Gastschreiber

Union Baskets Schwelm

Was tun wenns brennt...?

-xxx- am 11.03.2005 um 18:22

Dies ist die Frage in einem deutschen Film in dem einige Menschen auf elegante Weise versuchen die recht dunklen Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen und ihre Gegenwart vor derselbigen zu schützen.

Die Parallelen kann man zweifelsohne auch zum Team der Union Baskets ziehen mit eben dieser Frage – 'Was tun wenn's brennt?' Die Rückrundenuhr tickt unaufhaltsam, der Abstiegsplatz ist dem Schwelmer Team momentan sicher und auch die Schatten der dunklen Saisonvergangenheit konnten nicht hinter der verkorksten Hinrunde gelassen werden. Gerade einmal zwei Siege konnte man dort erringen, mit der preiswerten Hinrundenpolitik á la Zweitligakader hat man nicht nur den Klassenerhalt gefährdet, auch die Sympathie der Fans bröckelt unaufhaltsam. Der Arm des Abstiegsgesetzes hat die Union Baskets fest im Griff, im Film gibt es eine glückliche Fügung nebst Happyend, ein Ausgang der den Schwelmern wohl, man könnte sagen 'gerechterweise', nicht widerfahren wird.

Die Kette der Verfehlungen ist lang, eine falsche Personalpolitik, einige Fehlentscheidungen von der Seite der/des Trainers, der umsichtige Co-Trainer verließ unter unklaren Umständen das sinkende Schiff und zog es vor zum Ufer des Selbsteingeständnisses, der Ehrlichkeit und auch der Fachkunde zu schwimmen, manche meinen, dass der Trainer vielleicht besser vorgeschwommen oder besser noch alleine geschwommen wäre, kurzum, es lodert lichterloh.

Doch etwas in neu in Schwelm, der Keller, das Fundament der Mannschaft, brennt, die Fangemeinschaft; enttäuscht von vielen Niederlagen, vom Rückzug des Hauptsponsors, von fehlender Kämpfermentalität (ausgenommen seien hier von meiner Seite aus Ryan Bond und Kendrick Johnson, beider Spieler von besonderer Klasse), von umsonst ausgegebenem Geld – die Liste ist auch hier lang, es sind bisher nicht gekannter Zweifel und Zwist ausgebrochen. Zu pöbelnden Fans, die jeden Sport beschämen würden, kommt ein unglaublicher Frust hinzu – wozu die Energie, das Herzblut, das Geld und die Leidenschaft einbringen wenn die Ergebnisse letztlich keinen Ansporn für Neues bieten.

'Europaliga' und 'die hauen wir weg' sind zweifelsohne Statements die sich einige Ligateilnehmer, vornehmlich die Gegner der Schwelmer, erlauben könn(t)en, bei der derzeitigen Situation des Schwelmer Basketballs werden sie jedoch aus eigenem Mund gesprochen durch die Realität ad absurdum geführt.

Wie stehen die Chancen für den Erstligaerhalt – schli(e)cht und ergreifend gesagt: Miserabel. Am morgigen Samstag kommt erneut eine Mannschaft die wie des öfteren geschlagen werden könnte, die Mitaufsteiger aus Tübingen, dieser Strohhalm muss ergriffen werden. Wenige Mannschaften sind in der Hinrunde schlechter als Schwelm, die Tübinger schaffen es mit einer Bilanz von 1:9-Siegen.

Auch auf die Würzburger Insolvenz wird man in Schwelm vergeblich hoffen, die spielen die Saison glücklicherweise bis zum Ende – einen ehrlich gemeinter Glückwunsch an den Basketball-Sport in Deutschland von dieser Stelle und somit an das Engagment in Würzburg.

Zum Spiel gibt es bei der Gesamtsituation nicht viel zu sagen, es zählt nur ein Sieg...

-xxx-

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