Telekom Baskets Bonn

Nichts ist unmöglich

Lomax am 17.03.2005 um 11:36

Beim 14. Aufeinandertreffen der rheinischen Rivalen aus Bonn und Köln (Samstag, 19.03., 18:30 Uhr, Hardtberghalle) stehen die Vorzeichen für die Telekom Baskets alles andere als gut. Ein Blick auf die Statistik der vergangenen Jahre verrät, dass es kaum ein Team gibt, gegen das sich die Bonner schwerer taten, als RheinEnergie Köln. Nur dreimal gelang bisher ein Sieg. Alle in der ersten BBL-Saison der Domstädter 2001/02, damals noch trainiert von Trainerlegende Svetislav Pesic. Der letzte Erfolg der Baskets liegt demnach fast drei Jahre zurück. Acht Niederlagen in Folge musste das Team von Coach Predrag Krunic seitdem einstecken. Höchste Zeit also die Negativserie endlich zu beenden.

Doch ausgerechnet jetzt müssen die Baskets auf einen ihrer wichtigsten Spieler verzichten. Pointguard Branko Milisavljevic leidet an einer Virusinfektion, die seinen Einsatz am Samstag wohl unmöglich macht. Der zweitbeste Passgeber der Liga (5,5 Assists pro Spiel) wurde bereits beim letzten Auftritt Bonns bei GHP Bamberg am vergangenen Sonntag schmerzlich vermisst, als man mit 77:56 unter die Räder geriet. Ebenfalls gegen Köln nicht dabei: Kristaps Janicenoks (Muskelfaserriss). Dagegen scheint die Grippe bei Forward Oluoma Nnamaka überwunden.

Auch der Gegner aus Köln hat in dieser Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Powerforward Zoran Kucic droht wegen seiner Knieprobleme die Sportinvalidität und auch Ex-Nationalspieler Jörg Lüttke wird wegen eines Bänderrisses in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Wieder genesen von seiner Kapselreizung im Sprunggelenk scheint dagegen Nationalspieler Marvin Willoughby. Und auch Johannes Strasser ist nach Fingerbruch wieder spielbereit.

Als heißer Kandidat auf den Titel zeigte das Team von RheinEnergie Köln am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen BS|ENERGY Braunschweig nur eine durchwachsende Leistung. Äußerst knapp konnte sich die Truppe von Coach Armin Andres nur durch die Freiwurfstärke von "Leitwolf" Sasa Obradovic mit 91:90 gegen die Niedersachsen durchsetzen. Bester Kölner war jedoch Bill Edwards, der nach ein paar eher mäßigen Vorstellung pünktlich gegen Bonn wieder in Bestform zu sein scheint. 30 Punkte und 14 Rebounds lautete die beeindruckende Statistik des 33jährigen amerikanischen Forwards gegen Braunschweig. Bei den Punkten ebenfalls meisten vorne mit dabei: Immanuel McCoy, der letzte Woche 18 Zähler erzielte, beim Hinspiel-Erfolg gegen die Baskets sogar mit 21 und 83% Wurfquote Bester seines Teams war. In der Liste der wichtigsten Spieler des amtierenden Pokalsiegers darf auch Marco Pesic nicht fehlen, der zu Beginn der Saison von seiner langjährigen Heimat ALBA Berlin an den Rhein wechselte.

Da Köln fast schon traditionell ausgerechnet gegen die Baskets seinen besten Basketball spielt, können sich die Zuschauer in der proppenvollen Hardtberghalle auf einen ganz heißen Tanz gefasst machen. Das Spiel ist an den Vorverkaufsstellen längst ausverkauft. Restkarten wird es noch an der Abendkasse geben. Premiere überträgt das Spiel live ab 18:30 Uhr.

Und auf noch etwas darf man sich freuen: Vor der Halle wartet im Rahmen der frisch ins Leben gerufenen BasketsMobile-Highschool-Tour 2005 am Samstag eine ganz besondere Überraschung auf die Fans. Mehr wird an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten.

Presseinfo: Telekom Baskets Bonn (Michael Mager)

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