WALTER Tigers Tübingen

Drittes Viertel Ursache für 63:97-Niederlage in Bamberg

TheBloob am 15.04.2018 um 17:08

Die WALTER Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei Brose Bamberg
vor 6150 Zuschauern in der ausverkauften Brose Arena mit 63:97 (42:50)
verloren. Bis zur 22. Minute waren die Schützlinge von Trainer Mathias
Fischer ein ebenbürtiger Gegner und lieferten einen beherzten Kampf.
Im weiteren Verlauf zog der Meister jedoch deutlich die Zügel an. Im
Spiel der Schwaben schlichen sich vermehrt Fehler ein, dazu konnte man
gegen die drückende Überlegenheit der Franken nicht mehr standhalten.
Nach 34 Minuten führte die Truppe von Trainer Luca Banchi mit 30
Zählern (86:56). Bis zur finalen Sirene plätscherte die Partie vor
sich hin. Auf Tübinger Seite punkteten vier Spieler zweistellig, Barry
Stewart traf mit 15 Zählern am häufigsten. Beim amtierenden deutschen
Meister waren Luka Mitrovic und Dorell Wright mit jeweils 16 Zählern
die besten Punktesammler. Weiter geht es für die Raubkatzen am
kommenden Freitag mit einem Heimspiel gegen ALBA BERLIN. Hochball ist
um 20:30 Uhr in der Paul Horn-Arena.

Die Stimmen:

Luca Banchi (Trainer Brose Bamberg): "Vielen Dank für die
Glückwünsche. Ich muss den Tigers zu einer guten Leistung gratulieren.
Sie haben das Spiel lange Zeit offen gehalten. Der Tabellenplatz von
Tübingen spiegelt nicht die wahre Leistung der Mannschaft wieder. Wir
waren gut vorbereitet, denn der Gegner hat viele Spiele erst in der
zweiten Halbzeit verloren. So war es auch heute. Die Entscheidung kam
im dritten Viertel, als wir in der Defensive gut agiert haben und im
Angriff unsere Plays schnell abgeschlossen haben."

Mathias Fischer (Trainer WALTER Tigers Tübingen): "Glückwunsch an
Coach Banchi und seinem Team zu einem verdienten Sieg. Die zweite
Halbzeit war eindeutig, aber in der ersten Halbzeit hat sich meine
Mannschaft gut präsentiert. Wir haben den Ball gut bewegt und auch aus
der Distanz getroffen. Dazu haben wir schnellen Basketball gespielt.
Beim Rebound hatten wir natürlich Probleme, das war offensichtlich. Am
Ende sind uns wie immer auch die Kräfte ausgegangen, dazu hat Bamberg
nicht nachgelassen. Insgesamt kann ich aber mit der Leistung des Teams
zufrieden sein."

Der Spielverlauf:

Die Raubkatzen starteten mit Jared Jordan, Stewart, Mathis
Mönninghoff, Reggie Upshaw und Sid-Marlon Theis in die Partie. Und die
Gäste spielten befreit auf, nach vier Minuten führte die
Fischer-Truppe mit 10:5. Highlight der Anfangsphase war ein
Alley-Oop-Anspiel von Jordan auf Upshaw, der das Spielgerät mit aller
Gewalt zum 4:2 nach gut 100 Sekunden im Bamberger Korb unterbrachte.
Die Franken taten sich zunächst etwas schwer in die Partie zukommen.
Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive arbeiteten die
Tigers effektiv. Zum Frust der Banchi-Schützlinge, Daniel Hackett
kassierte gegen Mönninghoff nach sechs Minuten sogar ein unsportliches
Foul. Mönninghoff verwandelte beide Freiwürfe zum 15:12 - zur
Überraschung des eigenen Anhangs. Wright brachte den Gastgeber mit
zwei Würfen von der Linie nach sieben Minuten erstmals mit 16:15 in
Führung. Doch die Schwaben konnten im weiteren Spielverlauf weiter
dagegenhalten. Malcolm Lee erkämpfte sich nach acht (18:17) und zehn
(21:20) Minuten nochmals die Führung zurück. Letztendlich ging es mit
einem 22:21-Vorspung für Brose Bamberg in die erste Viertelpause. Und
dies trotz einem Reboundverhältnis von 1:9 aus Tübinger Sicht.

Tübingen hält gegen den Meister mit

Angetrieben von Routinier Nikos Zisis erhöhten die Hausherren nun den
Druck. Die ersten sechs Zähler gehörten dem Meister, in der
Verteidigung agierte die Banchi-Truppe nun dank einer
Zonenverteidigung viel aggressiver. Fischer nahm ihn in der zwölften
Minute beim Stand von 21:28 sein erstes Timeout. Mit Wirkung: Die
Tigers kamen konzentrierter auf das Parkett zurück und konnten den
stärken aufspielenden Bamberger im Rahmen der eigenen Möglichkeiten
Paroli bieten. Stewart netzte einen Dreier zum 28:34-Zwischenstand
nach 14 Minuten ein. Eine Minute später war der Vorsprung von Brose
Bamberg jedoch erstmals zweistellig (38:28). Vor allem Center Dejan
Musli war mit neun Zählern im zweiten Viertel bester Spieler der
Partie. Fischer nahm gut vier Minuten vor der Halbzeitpause beim Stand
von 33:42 seine zweite Auszeit, doch insgesamt konnten die Tübinger
mit ihrer Vorstellung bis dato zufrieden sein. Bamberg machte zwar
einige Fehler, doch die Raubkatzen waren in der ersten Halbzeit ein
ebenbürtiger Gegner, was nicht unbedingt zu erwarten war. So tobte
Banchi immer wieder an der Außenlinie herum, eine Auszeit nahm der
Italiener aber nicht. Per Dreier verkürzte Mönninghoff in der
Schlussminute auf 42:48, nach 20 Minuten stand es 50:42 für die
Hausherren.

Auch nach dem Seitenwechsel kämpften die Tigers weiter bravourös
weiter. Bamberg gelang es auch in der Anfangsphase nicht, sich
entscheidend abzusetzen. Nach 22 Minuten verkürzte erneut Stewart auf
46:52, die Zuschauer sahen eine offene Begegnung. In der Defensive
setzten die Gäste weiter auf eine Zonenverteidigung, dazu gelangen im
Angriff auch immer wieder sehenswerte Abschlüsse. Wie ein Absteiger
präsentierten sich die Schwaben wirklich nicht. Nach 25 Minuten führte
die Banchi-Truppe „nur“ mit 63:48. Allmählich schwanden jedoch bei den
Raubkatzen vermehrt die Kräfte, Unkonzentriertheiten häuften sich nun.
Doch mit einem guten Kampf war man kein Spielball des Favoriten. Zudem
schickte der Kommandogeber von Brose Bamberg weiter seine etablierten
Kräfte auf das Spielfeld. Für eine kurze Verschnaufpause nahm Fischer
dreieinhalb Minuten vor dem Viertelende beim Stand von 48:67 das
nächste Timeout. Mit einem 13:0-Lauf erhöhte der Gastgeber den
Vorsprung nun erstmals auf über 20 Zähler (70:48, 28. Minute). Die
Partie nahm jetzt seinen erwartenden Lauf, jedoch reichlich spät aus
eigener Sicht. Der Bamberger Express rollte nun schnell und gnadenlos.
82 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels nahm Fischer beim Stand
von 52:80 bereits seine vierte Auszeit. In fünf Minuten gelang dem
Meister ein entscheidender 23:4-Lauf, die Begegnung war nun
entschieden. Nach 30 Minuten stand es 81:54 für Bamberg.

Höchste Saisonniederlage abgewendet

Stewart eröffnete den Schlussabschnitt mit zwei Freiwürfen zum 56:81
nach 32 Minuten. Erst eine Minute später erzielte Maodo Lo die ersten
Zähler für den Gastgeber. Nachwuchsspieler Louis Olinde erhöhte den
Vorsprung nach 34 Minuten erstmals auf 30 Zähler (86:56). Die bisher
höchste Saisonniederlage war nun in Gefahr. Am zweiten Spieltag
unterlagen die WALTER Tigers Tübingen mit einer Differenz von 36
Punkten in Berlin. Die Tigers waren aufgrund der kurzen Rotation
körperlich platt, Fehler um Fehler schlich sich in das eigene Spiel
ein. Olinde schraubte die Führung dreieinhalb Minuten nun auf die
besagten 37 Zähler (93:56). Das Spiel plätscherte jetzt vor sich hin,
die Spannung war längst raus. Der Gastgeber wechselte nun munter
durch, sodass die Raubkatzen fünf Zähler in Serie zum 61:93 (39.
Minute) erzielen konnten. Letztendlich setzte sich der Favorit mit
97:63 durch. Somit konnten die Tigers die höchste Saisonniederlage
abwenden. Auffallend war, dass Banchi in 40 Minuten keine einzige
Auszeit nahm.

Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Back to Bamberg: Auch in der kommenden Saison 2018/2018 werden die
Raubkatzen nach Bamberg zu einem Auswärtsspiel in der ProA reisen.
Zwar nicht zum Krösus Brose Bamberg, jedoch zu den Baunach Young
Pikes, die in dieser Spielrunde mit einem Schlussspurt noch den
Klassenerhalt in der ProA sichern konnten. Leidtragende Mannschaften
waren die Orange Academy aus Ulm sowie das Team Ehingen/Ursping. Die
Heimspiele bestreiten die Franken dann in der Graf-Stauffenberg-Halle,
unweit der Brose Arena entfernt. „Mit dem Auto sind es maximal fünf
Minuten“, berichtete Katharina Förtsch von der Presseabteilung des
amtierenden deutschen Meisters.

Rubit nur in der Zuschauerolle: Augustine Rubit startete einst seine
Profi-Karriere in Tübingen. Nach einer überragenden Spielzeit
2014/2015 wechselte der inzwischen 28-Jährige für zwei Saisons nach
Ulm, bevor es im Sommer nach Franken zu Brose Bamberg ging. Auch an
seiner dritten Wirkungsstätte zeigt der US-Amerikaner immer wieder,
was für Fähigkeiten der Power Forward besitzt. Zuletzt dominierte
Rubit im Spiel gegen medi bayreuth: In 22 Minuten Einsatzzeit legte
der frisch gebackene Vater eines Sohnes satte 29 Zähler auf das
Parkett. Im Spiel gegen Tübingen kam der US-Amerikaner aber nicht zum
Einsatz. „Wir haben viele große Spieler. Jeder bekommt so immer mal
wieder eine kleine Pause“, so Rubit, der sich in Bamberg pudelwohl
fühlt. Ergänzt jedoch: „Genauso wie in Ulm und in Tübingen.“

Erfahrungen aus Europa: Thorsten Vogt ist in Bamberg an erster Stelle
für die Medienarbeit zuständig. Der Franke begleitet seit Jahren das
eigene Team zu jedem Auswärtsspiel und berichtet vor Ort live und
hautnah. Besonders anstrengend, wenn auch gleichzeitig reich an
Erfahrungen, waren die 15 Auswärtsspiele in der EuroLeague über die
Vogt einige Anekdoten auf Lager hatte: „Die Stimmung in Belgrad ist
gigantisch. Wenn man die Arena betritt, kommt einem ein Schwall an
Rauch entgegen“, sagte Vogt über rauchende Fans in der Heimspielstätte
von Roter Stern. Nicht vorstellbar in den deutschen Spielhallen. Auch
in bleibender Erinnerung bleibt der Auftritt bei Zalgiris Kaunas in
Litauen. „Das Aufwärmen wird dann einfach mal wegen der Nationalhymne
unterbrochen“, schmunzelte Vogt, der die eigenen Spieler und Trainer
immer zu den Interviews begleitet. Über die letzten Jahre hinweg war
Vogt immer ein sehr kompetenter Ansprechpartner für alle
Angelegenheiten hinsichtlich der medialen Berichterstattung. Danke für
die Unterstützung, Thorsten Vogt!

EuroCup-Champion Kidd: In der vergangenen Saison 2016/2017 trug
Stanton Kidd noch das Trikot der WALTER Tigers Tübingen. Nach einer
Schulteroperation im September 2016 kehrte der 26-Jährige vor
Weihnachten stark zurück und spielte eine überzeugende zweite
Saisonhälfte. Schnell war klar, dass die Tübinger
Bundesliga-Basketballer den Power Forward nicht hätten halten können.
Es folgte ein Wechsel zu Darussafaka Istanbul in die Türkei. Nach
Startschwierigkeiten kam Kidd in den letzten Wochen und Monaten immer
besser in Schwung. Am Freitagabend folgte vorerst der größte Erfolg in
seiner Karriere. Mit dem zweiten Sieg gegen den russischen Vertreter
Kuban Krasnodar sicherte sich die Mannschaft von Trainer David Blatt
den Sieg im EuroCup. Im ersten Spiel steuerte der US-Amerikaner neun
Punkte zum Sieg bei, gestern Abend beim Heimspiel zwei Zähler. So
wurde es eine rauschende Partynacht in Istanbul. "Wir haben gut
gefeiert", bestätigte Kidd am Samstagmorgen. Mit dem Erfolg treten die
Türken in der neuen Saison in der EuroLeague an - mit der ehemaligen
Raubkatze, der auch für die kommende Spielrunde einen Vertrag in
Istanbul hat. Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg!

Blick in die Vergangenheit: Nach 14 Jahre Erstligazugehörigkeit endet
am 1. Mai 2018 das Gastspiel der Unistädter im deutschen
Basketball-Oberhaus. Gegen alle Mannschaften konnten sich die
Unistädter zumindest einmal erfolgreich durchsetzen. Nie in
Vergessenheit gerät der wohl größte Sieg in der BBL-Geschichte am 9.
Januar 2010 gegen die Franken, als Romeo Travis einen Tip-In von
Spielmacher Branislav Ratkovica zum 73:71-Heimsieg gegen die Bamberger
in der Paul Horn-Arna verwandelte. Nur gegen Aufsteiger Rockets aus
Gotha/Erfurt droht auch im zweiten Spiel die zweite Niederlage.

 

Pressemitteilung: WALTER Tigers Tübingen 



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