ProA

NINERS ohne Wurfglück

TheBloob am 11.02.2019 um 17:47

Die NINERS Chemnitz haben am Samstagabend ihre fünfte Saisonniederlage kassiert. Vor 2.423 Zuschauern in der wieder einmal rappelvollen Richard-Hartmann-Halle unterlag der Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den Gästen von Phoenix Hagen mit 69:84 (40:42). Ausschlaggebend für das Resultat war vor allem die Wurfschwäche aus der Distanz. Nur drei von insgesamt 24 Chemnitzer Versuchen jenseits der Dreierlinie fanden den Weg durch den Ring, während der Gegner eben 12 von 26 Distanzwürfen verwandelte. „Außerdem haben wir in der Verteidigung nicht gut rotiert, uns mehrere unnötige Ballverluste geleistet und Hagen zu viele Offensivrebounds gestattet“, analysierte Cheftrainer Rodrigo Pastore nach dem Match.
Die erste Hiobsbotschaft musste der Argentinier bereits vor der Partie verdauen. US-Boy Matt Scott hatte sich in seiner letzten Aktion beim zurückliegenden Auswärtsspiel in Quakenbrück das Knie verdreht und die folgende MRT-Untersuchung ließ Schlimmes ahnen. Nach der notwendigen Operation am Freitag herrschte dann leider Gewissheit - Meniskusriss, mindestens sechs Wochen Pause, bevor überhaupt ein Aufbautraining beginnen kann und somit das Saisonaus für den sympathischen New Yorker. Weil obendrein Josh Fortune den Sprung in den Spieltagskader leistungsbedingt verpasste und Matt Vest nach zweimonatiger Verletzungspause noch nicht wieder bei 100 Prozent ist, fehlte es auf den Guardpositionen an der nötigen Durchschlagskraft.
Dies konnte Chemnitz zu Beginn der Partie gegen Hagen noch gut kompensieren, weil vor allem das Spiel über die Flügel und Center erfolgreich funktionierte. So konnten vor allem Jonas Richter sowie Georg Voigtmann immer wieder am Brett punkten und ihren NINERS eine 24:22-Führung nach dem Startviertel bescheren. Doch schon im zweiten Durchgang offenbarte sich der größte Unterschied zwischen beiden Teams. Während Hagens Jonas Grof und Joel-Sadu Aminu von der Dreierlinie trafen, verfehlten zahlreiche Chemnitzer Distanzwürfe ihr Ziel und schon lag der Gast mit 30:24 in Front. Die NINERS mühten sich um Anschluss und kamen durch Robin Lodders zum 34:34-Ausgleich. Letztlich ging jedoch Phoenix mit einer 42:40-Führung in die Kabine, auch weil Virgil Matthews und Kapitän Malte Ziegenhagen kurz vor der Pause drei Freiwürfe liegen ließen.
Die Punktezahl des Gegners verriet außerdem, dass Chemnitz defensiv Luft nach oben hatte und so versuchte man, die Verteidigung nach dem Seitenwechsel zu intensivieren. Mit Erfolg, denn Hagen blieb zweieinhalb Minuten ohne Treffer, während Voigtmann und Kavin Gilder-Tilbury sechs Punkte zum 46:42 für die NINERS erzielten. Wenig später erhöhte Richter sogar auf 51:46, doch anschließend vergab man wieder einige offene Dreier, so dass Hagen im Spiel blieb und kurz vor der letzten Viertelpause noch einen Schlussspurt aufs Parkett zaubern konnten, der Phoenix mit 60:53 in Front brachte. Zu Beginn des letzten Durchgangs trafen dann Javon Baumann, Jasper Günther sowie Jannik Lodders für Hagen und finalisierten so einen viertelübergreifenden 22:2-Lauf der Feuervögel. „In dieser Phase haben wir das Spiel verloren“, musste Rodrigo Pastore anerkennen.
In den verbleibenden Minuten ackerten die NINERS zwar tapfer weiter und konnten den Rückstand beim 66:75 durch Lodders noch einmal kurzzeitig in den einstelligen Bereich drücken, doch weil an diesem Abend einfach keine Dreier fallen wollten, war die Punktausbeute letztlich zu gering, um Hagen zu gefährden. „Wir müssen die Spieler aufbauen und ihnen neues Selbstvertrauen, vor allem in ihren eigenen Wurf geben. Zudem gilt es, konzentriert an der Verteidigung und unserem Reboundverhalten zu arbeiten, denn die nächsten Aufgaben werden nicht leichter“, verwies Pastore auf das kommende Auswärtsspiel beim Tabellensechsten Karlsruhe.
STATISTIK: NINERS Chemnitz vs. Phoenix Hagen 69:84 (24:22, 16:20, 13:18, 16:24), 2.423 Zuschauer
Richter (16 Punkte), Gilder-Tilbury (14), Lodders (11), Matthews (11), Elliott (6), Wank (6), Voigtmann (5), Vest (0),
Ziegenhagen (0), Albrecht (nicht eingesetzt), Hoppe (nicht eingesetzt)
TERMIN: PS Karlsruhe Lions vs. NINERS Chemnitz, Samstag, 16.02.2019, 19:30 Uhr, Europahalle Karlsruhe

Pressemitteilung: BV Chemnitz, Matthias Pattloch 



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