Rasta Vechta

Thriller: Rasta siegt und hat Platz 4 sicher

TheBloob am 01.05.2019 um 20:39

Einen nervenaufreibenden Tanz in den Mai erlebte RASTA Vechta am Dienstagabend. Gegen die bis zum Umfallen kämpfenden HAKRO Merlins Crailsheim gewann das Team von Head Coach Pedro Calles mit 95:92 (50:42). Weil im Anschluss an diese Partie der Tabellenfünfte Brose Bamberg bei Spitzenreiter FC Bayern München verlor, hat der Aufsteiger drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde den 4. Platz und somit den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale schon sicher.

RASTA musste vor 3.140 Zuschauern im ausverkauften RASTA Dome ohne die Verletzten Tyrone Nash und Max DiLeo auskommen, konnte aber wieder Taktgeber T.J. Bray auf dem Parkett begrüßen. Doch es war RASTAs Mitaufsteiger aus Baden-Württemberg, der in den ersten Minuten die Zügel in der Hand hatte. Nach einem Dunking von Sherman Gay führten die HAKRO Merlins Crailsheim mit 9:2 – Auszeit RASTA nach 3:05 Minuten. Anschließend lief es zunächst etwas besser für die Gastgeber: Bray verkürzte per Dreier auf 12:15 (5. Minute) und Philipp Herkenhoff verwandelte butterweich nach Alley-Oop-Anspiel von Chris Carter zum 15:16 (7.). Die „Zauberer“ hatten aber immer eine passende Antwort parat und so bescherte Michael Cuffee dem Team von Head Coach Tuomas Iisalo in der 9. Minute per Threeball eine Sechs-Punkte-Führung (25:19).

Auch ohne ihren „Verteidigungsminister“ DiLeo bissen sich die Vechtaer im 2. Viertel dann immer besser fest an den Crailsheimern und schafften die Wende. Josh Young besorgte mit seinen Punkten neun bis elf den Anschluss in der 13. Minute – 31:32. Und als Austin Hollins den Spalding stibitzte, Seth Hinrichs einfache Punkte zur 33:32-Führung erzielen konnte wurde es so richtig laut an der Pariser Straße und Iisalo versuchte RASTAs Lauf mit einer Auszeit zu stoppen (14. Minute). Gut zwei Minuten später jedoch rief der Finne sein Team erneut an die Bande, Seth Hinrichs hatte gerade nach Steal von Chris Carter das 42:37 erzielt. Das Calles-Team war nun vollends in der Spur, Clint Chapman erhöhte per And-One auf 47:39 (18. Minute) und Robin Christen traf mit seiner Spezialität – der Dreier aus der Ecke mit der Sirene – zum 50:42-Pausenstand.

Über das gesamte 3. Viertel sah es dann so aus, als würde RASTA den Tabellen-17. im Griff haben. Bray eröffnete den Spielabschnitt mit seinem bereits vierten Dreier zum 53:42 (21. Minute), Michael Kessens verwertete in der 25. Minute ein traumhaftes Anspiel von Seth Hinrichs zum 65:52 und 37 Sekunden vor der Pause war erneut Bray von jenseits der 6,75 Meter zur Stelle, netzte ein zum 74:63 (30. Minute). RASTA hatte im 3. Viertel vier von fünf Dreiern versenkt, da fielen die mehr werdenden Probleme beim Rebounding noch nicht sonderlich ins Gewicht.

Zwei weitere Threeballs sollten für die Vechtaer an diesem Abend noch falle. Der insgesamt zehnte ging bei Ablauf der Shotclock unter tosendem Jubel auf das Konto von Philipp Herkenhoff (78:67, 32. Minute), der elfte und letzte war Austin Hollins vorbehalten – 81:70 (33. Minute). Was jetzt nach einem souveränen Zieleinlauf der RASTAner aussah, sollte jedoch noch ein Thriller der Extraklasse werden. Die HAKRO Merlins Crailsheim hatten nun nämlich ebenfalls ein heißes Händchen und kamen dem Calles-Team immer näher. Als Ben Madgen in der 36. Minute per Dreier auf 78:83 stellte deutete sich die nervenaufreibende Crunchtime bereits an und wurde nach dem nächsten Threeball des Australiers zum 84:86 in der 37. Minute Realität. Gegen den unbändigen Willen der Baden-Württemberger hielt RASTA dagegen, Seth Hinrichs besorgte eine erneute Sechs-Punkte-Führung zum 90:84 bei noch 1:46 Minute auf der Uhr. Bei dann nur noch 21 Sekunden waren die Crailsheimer jedoch erneut dran, hatten durch Cuffees vierte Dreier auf 91:94 verkürzt. Und mit dem letzten Wurf des Abends wäre RASTA dann auch um ein Haar in die Verlängerung gezwungen worden. Doch es war Crailsheims Ben Madgen, der nach seiner verpassten Chancen zum Ausgleich in die Knie ging – RASTA siegte 95:92.

Im Anschluss an den Krimi von Vechta machte dann noch Titelverteidiger FC Bayern München dem Aufsteiger ein Geschenk. Der Tabellenführer siegte gegen Brose Bamberg mit 85:78 (44:42) und distanzierte die Bamberger so auf sechs Punkte Rückstand zu den RASTAnern. Weil nur noch drei Spieltage ausstehen und den direkten Vergleich gegen den ehemaligen Abonnement-Meister gewonnen hat, können die Niedersachsen nicht mehr von Platz 4 verdrängt werden. Bedeutet: Im Playoff-Viertelfinale, welches im Modus Best-of-Five ausgetragen wird, hat RASTA im ersten (18. oder 19. Mai) , dritten (25. oder 26. Mai) und einem eventuell alles entscheidenden fünften Spiel (30. Mai) Heimrecht. Näheres zum Vorverkauf der Playoff-Tickets wird RASTA Vechta am Abend des 1. Mai auf allen verfügbaren Kanälen bekanntgeben.

Stimmen zum Spiel

Tuomas Iislao (Crailsheim): „Gratulation an Pedro und sein Team - nicht nur zu diesem Sieg sondern zu einer jetzt schon exzellenten Saison. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Zu Beginn der Saison steckten beide Klubs in einer ähnlich schwierigen Phase. Da haben wir uns noch über die Situation unterhalten. Seitdem haben beide Klubs völlig unterschiedliche Entwicklungen genommen. Pedro macht einen tollen Job und für mich ist er ganz klar der Trainer des Jahres. Heute sind wir offensiv sehr gut ins Spiel gekommen, konnten uns gegen die aggressive Vechtaer Defense gute Würfe herausspielen. Dann jedoch haben wir Probleme in der Transition-Defense bekommen, die Vechta sehr gut ausgenutzt hat. Mit 20 haben wir viel zu viele Punkte aus der Transition und aus zweiten Chancen bekommen. In der 2. Halbzeit haben wir das dann viel besser gemacht und die Jungs haben sich sehr gut zurück in die Partie gekämpft. Die Jungs haben heute wirklich wieder alles gegeben, mehr kann ich nicht von ihnen verlangen. Leider fehlt uns einfach das Glück. Wir hatten ja schon mehrerer solcher knappen Spiele, wo wir am Ende die Chance auf den Sieg haben. Auch heute war es am Ende eine 50:50-Chacne auf die Verlängerung. Ich würde Ben Madgen immer wieder den letzten Wurf nehmen lassen, denn er ist einer der besten Shooter der Liga. Leider konnten wir auf dieser langen Auswärtsfahrt nicht mitnehmen, was wir wollten. Also noch einmal Glückwunsch an Vechta!“

Pedro Calles (Vechta): "Vielen Dank, Thomas, für die Glückwünsche und die anerkennenden Wort - das freut mich sehr. Heute haben wir zwar gewonnen, aber Crailsheim hat das Spiel besser in der Hand gehabt als wir. Die Crailsheimer konnte besser ihre Stärken ausspielen als wir unsere. Im 1. Viertel mussten wir schon Anpassungen vornehmen, weil sie uns mit ihrem Pick and Roll mit Sherman Gay nicht gut haben aussehen lassen. Wir mussten ihnen das wegnehmen und sie mehr in Eins-gegen-Eins-Situationen zwingen. Das ist uns dann auch besser gelungen und wir konnten sie etwas abkühlen. Wir haben dann mehr und mehr die Kontrolle bekommen. Aber in der letzten Minute haben wir ihnen trotz einer Sechs-Punkte-Führung noch einmal die Chance gegeben, zurückzukommen. Dass der letzte Wurf dann nicht reingeht war dann unser Glück. Ich bin also froh, dass wir gewonnen haben - zumal es bestimmt nicht unser bestes Spiel gewesen ist. Aber ich kann meinen Jungs einmal mehr danken für, wie sie heute gekämpft haben. Denn mit einigen Ausfällen und weiteren angeschlagenen Spielern war es in den Tagen zuvor und heute Abend alles andere als leicht.“

easyCredit Basketball Bundesliga – 31. Spieltag – Dienstag, 30. April 2019 – 19 Uhr

RASTA Vechta – HAKRO Merlins Crailsheim 95:92 (22:25 / 28:17 / 24:25 / 21:25)

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)

Vechta: Chris Carter (2 Punkte), T.J. Bray (22/10 Assists), Michael Kessens (6), Josh Young (16), Tim Insinger (DNP), Luc van Slooten (DNP), Clint Chapman (14/10 Rebounds), Philipp Herkenhoff, (6) Austin Hollins (8/3 Steals), Seth Hinrichs (17) und Robin Christen (4).

Crailsheim: DeWayne Russel (15 Punkte/8 Assists), Ben Madgen (15), Frank Turner (9/7 Assists), Sebastian Herrera (DNP), Konrad Wysocki (8/7 Rebounds), Philipp Neumann (6), Joschka Ferner, Michael Cuffee (18), Sherman Gay (14) und Hollis Thompson (7/3 Steals).

Nächstes RASTA-Spiel: Am Samstag, 4. Mai, um 20.30 Uhr bei den MHP RIESEN Ludwigsburg.


Pressemitteilung: Rasta Vechta 



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