Basketball Löwen Braunschweig

Doppelt bitter: Scott Eatherton verletzt sich bei Niederlage in Jena

TheBloob am 10.02.2019 um 13:07

Die Basketball Löwen Braunschweig bleiben auswärts vorerst bei drei Siegen. Mit 83:85 (43:45) verloren sie am Samstagabend (9. Februar) bei Science City Jena, die zuvor elf Niederlagen in Folge kassiert hatten. In der erwartet engen und physischen Partie mit 16 Führungswechseln hatten die Löwen sich im zweiten Viertel eine 7-Punkte-Führung erspielt, welche die Gastgeber bis zur Halbzeit angeführt vom nachverpflichteten NBA-Veteran Reggie Williams und dank hoher Trefferquoten drehten. Nach der Pause lief das Menz-Team dem knappen Rückstand hinterher und verlor dann auch noch seinen Center Scott Eatherton, der in der 27. Minute mit einer Knieverletzung ausfiel (Diagnose steht noch aus). Trotzdem kamen die Löwen, die mit Beginn des letzten Viertels mit acht Punkten hinten lagen, noch einmal zurück und hatten es mit dem letzten Angriff selbst in der Hand, das Spiel zu gewinnen. Am Ende stand jedoch eine erneut knappe Auswärtsniederlage, bei der DeAndre Lansdowne (23 Punkte) und Christian Sengfelder (17 Punkte) bei den Löwen herausragten. Für Jena war der starke Reggie Willams mit 24 Zählern der Topscorer.

In der ausgeglichenen Partie hatte Scott Eatherton bereits in der 4. Spielminute zwei Fouls gegen sich gepfiffen bekommen. Das führte dazu, dass die Löwen ihr Spiel nach außen verlagerten: Elf Würfe nahmen sie im ersten Viertel vom Perimeter, von denen sie 45 Prozent versenkten. Aber die Hausherren standen dem in nichts nach und trafen starke 75 Prozent von der Dreierlinie. Insgesamt setzten die Jenaer aber mehr Akzente unter dem Korb, zogen viele Fouls und lagen in der 7. Minute mit 18:15 vorne. Doch ein starkes Löwen-Finish zum Viertelende mit drei erfolgreichen Dreipunktewürfen binnen weniger als 90 Sekunden drehte das Spiel zum 24:21 aus Löwensicht.

Den guten Fluss nahm das Menz-Team trotz mehrerer umstrittener Schiedsrichter-Entscheidungen mit und baute die Führung nach einem weiteren Dreier des guten Joe Rahon auf sieben Zähler aus (31:24, 12. Minute). Aber der Löwen-Gegner kam angeführt von Dru Joyce und Reggie Williams wieder zurück und teils auch zu einfach zu Punkten. Nach einem Dreier von Immanuel McElroy lagen die Thüringer wieder knapp mit 37:36 vorne (16. Minute). Zwar holten sich die Löwen die Führung zurück, bewegten den Ball in der Endphase dieses Viertels aber zu wenig und kamen dadurch nur zu schweren Würfen, die nicht fielen. Das nutzten wiederum die Jenaer zum 45:43-Halbzeitstand.

Nach der Pause lieferten sich beide Teams vor allem einen offensiven Schlagabtausch, Stopps gab es kaum. Die Löwen bekamen auch so gut wie keinen defensiven Zugriff auf Reggie Williams, der aus allen Lagen traf. So auch per Dreier zum 57:61 aus Löwensicht (25. Minute). Aber die Löwen liefen nicht nur permanent dem Halbzeit-Rückstand hinterher, sondern verloren in der 27. Minute auch noch Scott Eatherton. Nach einer Rebound-Aktion fiel ihm ein Gegenspieler von hinten in die Beine, woraufhin der Center nicht mehr weiterspielen konnte.

Scott Eatherton's Ausfall schien sein Team erst einmal etwas zu lähmen. Und so fielen die Löwen nach 30 Spielminuten auf 62:70 zurück. Doch im letzten Viertel investierten sie noch einmal viel. Jetzt gelangen den Löwen die nötigen Stopps in der Verteidigung. Zudem dominierten sie die Rebounds und kamen vor allem durch DeAndre Lansdowne immer näher heran. 59 Sekunden vor dem Ende war es Christian Sengfelder, der vor den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl eine starke Leistung zeigte und per Dreier zur 81:80-Führung einnetzte. Auf Jenaer Seite war es natürlich Reggie Williams, der darauf eine Antwort hatte und zwei Würfe zum 85:83 für sein Team traf. Dem Menz-Team blieben aber noch 29 Sekunden zum Ausgleich oder gar Sieg: Es bekam in dieser Zeit drei Würfe – doch keiner fiel durch die Reuse. Und damit war die Niederlage besiegelt.

Viertel aus Löwensicht: 24:21, 19:24, 19:25, 21:15;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Das ist für uns eine weitere, toughe Auswärtsniederlage. Wir hatten es mit dem letzten Angriff selbst in der Hand. Ich mache jetzt etwas, was ich die ganze Saison nicht getan habe. Die Schiedsrichter-Combo war dem Niveau des Spiels – und damit meine ich beide Mannschaften – nicht gewachsen. Das war eine unglaublich enttäuschende Leistung. Aber das soll keine Entschuldigung für die Niederlage sein. Des weiteren hat sich Scott Eatherton sehr schwer verletzt, wird sicher länger ausfallen. Das ist für unser Team ein herber Verlust, da er die Mannschaft mit Lansdowne trägt. Umso erstaunlicher, dass wir am Ende des Spiels noch einmal zurückgekommen sind, nachdem wir die zweite Hälfte größtenteils ohne Scott spielen mussten. Am Ende ist unser Plan fast aufgegangen. Allerdings hat Williams das Spiel mit ganz schwierigen Würfen entschieden. Das war am Ende ausschlaggebend.“

Björn Harmsen (Science City Jena): „Als erstes bin ich natürlich sehr glücklich, dass wir mal wieder ein Spiel gewonnen haben. Es freut mich auch, dass es knapp war. Das Duell hätte in beide Richtungen ausgehen können. Wir haben aber am Ende einen wichtigen Stopp in der Verteidigung geholt, der enorm wichtig war. Zudem hat Reggie in der Schlussphase zwei wichtige Würfe getroffen, bei denen man seine Klasse und Erfahrung gesehen hat. Dennoch war es eine gute Mannschaftsleistung, wenn man sieht, dass fünf unserer Spieler zweistellig punkten und wir eine gute Ballbewegung hatten. Wir können uns jetzt aber nicht auf diesem Sieg ausruhen, sondern müssen schauen, dass die Mannschaft noch besseren Rhythmus findet.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Blake 3, Lansdowne 23 (4 Assists, 3 Ballgewinne), Klepeisz 8 (3 Assists), Sengfelder 17 (6 Rebounds), Kovacevic, Koné 6, Hines 10 (9 Rebounds), Rahon 6 (8 Rebounds, 7 Assists), Eatherton 9 (5 Rebounds), Lagerpusch 1.

Science City Jena: Reyes-Napoles, Theis, Wolf 4, Jenkins 10 (4 Assists), Roberts 11, Allen 13, Marin, McElroy 7, Joyce 12 (8 Assists), Heber n.e., Mackeldanz 4, Williams 24 (3 Assists).


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig



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