Basketball Löwen Braunschweig

Löwen unterliegen starkem Tabellendritten Vechta knapp mit 85:88

TheBloob am 17.03.2019 um 12:50

Die Heimserie der Basketball Löwen ist am heutigen Samstagabend (16. März) gerissen: Sie verloren beim Comeback von Scott Eatherton in der erwartet schweren und umkämpften Partie mit 85:88 (37:46) gegen den sehr spielstarken Tabellendritten RASTA Vechta. „Aber es war ein großartiges Spiel, das Publikum war toll“, sagte Co-Trainer Steven Clauss, der den krankheitsbedingt fehlenden Headcoach Frank Menz an der Seitenlinie vertrat. Und das sagte er mit Recht. Denn die Löwen leisteten sich nur sechs Ballverluste gegen eine der besten Defensivmannschaften der Liga, trafen besser aus dem Zweipunktebereich und erarbeiteten sich wesentlich mehr Freiwürfe als Vechta. Ausschlaggebend für die Niederlage in der erneut ausverkauften Volkswagen Halle (3.662 Zuschauer) war die Dreierquote. Während die Gäste über drei Viertel lang 50 Prozent und mehr vom Perimeter getroffen hatten, kamen die Löwen nicht über 20 Prozent Dreierquote hinaus. Dennoch gelang es ihnen, nach zwischenzeitlichem Elf-Punkte-Rückstand, die Partie zum Ende hin ganz eng zu gestalten: Das Spiel entschied sich erst mit dem letzten Wurf, der leider nicht zur Verlängerung durch die Reuse fiel. Für die Löwen avancierte Scott Eatherton nach seiner Verletzungspause mit 23 Punkten zum Topscorer. Bei Vechta waren Josh Young und Seth Hinrichs mit je 15 Punkten am erfolgreichsten.

Das erste Viertel verlief erwartungsgemäß ausgeglichen. Allerdings hatte Vechta die Nase immer leicht vorne, weil sie besser aus der Distanz trafen. Vom Perimeter waren die Löwen nur ein Mal bei acht Versuchen erfolgreich (13 Prozent), während der Tabellendritte sehr gute 50 Prozent (4/8) seiner Dreierversuche verwandelte. Einer davon war der letzte Wurf von Vechta in diesem Viertel, der das 17:21 bedeutete.

In der 15. Minute lagen die Löwen erstmals zweistellig zurück (23:34), kamen aber wieder etwas näher an den Gegner heran (30:36), weil sie engagiert den Korb attackierten. Dadurch zogen die Löwen viele Fouls – allen voran Scott Eatherton – und erhielten in diesem Viertel insgesamt 14 Freiwürfe. „Wir haben vieles richtig gut gemacht. Aber deren Guards haben hochprozentig getroffen, auch schwierige Würfe zum Ende der Viertel“, erkannte Steven Clauss an. Vechta spielte unter der Regie von TJ Bray (13 Punkte, 10 Assists) nicht nur ansehnlich und schnell, sondern hatte zur Halbzeit eine 53-prozentige Dreierquote, während die Löwen weiterhin bei lediglich 13 Prozent standen. Und das war der Grund, weshalb sie mit 37:46 in die Kabine gingen.

Zurück auf dem Parkett blieben die Löwen durch das Duo Lansdowne-Eatherton an den Gästen dran: In der 25. Minute stand es 53:57. Doch nur wenig später war Vechta wieder auf neun Zähler enteilt, auch, weil den Löwen ein wenig das Glück fehlte. Neben verpassten And-One-Spielen, drehte sich beispielsweise ein Dreier von Shaquille Hines heraus, während Seth Hinrichs im direkten Gegenangriff RASTAs ersten Dreier in der zweiten Halbzeit zum 55:64 versenkte (28. Minute). Über ihre griffigere Verteidigung gelangen den Löwen anschließend mehrere Stopps und so konnten sie kurz vor dem Viertelende auf drei Punkte verkürzen. Allerdings versenkte der starke BJ Bray mit Ablauf der Uhr einen Dreier zum 63:69 aus Löwensicht.

Im Schlussviertel schmolz der Rückstand, in der 33. Minute stand es 73:76. Ex-Löwe Tyrone Nash stemmte sich gegen den drohenden Ausgleich und hielt die Löwen mit sechs Punkten hintereinander auf Distanz (75:82). Eatherton & Co. ließen sich aber nicht abschütteln: Nach drei Freiwürfen von Thomas Klepeisz stand es 80:84. Doch ausgerechnet jetzt verloren die Löwen zwei Mal den Ball, nachdem sie sich zuvor in 37 Minuten nur vier Turnovers geleistet hatten. Die Gäste machten aber nicht viel daraus und so erzielte DeAndre Lansdowne 41 Sekunden vor dem Ende das 83:85. Spannung pur: 30 Sekunden später stand Tyrone Nash beim Stand von 85:87 an der Freiwurflinie. Er traf nur einen seiner zwei Würfe und so hatten die Löwen mit dem letztem Wurf die Chance auf die Verlängerung – doch der verfehlte das Ziel.

Viertel aus Löwensicht: 17:21, 20:25, 26:23, 22:19;

Trainerstimmen zum Spiel:

Steven Clauss (Basketball Löwen Braunschweig): „Gratulation an Pedro Calles. Vechta ist ein sehr gutes Team mit starken Spielern, das gut gecoacht ist. Wir wussten, das wird ein ganz schweres Spiel hier zuhause für uns. Wir haben vieles richtig gut gemacht. Aber deren Guards haben hochprozentig getroffen, auch schwierige Würfe am Ende der Viertel. Sie haben 42 Prozent Dreier getroffen, so gewinnt man Spiele. Wir hatten dagegen keinen guten Wurf von draußen. Aber es war ein großartiges Spiel, das Publikum war toll. Wir hatten auch den letzten Wurf und damit die Chance auf Verlängerung. Aber wir haben zu viele Fehler gemacht und waren in den ersten beiden Vierteln in der Defensive nicht aggressiv genug. Das haben wir dann in der zweiten Hälfte viel besser gemacht. Aber Vechta hat stark gespielt und am Ende den Sieg verdient.“

Pedro Calles (RASTA Vechta): „Zunächst gute Besserung an Frank Menz. Braunschweig hat so gespielt, wie wir es erwartet hatten. Es war alles andere als ein einfaches Spiel für uns. Braunschweig hat eine gute Defense gespielt. Sie haben uns die ersten Optionen genommen, wir mussten dann andere Wege finden, um zu scoren. Außerdem hat Braunschweig in der Offensive gut auf den Ball aufgepasst, wir haben sie nur zu sechs Turnovers zwingen können und 13 Offensiv-Rebounds erlaubt. In der Defensive haben wir zu oft gefoult und Braunschweig 38 Freiwürfe gegeben, das ist zu viel. In der Crunchtime ist es uns aber gelungen, das Spiel unter Druck zum Sieg zu bringen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki n.e., Blake 21, Figge n.e., Lansdowne 19 (8 Rebounds), Klepeisz 7, Sengfelder 7 (9 Rebounds), Kovacevic n.e., Koné 2 (5 Assists), Hines 3, Rahon 4 (5 Assists), Eatherton 23 (9 Rebounds), Lagerpusch n.e.

RASTA Vechta: DiLeo 5, Bray 13 (10 Assists), Young 15, Nash 13 (6 Rebounds), Slooten n.e., Chapman 6, Herkenhoff 6, Hollins 12, Hinrichs 15 (8 Rebounds), Christen 3.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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