Science City Jena

Eine Niederlage die Mut macht

TheBloob am 26.01.2019 um 19:23

Science City unterliegt Bamberg auf den letzten Metern

Mit einer knappen und bis in die Schlussphase umkämpften 85:90-Niederlage endete für Science City Jena am späten Freitagabend das Heimspiel gegen Brose Bamberg. Ungeachtet des Spielausgangs konnte die Thüringer vor 2310 Zuschauern das Parkett der Sparkassen-Arena erhobenen Hauptes verlassen. Einmal mehr musste das Team von Trainer Björn Harmsen auf den Einsatz von Center Oliver Mackeldanz verzichten, der die Partie nach seinem gegen Vechta zugezogenen Bänderriss erneut nur von der Seitenlinie verfolgen konnte.

Während die beiden Neuzugänge Ronald Roberts und Reggie Williams einen mehr als gelungenen Einstand im Jenaer Trikot feierten, mit ihren neuen Mannschaftskollegen im Verlauf der ersten Hälfte ein wahres Offensivfeuerwerk abfackelten, fanden die Gäste nach der Pause die passenderen Antworten, um das Spiel zu drehen. Nachdem sich die Oberfranken über eine intensive Verteidigung in das Duell zurückbeißen konnten, kippte die Partie im Verlauf des dritten Spielabschnitts zu Gunsten der Bamberger, die ihren knappen Auswärtssieg über die Ziellinie schoben. Neben dem phasenweise mitreißenden Auftritt der Saalestädter bleibt der 6000. Karrierepunkt von Julius Jenkins zu bilanzieren, den der Routinier in der 8. Minute untypischerweise mit einem Korbleger erzielte.

Von Dru Joyce in der ersten Offensivaktion mit 3:0 in Front gebracht, entwickelte sich zwischen beiden Kontrahenten im Auftaktviertel ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass gleich mehrere statistische Fixpunkte zu bieten hatte. So war es NBA-Veteran Reggie Williams in der 3. Minute vorbehalten, sich mit seinem Premieren-Korb zum 5:5 in die Jenaer Basketball-Historie einzumeiseln. Auch das zweite neue Gesicht, der sprunggewaltige Forward-Center Ronald Roberts, kam bereits im ersten Spielabschnitt statistisch in Ostthüringen an und sorgte mit seinem ersten Korb für den 9:10-Anschluss. Nachdem Julius Jenkins mit seinen BBL-Punkten 6000 und 6001 für einen statistischen Meilenstein und Jenas 15:14-Führung gesorgt hatte, legte der Scharfschütze eine Sequenz später aus gewohntem Terrain zum 18:14 nach. Das letzte Wort hatte unterdessen Reggie Williams, der bei 0,5 Sekunden Restspielzeit an der Freiwurflinie für einen Jenaer 23:20-Vorsprung sorgte.

Während das Duell auch im zweiten Abschnitt zunächst noch auf Augenhöhe verlief, nötigte ein mustergültig gespieltes Pick & Roll von Dru Joyce auf Derrick Allen beim 34:27 Gästecoach Federico Perego zur ersten Auszeit (14.). Doch Science City ließ sich von der kurzzeitigen Unterbrechung nicht aus dem Rhythmus bringen, legte mit sehenswerten Körben nach und riss die Zuschauer durch einen Alley oop von Ronald Roberts zum 46:32 (17.) von den Sitzen. Einmal mehr war es kurz vor der Pausensirene Reggie Williams, der mit dem Buzzer per Fade Away zur Jenaer 57:40-Halbzeitführung traf.

Nach der Pause spielte und traf dann zunächst nur eine Mannschaft, das erfolgreichste BBL-Team der letzten beiden Dekaden aus Bamberg. Von einer deutlich intensiveren Verteidigung profitierend, gelang es dem Perego-Kader Science City offensiv für knapp vier Minuten zur Wirkungslosigkeit zu verurteilen. Erst ein Korbleger von Reggie Williams zum 59:54 (24.) beendete die Durststrecke der Jenaer, die in Folge eines Bamberger 11:0-Laufes den Großteil ihres Vorsprungs eingebüßt hatten. Ein erfolgreiches Comeback vor Augen war es der vom Perimeter starke Patrick Heckmann, der eine Sekunde vor Ende des dritten Viertels per Dreier auf 67:66 verkürzte und das Duell praktisch auf Null stellte.

Nachdem Brose-Routinier Nikos Zisis die Oberfranken mit Start in den Schlussabschnitt zum 67:68 erstmalig seit dem Startviertel in Front bringen konnte, hielt Jenas neuer Flummi Ronald Roberts zunächst noch an der Freiwurflinie dagegen - 71:68 (31.). Der 27-jährige Athlet war es auch, der beim zwischenzeitlichen 75:75 (34.) den letzten Einstand der Partie erzielte, bevor Science City Jena, durch das fünfte persönliche Foul von Aufbauspieler Dru Joyce zusätzlich gehandicapt, von Bamberg auf den letzten Metern des Spiels in die Spur des Verlierers gezwungen wurde. In der Schlussphase warfen die vom starken Comeback motivierten Regnitzstädter ihre ganze Erfahrung in die Waagschale, konnten auf einen in dieser Phase nicht mehr zu stoppenden Tyrese Rice vertrauen, der trotz starker Defense und langer Arme von Ronald Roberts am Brett jeden seiner hoch angesetzten Layups im Jenaer Korb unterbrachte. Ein Drei-Punkte-Spiel von Bambergs Nationalspieler Elias Harris zum 81:89 beendete 49.9 Sekunden vor Ultimo für diesen Abend alle Jenaer Träume auf einen Heimsieg gegen den Ex-Serienmeister. Die verbleibenden Punkte hatten lediglich statistischen Charakter.

Federico Peregeo (Headcoach Brose Bamberg): „Gratulation an meine Spieler, die im Verlauf der zweiten Halbzeit ein starkes Comeback hingelegt haben. Wir waren in der ersten Hälfte mental komplett leer, haben ohne Energie gespielt, aber nach der Pause Lösungen gefunden, um die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Ich habe sonst eigentlich nicht viel mehr zu sagen. Ich glaube an meine Spieler, an ihren guten Charakter. In Jena ist es nicht einfach zu spielen. Insofern fahren wir mit einem guten Gefühl nach Hause.“

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Glückwunsch an Bamberg und Coach Perego. Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir jetzt deutlich mehr Qualität besitzen. In der zweiten Halbzeit hatte unser Team dann leider einige Foulprobleme und war auch deutlich müder. Darum mussten wir vor allem Reggie und Ronald ein bisschen in Schutz nehmen. Die Bamberger haben nach der Pause natürlich auch wesentlich besser verteidigt. Zudem haben wir dumme Fehler gemacht, uns in der zweiten Hälfte neun Ballverluste geleistet. Die haben uns neben dem fünftem Foul von Dru Joyce und der zwischenzeitlichen Verletzung von IMac ziemlich wehgetan. Ich denke trotzdem, dass wir auf diese Leistung aufbauen können, mit der richtigen Einstellung rausgekommen sind und phasenweise schönen Basketball gespielt haben. Sobald die beiden neuen Jungs richtig integriert sind, wird sich das auch entwickeln. Wir haben ja noch einige Spiele vor uns.“

SCJ: Roberts 19 Punkte, Williams 14, Jenkins 13, McElroy 9, Allen 8, Joyce 8, Wolf 5, Theis 5, Reyes-Napoles 4 – Jostmann, Heber (DNP)

Bamberg Top3: Rice 26, Heckmann 13, Rubit und Alexander je 12

Spielfilm: 1. Viertel 23:20 - 2. Viertel 57:40 - 3. Viertel 67:66 - 4. Viertel 85:90


Pressemitteilung: Science City Jena 



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