BG Göttingen

Veilchen verlieren in Würzburg

TheBloob am 13.02.2019 um 19:15

Würzburg/Göttingen, 12. Februar 2019 - Für die BG Göttingen kommt die Pokal- und Länderspielpause gerade rechtzeitig. Im dritten easyCredit Basketball Bundesliga-Auswärtsspiel innerhalb von zehn Tagen verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers am Dienstagabend bei s.Oliver Würzburg 71:88 (38:44). Vor 2.901 Zuschauern in der Würzburger s.Oliver Arena starteten die Gäste aus Südniedersachsen furios, ließen die fränkischen Hausherren dann aber durch den glänzend aufgelegten Dreier-Spezialisten Jordan Hulls ins Spiel kommen. Der US-Guard traf in der 7. Minute zum 12:14, und die Würzburger ließen sich die Führung dann nicht mehr nehmen. Zwar kämpften sich die Göttinger, denen die Reisestrapazen im weiteren Spielverlauf vor allem in der Verteidigung anzumerken waren, immer wieder heran, doch die überragende Dreier-Trefferquote der Gastgeber (56 Prozent) verhinderte die Wende. Beste Veilchen-Akteure waren Derek Willis (22 Punkte, 13 Rebounds) und Michael Stockton (zehn Punkte, zehn Assists) jeweils mit einem Double-Double. Für Würzburg traf Hulls am häufigsten (26 Zähler, acht Dreier).

Beide Mannschaften brauchten ein bisschen Zeit, um in die Partie zu finden. Die Veilchen fingen sich schneller als die Würzburger und gingen 7:0 in Front (3.). Die Hausherren ließen dann einen 0:8-Lauf folgen und übernahmen erstmals die Führung. Die Gäste aus Göttingen eroberten diese allerdings zurück und brachten durch einen Dreier von Stephan Haukohl wieder ein bisschen Luft zwischen sich und den Gegner (12:8/7.). Im Anschluss daran agierte die BG aber zu achtlos in der Verteidigung, sodass Hulls gleich zweimal hintereinander frei von jenseits der 6,75-Meter-Marke traf (12:14/7.). Auch nach einer Roijakkers-Auszeit bekamen die Veilchen den US-Guard nicht in den Griff: Hulls ließ noch drei weitere Distanztreffer zum 14:25 folgen (9.). Zum Viertelende betrug der Göttinger Rückstand neun Zähler (16:25).

Im zweiten Abschnitt stemmte sich der überragende Willis den Würzburgern entgegen. Der US-Forward hielt sein Team mit acht Punkten in Folge zum 24:31 in der Partie (12.). Bei der Roijakkers-Truppe lief es im Angriff und in der Defensive etwas besser, sodass Haukohl den Rückstand durch einen weiteren Dreier auf einen Punkt reduzierte (33:34/16.). Seine miserable Freiwurfquote (48 Prozent) machte das Team von s.Oliver-Headcoach Denis Wucherer durch Treffsicherheit von außen wett und zog wieder auf zehn Zähler davon (33:43/19.). Aber die Veilchen kämpften und gingen mit einem 38:44-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel brachte Willis seine Mannschaft auf 41:46 heran, aber die Würzburger hatten die passende Antwort. Während Hulls im zweiten Viertel keine weiteren Punkte erzielte, war er im dritten Abschnitt wieder präsent und hatte großen Anteil daran, dass der Vorsprung seines Teams auf 16 Punkte anwuchs (43:59/25.). Die BG ließ sich davon aber nicht entmutigen und riss sich zusammen. Willis schloss einen 12:2-Lauf zum 55:61 ab und zwang Wucherer zu einer Auszeit (28.). Hulls machte im Anschluss daran erneut die BG-Hoffnung zunichte und erzielte seine Dreier sieben und acht zum 55:67 (30.). Vor dem Start des Schlussviertels wuchs der Veilchen-Rückstand auf 58:71 an.

In den letzten Abschnitt starteten die Göttinger mit einem 5:0-Lauf, auf den Wucherer erneut mit einer Auszeit reagierte. Danach war es nicht Hulls, der den Veilchen das Leben schwer machte, sondern Würzburgs Neuzugang Devin Oliver mit zwei Dreiern zum 64:77 (33.). Von diesem erneuten Rückschlag erholten sich die immer müder werdenden Göttinger nicht mehr, sodass die Hausherren weiter davonzogen und am Ende verdient und souverän gewannen.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Würzburg war über die gesamten 40 Minuten die stärkere Mannschaft. Es war für mein Team scheinbar sehr überraschend, dass Jordan Hulls so gut Dreier werfen kann. Wir dachten eigentlich, dass er immer nur über die rechte Hand zum Korb zieht. Am Ende ist es einfach ein verdienter Sieg für Würzburg, ihre Intensität war fantastisch. Für mich ist Denis Wucherer einer der besten Coaches der Liga, und heute hat man gesehen warum.“

Denis Wucherer (Headcoach s.Oliver Würzburg): „Natürlich nur im Spaß: Im Gegensatz zu den Göttingern wissen wir, dass Jordan Hulls werfen kann. Wir haben ihn ja nicht geholt, um unsere Backcourt größer zu machen. Wenn wir wie heute gegen einen starken und unbequemen Gegner schwer ins Spiel kommen, hat er die Fähigkeit, das Spiel zu verändern und uns in die Spur und die Fans ins Spiel zu bringen. Das war heute ein großer Faktor, und von seinem ersten Viertel haben wir bis spät ins Spiel gezehrt. Am Ende haben wir es geschafft, den Vorsprung gegen einen starken Gegner zu verteidigen.“

s.Oliver Würzburg – BG Göttingen 88:71 (44:38)
Zuschauer: 2.907
Die Viertel im Überblick: 25:16, 19:22, 27:20, 17:13
BG Göttingen: Lockhart (8 Punkte/1 Dreier), Albrecht (n.e.), Kramer (2), Williams (2), Carter (6), Andric (13/3), Mönninghoff, Stockton (10, 10 Assists), Larysz (n.e.), Willis (22/4, 13 Rebounds), Haukohl (6/2), Grüttner Bacoul (2).
s.Oliver Würzburg: Hulls (26 Punkte/8 Dreier), Obiesie (4), Hadenfeldt, Richter (4), Cooks (9, 7 Rebounds), Bowlin (6/1), Koch (3/1), Wells (12/2, 8 Assists), Oliver (14/2), Morrison (5), Hoffmann (5), Loesing.


Pressemitteilung: BG Göttingen



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