FC Bayern München

70:78 gegen Berlin – Titelverteidiger Bayern verliert im Viertelfinale

TheBloob am 23.12.2018 um 21:28

Die Basketballer des FC Bayern München haben im Viertelfinale des BBL-Pokals gegen Alba Berlin mit 70:78
(40:41) Punkten verloren und verpassen damit nach dem Cupsieg im vergangenen Jahr die Chance auf die
Titelverteidigung. Im ausverkauften Audi Dome erlebten 6.500 Zuschauer, wie die Bayern den
Anstrengungen der letzten Tage letztlich nicht ganz unerwartet Tribut zollen mussten: Der FCBB erkämpfte
sich gegen ausgeruhte Berliner mehrfach die Führung, insgesamt 18 Führungswechsel zeugten von der
knisternden Spannung der Partie. In den letzten Minuten trafen allerdings die Hauptstädter besser und
beendeten die Partie mit einem 9:0-Lauf. Derrick Williams war mit 15 Punkten der erfolgreichste Werfer
der Münchner vor Petteri Koponen, der seine 13 Zähler vor der Pause mit einer hundertprozentigen
Wurfausbeute (5/5) erzielte. Das Rebound-Duell verlor der FCBB, weiterhin ohne Devin Booker
(Sprunggelenk) 28:42.
Bereits an diesem Mittwoch, dem zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.), findet der Heimspiel-Marathon mit
der BBL-Partie gegen Würzburg seine Fortsetzung (18 Uhr), bevor gegen Podgorica in der EuroLeague das
letzte Spiel des Kalenderjahres im Audi Dome steigt (Freitag, 28.12., 20.30 Uhr), inklusive eines Konzerts von
SIDO bei „Music meets Basketball“.
Die Punkteverteilung nach Vierteln: 24:21, 16:20, 15:20, 15:17.
FC Bayern Basketball: Derrick Williams (15 Punkte), Petteri Koponen (13/3 Dreier), Maodo Lo (9), Nihad
Djedovic (9), Vladimir Lucic (6), Danilo Barthel (6), Nemanja Dangubic (5), Leon Radosevic (4), Braydon Hobbs
(3), Marvin Ogunsipe und Alex King.
Die Stimmen zum Spiel:
Dejan Radonjic, Cheftrainer des FCBB: „Wir haben zu viele Fehler gemacht, einfache Korbleger vergeben
und viele unnötige Turnover produziert. Berlin hat mit viel Energie gespielt und am Ende die wichtigen Würfe
getroffen. Gratulation an Berlin. Den Spielplan lasse ich nicht als Ausrede gelten.“
Alejandro Garcia Reneses, Cheftrainer Berlin: „Für uns ist es ein wichtiger Sieg gegen Bayern. Alle Spiele
sind schwierig, die gegen Bayern besonders. Wir haben konstanter gespielt als letzte Woche.“
1. Viertel
Stefan Jovic, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Marvin Ogunsipe starteten für die Bayern in
die Viertelfinal-Partie und benötigten ungewohnt lange, um einigermaßen auf Betriebstemperatur zu
kommen: Nach über zwei Minuten erzielte Nihad Djedovic zwar die ersten Punkte für München, einen Dreier
zur 3:2-Führung (3. Spielminute), aber der Rhythmus wollte sich nicht so recht einstellen im Spiel der Bayern.
Die Roten taten sich hinten schwer, vorne wollten die Würfe partout nicht in den Korb der Berliner, die
ihrerseits zu einem 8:0-Lauf ansetzten und so FCBB-Coach Dejan Radonjic zur Auszeit zwangen (5:12/5.).
Die Besprechung zeigte zur großen Erleichterung der Fans im ausverkauften Rund Wirkung, die Münchner
fanden zurück in die Spur, pirschten sich heran und glichen durch einen Dreier von Maodo Lo zum 14:14 aus
(8.). Die letzte Minute gehörte eindeutig den Bayern, die durch die fleischgewordene Initialzündung Derrick
Williams und sein Drei-Punkt-Spiel zum Angriff bliesen und die Fans mit einem 8:0-Lauf begeisterten - 24:21
nach dem ersten Viertel.
2. Viertel
Petteri Koponen fackelte nicht lange und versenkte nach elf Sekunden des zweiten Spielabschnittes seinen
zweiten Dreier, die Berliner konterten mit einem 7:0-Lauf, der erst von Koponen mit einem Sprungwurf
gestoppt wurde (29:28/13.). Der Finne war „on fire“ in diesem Viertel: Er erzielte bis zur fünften Minute alle
zehn Punkte des FCBB und sorgte nahezu im Alleingang für die 34:28-Führung (5.). Die Kontrahenten
beharkten sich auf hohem Niveau auf Augenhöhe und entwickelten ein hochklassiges Tempo. Die daraus
entstehende Spannung mit häufigen Führungswechseln war ein vor-gezogenes Weihnachtsgeschenk
beider Teams an ihre Fans (35:34/16. - 37:39/18.). Die Münchner waren gerade dabei, etwas den Faden zu
verlieren, da kam der Hobbs-Faktor gerade recht - sein Dreier zum 40:41-Anschlusstreffer war gleichzeitig
der Spielstand zur Halbzeit.
3. Viertel
Beide Teams begannen die zweite Halbzeit recht zerfahren, die Bayern benötigten geschlagene zwei
Minuten für den ersten Treffer, Vladimir Lucic zum 42:44 (23.). Die Defensive der Roten funktionierte
allerdings recht gut, so dass sich die Gelben immerhin nicht absetzen konnten. Derrick Williams stibitzte
den Ball, stürmte zum Korb und verwandelte die wegen des Fouls folgenden Freiwürfe sicher (46:46/25.).
Ein Lucic-Dunking aus dem Fastbreak heraus riss die Fans von den Sitzen (48:50/26.). Derrick Williams
wurde gedoppelt und fand den logischerweise freien Mann: Maodo Lo versenkte den Drei-Punkte-Wurf zum
51:51-Ausgleich, ehe Williams sein Team mit zwei Freiwürfen endlich in Führung brachte (53:51/28.). Die
Albatrosse konterten jedoch umgehend mit einem 7:0-Lauf, Auszeit Bayern (53:58/29.). Nach dem dritten
Viertel sahen sich die Münchner mit einem 55:61-Rückstand konfrontiert.
4. Viertel
Der finale Spielabschnitt begann mit einem Paukenschlag von Derrick Williams, er erkämpfte sich den
Ballgewinn, hämmerte den Ball mit links durch den Ring der Berliner und läutete so einen 7:0-Lauf ein, der
nicht nur die 62:61-Führung besorgte, sondern die längst stehenden Fans komplett begeisterte (62:61/33.).
Die Bayern mobilisierten die letzten Reserven und kämpften leidenschaftlich um jeden Ball. Nemanja
Dangubic und Nihad Djedovic verhalfen den Münchnern zur 65:63-Führung, da schockte der junge Albatros
Jonas Mattisseck die Roten mit seinem vierten Dreier (65:66/35.). Djedovic Dreier, Giedraitis Dreier - die
Führung wechselte mit jedem Wurf. Mattisseck verwandelte auch seinen fünften Drei-Punkte Wurf, der
FCBB lag 70:72 hinten (38.). Die Bayern hatten mehrere Möglichkeiten, das Blatt zu wenden, aber die Würfe
verfehlten ihr Ziel. Berlins Landry Nnoko traf 58 Sekunden vor dem Ende zum 68:72, Auszeit FCBB. Derrick
Williams’ Drei-Punkte-Wurf fand nicht in den Korb, das Spiel war verloren.
Die nächsten Spiele der Bayern:

Mi., 26.12., 18 Uhr: FCBB – Würzburg (easyCredit BBL)
Fr., 28.12., 20.30 Uhr: FCBB – Podgorica (EuroLeague/feat. SIDO)
So., 30.12., 20.30 Uhr: Bamberg – FCBB (easyCredit BBL)
Do., 3.1., 18.30 Uhr: Efes Istanbul – FCBB (EuroLeague)
So., 6.1., 15 Uhr: FCBB – Bayreuth (easyCredit BBL)
Mi., 9.1., 20 Uhr: Panathinaikos Athen – FCBB (EuroLeague)
Fr., 11.1., 20.30 Uhr: FCBB – Olimpia Mailand (EuroLeague)
So., 13.1., 18 Uhr: FCBB – Frankfurt (easyCredit BBL)


Pressemitteilung: FC Bayern München 



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