Science City Jena

Drama in fünf Akten – Science City gibt Sieg aus der Hand

TheBloob am 28.12.2018 um 19:17

Nach der knappen 86:89-Niederlage im Pokal-Viertelfinale gegen Bonn musste Science City Jena am Donnerstagabend den nächsten Nackenschlag verkraften. Die Ostthüringer unterlagen kurz nach den Weihnachtsfeiertagen den MHP Riesen aus Ludwigsburg vor 2567 Zuschauern in der Sparkassen-Arena nach fünfminütiger Verlängerung mit 89:91, konnten den Trend der zurückliegenden Wochen nicht stoppen. Während Jena Erstliga-Basketballer über 36 Minuten eine kampfstarke und überwiegend konzentrierte Partie abgeliefert hatten, wurde den Saalestädter die Schlussphase zum Verhängnis. Nachdem Martynas Mazeika seine Mannschaft in der 36. Minute mit 78:62 in Front gebracht hatte, Science City einen vermeintlich sicheren Heimsieg entgegensteuerte, entführten die Barockstädter mit einer von Erfolg gekrönten Aufholjagd die schon sicher geglaubten zwei Pluspunkte aus Jena. Ludwigsburgs Flügelspieler Kelan Martin avancierte dabei am Ende der regulären Spielzeit zum Helden der Baden-Württemberger, nachdem er mitten hinein in die Schlusssirene per Dreier zum 81:81 ausgeglichen hatte.

Während das Duell zunächst ausgeglichen begann, beide Teams parallel punktend durch den Startabschnitt gingen, sorgte Riesen-Center Clint Chapman mit einem Distanzwurf zum 10:14 (4.) für den ersten deutlicheren Vorsprung. Während die Thüringer konterten, nach zwei Dreiern von Julius Jenkins und Dru Joyce die anfänglich enorm offensivfreudige Partie auf 16:14 (5.) kippten, drückte Science City auch im Anschluss kräftig auf das Gaspedal. Doch die Gäste, offensiv ebenfalls um keine Antwort verlegen, blieben bis zum Ende des Auftaktviertels auf Schlagdistanz. Nachdem beide Teams mit einer Jenaer 27:24-Führung in das zweite Viertel starteten, erhöhte das Harmsen-Team konsequent den Druck, enteilte nach einem Korb von Julius Wolf bis auf 35:24. Die Baden-Württemberger zeigten sich unterdessen vom Vorsprung der Hausherren unbeeindruckt, verkürzten in der 15. Minute wieder auf 35:30, bevor Science City zum nächsten Lauf ansetzen konnte. Angeführt von Kapitän Derrick Allen und unterstützt von Julius Jenkins, Martynas Mazeika und Jamar Abrams legte Science City einen 11:2-Lauf vor, welcher in der 17. Minute mit 46:32 für die Hausherren sprach. Doch das Team von Trainer John Patrick fand erneut Möglichkeiten und Optionen, um bis zur Halbzeitsirene auf 49:42 zu verkürzen.

Nachdem die Partie auch zu Beginn des dritten Viertels eng und umkämpft verlief, die Thüringer ihren Vorsprung verteidigen und auszubauen konnten, ging es mit einem Jenaer 67:59-Vorsprung in das vermeintliche Abschlussviertel. Dieser Spielabschnitt startete aus Sicht der Thüringer verheißungsvoll. Konsequent ausgespielte Offensivaktionen sowie erfolglose Angriffe der Baden-Württemberger gipfelten beim Zwischenstand von 78:62 in einer 16-Punkteführung (34.), die zur Vorentscheidung zu Gunsten der Saalestädter hätte genügen sollen. Doch plötzlich schien sich Sand im Getriebe des Jenaer Spiels verfangen zu haben. Nun waren es die Neckarstädter, die Punkt um Punkt verkürzten und fast alle ihnen eröffneten Chance mit beiden Händen ergriffen. Nachdem Martynas Mazeika beim Stand von 79:78 neun Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zwei Freiwürfe verwandelt hatte, Jena mit 81:78 in Front bringen konnte, konterten die Gäste pünktlich mit der Schlusssirene mitten hinein ins Jenaer Basketball-Herz – 81:81, Ausgleich, Verlängerung. In der fünfminütigen Overtime nutzte das Team von John Patrick seine zweite Luft, blieb an der Freiwurflinie nervenstark und brachte den letztendlich glücklichen Auswärtssieg unter Dach und Fach.

John Patrick (Headcoach MHP Riesen Ludwigsburg): „Für Jena war das ein sehr toughes Spiel, nachdem sie noch am 23.12. gegen Bonn im Pokal gespielt haben. Sie haben uns in der ersten Halbzeit dominiert. Wir haben aber nicht aufgegeben und trotz ein paar Problemen in der zweiten Hälfte am Ende unseren Big Shot durch Kelan Martin getroffen. In der Overtime hat unser Team das Duell an der Freiwurflinie gewonnen. Es war eine sehr ausgeglichene Partie. Wir haben in der bisherigen Saison viele dieser engen Begegnungen verloren und dafür heute zum zweiten Mal ein enges Spiel gewonnen.“

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Ich bin schockiert. Wir haben die meiste Zeit sehr gut gespielt, führen mit 16 Punkten und verlieren am Ende. Wir wollten im letzten Angriff foulen, haben es aber nicht hinbekommen und Ludwigsburg trifft den Dreier zur Verlängerung. Wir waren in diesem Moment sehr konsterniert. In der Overtime war das Momentum klar auf Seiten der Ludwigsburger. Heute Abend kann man leider nur enttäuscht sein“

SCJ: Abrams 18 Punkte, Mazeika 16, Allen 12, Jenkins 10, McElroy 9, Joyce 9, Mackeldanz 7, Theis 5, Wolf 2, Reyes-Napoles 1 – Heber, Jostmann (DNP)

Ludwigsburg Top3: Martin 24, Jones 16, Waleskowski 13

Spielfilm: 1. Viertel 27:24 – 2. Viertel 49:44 – 3. Viertel 67:59 – 4. Viertel 81:81 – Verlängerung 89:91


Pressemitteilung: Science City Jena 



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