehlanzeige. Gerüchte über einen gebrochenen Finger machten die Runde, doch offiziell wurde nie etwas bestätigt.
Die Trennung von Russell (trotz Vertrag), ein Jahr nach seiner gefeierten Vertragsverlängerung, kam dennoch für mich überraschend – auch wenn Crandall in der zweiten Saison der stärkere Point Guard in meinen Augen war. Unvergessen bleibt wohl Russels 0-von-16-FG Spiel gegen Rasta Vechta in seiner zweiten Saison hier vor heimischen Fans.Nach der dritten, enttäuschenden Saison unter Calles endete das Kapitel endgültig. Jetzt laufen bis auf Hinrichs alle Verträge aus – eine bessere Ausgangsposition für einen radikalen Neuanfang kann es kaum geben. Doch wird dieser auch gelingen? Wie viel Zeit bekommt die neue Geschäftsleitung? Wie geduldig sind die Fans?
Auch abseits des Feldes stehen Veränderungen an: Hermann Schüller zieht sich teilweise zurück und überlässt den Posten einem Vollzeit-Geschäftsführer. Flankiert wird das Ganze von Klaric, der – soweit ich es verstanden habe – weiterhin dieselben Aufgaben übernimmt, nur mit einem neuen Titel. Es bleibt spannend, in welche Richtung sich das Team nun entwickeln wird. Ach, was sage ich: In welche Richtung sich der Club entwickeln wird. Aber später dazu mehr.Vielleicht noch ein Wort zu Klaric:
Die Kritik an ihm ist manchmal in meinen Augen überzogen. Im DYN-Interview hat er es selbst auf den Punkt gebracht: Der Trainer äußert seine Wünsche, Klaric versucht, sie zu realisieren und gibt vielleicht Vorschläge, welche Spieler passen könnten. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Trainer und/oder bei Hermann Schüller.Auch in dieser Saison waren die Nachverpflichtungen insgesamt solide. Bei Rode bestand ein gewisses Risiko, das sich leider nicht ausgezahlt hat – wobei man hört, dass Heimweh und andere Erwartungen eine Rolle spielten. Die Pressemitteilung zur Vertragsauflösung klang jedenfalls so, als hätte man ihn gerne gehalten und weiterentwickelt. Warum sollte der Club in dieser Hinsicht unehrlich sein?
Vielleicht räumen einige Fans Klaric mehr Einfluss ein, als er tatsächlich hat. Fakt ist: Hermann Schüller schätzt ihn seit Jahren sehr. Aber kann wirklich jemand von uns Klarics Arbeit vollumfänglich beurteilen? Weiß jemand genau, welche Gespräche er führt, welche strategischen Entscheidungen er trifft oder welchen Anteil er an Spielerverpflichtungen hat? Oder an der Weiterentwicklung der Jugendabteilung?
Letztlich hängt vieles nicht nur am Trainer oder am sportlichen Leiter. Ein Gavel wurde in Ulm Meister, kämpft in Bamberg aber im unteren Tabellenbereich. Das zeigt: Das Budget spielt auch eine enorme Rolle. Und hier wird oft ein entscheidender Punkt übersehen: Die Konkurrenz in Deutschland hat in Sachen Budget und Professionalität rasant aufgeholt. Oldenburg arbeitet weiterhin auf hohem professionellem Niveau, doch das Budget ist im Vergleich zu früher gesunken. Auch die hohe Inflation der letzten Jahre spielt langfristigen Sponsorenverträgen nicht in die Karten. Auch die Mitarbeiter der Baskets wollen natürlich mehr Geld – verständlicherweise. Auch der neue Vollzeit-GF wird eine Menge Geld kosten. Das alles muss finanziert werden…Schlagzeilen wie „EWE reduziert Ausgaben für Spenden und Sponsoring“ (NWZ, 2023) sollten jedem klarmachen, was das für den Oldenburger Basketball bedeutet – und bereits bedeutet hat. Das Budget schrumpft mit jedem neuen Vertrag. Zwar sind Sponsoren wie VIEROL und SEMCO eingesprungen, doch die EWE war und ist nun mal der stärkste Partner. Ich rechne damit, dass die EWE ihr Engagement mit dem neuen Vertrag weiter zurückfahren wird. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen den Rechten, die die EWE als Sponsor erhält, und dem tatsächlichen finanziellen Beitrag nicht mehr im Gleichgewicht ist. Wenn man im Bonner Thread liest, dass die Telekom dort rund 3,x Millionen Euro pro Saison zahlt, wirkt das im Vergleich zu dem, was die EWE hier in Oldenburg beisteuert, doch recht ernüchternd.
Das wirft für mich eine zentrale Frage auf: Wie soll hier ein nachhaltiges sportliches und strukturelles Wachstum möglich sein, wenn die Namensrechte und andere prominent zu sehende Werbung zu solchen Konditionen vergeben sind? Es entsteht für mich der Eindruck, dass seit dem signifikanten Rückgang des Sponsorings 2019/2020 bzw. 2020/2021 die Rechte nicht groß zurückgefahren worden sind. Und genau diese Konstellation könnte potenzielle Großsponsoren abschrecken. Wer möchte schon viel Geld investieren, wenn der Namenssponsor weiterhin so im Rampenlicht steht – und das zu einem vergleichsweise niedrigen Preis? Für den Club wäre es langfristig wichtig, finanzielle Spielräume zu erweitern und dafür auch die Möglichkeit zu schaffen, dass neue starke Partner sichtbar in Erscheinung treten können. Mir ist absolut klar, dass meine Sichtweise im Oldenburger Umfeld wohl eine ziemliche Außenseitermeinung ist – fast schon ein kleiner Tabubruch. Aber vielleicht ist es genau deshalb an der Zeit, diese Diskussion mal anzustoßen. Nicht aus Undankbarkeit gegenüber der EWE, sondern aus dem Wunsch heraus, den Club perspektivisch breiter und zukunftsfähiger aufzustellen. Und wirklich bitte nicht falsch verstehen, ich bin der EWE zutiefst und aus ganzem Herzen dankbar, dass sie seit 24 Jahren fest an der Seite des Clubs stehen, aber vielleicht ist es irgendwann mal Zeit diese Partnerschaft zu überdenken, ähnlich wie bei OWAYO und gerade vor dem Hintergrund, dass man hört, dass die EWE sowieso an allen Ecken und Enden sparen will. Vorausgesetzt, es findet sich jemand, der die Rechte übernehmen möchte, aber: CEWE Devils Oldenburg, LzO Titans Oldenburg, Brötje Bulls Oldenburg oder MATTHÄI Ballers Oldenburg sind doch auch keine schlechten Namen. Vielleicht unterschätze ich aber auch die zukünftige Arbeit unseres neuen Geschäftsführers Andresen, der ja durchaus gut vernetzt sein soll. Es wäre toll, wenn er es schaffen würde, das Sponsoring nochmal auf eine neue Ebene zu heben. Nur weiß ich nicht, inwiefern er da überhaupt involviert sein wird und was für eine Art Typ Mensch er generell ist.Aber nochmal zurück zu Klaric: Ich bin mir sicher, dass Klaric versucht, das Beste für den Club herauszuholen – warum sollte er das auch nicht tun? Er ist kein Neuling im Geschäft, der erst mühsam Netzwerke aufbaut oder sich in gewisse Kreise einfinden muss. Natürlich gibt es gelegentlich Verpflichtungen, die nicht den Erwartungen entsprechen – aber genauso gibt es positive Überraschungen. Insgesamt passt das für mich und ich wüsste auch nicht, wer ihn beerben sollte. Natürlich hat sicherlich auch ein Klaric seine Ecken und Kanten und hat sich in der Vergangenheit sicherlich nicht klug ausgedrückt in einigen Interviews, aber ein Blick nach Berlin zeigt mir auch, wie schnell du eben von Hero auf Zero fallen kannst (Stichwort Ojeda), obwohl da in Berlin nochmal deutlich mehr Budget zur Verfügung steht.
Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, professionelle Scouts ins Boot zu holen, um Klaric zu entlasten. Doch auch hier müsste zunächst Vertrauen in einen solchen Scout aufgebaut werden. Ich weiß nicht genau, wie andere europäische Clubs das Handhaben. In der NBA sind weltweite Scouting-Strukturen selbstverständlich – doch das ist eine ganz andere finanzielle Dimension.Kommen wir nun zu meiner individuellen Spielerkritik:
Die Abgänge in der Saison
#5 Ty Nicols
Eigentlich spielte Nicols gar nicht schlecht, aber er war schlicht nicht der Spielertyp, den Oldenburg in diesem Moment in meinen Augen brauchte. Es fehlte an Struktur und Ordnung – nicht an Scoring. So kam er in nur sieben Spielen zum Einsatz, mit durchschnittlich elf Minuten Spielzeit, bevor der Vertrag aufgelöst wurde.
Hat ihn im weiteren Saisonverlauf jemand vermisst? Wohl kaum – vor allem, als Brooks und Crandall wieder fit waren. Dass sich später beide Spielmacher erneut verletzen würden, konnte niemand ahnen. Vielleicht wäre es im Nachhinein klüger gewesen, Nicols zu halten, aber zum Zeitpunkt der Trennung war das nicht absehbar. Und wie gesagt: Auch im Nachhinein habe ich niemanden gehört, der sich Nicols wiedergewünscht hätte.#12 Mathis Dossou-Yovo
Er ist mit einigen Vorschusslorbeeren nach Oldenburg gekommen: Als französischer Allstar und harter Arbeiter mit viel Entwicklungspotenzial. So sollte er in einer neuen Liga den nächsten Schritt machen. Doch direkt zu Saisonbeginn fiel er verletzt aus, sein Fitnesszustand war wohl fragwürdig, und auch danach konnte er weder offensiv noch defensiv überzeugen.
Später waren zwischen den Zeilen deutliche Unmutsbekundungen aus dem Club zu vernehmen, was schließlich zur Vertragsauflösung führte. Umso überraschender dann sein Wechsel in die EuroLeague zu Paris (!). Allerdings hat Dossou-Yovo dort - und auch nicht in der französischen Liga - besser gespielt als in Oldenburg. Und das trotz eines deutlich stärkeren und erfolgreicheren Teams um sich herum.
Insgesamt für mich eine klare Enttäuschung. Ich hatte mir vor der Saison deutlich mehr von ihm erhofft.#22 Kyle Rode
Als College-Spieler ohne außergewöhnliche Athletik oder herausragende Fähigkeiten hatte es Rode von Beginn an schwer. Seine Court Vision und sein Ballhandling konnte er nur selten zeigen, seine Defense war kaum existent, und für einen jungen Spieler war seine Athletik unterdurchschnittlich.
Rode war zweifellos die größte Risikoverpflichtung der Saison – und wieder einmal ist das Experiment gescheitert. Seit Jahren, nein, seit Jahrzehnten, gelingt es Oldenburg nicht, einen Rookie direkt vom College zu integrieren. Der letzte, der zumindest solide gespielt hat, war wohl Josh Carter in der Saison 2009/2010.
Woran liegt das? Schwer zu sagen. Vielleicht sind die Erwartungen zu hoch? Vielleicht spielt auch die norddeutsche, eher kühle Mentalität in Kombination mit dem Kulturschock für US-Amerikaner eine Rolle?
Nach seinem Oldenburg-Abenteuer legte Rode in der G-League solide Zahlen auf – wobei der Spielstil dort ein ganz anderer ist. Ich werde seine Entwicklung weiterverfolgen, aber ich fürchte, dass er es in Europa schwer haben wird. Ein vergleichbares Beispiel ist Macio Teague: Sehr erfolgreich am College, doch in Europa mit einigen Schwierigkeiten, auch jetzt noch in der dritten Saison in Europa.Aktive Spieler bis Saisonende
#0 Len Schoormann
Eigentlich tut mir Schoormann fast leid. Muss ein 22-Jähriger wirklich so viel Verantwortung schultern, nur weil die eigentlichen Leistungsträger des Teams nicht abgeliefert haben? Es ist bezeichnend für die Gesamtsituation, dass ein so junger Spieler plötzlich zur tragenden Säule wird – und das nicht nur aus Talent, sondern aus Mangel an funktionierenden Alternativen.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat Schoormann in seinen zwei Jahren in Oldenburg eine beachtliche Entwicklung durchlaufen. Er hat sich nicht nur stabilisiert, sondern phasenweise regelrecht aufgedrängt – für höhere Aufgaben, vielleicht sogar für einen Platz in einem Topteam der BBL oder darüber hinaus. Was mich dabei immer wieder beeindruckt, ist sein Alter: Gerade einmal 22 Jahre – und doch spielt er mit einer Reife, die man ihm nicht unbedingt ansieht.
Spannend ist auch die unterschiedliche Rolleninterpretation durch seine Trainer. Während Calles ihn eher als Shooting Guard sah, hat Drijencic ihn primär als Small Forward eingesetzt – in Kombination mit Pjanic. Das spricht für seine Flexibilität, aber auch für die Suche nach der idealen Position für ihn. Auch wenn er auf beiden Positionen gut abgeliefert hat.
Klar, es gibt noch Baustellen: Die Dreierquote ist definitiv noch ausbaufähig, ebenso seine Courtvision und die Assistzahlen. Aber mal ehrlich – was er in seinem Alter schon zeigt, ist mehr als gut. Man sollte nicht vergessen, dass viele Guards in der Liga mit 24 oder 25 oder noch später erst richtig in Fahrt kommen.
Ob Schoormann seinen nächsten Schritt in Oldenburg machen wird? Ich bezweifle es. Der sportliche Stillstand im Umfeld ist zu offensichtlich, zu wenig Perspektive, zu wenig Entwicklung. Und so kann man auf Dauer keine Toptalente halten. Wer Ambitionen hat, wer wachsen will – der braucht ein Umfeld, das mitwächst. Und das sehe ich in Oldenburg derzeit leider nicht.#3 Max DiLeo
Bei DiLeo weiß man eigentlich immer, was man bekommt: 100 % Einsatz und intensive Defense – ein absoluter Mentalitätsspieler. Er geht voran, stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ist unbequem für die meisten Gegner und bringt genau diese Energie, die du in einem Team brauchst. Aber das war es dann auch.
Offensiv ist DiLeo mittlerweile kaum noch eine Option. Wenig Gefahr aus dem Dreierbereich, wenig Zug zum Korb, kaum kreative Impulse. Und wenn man ehrlich ist: In vielen Spielen ist er in der Offense quasi ein Spieler weniger. Das tut dem Team auf Dauer einfach nicht gut, vor allem wenn gleichzeitig andere Leistungsträger schwächeln und DiLeo nicht kompensieren können. Man weiß, was man bekommt – und auch, was man nicht bekommt.
Inzwischen ist DiLeo auch mehr verletzt als spielfähig, Probleme mit den Knien, der Hüfte und der Lunge machen ihm zu schaffen. Ich würde sogar in Frage stellen, inwieweit Hochleistungssport überhaupt noch Sinn macht für DiLeo. Ich schätze auch mal, dass DiLeo auch recht teuer sein wird, immerhin kam er als Calles-Nachhut und damaliger Nationalspieler. Ich würde den Kaderplatz eher beim Nachwuchs sehen und das gesparte Geld eher in die Spitze investieren.#4 Ben Ayre
Ben Ayre kam im März 2025 als letzte Nachverpflichtung nach Oldenburg – vor allem, um die Lücke zu füllen, die durch die erneuten Verletzungen von Crandall und Brooks entstanden war. Der Australier bringt solide Stats aus der NBL mit, unter anderem eine Dreierquote von knapp 40 % und Spielübersicht, die von sportlicher Seite gelobt wurde.
Aber sind wir mal ehrlich: Ayre ist kein Spieler, der dem Spiel wirklich seinen Stempel aufdrückt. Er kann alles ein bisschen – aber nichts davon richtig gut. Seine Leistungen bisher bei den EWE Baskets waren unauffällig, ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Das macht ihn zwar nicht zum Risiko, aber auch kaum zu einem Gamechanger.
Es wirkt fast so, als sei sein Engagement in Oldenburg eher eine Übergangslösung: eine Chance, nach der australischen Saison ein paar Monate in Europa mitzunehmen, sich fit zu halten und dabei noch ordentlich zu verdienen. Für ihn mag das passen – für Oldenburg eher eine Notlösung als ein nachhaltiger Baustein. Große Zukunft in Oldenburg oder gar in der BBL? Sehe ich als eher unwahrscheinlich, aber zumindest hat er mehr Struktur reingebracht als Nicols. -
Teil 2
#9 Geno Crandall
Ja, Crandall war wohl der erste echte Problemfall im Kader – ein Spieler, der als vermeintlich zentraler Baustein verpflichtet wurde, aber letztlich nie wirklich ins Gefüge passte. Schon seine Ernennung zum Kapitän hat bei mir für Stirnrunzeln gesorgt. Schließlich war seine impulsive Art aus der vergangenen Saison kein Geheimnis und genau diese Hitzköpfigkeit hat sich auch in dieser Spielzeit wieder gezeigt.
Natürlich hatte Crandall auch seine Momente. Spiele, in denen man seine individuelle Klasse aufblitzen sah – sei es im Eins-gegen-eins, beim Zug zum Korb oder in der Transition. Aber viel zu oft stand sich sein eigener Kopf im Weg. Statt klug zu führen, wirkte er teils übermotiviert, ja fast eigensinnig. Da ging es dann mit dem Kopf durch die Wand, während seine Körpersprache – besonders in schwierigen Phasen – fast schon demonstrativ negativ war. Und wenn selbst der letzte Fan in der dreizigsten Reihe nach zehn Bier merkt, dass da etwas nicht stimmt, dann ist das mehr als nur eine Momentaufnahme.
Das eigentlich Tragische an Crandall ist, dass er das Talent mitbringt, um in einem ambitionierten Team eine Schlüsselrolle zu spielen. Seine gute Technik, sein Tempo, sein Zug zum Korb, seine Größe, Handlings – all das ist da. Aber mental fehlt es einfach an Reife und Führungsqualität. Ihm geht häufig das nötige Maß an Ruhe, Klarheit und emotionaler Kontrolle ab – Tugenden, die ein Kapitän oder Leistungsträger in kritischen Phasen für mich ausstrahlen muss. Und genau das scheint ihn letztlich davon abzuhalten, wirklich tragende Rollen auf höherem Niveau dauerhaft auszufüllen. Schade eigentlich.#10 Aleksander Zecevic
Wenn man über Spieler spricht, die im Saisonverlauf nie so richtig angekommen sind, darf Aleksandar Zecevic in dieser Liste nicht fehlen. Verpflichtet mit der Erwartung auf Verletzungssorgen reagieren zu können, blieb er über weite Strecken vor allem eines: blass. Selbst an Spieltagen, wo er im Kader stand, spielte er dann doch einfach gar nicht.
Zecevic wirkt oft wie ein Spieler, der solide Basics mitbringt, aber sich selbst zu wenig zutraut – oder schlichtweg die Intensität nicht konstant auf das nötige BBL-Niveau bringt. In der Verteidigung fehlt es ihm häufig an der letzten Aggressivität, an der Bereitschaft, wirklich dagegenzuhalten. Offensiv bringt er zwar eine gewisse Präsenz am Brett und einen soliden Dreier mit, aber sobald Tempo ins Spiel kommt oder der Gegner physisch zulegt, wird’s dünn. Von einem Big Man in der heutigen BBL erwartet man einfach mehr Qualität in der Defensive und in der Offensive.
Das Bittere daran: Potenzial ist eigentlich da. Er hat eine gute Physis, eine brauchbare Größe, einen guten Wurf und in Ansätzen auch das Auge für Mitspieler. Aber es fehlt an Erfahrung auf dem Niveau und wohl auch an Basketball-IQ. In einer Mannschaft, die sich mit Ambitionen in der oberen Tabellenhälfte behaupten will, braucht es mehr als nur ein Mitläufertum.
Zecevic ist kein Totalausfall – aber eben auch weit entfernt davon, ein Fixpunkt in der Rotation zu sein. Wenn sich an seiner Intensität nichts grundlegend ändert, wird er eher als Lückenfüller in Erinnerung bleiben. Und für Spieler in seiner Rolle ist das natürlich kein gutes Zeichen für seine persönliche Zukunft.#11 Justin Jaworski
Bei Justin Jaworski sieht man auf den ersten Blick, was für ein feines Gefühl er für das Spiel hat. Sein Wurf ist technisch sauber, schnell, kompakt – das ist ein echter Shooter, der weiß, wie man sich in Position bringt. Gerade in der heutigen BBL, wo Spacing und schnelle Entscheidungen immer wichtiger werden, ist ein Spieler wie Jaworski grundsätzlich enorm wertvoll. Insgesamt kann ich gar nicht so viel Negatives sagen. Jaworski kam nach Oldenburg, um zu werfen und um zu scoren. Das hat er mit Bravur gemacht, war oft Topscorer und hat oft viele Minuten gespielt. Die Quoten waren oft ok, aber nicht sehr gut. Aber die Rolle, die für ihn angedacht war, hat er gut ausgefüllt. Aber auch er bleibt defensiv unauffällig. Nicht katastrophal – aber eben auch nicht gut. Er bringt keine körperliche Physis mit, kein besonderes defensives Gespür, keine Momente, in denen er dem Gegner den Zahn zieht. Man hat bei ihm das Gefühl: Wenn das Spiel an ihm vorbeiläuft, lässt er es eben defensiv laufen. Und trotzdem bringt Jaworski sich ins Team ein, ist ein harter Arbeiter, läuft konsequent seine Wege, ist taktisch diszipliniert und hat eigentlich nie ein negatives Auftreten. Er macht keine großen Wellen, sondern will mit Leistung überzeugen – und das verdient Respekt. Natürlich neigt er dazu ein wenig zu überdrehen nach erfolgreichen Abschlüssen von Downtown, aber meine Güte. Jaworski ist noch jung und wir seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher.
Wenn er den nächsten Schritt macht (europäisch?), kann er ein echter X-Faktor werden: als verlässlicher Schütze von außen, als Spieler, der das Spiel breit macht und Räume schafft für seine Mitspieler. Sein Skillset ist modern, und das Fundament ist definitiv da. Zumindest in der Offensive, in der Defensive fehlt dann einfach auch der Körper, aber dann würde er auch wo anders spielen. Insgesamt hat mich Jaworski an Max Heidegger die Saison über erinnert, wobei ich Max‘s Skillset noch individuell ein bisschen stärker fand. Aber so oder so war Jaworski eine gute Verpflichtung.#17 Norris Agbakoko
Ich kann meine Einschätzung aus dem letzten Jahr im Grunde wieder hervorholen: Agbakoko hat erneut den nächsten Schritt gemacht! Seine Entwicklung bleibt vielversprechend, auch wenn er weiterhin verletzungsanfällig ist. Auch in dieser Saison musste er verletzungsbedingt pausieren – wenn auch nur für eine vergleichsweise kurze Zeit. Vielleicht ist genau das einer der Gründe, weshalb er für einen Club wie Oldenburg aktuell noch finanzierbar bleibt.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Agbakoko längst auf den Listen finanzstärkerer Vereine steht. Doch eine Effektivität von knapp 15 über die gesamte Saison hinweg ist eine bemerkenswerte Leistung. Das ist eine Entwicklung, die für sich spricht. Aus meiner Sicht: gerne ein Vertrag bis mindestens 2030!
Agbakoko hätte sogar die Chance, mehr als 15 Jahre in Oldenburg zu bleiben – eine echte Chance und ein sicherer Platz in den Vereinsannalen. Ich traue ihm zu, sich mittelfristig zu einer festen Größe im Team zu entwickeln. Aber will er das überhaupt? Oder sind die Verlockungen anderer Vereine – inklusive deutlich besserer Bezahlung – nicht doch zu groß?
Ich könnte es ihm nicht verübeln, wenn er sich für den nächsten Karriereschritt entscheidet. Er ist für einen Center noch jung, bringt viel Potenzial mit und sollte alles daransetzen, die beste Version seiner selbst zu werden. Ob er dieses Ziel ausgerechnet in Oldenburg erreichen kann, ist zumindest für mich fraglich in der aktuellen sportlichen Situation. Vielleicht hängt auch viel vom neuen Coach ab.
Aber so oder so: Es bleibt eine tolle Geschichte – besonders für den Oldenburger Nachwuchs. Wie Klaric erzählte, konnte Agbakoko vor fünf oder sechs Jahren nicht einmal sicher einen Ball fangen. Seine Entwicklung ist also tatsächlich eine echte Cinderella-Story.#20 Joel Harms
Nun, er hat seinen Vertrag zwar verlängert, aber realistisch betrachtet dürfte seine Rolle kaum über die des dritten Centers hinausgehen. Seine bisherigen Leistungen rechtfertigen jedenfalls keine größere Verantwortung im Kader – und das nicht nur im Vergleich zur BBL, sondern selbst im Kontext der Regionalliga.
Dabei bringt er auf den ersten Blick beeindruckende körperliche Voraussetzungen mit: 2,07 Meter groß, offiziell 108 Kilo – ein echtes Kraftpaket. Doch leider gelingt es ihm bislang nicht, diesen Körper effektiv einzusetzen. Seine Statistiken in der Regionalliga bleiben deutlich hinter dem zurück, was man von einem Spieler mit solchen physischen Voraussetzungen erwarten würde.
Ich hätte an seiner Stelle vielleicht versucht, in der ProA Fuß zu fassen. Ein Tapetenwechsel, ein neues Umfeld, mehr Spielpraxis auf etwas höherem Niveau – das hätte seiner Entwicklung möglicherweise gutgetan. Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Vielleicht reicht es schlicht nicht für mehr. Weder technisch noch spielerisch scheint er bislang das Niveau erreicht zu haben, um sich über eine tiefe Rotationsrolle hinaus zu empfehlen.
Was die Zeitachse betrifft, wird es ebenfalls nicht leichter für ihn: Ein Blick auf den Jahrgang zeigt: Len Schoormann ist gerade einmal fünf Monate älter – und hat sportlich bereits eine ganz andere Flughöhe erreicht.#21 Seth Hinrichs
Hinrichs ist für mich einer dieser Spielertypen, die man gerne im Team hat: ruhig, professionell, erfahren und teamorientiert. Er macht selten große Fehler, bringt solide Defense, bewegt den Ball gut, stellt sich nie in den Vordergrund – einfach ein echter Teamspieler. Und genau das hat ihn in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustein in funktionierenden Teams gemacht. Er ist aber niemand, der voran geht in meinen Augen.
Seine Rolle war nie die des Scorers, klar – aber mittlerweile fehlt mir auch die Gefahr von außen oder der gelegentliche aggressive Drive zum Korb. Und in einer Mannschaft, die oft Schwierigkeiten hat, konstant zu punkten, fällt das halt irgendwann ins Gewicht.
Er wird nächstes Jahr 33 – da ist es nur logisch, dass die Spritzigkeit irgendwann nachlässt. Er kann das teilweise mit Spielintelligenz kompensieren, aber auch das hat Grenzen. Und dann stellt sich irgendwann die Frage: Reicht seine Rolle noch, wenn man den Kader wirklich weiterentwickeln will?
Auf der anderen Seite ist Seth jemand, der ein gutes Beispiel für jüngere Spieler sein kann. Er hat Erfahrung, macht keine Welle. Wenn man einen Veteranen für die Tiefe im Kader behalten will, der das Umfeld kennt und mit seiner Art Stabilität reinbringt – dann ergibt eine Vertragserfüllung Sinn, insbesondere als deutscher Spieler.#24 Mouhamed Barro
Mouhamed Barro ist ein Rollenspieler, der genau das spielt, was von ihm erwartet wird. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er bringt Energie, arbeitet solide am Brett und ist defensiv präsent, ohne dabei große Akzente zu setzen. In der Reboundarbeit ist er engagiert, physisch durchaus robust, aber selten wirklich dominierend.
Offensiv bleibt sein Spiel sehr limitiert. Abschlüsse kommen fast ausschließlich aus der Nähe zum Korb, oft nach Offensivrebounds oder im PnR. Ein verlässliches Post-Up-Spiel oder ein Wurf aus der Mitteldistanz gehören nicht zu seinem Repertoire. Der Dreier schon gar nicht. Er agiert eher als Mitläufer in der Offensive, der selten aktiv eingebunden wird – und das irgendwo auch zurecht.
Was ihm zugutegehalten werden kann: Er kennt seine Rolle, überzieht nicht, stellt Screens, macht die Arbeit. Aber genau das begrenzt auch seinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Er ist kein Spieler, der Spiele verändert oder Gegner vor größere Herausforderungen stellt. Barro liefert solide Minuten von der Bank, ohne große Schwächen, aber eben auch ohne auffällige Stärken. Vielleicht kann man noch sagen, dass Barro auch oft aufgrund der Fouls einfach nicht viele Minuten spielen kann.
Insgesamt hat er seine Rolle im Kader erfüllt, als defensiv orientierter Big Man für die Tiefe der Rotation. Für mehr fehlt es aktuell an Spielintelligenz, technischem Feinschliff und offensiver Vielseitigkeit. Aber hätte man mir je gesagt, dass Mladen Drijencic einen defensiven Center verpflichtet, hätte ich wohl früher müde gelächelt.#34 Artur Konontsuk
Artur Konontsuk ist einer der spannendsten Spieler im Oldenburger Kader – und das mit gerade einmal 24 Jahren. Er bringt ein modernes Skillset mit, das ihn auf seiner Position extrem vielseitig macht: Eine gute Länge, solide Athletik, einen soliden Wurf und dazu ein gutes Gefühl für das Spiel.
Was bei Konontsuk auffällt, ist seine allgemeine Präsenz auf dem Feld. Er spielt mit einer klaren Körpersprache, ist aktiv in der Defense, kämpft um Rebounds, läuft die Transition und zeigt immer wieder, dass er mehr will als nur mitlaufen. Auch sein Wurf – gerade aus der Distanz – hat sich im Laufe der Saison stabilisiert und macht ihn offensiv zu einer echten Option, die das Feld breit macht. Dennoch hatte er auch richtig schwache Spiele, wo sein Wurf einfach nicht fallen wollte. Und da wären wir beim Entwicklungspotenzial: bei der Konstanz im Wurf, im Entscheidungsverhalten oder im physischen Eins-gegen-eins. Auch gelegentliche Vollaussetzer in der Defense waren zu beobachten. Aber genau das ist der Punkt: Mit 24 Jahren hat Konontsuk noch richtig Luft nach oben. Und er bringt die richtige Einstellung mit, um diesen nächsten Schritt auch zu gehen.
Wenn er gesund bleibt und weiter an sich arbeitet, kann Konontsuk in den kommenden Jahren zu einem echten Leistungsträger reifen – nicht nur in Oldenburg, sondern auch darüber hinaus. Das Potenzial ist ohne Frage da, und der Weg, den er bisher eingeschlagen hat, ist vielversprechend. Ich an seiner Stelle würde Oldenburg verlassen und den nächsten Schritt versuchen. Sprich: Ein Team mit echten Ambitionen suchen, dass auch europäisch spielt. Insgesamt hat sich Konontsuk in Oldenburg großartig entwickelt.#35 Alen Pjanic
Ich hatte echt gehofft, dass Pjanic nach seiner langen Verletzung letzte Saison und in der Vorsaison dieses Jahr durchstartet – oder zumindest schmerzfrei spielen kann. Laut seiner eigenen Aussage ist das auch so. Umso ernüchternder finde ich seine Leistung.
Aus seiner Athletik macht er mir einfach zu wenig aktuell. Der Einsatz ist meistens da, keine Frage – aber das allein reicht auf dem Level halt nicht. Was wirklich gar nicht geht, sind seine Dreierquoten. Für einen Flügelspieler in einem Team, das auf Shooting angewiesen ist, ist das einfach zu wenig. Da kommt keine Gefahr von außen.
Er ist mittlerweile auch 28 – viel Entwicklung darf man da nicht mehr erwarten. Und dann stellt sich halt die Frage: Reicht das für einen neuen Vertrag? Ich bin da ehrlich gesagt skeptisch. Klar, ein erfahrener Deutscher im Kader hat immer einen gewissen Wert, aber sportlich war das insgesamt enttäuschend. Und man darf nicht vergessen, dass Pjanic schon zwei Verträge bei den Baskets hatte, die Konditionen für eine Weiterverpflichtungen müssten wirklich passen: Stichwort Preis-/Leistung.
Aber das Problem ist auch: Wer wäre die Alternative? Deutsche Spots sind schwer zu füllen, besonders mit jemandem, der als deutscher auch wirklich hilft.# 55 Eli Brooks
Eli Brooks hatte dieses Jahr Pech mit Verletzungen und konnte nie wirklich zeigen, was eigentlich bei ihm möglich ist. Für mich ist er ein Spieler, dessen Leistungen oft hinter meinen Erwartungen zurückbleiben – sowohl offensiv als auch defensiv. Trotz seines Potenzials hat er in Oldenburg nie wirklich den Durchbruch geschafft und wirkt oft wie ein Schatten seiner Möglichkeiten. Mit ihm auf dem Feld habe ich das Gefühl gehabt, dass das Spiel in Zeitlupe abläuft, insbesondere wenn Brook über Screens zum Korb gekommen ist. Das war schon besonders anzusehen. Kann ich gerade schlecht beschreiben.
Offensiv ist er dadurch zwar in der Lage, Punkte zu erzielen, aber oft geschieht dies auf diese unkonventionelle Weise und nicht in den entscheidenden Phasen. Seine Wurfquoten aus der Distanz sind inkonsistent und katastrophal für einen Point-Guard.
Defensiv zeigt er mir oft zu wenig Einsatz und Entschlossenheit. In wichtigen Momenten bleibt er hinter den Erwartungen zurück, sowohl im Eins-gegen-eins als auch bei der Hilfeverteidigung. Manche Rotationsfehler in der Defensive gehen auch auf sein Konto und das mitten in der Saison. Seine Beweglichkeit reicht nicht aus, um wirklich Druck auf den Ball auszuüben.
Und dann wären da noch die immer wiederkehrenden Verletzungsprobleme, die ihm ständig im Weg stehen. Auch wenn er selbst nicht einmal etwas dafürkonnte, wie z. B. diese Daumenverletzung mit anschließender OP. Diese Rückschläge haben nicht nur seine Form beeinflusst, sondern auch seine Rolle innerhalb des Teams in Frage gestellt. In einer Liga, in der Stabilität und Konstanz entscheidend sind, ist Brooks aktuell nicht in der Lage, das volle Potenzial zu entfalten, das man von ihm erwartet hatte.
Insgesamt hat Brooks es bisher nicht geschafft, seine Rolle in Oldenburg wirklich zu definieren. Für mich – auch aufgrund der schlechten Wurfquoten kein Kandidat für einen Verbleib. -
Teil 3
Das große Fazit
Die EWE Baskets stehen (mal wieder) an einem Scheideweg. Die große Ära rund um Paulding, Mahalbasic & Co. ist endgültig vorbei – was bleibt, ist ein Traditionsclub mit hoher Strahlkraft, aber ohne sportliche Konstanz. Nach Jahren im oberen Tabellendrittel und regelmäßigen Playoff-Teilnahmen hat sich Oldenburg zuletzt eher in der Mittelklasse der Liga wiedergefunden. Für einen Club mit der Infrastruktur, der Fanbasis und den wirtschaftlichen Möglichkeiten wie Oldenburg ist das zu wenig. Der Anspruch muss ein anderer sein – auch wenn das nicht von heute auf morgen geht. In den letzten Jahren wirkte die Kaderzusammenstellung oft unausgewogen: viele Nachverpflichtungen, kurzfristige Deals, fehlende Rollenklarheit. Es braucht wieder eine klare sportliche Linie – mit Spielern, die nicht nur individuell stark sind, sondern auch zueinander passen. Dazu gehören für mich: eine stabile, verlässliche Achse aus 3 bis X Spielern über mehrere Jahre, gezielte Verstärkungen auf Schlüsselpositionen (vor allem Point Guard) und weniger Wetten auf Formschwankungen oder verletzungsanfällige Spieler (Chapman, Manning etc.). Das schreibt sich so leicht, ist aber schwer alles umzusetzen. Ein Verein wie Oldenburg lebt stark von seiner Fankultur. Dafür braucht es wieder mehr Gesichter, mit denen sich die Stadt identifizieren kann. Spieler mit Charakter, Ecken und Kanten, die bleiben – und nicht nach einer halben Saison wieder verschwinden. Ein smarter Mix aus hungrigen Talenten, erfahrenen Führungsspielern und Identifikationsfiguren ist hier gefragt. Die BBL ist ausgeglichener und stärker denn je. Um dort wieder oben mitzuspielen, müssen die EWE Baskets zurück zu einer klaren Linie, mutiger in ihrer Planung werden und wieder eine Mannschaft formen, die mehr ist als die Summe ihrer Einzelteile. Das Ziel? Kurzfristig: Stabilisierung im Playoff-Rennen. Mittelfristig: Rückkehr zur Spitzengruppe. Das Potenzial, die Infrastruktur dafür ist da – jetzt muss es nur auch ausgeschöpft werden. Aber auch da beißt sich der Hund in den Schwanz: Denn dafür muss auch das nötige Budget zur Verfügung stehen und ich weiß nicht, ob das aktuell machbar ist, trotz aller Reden um Top 6 etc.
Ich erspare mir explizit zu erwähnen, ob ich irgendwen noch in Oldenburg gerne länger sehen möchte (Ausnahme Agbakoko) und wie der Kader meiner Meinung nach nächste Saison aussehen soll, denn vieles davon hängt am neuen Coach, dazu noch ein Wort:Zum neuen Coach
Wenn man sich anschaut, wo die EWE Baskets aktuell stehen und wo sie eigentlich wieder hinwollen, dann wird schnell klar: Der nächste Coach muss mehr mitbringen als nur ein Playbook und ein paar motivierende Sprüche. Oldenburg braucht eine Persönlichkeit mit Plan, mit Ecken und Kanten, jemand, der weiß, wie man ein Team aufbaut – nicht nur für eine Saison, sondern perspektivisch. Einer, der die Spielidee klar vorgibt, aber auch die Flexibilität hat, sie dem Kader anzupassen. Kein Systemfanatiker, sondern ein Trainer mit Basketball-Verstand und Pragmatismus.
Wichtig wird auch sein, dass er Spieler entwickeln kann. Wir brauchen keinen Verwalter von Talenten, sondern jemanden, der junge Spieler besser macht, sie führt, fordert und ihnen gleichzeitig das Vertrauen gibt, Fehler zu machen. Denn wenn Oldenburg wieder zu einer Top-Adresse werden will, gehört Nachwuchsarbeit und Entwicklung zwingend dazu – sowohl bei Talenten als auch bei Rollenspielern, die hier den nächsten Schritt machen wollen.
Und dann ist da noch der emotionale Teil: Oldenburg ist kein Standort für Blender oder Durchlauferhitzer. Der neue Coach muss sich mit dem Club identifizieren wollen, mit der Stadt, mit den Fans. Hier schätzt man Authentizität, ehrliche Arbeit, klare Kommunikation. Kein Marketing-Gewäsch, kein Ego-Trip, sondern ein Coach, der versteht, was die Halle trägt – und was nicht.
Gleichzeitig darf er aber nicht konfliktscheu sein. Er muss auch bereit sein, Entscheidungen zu treffen, wenn es unbequem wird. Nicht der Name oder das Gehalt dürfen über Einsatzzeit entscheiden, sondern Leistung und Teamfit. Junge Spieler müssen echte Chancen bekommen, Veteranen aber auch mal draußen sitzen, wenn sie nicht liefern.
Unterm Strich braucht Oldenburg einen Coach mit klarer Vision, einem langfristigen Ansatz und der Fähigkeit, ein echtes Team zu formen – nicht nur auf dem Papier, sondern auf dem Feld. Jemand, der Lust hat, hier etwas aufzubauen, sich nicht zu schade ist, in der ProB mal ein Nachwuchsspiel anzuschauen, und der weiß: Erfolg kommt nicht über Nacht, aber mit harter Arbeit, Geduld und einem funktionierenden Plan. Ich bin mir sicher: Genau so jemand würde hier sofort Rückhalt bekommen – bei den Fans, beim Club, in der Stadt. Aber genau diesen „jemanden“ zu finden ist wohl die Gretchenfrage des Jahres und die vollendete eierlegende Wollmilchsau.
An dieser Stelle auch mal ein großes Danke an Mladen Drijencic, dass er in einer schwierigen Phase Verantwortung übernommen hat. Nach der Trennung von Calles war die Situation nicht einfach – sportlich angeschlagen, mental verunsichert, Fragezeichen im Team. Dass er sich da nicht zu schade war, einzuspringen, verdient Respekt. Er kennt den Club, er kennt die Liga und hat mit seiner Art wieder etwas Emotionen reingebracht. Auch wenn es sportlich keine Wunderdinge zu feiern gab, hat er das Team solide geführt und ist auch oft verzweifelt an dem, was seine Spieler da gezeigt haben. Insgesamt: Danke Mladen und viel Erfolg in der Nachwuchsabteilung der Baskets!P.S.: Ich merke gerade: Ich habe es wirklich übertrieben mit der Länge

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Teil 3
Das große Fazit
Die EWE Baskets stehen (mal wieder) an einem Scheideweg. Die große Ära rund um Paulding, Mahalbasic & Co. ist endgültig vorbei – was bleibt, ist ein Traditionsclub mit hoher Strahlkraft, aber ohne sportliche Konstanz. Nach Jahren im oberen Tabellendrittel und regelmäßigen Playoff-Teilnahmen hat sich Oldenburg zuletzt eher in der Mittelklasse der Liga wiedergefunden. Für einen Club mit der Infrastruktur, der Fanbasis und den wirtschaftlichen Möglichkeiten wie Oldenburg ist das zu wenig. Der Anspruch muss ein anderer sein – auch wenn das nicht von heute auf morgen geht. In den letzten Jahren wirkte die Kaderzusammenstellung oft unausgewogen: viele Nachverpflichtungen, kurzfristige Deals, fehlende Rollenklarheit. Es braucht wieder eine klare sportliche Linie – mit Spielern, die nicht nur individuell stark sind, sondern auch zueinander passen. Dazu gehören für mich: eine stabile, verlässliche Achse aus 3 bis X Spielern über mehrere Jahre, gezielte Verstärkungen auf Schlüsselpositionen (vor allem Point Guard) und weniger Wetten auf Formschwankungen oder verletzungsanfällige Spieler (Chapman, Manning etc.). Das schreibt sich so leicht, ist aber schwer alles umzusetzen. Ein Verein wie Oldenburg lebt stark von seiner Fankultur. Dafür braucht es wieder mehr Gesichter, mit denen sich die Stadt identifizieren kann. Spieler mit Charakter, Ecken und Kanten, die bleiben – und nicht nach einer halben Saison wieder verschwinden. Ein smarter Mix aus hungrigen Talenten, erfahrenen Führungsspielern und Identifikationsfiguren ist hier gefragt. Die BBL ist ausgeglichener und stärker denn je. Um dort wieder oben mitzuspielen, müssen die EWE Baskets zurück zu einer klaren Linie, mutiger in ihrer Planung werden und wieder eine Mannschaft formen, die mehr ist als die Summe ihrer Einzelteile. Das Ziel? Kurzfristig: Stabilisierung im Playoff-Rennen. Mittelfristig: Rückkehr zur Spitzengruppe. Das Potenzial, die Infrastruktur dafür ist da – jetzt muss es nur auch ausgeschöpft werden. Aber auch da beißt sich der Hund in den Schwanz: Denn dafür muss auch das nötige Budget zur Verfügung stehen und ich weiß nicht, ob das aktuell machbar ist, trotz aller Reden um Top 6 etc.
Ich erspare mir explizit zu erwähnen, ob ich irgendwen noch in Oldenburg gerne länger sehen möchte (Ausnahme Agbakoko) und wie der Kader meiner Meinung nach nächste Saison aussehen soll, denn vieles davon hängt am neuen Coach, dazu noch ein Wort:Zum neuen Coach
Wenn man sich anschaut, wo die EWE Baskets aktuell stehen und wo sie eigentlich wieder hinwollen, dann wird schnell klar: Der nächste Coach muss mehr mitbringen als nur ein Playbook und ein paar motivierende Sprüche. Oldenburg braucht eine Persönlichkeit mit Plan, mit Ecken und Kanten, jemand, der weiß, wie man ein Team aufbaut – nicht nur für eine Saison, sondern perspektivisch. Einer, der die Spielidee klar vorgibt, aber auch die Flexibilität hat, sie dem Kader anzupassen. Kein Systemfanatiker, sondern ein Trainer mit Basketball-Verstand und Pragmatismus.
Wichtig wird auch sein, dass er Spieler entwickeln kann. Wir brauchen keinen Verwalter von Talenten, sondern jemanden, der junge Spieler besser macht, sie führt, fordert und ihnen gleichzeitig das Vertrauen gibt, Fehler zu machen. Denn wenn Oldenburg wieder zu einer Top-Adresse werden will, gehört Nachwuchsarbeit und Entwicklung zwingend dazu – sowohl bei Talenten als auch bei Rollenspielern, die hier den nächsten Schritt machen wollen.
Und dann ist da noch der emotionale Teil: Oldenburg ist kein Standort für Blender oder Durchlauferhitzer. Der neue Coach muss sich mit dem Club identifizieren wollen, mit der Stadt, mit den Fans. Hier schätzt man Authentizität, ehrliche Arbeit, klare Kommunikation. Kein Marketing-Gewäsch, kein Ego-Trip, sondern ein Coach, der versteht, was die Halle trägt – und was nicht.
Gleichzeitig darf er aber nicht konfliktscheu sein. Er muss auch bereit sein, Entscheidungen zu treffen, wenn es unbequem wird. Nicht der Name oder das Gehalt dürfen über Einsatzzeit entscheiden, sondern Leistung und Teamfit. Junge Spieler müssen echte Chancen bekommen, Veteranen aber auch mal draußen sitzen, wenn sie nicht liefern.
Unterm Strich braucht Oldenburg einen Coach mit klarer Vision, einem langfristigen Ansatz und der Fähigkeit, ein echtes Team zu formen – nicht nur auf dem Papier, sondern auf dem Feld. Jemand, der Lust hat, hier etwas aufzubauen, sich nicht zu schade ist, in der ProB mal ein Nachwuchsspiel anzuschauen, und der weiß: Erfolg kommt nicht über Nacht, aber mit harter Arbeit, Geduld und einem funktionierenden Plan. Ich bin mir sicher: Genau so jemand würde hier sofort Rückhalt bekommen – bei den Fans, beim Club, in der Stadt. Aber genau diesen „jemanden“ zu finden ist wohl die Gretchenfrage des Jahres und die vollendete eierlegende Wollmilchsau.
An dieser Stelle auch mal ein großes Danke an Mladen Drijencic, dass er in einer schwierigen Phase Verantwortung übernommen hat. Nach der Trennung von Calles war die Situation nicht einfach – sportlich angeschlagen, mental verunsichert, Fragezeichen im Team. Dass er sich da nicht zu schade war, einzuspringen, verdient Respekt. Er kennt den Club, er kennt die Liga und hat mit seiner Art wieder etwas Emotionen reingebracht. Auch wenn es sportlich keine Wunderdinge zu feiern gab, hat er das Team solide geführt und ist auch oft verzweifelt an dem, was seine Spieler da gezeigt haben. Insgesamt: Danke Mladen und viel Erfolg in der Nachwuchsabteilung der Baskets!P.S.: Ich merke gerade: Ich habe es wirklich übertrieben mit der Länge

@BratVogel danke für die Mühe die du dir mit deinem Beitrag gemacht hast. Kann sehr vieles von dem, was du sagst auch so teilen!
Und gleichzeitig bleibt es viel Wunschdenken. Ich habe mich, als du den Trainer beschrieben hast, gefragt, ob es den aktuell überhaupt irgendwo gibt. Den die meisten sind entweder das eine oder andere. Die volle Bamdbreite von Jugendförderung bis ansehnlichem und erfolgreichem Basketball bietet niemand in der BBL. Vll muss man da eher in die EL schauen und die sind naturgemäß aus dem Radar…
Vieles hängt wie du schon richtig feststellt an dieser Entscheidung. Deshalb wäre ein Schnellschuss mit jmd der die Liga kennt und dessen Name hier schon bekannt ist vielleicht zu kurz gefasst.
Ich hoffe man findet einen hungrigen Trainer, der sich auf den Standort einlässt und eine gewisse Flexibilität mitbringt, im Spiel selbst also auch in der Weiterentwicklung der eigenen Basketballidee. Damit wäre schon vieles gewonnen. -
Gerne gerne, natürlich ist das viel Wunschdenken. Ich habe ja auch geschrieben: Die eierlegende Wollmilchsau. Für mich wäre das aber das Profil, dass gesucht wird. Man wird da sicherlich viele Abstriche machen müssen. Kein leichter Job für Schüller und Klaric da jemanden passenden zu finden.
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@BratVogel auch von mir herzlichen Dank für Deinen sehr ausführlichen Beitrag. Sehe sehr vieles ähnlich / gleich wie Du.
Zum Thema neuer Coach stelle ich hier mal zur Diskussion jemanden, der mir immer wieder einfällt, wenn ich lese, was der neue Coach alles mitbringen sollte: Christian Held.
Eure Meinung würde mich interessieren. -
@BratVogel auch von mir herzlichen Dank für Deinen sehr ausführlichen Beitrag. Sehe sehr vieles ähnlich / gleich wie Du.
Zum Thema neuer Coach stelle ich hier mal zur Diskussion jemanden, der mir immer wieder einfällt, wenn ich lese, was der neue Coach alles mitbringen sollte: Christian Held.
Eure Meinung würde mich interessieren.@OlKo also ich befürchte, es qäre nur aus basketballromantischer Sicht eine gute Idee ihn nach Oldenburg zurückzuholen.
Auch bei Rostock wurde ja deutlich, dass es seinem Coaching irgendwie noch an nachhaltiger Idee fehlt. Ist vom Stil her ja fast schon Tendenz Freyer offensiv. Und defensiv kam da auch nicht viel. Mag mich auch täuschen. Wenn man aber so von ihm überzeugt gewesen wäre, hätte man ihn ja auch irgendwie mal als CoTrainer anfragen können. Selbst Calles hat das as ja in Berlin - wenn auch kürzer als scheinbar gedacht- gemacht.
Ich glaube die Rub and Gun Spielstile bringen keine Titel. Ihr könnt mich gerne eines anderen belehren. Vll übersehen ich da ein Team. Erfolg hat man als Team besonders, wenn man Setplay und Fastbreak beherrscht. Nicht zu vergessen eine gute Defensive -
Christian Held in Oldenburg hätte mehrere Gesichtspunkte.
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Es wäre eine schöne Geschichte für die Marke, weil ein selbst ausgebildeter Trainer der Cheftrainer würde. Glaube allerdings, dass dieses Thema “einer von uns” emotional deutlich weniger aufgeladen wäre, als viele denken. Viele waren damals noch keine Fans und schon gar nicht vom Nachwuchs.
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Klaric und Held wäre keine Konstellation, der ich eine gute Chemie bescheinigen würde.
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Held ist bisher ein solider Coach, aber noch zu sehr im Wachstum. Man sieht in dieser Saison, was in Rostock möglich war. Würde Held eine Stelle als BBL Assistent wünschen, wo er wachsen kann, taktische Entwicklung passiert, wobei er weit von Freyer-Basketball entfernt ist.
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In Oldenburg sollte ein Trainer kommen, der mehrere Jahre bewiesen hat, dass er mit seinem Team Erfolg haben kann, im Rahmen der Möglichkeiten und auch mal darüber performen kann. Ich meine damit ausdrücklich keinen Trainer mit wahnsinnig viel Erfahrung, sondern einen zwischen 35 und 45 im Idealfall, der sich trotzdem bewiesen hat.
In jedem Fall wird es kein Schnellschuss sein, dafür läuft die Suche bereits zu lange.
Mehr zum Kader erst nach der Saison, auch bei @BratVogel sehe ich ein paar Annahmen, die falsch sind, aber auch vieles, dass ich unterschreiben würde.
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Ich bin auch wieder von Christian Held weg, auch wenn ich ihn hier mal ins Spiel gebracht habe. Oldenburg braucht jetzt einen gestandenen Coach, der sich um die vielen Herausforderungen kümmern kann. Dabei kam mir gerade Dirk Bauermann in den Kopf. Ob der jedoch nach Oldenburg passt…?!
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Ich bin auch wieder von Christian Held weg, auch wenn ich ihn hier mal ins Spiel gebracht habe. Oldenburg braucht jetzt einen gestandenen Coach, der sich um die vielen Herausforderungen kümmern kann. Dabei kam mir gerade Dirk Bauermann in den Kopf. Ob der jedoch nach Oldenburg passt…?!
@Max80 sagte in Kader EWE Baskets Oldenburg 2025/2026:
Ich bin auch wieder von Christian Held weg, auch wenn ich ihn hier mal ins Spiel gebracht habe. Oldenburg braucht jetzt einen gestandenen Coach, der sich um die vielen Herausforderungen kümmern kann. Dabei kam mir gerade Dirk Bauermann in den Kopf. Ob der jedoch nach Oldenburg passt…?!
Interessanter Gedanke, zumal Bauermann ja als HC mit Christian Held als AC in Rostock gearbeitet hat.
Persönlich denke ich allerdings auch, dass Christian Held wohl doch noch zu “unerfahren” als HC ist, allerdings ist mir Bauermann auch dann doch “zu” erfahren. Hätte ich nur die beiden zur Auswahl, würde ich den jüngeren Kandidaten bevorzugen.Aber bestimmt haben die Oldenburger Verantwortlichen schon passendere Kandidaten auf ihrem Zettel.



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Vielen Dank für die Eröffnung des neuen Threads. Ich habe mal vor zwei oder drei Jahren sehr viel Kritik und persönliche Nachrichten geerntet, als ich vor Saisonende auch einen neuen Thread eröffnet habe.
Aber ich denke gerade, in diesem Jahr ist es alternativlos. Gefühlt will keiner auch nur noch einen Gedanken an die jetzige Saison verschwenden. Da ist das nach vorne blicken und das Prinzip Hoffnung das einzige, was zumindest für mich bleibt. Ich hoffe, dass wir uns alle disziplinieren und hier tatsächlich nur noch über die neue Saison diskutieren, der Start war schon richtig interessant. -
Wie oft steht und fällt alles erst mal mit dem neuen Trainer. Wenn der fest steht und sein Spielstil macht es viel mehr Sinn, über einzelne Spieler zu diskutieren.
Zunächst einmal bin ich mir ziemlich sicher, dass Vechta zeitlich vor den Oldenburgern einen neuen Trainer präsentieren wird.
Ich habe das Gefühl, dass dort inzwischen deutlich vorausschauender und professioneller gearbeitet wird. Schade. -
Es gibt zwei Dinge, die mich die DK behalten lassen. Das eine ist die Truppe, mit der ich seit Jahren die Spiele gucke und das andere ist die Spannung, bzw. Hoffnung auf eine positive neue Saison, die von Grund auf neu ist.
Ich fürchte, wenn der neue Coach bekannt wird, weiß man schon, ob diese Hoffnung berechtigt ist.
Bin ja erst mal zusammengezuckt, als ich Bauermann als Vorschlag vernahm, aber schlimmeres als die letzten Jahre kann er auch nicht anrichten. Keine Ahnung, ob er mit der Zeit gegangen ist und überhaupt zur Verfügung stände, aber Erfahrung brächte er mit und Erfolgekann er auch vorweisen. Ob er charakterlich zu Klaric und Co passen würde mögen andere beurteilen. Spannend wäre diese Personalie allemal… -
Wie oft steht und fällt alles erst mal mit dem neuen Trainer. Wenn der fest steht und sein Spielstil macht es viel mehr Sinn, über einzelne Spieler zu diskutieren.
Zunächst einmal bin ich mir ziemlich sicher, dass Vechta zeitlich vor den Oldenburgern einen neuen Trainer präsentieren wird.
Ich habe das Gefühl, dass dort inzwischen deutlich vorausschauender und professioneller gearbeitet wird. Schade.@Meister2009 sagte in Kader EWE Baskets Oldenburg 2025/2026:
Wie oft steht und fällt alles erst mal mit dem neuen Trainer. Wenn der fest steht und sein Spielstil macht es viel mehr Sinn, über einzelne Spieler zu diskutieren.
Zunächst einmal bin ich mir ziemlich sicher, dass Vechta zeitlich vor den Oldenburgern einen neuen Trainer präsentieren wird.
Ich habe das Gefühl, dass dort inzwischen deutlich vorausschauender und professioneller gearbeitet wird. Schade.Es reicht schon sich die Art und Weise anzuschauen wie die TV-Interviews mit den sportlichen Leitern aus Vechta und Oldenburg ablaufen um zu sehen, wer da professioneller unterwegs ist.
Einer von beiden hat immer Ausreden und Schuld sind immer die anderen! -
Christian Held in Oldenburg hätte mehrere Gesichtspunkte.
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Es wäre eine schöne Geschichte für die Marke, weil ein selbst ausgebildeter Trainer der Cheftrainer würde. Glaube allerdings, dass dieses Thema “einer von uns” emotional deutlich weniger aufgeladen wäre, als viele denken. Viele waren damals noch keine Fans und schon gar nicht vom Nachwuchs.
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Klaric und Held wäre keine Konstellation, der ich eine gute Chemie bescheinigen würde.
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Held ist bisher ein solider Coach, aber noch zu sehr im Wachstum. Man sieht in dieser Saison, was in Rostock möglich war. Würde Held eine Stelle als BBL Assistent wünschen, wo er wachsen kann, taktische Entwicklung passiert, wobei er weit von Freyer-Basketball entfernt ist.
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In Oldenburg sollte ein Trainer kommen, der mehrere Jahre bewiesen hat, dass er mit seinem Team Erfolg haben kann, im Rahmen der Möglichkeiten und auch mal darüber performen kann. Ich meine damit ausdrücklich keinen Trainer mit wahnsinnig viel Erfahrung, sondern einen zwischen 35 und 45 im Idealfall, der sich trotzdem bewiesen hat.
In jedem Fall wird es kein Schnellschuss sein, dafür läuft die Suche bereits zu lange.
Mehr zum Kader erst nach der Saison, auch bei @BratVogel sehe ich ein paar Annahmen, die falsch sind, aber auch vieles, dass ich unterschreiben würde.
@Jupiter sagte in Kader EWE Baskets Oldenburg 2025/2026:
Christian Held in Oldenburg hätte mehrere Gesichtspunkte.
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Es wäre eine schöne Geschichte für die Marke, weil ein selbst ausgebildeter Trainer der Cheftrainer würde. Glaube allerdings, dass dieses Thema “einer von uns” emotional deutlich weniger aufgeladen wäre, als viele denken. Viele waren damals noch keine Fans und schon gar nicht vom Nachwuchs.
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Klaric und Held wäre keine Konstellation, der ich eine gute Chemie bescheinigen würde.
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Held ist bisher ein solider Coach, aber noch zu sehr im Wachstum. Man sieht in dieser Saison, was in Rostock möglich war. Würde Held eine Stelle als BBL Assistent wünschen, wo er wachsen kann, taktische Entwicklung passiert, wobei er weit von Freyer-Basketball entfernt ist.
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In Oldenburg sollte ein Trainer kommen, der mehrere Jahre bewiesen hat, dass er mit seinem Team Erfolg haben kann, im Rahmen der Möglichkeiten und auch mal darüber performen kann. Ich meine damit ausdrücklich keinen Trainer mit wahnsinnig viel Erfahrung, sondern einen zwischen 35 und 45 im Idealfall, der sich trotzdem bewiesen hat.
In jedem Fall wird es kein Schnellschuss sein, dafür läuft die Suche bereits zu lange.
Mehr zum Kader erst nach der Saison, auch bei @BratVogel sehe ich ein paar Annahmen, die falsch sind, aber auch vieles, dass ich unterschreiben würde.
Klaric und Held als gutes Team? Oha! Wer behauptet das? Herr Klaric selber?
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