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Euroleague - Talkrunde 24/25: Halbzeitfazit - Teil I

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    Euroleague - Talkrunde 24/25: Halbzeitfazit - Teil I

    9.1.2025 um 18:00 von
    Author: blog

    Danke an ArvySabas11, Barack_Alabama, FitzRoyal, Henk, jsb, Schulzia, StillerMitleser 0 und Wasbro

     

    1. Wie zufrieden seid ihr mit dem Abschneiden der deutschen Teams in der Euroleague?


    - ALBA Berlin

    StillerMitleser 0: Puh. Direkt eine Kracherfrage zum Auftakt. Es ist wirklich schwer zu bewerten, da doch einige Faktoren bei Alba dieses Jahr zusammen kommen, wie beispielsweise Verletzungen oder Abgänge. Vor paar Jahren war tatsächlich nach dem FCBB meine zweite meist geschaute EL-Mannschaft Alba, weil einfach hochattraktiver Basketball geboten wurde. Damals habe ich wirklich neidisch (heut kann man es ja zugeben 🙂 ) auf Alba geschaut und mir gedacht, warum wir bei uns so einen gequälten Basketball spielen müssen. Das hat sich dieses Jahr komplett gedreht und als „nur Sympathisant und Anhänger des deutschen Basketballs per se (also ich bin auch Alba-Fan, wenn es international gegen andere als den FCBB geht) kann ich mir die Spiele dieses Jahr bisher nur sehr selten anschauen. Ich hab die letzten Jahre wirklich schon genug gequälten Basketball ertragen müssen (liebe Grüße an Pablo, Andrea + Vorgänger). Daher, nein, ich bin wirklich unzufrieden mit Alba. Letzter zu sein ist keine Schande, mit dem niedrigsten Etat, aber die Art und Weise, wie Alba dieses Jahr zu großen Teilen Basketball spielt, gefallen mir persönlich nicht. Wenn schon weniger Talent dann doch bitte wenigstens mehr Energie, aber selbst das vermisse ich jedes Mal, wenn ich dann doch mal in der EL einschalte.

    Henk: Ungenügend. Klassenziel nicht erreicht. 
    Mit einer weiteren Nachverpflichtung im Frontcourt erscheint das Erreichen des Minimalziels - ein Verbessern der Siegbilanz gegenüber der letzten Saison - noch möglich. Ein weiteres (Minimal)Ziel wäre an sich gewesen, nicht ein weiteres Mal Letzter zu werden. Dies ist schon kaum mehr als realistisch zu bezeichnen, da wegen der Verteilung der Heimspiele die Bilanz an sich sogar noch geschönt ist, selbst wenn man mit Sieg in Bologna und Beinahe-Sieg in Piräus auswärts fast so erfolgreich war wie (im ehemaligen) Zuhause . Im Grunde spielt es aber auch schon keine Rolle mehr, ob man Drittletzter oder Letzter wird. Solange man nicht vor Paris landet, gibt es keinen Grund für Versetzung in die nächste EL-Spielzeit. Selbst bei einem Verzicht des EC-Siegers auf die EL wie seinerzeit bei Gran Canaria muss man damit rechnen, dass ein anderer Klub mit geeigneter Halle eingeladen wird. Da kann auch der Sportromantiker, der das Heil des Sports nicht im Kommerz sieht, nur beipflichten, dass ALBA eine Wettbewerbsfähigkeit in letzter und laufender Saison nicht nachweisen konnte und daher nicht in diesen Wettbewerb gehört.

    jsb & Schulzia: Ein Auf und Ab der Gefühle. Minuten, die erwarten lassen, dass man ein gutes Viertel spielt, werden abgelöst durch Minuten, die für zwei Niederlagen reichen könnten. Auch wenn verlieren nicht das Erstrebenswerte im Sport sein sollte, hat man Alba Teams in den letzten Jahren verlieren sehen, den man stundenlang beim Spielen zuschauen wollte - egal ob sie gewannen oder schlussendlich verloren haben: Es war ein Genuss diese Teams spielen zu sehen. Dieses Jahr ist es anders: sehr oft ist man einfach nur froh, wenn die 40 Minuten vorüber sind. Wer damit zufrieden ist, sollte sein inneres Gleichgewicht neu justieren. Trotzdem kann man mit einigen Spielen durchaus zufrieden sein, das Problem liegt nur darin, dass es Ausnahmen sind. Wenn gegen Teams wie Real oder Monaco am Ende kein Sieg steht, darf man darüber nicht enttäuscht sein. Fragwürdig sind nur die oftmals peinlichen Auftritte, wo keiner Verantwortung übernehmen will und gefühlt das ganze Team den Kopf in den Sand steckt, die Spiele sind grausam für die Basketball-Seele.

    ArvySabas11: Ich kenne keinen ALBA-Fan, der momentan die Wörter zufrieden und aktuelle (EuroLeague-)Saison in einen positiven Kausalzusammenhang bringen würde. Natürlich muss sich Zufriedenheit auch nach realistischerweise zu erreichenden Zielen richten, die Range für ALBA in den letzten Jahren hieß üblicherweise letztes Tabellenviertel. Trotz optimistisch stimmender Ansätze erleben wir jedoch die zweite unterwältigende Berliner Saison in Europa hintereinander - wenn kein Wunder passiert, mit ähnlicher Anzahl an Siegen, jedoch noch schlechterem Korbverhältnis und der roten Laterne in der Hand. Unter anderem auch deshalb wird man sich auf ein Ende der Ligazugehörigkeit einstellen müssen. Das tut einerseits weh - andererseits jedoch liegt jedem Neuanfang ja auch ein Zauber inne.

    Wasbro: Angesichts der Prognosen vor der Saison und den Problemen, die während der Saison aufgetaucht sind, steht Alba da, wo viele sie erwartet haben. Immerhin gab es schon Siege zu feiern, was manche vor der Saison bezweifelt haben. Ich bin gespannt, wie die zweite Hälfte der Saison mit den Rückkehrern und eventuell einer weiteren Nachverpflichtung läuft.

    Barack_Alabama: Es ist schwierig, das wirklich zu beantworten. Kann, darf man zufrieden sein, wenn man abgeschlagen Letzter ist? Nein. Hat man nicht insgeheim noch weniger von Alba erwartet? Irgendwie leider schon. Aber dann sieht man wieder diverse Teams, die überperformen, die wettbewerbsfähiger sind, trotz Budget-Herausforderungen, und dann ist es doch wieder mies. Und es lässt sich nur schwer von der Gesamtperformance, inklusive BBL und Pokal, trennen. Am Ende spielt Alba leider eine schlechte Saison, es würde sich falsch anfühlen, mit diesem Teilbereich EuroLeague wirklich zufrieden zu sein.

    Junes: Isoliert betrachtet kann man nicht zufrieden sein mit der Saison, aber trotzdem ist das Gefühl beim Blick auf die Tabelle doch von einem ordentlichen positiven Anteil geprägt. Vielleicht aber auch, weil die Auftritte national so viel desolater sind, während man in der Euroleague zumindest das Gefühl bekommt, dass das Team sich aufrafft. Aktuell ist man auf Kurs besser abzuschneiden als vergangene Saison. Elementar ist da aber auch die Frage nach der Zielsetzung und dem Punkt, wo man hin will.

    FitzRoyal: Wer mit dem bisherigen Abschneiden Albas in der EL zufrieden ist, sollte hinterfragen, ob er im Profisport richtig aufgehoben ist.

     

    - FC Bayern Basketball

    StillerMitleser 0: Tja da hab ich mir in der EL-Vorschau doch endlich offensiven und attraktiven Basketball in München gewünscht und wurde tatsächlich auch erhört. Allerdings sollte man immer vorsichtig sein, was man sich wünscht, denn ich habe mich teilweise bei den EL-Spielen fast schon geschämt beim Zusehen. Die Verteidigung ist teilweise schon arg schlecht, auch wenn das natürlich absehbar war. Aber dass so schlecht verteidigt wird, hätte ich mir selber nie erträumen lassen. Alles in allem muss man dennoch mit der Situation sogar sehr zufrieden sein aktuell. Wir sind mehr als im Soll und haben aktuell alle Chancen auf die Playoffs oder zumindest Play-Ins. Hat ja auch keiner außer mir erwartet, siehe Saisonvorschau. 😉

    Barack_Alabama: Bei den Bayern kann man kaum unzufrieden sein, denn sie holen nahe am Maximum aus ihren Möglichkeiten raus. Wäre es schöner, wenn die Bayern auch verteidigen würden? Na klar, aber das können sie einfach nicht so gut. Also gibt’s Offensivspektakel, man gewinnt die engen Spiele, es ist schön anzusehen - dafür nimmt man dann auch mal in Kauf, dass das ein oder andere Spiel deutlich verloren geht. Das war ja in den Vorsaisons schließlich auch schon so.

    jsb & Schulzia: (FC Hollywood) Die Bayern sind überraschend gut in die Saison gestartet. Man rieb sich verwundert die Augen und fragte sich, ob man von Trinchieri geweckt werden sollte. Herbert lässt eine kurze Rotation spielen und ist bis jetzt in beiden Ligen damit erfolgreich. Mit den Bayern muss man zur Saisonhälfte zufrieden sein - auch wenn der aktuelle Tabellenstand vermutlich realistischer ist als der nach fünf Spieltagen. Die Spiele bis Weihnachten waren spektakulär und zeigten im Gegensatz zu Alba, wie schöner und erfolgreicher Basketball aussehen kann. 

    Junes: Das Team schwimmt weiter auf einer Erfolgswelle, auch wenn man unnötige Niederlagen kassiert hat. In Anbetracht der Gesamtsituation muss man diese Situation bis zur letzten Sekunde genießen!

    FitzRoyal: Alles in allem kann man bisher natürlich zufrieden sein mit dem internationalen Saisonverlauf. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass es ein paar Probleme gibt, die bald noch größer werden könnten. Mit der meistens gezeigten Verteidigung ist man auswärts vielfach nicht wettbewerbsfähig und mir fehlt ehrlich gesagt der Glaube, dass man sich in diesem Bereich signifikant verbessern kann. Zudem ist die Tabelle super eng und es bedarf nicht viel, bis man auf einmal nur noch 13. ist. Daher ist die aktuelle Lage etwas trügerisch und man muss aufpassen, nicht zu Virtus Bologna 2.0 zu werden.

    ArvySabas11: Die internationale Kampagne der Bayern verläuft deutlich besser, als ich erwartet hätte, einem überragenden Start folgten jedoch unglückliche Niederlagen. Die Heimstärke im brandneuen SAP-Garden kann im Falle einer Qualifikation für die Play-Ins oder direkt für das Viertelfinale ein X-Faktor werden. Selbst aus ambitionierter Fanperspektive bietet die aktuelle Saison also allen Grund zur Freude.

    Henk: Bayern hat den Saisonstart genutzt, um zu überraschen. Das war ihnen vor der Saison zu wünschen. Jetzt wird es darauf ankommen, wie sie Verletzungen managen, von denen sie bislang weitgehend (zumindest in Relation zu ALBA) verschont blieben. Wertvoll sind dabei solche Siege wie gegen Kaunas oder in Mailand, bei denen selbst keine 80 Punkte erzielt, aber trotzdem den ‘W’ mitnimmt. Mein Vertrauen in Bayerns Wettbewerbsfähigkeit am defensiven Ende ist weiterhin nicht allzu hoch. Bereits vor der Niederlage in Madrid, als man noch auf einem direkten Playoff-Platz stand, war der Abstand zu Platz 12 nur zwei Siege. Es besteht leider die Gefahr, dass man am Ende mit leeren Händen dasteht. Ein wenig hat man sich selbst in die Bredouille gebracht, weil man nach dem Abgang von Madar nicht reagiert hat. Nach der Verletzung von NWB spricht die vollkommen überflüssige Niederlage in Berlin in der BBL hier eine beredte Sprache. Ansonsten hat Herbert das Minimalziel (Mehr Siege als Vorgänger Laso) schon fast erreicht und die Bayern dürften somit meine Erwartungen voll erfüllen bzw. (trotzdem) übertreffen.

    Wasbro: Nachdem lange Don’t wake me up galt, ist man mittlerweile wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Insgesamt hat die bisherige EL-Saison meine Erwartungen aber deutlich übertroffen. 

     

    2. Braucht es eine (weitere) Nachverpflichtung für die deutschen Teams?


    - ALBA Berlin

    Barack_Alabama: Ja. Nächste Frage. 

    Nein, im Ernst, natürlich braucht Alba Kaderveränderung, spätestens seit dem Abgang von Williams. Zuvor aber auch schon. Das Problem ist, dass ein einzelner Spieler, der in der Lage ist, diesen schlecht zusammengestellten Kader zu retten, deutlich über dem verfügbaren Budget liegen würde.

    jsb & Schulzia: Einer? Alba braucht ein funktionierendes Team. Die Aufteilung von Front- zu Backcourt kann man in einer Saison nicht mehr grundlegend verändern. Hier wurde vor der Saison unzureichendes Management betrieben. Eine Nachverpflichtung auf Groß wäre jedoch sehr wünschenswert, zumindest nach dem Abgang vom Topshot Williams. Im besten Fall kann der neue Spieler auch werfen und es gibt am besten noch einen deutschen Spieler, der auch werfen kann, da es in der BBL schnell dünn wird, wenn Alba mehrere deutsche Verletzte hat. 

    Wasbro: Da das Verletzungspech Alba an den Fingern zu kleben scheint, erscheint die Verpflichtung eines weiteren Bigs unumgänglich, um dem entgegenzuwirken. Alternative wäre einen jungen Spieler vermehrt einzusetzen, aber da scheint keiner Gonzalez überzeugen zu können.

    StillerMitleser 0: Insofern sich die Frage nur auf Spieler bezieht, würde ich nein sagen. Die Saison in der EL ist vorbei. Selbst mit ein paar Siegen mehr, ist die Saison international für Alba gelaufen. So ehrlich muss man sein - leider. Falls sich die Frage auch auf den Trainer bezieht, würde ich glasklar ja sagen. Siehe dazu später mehr.

    ArvySabas11: Es ist natürlich schwer, einen angeschlagenen Boxer in Runde 7 wieder auf Vordermann zu bringen. Ob die von Medizinmann Ojeda verordnete Pille McCormack (plus eine eventuelle weitere Nachverpflichtung?) die Wende bringen können, wenn die zuvor zurechtgelegte Strategie im Ring schon fehl lief, wird sich zeigen. Ein weiterer erfahrener Spieler, der schon auf hohem Niveau gespielt, kann dem relativ jungen Team nur Stabilität verleihen. Im Januar 2024 funktionierte das ja auch bereits mit Martin Hermannsson. Dass man erneut nachverpflichten möchte (siehe zwischenzeitliche Gerüchte um Webb III) zeigt immerhin, dass man die Saison nicht einfach abschenkt, sondern noch sportliche Ziele hat.

    Henk: Das Thema (weiterer) deutscher Frontcourtspieler stand ja schon vor Saisonbeginn im Raum. Nach dem Abgang von KK und vermeintlichem Schlüsselspieler Trevion Williams hat man sich trotz Verpflichtung von David McCormack, die bislang als gelungen bezeichnet werden kann, noch weiter im Frontcourt von der Anzahl her verkleinert. Egal welche Nationalität, aber ALBA braucht einen weiteren Frontcourtspieler, um zumindest die BBL-Playoffs zu erreichen sowie in der EL nicht alle Saisonziele zu verpassen, wenn man weniger Siege als letzte Saison holt und sich unter die historisch schlechtesten Teams in der Round-Robin-Ära einreiht.

    FitzRoyal: Kommt stark auf die Zukunftsperspektive an. Wenn man bei Alba intern schon mit der EL abgeschlossen hat und sich darauf einstellt, kommende Saison in einem anderen internationalen Wettbewerb zu spielen, würde ich gar nicht mehr nachverpflichten, da dies dann mehr rausgeschmissenes Geld wäre. Hat Alba allerdings noch Ambitionen, über das Saisonende Teil der EL zu sein, wäre mindestens eine Nachverpflichtung alternativlos, um der Liga und den A-Lizenzlern zu zeigen, dass man sich seinem Schicksal nicht einfach ergibt.

    Junes: Wo will Alba hin? Dem Kader fehlt es auf diversen Ebenen, Mentalität, Leadership, Erfahrung, eine Nachverpflichtung wird nicht reichen, vielleicht auch keine zwei oder drei. Ich sehe keine Zukunft für diese Mannschaft, weil das Gesamtkonstrukt der Mannschaft es nicht hergibt, es gibt zu viele Interessenkonflikte in diesem Bereich Albas. Natürlich sind die ganzen Verletzungen ein Problem, aber sie sind nicht maßgeblich für die Probleme dieser Mannschaft. Ich fände es fast schon sinnvoll zu schauen, ob es Spieler auf den Markt kommen, die man für nächste Saison holen wollen würde und die restliche Saison dafür nutzt, aber dafür dürfte das Geld und die Vision fehlen und es wäre auch irgendwie demütigend für alle Beteiligten.

     

    - FC Bayern Basketball

    Junes: Nur, im Worst Case, also im Falle einer längeren Verletzung von einem der Glorreichen Sechs (Da Silva ist ja leider rausgerutscht). Die Rotation ist kurz, aber die Mannschaft funktioniert. Zumindest die Kernrotation und das ist das Entscheidende. Neue Spieler während einer Saison zu integrieren ist schwierig, neue Spieler während einer Saison in eine funktionierende Mannschaft ohne wirklichen Need für sie zu integrieren nochmal deutlich schwieriger. Herbert holt aktuell das Maximum aus dieser Mannschaft heraus, aber auf Kosten des Systems: Es gibt kein System, wovon die Spieler profitieren, die Spieler sind das System und ohne die Spieler braucht es ein neues. 

    FitzRoyal: Ich tendiere zu nein. Die meisten Nachverpflichtungen in der EL gehen nicht wirklich durch die Decke und ich halte es für ziemlich unmöglich einen Spieler zu finden, der zum einen EL-Niveau hat, aber zum anderen auch damit zufrieden ist im Schnitt nur 5 min in der EL zu spielen.

    jsb & Schulzia: Ein schlanker Kader mit großen Zielen. Wobei der übersichtliche Kader evtl. auch zu Gordies Konzept gehört. Alles in allem scheint auf Guard einfach noch ein Spieler zu fehlen. Muss der der große Heilsbringer sein? Nein, vermutlich nicht, aber er muss Entlastung bringen können und 15 Minuten pro Spiel geben können. Januar und Februar werden harte Monate - das sollte man schon jetzt im Blick haben.

    ArvySabas11: Situationsabhängig. Aufgrund der von euch bereits angesprochenen kurzen Rotation von Gordie sehe ich im Falle von Verschonung von längeren Verletzungen keine Notwendigkeit für den Kader.

    Wasbro: Die Verletzung von Nick Weiler-Babb offenbart, wie wichtig er für das Team ist. Napier und Edwards können diese Lücke nicht füllen. Kharchenkov hat gegen Alba gezeigt, dass er sehr gute Voraussetzungen mitbringt, aber ich glaube nicht, dass er schon konstant genug ist. Vor allem in der EL wird er schnell seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Wenn es einen passenden Spieler auf dem Markt gibt, würde ich zugreifen.

    Barack_Alabama: Ich hätte gerne, dass der Kader der Bayern tiefer wäre, einfach, damit man abgesichert ist. Auf Center hat man quasi noch einen originalverpackten Danko Brankovic, auf der Vier kann man sich irgendwie durchwurschteln, vielleicht ja sogar irgendwann wieder mit Lucic, aber auf den kleinen Positionen ist man nur eine Verletzung vom Desaster entfernt. Aber bis dato funktioniert es halt, und never change a winning team ist ja nicht ohne Grund ein geflügeltes Wort. Ich schaue auf die Tabellen und sage: In Gordie we trust.

    Henk: Ich habe oben davon geschrieben, dass Bayern auf den Abgang von Madar nicht wirklich reagiert hat, da Bitim offenbar andere Lücken gefüllt hat. Kharchenkov hat sich einen Platz in der Rotation erspielt, wie von mir vor Saisonbeginn erhofft. Wenn Coach Herbert die Spielzeit nicht gleichmäßiger verteilt, ist der Effekt einer Nachverpflichtung aber vermutlich nicht übermäßig hoch zu bewerten.

    StillerMitleser 0: Für mich braucht es immer noch einen Center, aber damit brauchen wir jetzt auch nicht mehr anfangen. Falls sich Booker verletzt, ist es halt aus. Da sollte man sich aber dann auch nicht beschweren, was denn hätte sein können, wenn … Das Problem ist hausgemacht und ich will im Nachgang dazu nichts hören, wie grandios die Saison doch hätte sein können. Speziell Danko drängt sich überhaupt nicht auf in den paar Minuten, die er auf dem Feld steht. Gegen Real hätten wir ihn bzw. sein Rebounding schon gebrauchen können, aber er wäre wahrscheinlich auch von Campazzo durch die Gegend geschoben worden (übertrieben gesagt).

     

    3. Wie viel Potential seht ihr noch für die Rückrunde?


    - ALBA Berlin

    Junes: Einiges, aber zu welchem Preis? Alba steckt in einem Teufelskreis, sie müssen gewinnen, für die Psyche, für die Zukunft, aber sie müssen auch die Spieler entwickeln. Es bleibt die Frage nach der Ausrichtung. Setzt man alles daran, diese Saison noch positiv abzuschließen, traue ich Alba noch 4-5 Siege zu, aber will man das? Sollte man das anstreben? Aktuell ist vieles Unklar bei Alba, noch mehr als sonst schon ohne A-Lizenz bzw. mehrjährige Wildcard, aber nachdem man zuletzt selbst mit einem Abschied kokettiert hatte, weiß ich nicht genau, wo Alba hin will.

    FitzRoyal: Wie definiert man Potenzial? Im Best Case schafft man es, 1-2 Siege mehr als letzte Saison zu holen, im Worst Case scheitert man daran und spielt ab Februar vor 4.000 Zuschauern EL.

    StillerMitleser 0: Tja was für Potenzial? Wohin soll es gehen? 17. Platz? 16. Platz? Was bringt das. Gibt kein zusätzliches Geld und man müsste dafür aber selber vermutlich zusätzlich Geld verbraten. Andererseits sind 2 Jahre Übergangssaison besonders für die Fans ein Kinnhaken + Leberhaken. Es ist und bleibt einfach eine sehr verzwickte Lage, in der sich Alba aktuell befindet.

    Barack_Alabama: Potential ist ein großes Wort. Gewinnt man noch vier Spiele, hat man sich gesteigert, wahrscheinlich drei Trainer den Job gekostet und am Ende eine bessere Bilanz als letztes Jahr mit einem schlechteren Kader. Letzter wird man dennoch sein, die Saison in der EuroLeague einmal mehr enttäuschend. 

    ArvySabas11: In der EuroLeague sehen wir von ALBA in den letzten Wochen kämpferischere, wettkampforientierte Auftritte als in der BBL. Ob das einer strategischen Ausrichtung geschuldet ist, die die EL-Zugehörigkeit noch retten soll und die unterbewusst davon ausgeht, dass man in der BBL die Spiele - wie sonst immer - schon noch irgendwie gewinnen wird, sei hier einmal dahingestellt. Ich sehe in der bisherigen Kaderkorrektur durch McCormack einen guten ersten Ansatz, bisherige Defizite im Teamgefüge (Physis, Erfahrung, Motivation und Defense) zu kompensieren und somit in beiden Wettbewerben noch mit gebotener Seriosität und Leidenschaft die bestmöglichen Resultate herauszuholen.

    jsb & Schulzia: Hoffen, dass sich das Team findet und man die Kernrotation mit den zurückkehrenden Spielern wieder aufbauen kann, ohne dass sich neue Spieler verletzten. Wenn man ab Februar relativ sorgenfrei spielt, kann man noch mit dem ein oder anderem Sieg rechnen. Wichtiger ist es die BBL Saison zu retten und nicht die Euroleague Saison. Es kann natürlich sein, dass man sich in einen Rausch in der Euroleague spielt, dass halte ich aber für unwahrscheinlich, am Ende wird bestenfalls Platz 17 mit weniger als 10 Siegen stehen. Das Team hat das Potential schönen Basketball zu zeigen. 
    schulzia: Von Platz 18 kommt man nicht runter, mit maximal 8 Siegen. Hier haben wir ein ernstes Couchproblem in Biesdorf.

    Henk: Nur noch sechs Heimspiele. Was sollte man realistischerweise noch erreichen können? Wie geschrieben sollte ALBA verhindern zur Lachnummer zu werden und weniger Spiele als letzte Saison zu gewinnen. Mehr erscheint nicht drin.

    Wasbro: Den ein oder anderen Sieg traue ich Alba durchaus noch zu - leider wird es nicht reichen, um die rote Laterne noch abzugeben.

     

    - FC Bayern Basketball

    ArvySabas11: Es wird ein kleines Kunststück sein, eine ebenso starke Rück- wie Hinrunde zu spielen, bleibt man aber von Verletzungen verschont, sehe ich dafür aber Grund für Optimismus. Selbst eine Trendfortsetzung der Leistung im Dezember könnte im Idealfall für die Do or Die-Spiele im April ausreichen - und dass man da die EL Powerhouses ärgern kann, das weiß der FC Barcelona nur zu gut.

    Henk: Man hatte einen ziemlichen Heimnimbus in der Hinserie. Für mich wäre es das oberste Ziel, insbesondere zu Hause weiterhin so erfolgreich wie möglich zu spielen und das eigene Publikum zu begeistern. Der Wettbewerb in der EL ist ziemlich ruinös und das Mittelfeld extrem breit. Man sollte daher den Erwartungen vorschützen, damit die Enttäuschung bei einem Verpassen der Playoffs nicht zu groß werden. Es stehen national noch wichtige Titel aus, zumal ALBA verwundbar erscheint und kein Chemnitz aus letzter Saison sowie Ulm oder Bonn aus vorletzter Saison in Sicht ist.

    Wasbro: Ich hoffe, dass man nach der Serie an schweren Spielen im Dezember in den nächsten Wochen wieder Erfolgserlebnisse einfahren kann. Bei der aktuellen Leistungsdichte in der EL kann es aber auch anders kommen. Every game matters trifft es diese Saison sehr gut.

    Junes: Rein logisch betrachtet kann es nur nach unten gehen: Kurze Rotation, wenig effektive Tiefe im Kader, kaum Verletzungen und Spieler mit herausragenden Spielzeiten, die Saison verläuft so positiv wie es nur geht - sowas sieht man nur selten und noch seltener über eine komplette Saison. So oder so ist der bisherige Saisonverlauf herausragend und ich wäre nicht enttäuscht, wenn jetzt der Absturz à la Virtus folgen würde. Ich traue der Mannschaft trotzdem zu, eine stabile Rückrunde zu spielen und am Ende mit 19-21 Siegen am Heimvorteil zu kratzen, aber die Wahrscheinlichkeit lässt mich zweifeln. 

    Barack_Alabama: Im Bestfall hält man das Niveau der Hinserie, was Wahnsinn wäre. Eine Steigerung ist unvorstellbar, und das Gefühl, dass es schlechter wird, ja werden muss, liegt wie ein dunkler Schatten auf dem Spielplan. Die EuroLeague ist, vielleicht von Berlin, Bologna und Tel Aviv abgesehen, so nah beieinander, schon zwei, drei schlechte Wochen, kleinere Verletzungen, und plötzlich bist du statt Dritter nur noch Elfter. Andererseits hat das Team gezeigt, dass es enge Spiele gewinnen kann, auch gegen favorisierte Teams. Ich hab in jedem Fall Bock auf Postseason-Basketball im SAP Garden. Ob das Playoffs oder Play-Ins sind, ist da fast egal.

    FitzRoyal: Ich war vor der Saison skeptisch und wurde eines Besseren belehrt - von daher hoffe ich, dass sich das für die Rückrunde wiederholt. Ich glaube, Bayern wird sich in der Rückrunde schwer tun, die Heimstärke im SAP Garden wird sich normalisieren, während die Auswärtsschwäche sich manifestieren wird. Allerdings halte ich es für realistisch, dass man noch 6-8 Siege holen wird, das sollte dann - hoffentlich - für Minimum Play-In reichen.

    StillerMitleser 0: Wenn ich hier schon wieder was von Wahrscheinlichkeiten lese. Wie wahrscheinlich war es denn vor der Saison, dass der FCBB so eine grandiose Hinrunde spielt oder dass Choker Edwards zu Go-to-Guy Carsen mutiert? Was wurde im Bayern-Thread nicht alles zu Carsen geschrieben und auf ihn geschimpft. Allen voran unser Chefkritiker @Junes. Lasst uns den Moment genießen und in vollen Zügen auskosten, solange unsere glorreichen 6 alle gesund sind und uns viele schöne Momente bescheren können. Ich gehe weiterhin davon aus, dass wir uns mit einer leicht negativen Rückrundenbilanz mind. die Play-Ins sichern werden.

    Junes: … sagte derjenige, der mir in jeder Crunchtime schreibt, dass doch bitter jeder andere den Ball bekommen soll außer Edwards. (Und Harris)

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