Euroleague - Talkrunde 24/25: Halbzeitfazit - Teil II
-
Euroleague - Talkrunde 24/25: Halbzeitfazit - Teil II
Danke an ArvySabas11, Barack_Alabama, FitzRoyal, Henk, jsb, Schulzia, StillerMitleser 0 und Wasbro
4. Der Vertrag von Israel Gonzalez bei ALBA Berlin läuft im Sommer aus, braucht es eine Änderung auf der Trainerbank?
Wasbro: Ich glaube, dass Alba ein neuer Besen, der gut kehrt, gut tun würde. Gonzalez hatte die letzten beiden Jahre wirklich schwierige Bedingungen, aber in meinen Augen hat er dafür auch keine Lösungen gefunden. Vielleicht braucht es da jemanden, der den „spanischen Weg verlassen kann und mit neuen Ideen neuen Schwung in das Team bringt. Dabei fürchte ich, dass die Bedingungen bei Alba nicht einfacher werden.Barack_Alabama: Es braucht eine Änderung in der gesamten sportlichen Leitung, vielleicht sogar in der gesamten Ausrichtung des Vereins, zumindest was die Herren 1 angeht. Man hat nicht das Gefühl, dass Erfolg für die Berliner das Nonplusultra ist, beziehungsweise dass man Erfolg nicht an Titeln misst. Es ist die dritte schlechte Saison in Serie, darüber kann auch das Finale letzte Saison nicht hinwegtäuschen. Will man jetzt wirklich die Rückschritte machen, sich aus dem besten europäischen Wettbewerb zurückziehen, in eine kleinere Halle, ein Ausbildungsverein werden à la Ulm oder früher Ehingen? Das sind die großen Fragen, die man sich stellen muss. Der Headcoach, von dem ich nicht viel halte, ist da fast schon eine Nebensächlichkeit, würde aber zumindest nach Außen zeigen, dass man ein Problem erkannt hat.
Junes: Dringend, nach vier Jahren ohne jegliche Änderung im direkten Trainerstab, braucht es neue Impulse. Es braucht keinen neuen Headcoach, aber nach zweieinhalb Jahren, mit klarer Tendenz nach unten, braucht es einen frischen Wind, dafür reicht auch ein Assistant, der etablierte Routinen hinterfragt oder sogar aufbricht. Das muss aber das Mindeste und sollte nicht die einzige strukturelle Änderung sein.
FitzRoyal: Ich kann mich den Worten von Barack nur anschließen. Wenn Alba sportlich irgendwelche ernsthaften Ambitionen für die nächsten Jahre hat, ist ein Trainerwechsel in meinen Augen alternativlos. González steht mittlerweile viel zu sehr für eine losing culture, sodass der Turnaround mit ihm nicht mehr klappen kann.
ArvySabas11: Ich bin überzeugt, dass selbst das unrund zusammengestellte Team samt aller Defizite deutlich besser abschneiden könnte, wenn aktuell frischer Wind auf den coaching seats wehen würde. Zu gern würde ich sehen, was andere Denkschulen aus diesem oder einem ähnlichen Kader holen könnten, wenn alte Automatismen wieder greifen und die Spieler wieder selbstbewusst und selbstverständlich zu Werke gehen. Da González dem Vernehmen nach inmitten der letzten Saison ohnehin seinen Rücktritt anbot, schätze ich, wird man sich im Sommer - so eine bezahlbare und halbwegs erfahrene Alternative zur Verfügung steht - vermutlich auf getrennte Wege einigen. Weiteres Hindernis hierfür könnte die spanische Connection sein; ein Coach, der den Aito-Weg gehen will, dürfte schwer zu finden sein.
Henk: Ein Ausscheiden von ALBA aus der EL ist absehbar. Selbst wenn Paris alle restlichen Spiele verliert, wird ALBA nicht mehr auf elf Siege kommen, die Paris bereits hat. Mit welchem Argument sollte man dann eine weitere Teilnahme der Berliner in der EL rechtfertigen? In diesem Fall ist ein Einschnitt gegeben, der IMHO nicht nur González, sondern letztlich auch Ojeda betrifft. Die Absetzbewegungen von Baldi lassen vermuten, dass dann noch nicht mal zu erwarten ist, dass ALBA freiwillig in den Eurocup zurückkehrt. Tatsächlich erscheint es möglich, dass ALBA „einen auf (Unicaja) Málaga macht und in der CL antritt. Dazu würden dann auch die Gerüchte um Filipovski passen, der dann vielleicht sogar noch Kreso Loncar und (bitte) einen Hannes Steinbach mitbringt (von mir aus auch Zac Seljaas). Das wäre natürlich besonders bitter für Würzburg, bei denen offenbar der Arenenbau jetzt endlich durch ist. Genaues weiß man nicht, aber ich sehe hier eher 51 % CL gegenüber 49 % Eurocup und in dem Fall nicht nur keinen Israel González, sondern auch keinen Himar Ojeda mehr in Berlin.
StillerMitleser 0: Ich möchte mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ich werde auch nicht verstehen, warum man Spieler nicht nach ihren Stärken einsetzt. Dafür gibt es doch unterschiedliche Systeme und es ist Aufgabe des Trainers Systeme zu entwickeln / spielen zu lassen, die auf das Team zugeschnitten sind. Das wirkt mittlerweile auf mich eher so, als könnte Gonzalez nur „das eine System und die Spieler haben sich danach zu richten. Das ergibt für mich keinen Sinn. Und perfekte Spieler mit gutem Charakter für eben dieses System zu finde, dürfte nahezu unmöglich sein. Umso erstaunlicher ist es allerdings, wie gut Aito das hinbekommen hat. Davon sollte man sich aber in Berlin möglichst schnell verabschieden. Wer mit dem Kopf zurückschaut, schaut mit dem Arsch in die Zukunft, hat meine Oma immer gesagt. Recht hatte sie.
5. Hat Bayerns aktuelles Kaderprofil von 14/15 Spielern, mit 8 Deutschen und geringem Leistungsgefälle, mittelfristig eine Perspektive?
StillerMitleser 0: Das ist natürlich eine sehr ketzerische Frage in den aktuellen Erfolg hinein. Die Antworten dürften deutlich anders ausfallen, wenn wir Platz 17 wären und jedes Spiel aus der Halle geschossen werden würden. Ich muss allerdings auch sagen, dass das ein sehr interessanter Ansatz ist. Ich denke nicht, dass man 8 deutsche Spieler braucht, sondern eher 6-7 und dafür lieber 1-2 Amis, die Ähnliches können, aber weniger kosten. Aber vom Prinzip her müssen wir natürlich mit geringerem Etat mehr Risiko gehen, wie man auch bei der Edwards Verpflichtung + Verlängerung gemerkt hat.
Barack_Alabama: Das wird ein bisschen darauf ankommen, wie gut die Deutschen sind und was aus der Jugend nachkommt.
FitzRoyal: Meiner Meinung nach ja. Bayern muss den geringeren Etat im Vergleich zum oberen EL-Drittel irgendwie versuchen zu kaschieren und da halte ich den Verzicht auf Breite im Kader für vielversprechend. Das ist in gewisser Weise ein Spiel mit dem Feuer und kann in schlechten Jahren mit großem Verletzungspech auch mal zu Platz 16 führen, aber wenn man halbwegs verletzungsfrei bleibt auch zu Höhenflügen wie in dieser Saison bisher. Auch wenn es leicht aberwitzig ist, dass der Topverdiener im Kader (Vlado Lucic) noch überhaupt keine Rolle gespielt hat.
Wasbro: Wenn man vom Verletzungspech verschont bleibt, könnte das Konzept aufgehen. Aber Lucic ist jetzt schon sehr lange verletzt und Bitim kann ihn nicht ansatzweise ersetzen. Jetzt fällt auch Nick Weiler-Babb aus - mit sichtbaren Folgen. Ich fürchte der kleine Kader bzw. die kurze Rotation könnte Herbert noch auf die Füße fallen. Da man sehr gute deutsche Spieler verpflichtet hat, spielt dieser Aspekt meiner Meinung nach keine große Rolle.
ArvySabas11: Das wird sich im letzten Saisondrittel zeigen. Wie von euch schon erwähnt, steht und fällt das Konzept mit der Verfügbarkeit und Fitness der Spieler. Wenn Spieler unbeschadet durch die Saison kommen, ist ein Ansatz wie ihn Bayern fährt gut, weil die Spieler in einen Fluss kommen, sie an Selbstvertrauen gewinnen. Ein tendenziell gleichbleibendes Team ohne allzu große Wechselfluktuationen inmitten eines Spiels kann sich mehr aufeinander verlassen und ist einer geringeren Anzahl an Fehlervarianten „ausgeliefert. Dafür haben es dann aber auch die Spieler schwerer, die bislang kaum das Vertrauen des Chefs bekommen haben.
Junes: Sehr schwer, da jetzt schon ein konkretes Fazit zu ziehen, weil die Saison noch nicht mal halb durch ist und noch viel passieren kann. Die Ansätze sind interessant und machen durchaus Lust auf mehr, andererseits ist die Rotation von Herbert auch ein mehr als schwieriges Thema. Zumindest für mich.
Henk: Mit Yebo als Edelreservist sehe ich das kritisch. Wenn stattdessen Nachwuchsspieler wie Kharchenkov echte Chancen bekommen und als Rollenspieler wachsen können, dann sehe ich das auch mit vielleicht etwas höherem Leistungsgefälle als gute Perspektive an. Herbert sollte versuchen, den Kader bei den Minuten besser zu nutzen.
jsb & Schulzia: Vermutlich wird dem FCBB die kurze Rotation zum Verhängnis und Bayern wird die Play-Inns knapp verpassen. Die kommenden Wochen werden sehr hart und es wird sich vermutlich eine Abwärtsspirale ergeben - leider. Platz eins und zehn trennen in der Euroleague drei Siege: Allein die Namen, die Bayern im Nacken sitzen, sollten einem Sorge bereiten.
6. Ist der aktuelle Bayern-Kader der beste Kader einer deutschen Mannschaft jemals?
Barack_Alabama: Nein, Bamberg 2015/2016 mit Theis, Melli, Wanamaker, Miller, Zisis, Strelnieks unter der Führung von Trinchieri sehe ich immer noch eine Nase vorne. Aber ich bin auch Nostalgiker…Junes: Ich nehme das Team aus dem Jahr darauf, Bamberg 16/17, wo gefühlt alle nochmal einen Schritt weiter waren, auch wenn sie gefühlt jedes knappe Spiel verloren haben. Es fehlte zwar Wannamaker, aber dafür waren mit Lo und Causeur zwei andere Spielertypen dabei, die auch noch richtig Karriere gemacht haben.
FitzRoyal: Ich schließe mich meinen Vorrednern an, für mich ist Bamberg von 2015 bis 2017 der beste deutsche Kader ever. Retrospektiv gesehen ist es fast schon skandalös, dass diese Mannschaft so eine Crunchtime-Schwäche hatte und nicht mal in den Playoffs gelandet ist. Eigentlich war das ein Kader mit ernsthaftem Final Four Potenzial in der EL.
ArvySabas11: Das kann ich nicht verlässlich beantworten, da ich den europäischen Basketball über weite Teile der Zehnerjahre nur sporadisch verfolgt habe.
StillerMitleser 0: Beste deutsche Rotation? Möglicherweise ja. Bester Kader einer deutschen Mannschaft jemals? Nein. Dafür war das Talent bei Bamberg 2015-2017 noch ein Stück höher. Da kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen.
jsb & Schulzia: Nein, besser waren auf jeden Fall die Bamberger in ihrer Top-Zeit. Ich würde sogar das Bayern Team mit Wade Baldwin und einem sehr gutem Vlado Lucic besser einschätzen als das jetzige Bayern Team. Nicht zu vergessen ist auch das ALBA Team 2014/15, welches nicht mit individueller Klasse überzeugt hat, sondern wahrscheinlich sehr gut gecoacht war und in der damaligen Euroleague nur ganz knapp die Playoffs verpasst hat. Die beste deutsche Rotation aller Zeiten haben die Bayern mit vier Weltmeistern auf jeden Fall.
Henk: Ich neige auch etwas zu Bamberg. Unter dem Eindruck, dass Napier am Wochenende fast genullt hätte, sehe ich den Backcourt nicht so toll an wie er sich vielleicht liest. Mein Geheimtipp wären noch die Europaliga-Viertelfinalisten von 1998 mit den Europameistern Harnisch, Rödl und Welp sowie dem Vize-Olympiasieger Karasev und Shaq-Reserve Geert Hammink.
Wasbro: Das wird sich am Ende der Saison zeigen, aber ich glaube nicht.
7. Niels Giffey meinte im Podcast Talkin Basketball, dass er erst nach mehreren Jahren das System von Aito wirklich verstanden hat und, dass Aitos Philosophie in der EL aufgrund der Belastung an seine Grenzen stößt und in entscheidenden Elementen nicht mehr anwendbar ist. Muss sich ALBA sportlich neu orientieren, ohne Aito als Headcoach?
jsb & Schulzia: Wenn die Frage nach der neuen sportlichen Ausrichtung die Frage nach Read&React und Next Defense ist, dann scheint mir die Frage nicht valide: ich denke, das kann man situativ entscheiden, was man spielen möchte. Wäre die Durchlässigkeit zum Pro B Team und der Jugend besser, würde sich die Frage vermutlich nicht stellen.
In den letzten beiden Jahren sind die Wetten auf die jungen Spieler nicht aufgegangen - hier sollte man wieder beginnen, ein Gerüst etwas erfahrener Spieler an den Start zu bringen, die den jungen Spielern Halt geben können.Barack_Alabama: Naja, Aito als Headcoach hat sich ja schon mal erledigt… Ich halte Niels für einen sehr reflektierten, cleveren Typen, und wenn der das sagt, dann glaube ich ihm das einfach.
FitzRoyal: Kurze Antwort: Ja, Alba muss sich dringend sportlich neu orientieren. Dass die Aíto-Philosophie ohne den spanischen Großmeister nicht funktioniert, haben die letzten Jahre mehr als deutlich gezeigt.
Junes: Wenn ein (Ex-) Spieler von einer Philosophie und einem Coach durchgehend schwärmt, aber auch selber bilanziert, dass dieser Stil in der Euroleague mindestens an seine Grenzen stößt, vielleicht sogar in der angestrebten Form nicht praktikabel ist, dann kann die Antwort in meinen Augen nicht Nein sein. Vor allem, weil Aito nicht mehr da ist, eine Kopie bleibt immer eine Kopie, das ist per se auch nichts Negatives.
ArvySabas11: Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Die Ära Aito hat rückblickend ihren Scheitelpunkt bei ALBA Berlin vor geraumer Zeit überschritten. Neben dem entsprechenden HC selbst müssen hierfür zu viele andere Zahnrädchen ineinander greifen, um erfolgreich praktiziert werden zu können. Ich hoffe, die Idee wird weiterleben und uns eines Tages in Form eines anderen Teams bezaubern.
Henk: Ich erwarte eine sportliche Neuausrichtung nach dem Ausscheiden aus der EL, wie oben zu González geschrieben. Der Schritt zu Filipovski wäre allerdings besonders krass. Auch unter der Annahme, dass dieser in Berlin noch etwas andere Möglichkeiten als in Würzburg hätte, hat er einen komplett anderen, eher NBA-Style in Würzburg spielen lassen. Würzburg war bei den Team-Assists in den letzten beiden BBL-Saisons abgeschlagen Tabellenletzter, während ALBA mit mehr als 20 ApS (mit González als Coach) immer unter den beiden Topteams in dieser Statistik war. ALBA hatte 30 bis 50% mehr ApS. Im Moment ist das alles aber nur (bin geneigt glücklicherweise zu schreiben) nur Spekulation.
Wasbro: Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass das System Aito offensichtlich nur mit Aito gut funktioniert. Frischer Wind im Sinne von neuen Ideen/Ansätzen würde Alba im Moment gut tun.
StillerMitleser 0: Die Frage habe ich wohl versehentlich vorher bei der Gonzalez-Frage schon beantwortet.
8. Braucht es mittelfristig, auch ohne Erweiterung, einen dritten ernstzunehmenden Euroleague-Kandidaten aus Deutschland?
StillerMitleser 0: Hier hab ich nichts Neues mehr beizutragen. Danke an meine Vorredner.

Junes: Die Frage ist bewusst offen formuliert und bei der Wortwahl ernstzunehmend ist einiges an Interpretationsspielraum da. Die Antwort muss Ja sein, aber es fehlt da leider an Alternativen zu Bayern und Berlin. Es muss kein Team sein, was direkt mit hohen Ambitionen in eine Euroleague-Saison starten würde, aber es wäre wichtig für Basketball-Deutschland, dass es einen dritten Standort gibt, der beispielweise ein Ausscheidens Alba auffangen könnte oder eine Alternative im Wildcard-Verfahren darstellt. Deutschlands positive Entwicklung im Basketball zeigt sich auf Club-Ebene leider nur wenig.
Barack_Alabama: Die Frage ist nicht ob, die Frage ist nur, wer das sein sollte. Ulm ist es nicht, so sehr Stoll das sein will. Als Standorte sind eigentlich nur Frankfurt und Hamburg interessant, aber die Clubs dort geben EuroLeague leider gar nicht her. Und leider ist momentan ja die ketzerische Frage: Braucht es nicht erst einmal einen zweiten ernstzunehmenden EuroLeague-Kandidaten neben den Bayern?
ArvySabas11: Die Antwort auf die Frage hängt natürlich sehr von der Perspektive ab: Aus Sicht der Liga / der (neutralen) Fans / der aktuell besten deutschen Teams? Wenn ich die ULEB-Sicht einnehme, wäre ich zufrieden mit den beiden bestehenden deutschen Vertretern in je zwei sehr großen Metropolregionen, die den Ansatz Wettbewerb im Wettbewerb (Derby) verfolgen. Ein nahender Ausschluss ALBAs aber würde ein Loch hinterlassen, das Stand jetzt ( = ohne spontanes Mäzenen- oder Großsponsorentum) und in mittelfristiger Perspektive kein zweites Team auffüllen könnte.
Wasbro: Angesichts der Tatsache, dass es in Deutschland schon rein finanziell sehr schwer ist, in der EL konkurrenzfähig zu sein, halte ich 2 deutsche EL-Teams aktuell für absolut ausreichend.
jsb & Schulzia: Die Frage ist ja angeblich bewusst offen formuliert - ich halte sie leider dennoch für falsch gestellt: Wir sehen derzeit nur einen ernst zu nehmenden Euroleague Kandidaten aus Deutschland - brauchen aber dringend zwei. Italien, Griechenland, Serbien und die Türkei stehen mit zwei Teams da. Allein Frankreich und Spanien haben drei. Eventuell liegt hier der Hase im Pfeffer begraben: Es braucht vermutlich keine drei Teams aus einem Land! Aber viel mehr als eine Antwort auf diese symmetrische Frage braucht die Euroleague ein Financial Fair Play. Wenn dadurch Teams finanziell etwa gleichmäßig planen können, bietet Deutschland natürlich mehrere Standorte, mit Hamburg oder Köln (Bonn) als Großstädte, aber auch etablierte Standorte mit viel Basketball Kultur wie Bamberg, Hagen oder Ulm wären interessant. In Deutschland wird Basketball nie die Sportart Nummer eins sein, wenn man noch mehr Fans aktivieren möchte, sind mehr große Standorte in Deutschland ein muss.
Henk: Wir werden ja nach dieser Saison voraussichtlich kein zweites deutsches EL-Team mehr haben. Von daher finde ich die Frage überflüssig, weil eine Entwicklung in Hamburg oder Frankfurt derzeit nicht in diese Richtung deutet. Ulm und andere BBL-Klubs werden die gleichen Probleme haben wie Bamberg und nicht wirklich ernst genommen werden. Die Zukunft der EuroLeague ist in der derzeitigen Form für mich nicht gesichert. Von daher eine Fragestellung, die derzeit nicht gefragt ist.
FitzRoyal: Ich halte es für wahrscheinlicher, dass es auf absehbare Zeit nur noch ein deutsches Team in der EL geben wird. Potenzielle EL-Kandidaten neben Bayern und Alba sehe ich überhaupt nicht, nicht mal perspektivisch. Von daher stellt sich die Frage nicht, da es schlicht keinen dritten deutschen EL-Kandidaten gibt bzw. geben wird.