ProA

Ein hartes Stück Arbeit

TheBloob am 12.02.2018 um 17:09

Die MLP Academics Heidelberg haben das Heimspiel gegen Trier 85:77 gewonnen. Im
wegweisenden Aufeinandertreffen zweier Playoff-Konkurrenten waren das Team
letztlich fokussierter und gewillter – und belohnte sich mit dem Sprung auf
Tabellenplatz vier.

Aus Heidelberger Sicht gelang der Start in die Partie vor allem am defensiven
Ende des Parketts. Die MLP Academics zwangen Trier zu schweren Würfen, wodurch
diese nur äußerst schwer ins Spiel fanden (6:3, 3. Spielminute). Aufgrund ihrer
Physis waren die Gäste dennoch präsent, sodass keines der beiden Teams die
Oberhand hatte, zu fahrig und wechselhaft war die Anfangsphase der Partie. Obwohl
beide Mannschaften nicht zu ihrem Spiel fanden, wurde bereits früh deutlich,
dass der im Hinspiel dominierende Power Forward Joos gut im Griff gehalten wurde.
Zudem stimmte die Einstellung beim Rebound, sodass das Spiel zwar wenig
ansehnlich war – aber das vermeintlich richtige Ergebnis hatte (23:16, 10.).
Auch zum Start des zweiten Viertels kam Heidelberg mit einer körperlichen
Defensive aufs Feld, welche die RÖMERSTROM Gladiators im Griff hatte. Einzig
Anton Shoutvin bekamen die MLP Academics nicht in den Griff. Der Israeli zeigte
sein komplettes Repertoire und führte Trier an (26:21, 13.). Die Hausherren
blieben zwar weiterhin in Front, allerdings war das Spiel nun wesentlich offener
als in der Anfangsphase der Partie. Wie bereits im vergangenen Heimspiel gegen
Crailsheim stellte Frenki Ignjatovic bereits in der ersten Hälfte auf sein
Small-Ball-Line-Up um. Diesmal lag es glücklicherweise nicht an einer
Verletzung, sondern an der Foulbelastung von Niklas Ney. Der 22-Jährige hatte
bereits in der 14. Spielminute vier Fouls, was weder er noch die Mehrheit der
Zuschauer nachvollziehen konnten (31:29). Während das Defensivspiel unter dem
Fehlen eines Ankers unter dem Korb litt, war das Ignjatovic-Team in der Offensive
auf aggressive Drives zum Korb angewiesen, wobei Eric Palm zahlreiche Freiwürfe
zog. Er nutze die sich bietenden Freiwurf-Chancen in dieser völlig zerfahrenen
Phase mustergültig und brachte zudem Trier in Foulprobleme. Doch auch er aber
konnte nicht verhindern, dass Trier die Führung eroberte und zur Halbzeit in
Front lag (44:46, 20.).

Intensives Spiel, viele Fehler

Angeführt von Robert Nortmann kamen die Rheinland-Pfälzer gut aus der Kabine.
Sie liefen das Pick-n-Roll und kamen gleich zweifach zu einfachen Punkten. Nach
einem verschlafenen Start fand Heidelberg von jenseits der 6,75-Meter-Distanz in
die Partie: Niklas Würzner und Eric Palm versenkte ihre Distanzversuche – und
ließen Trier nicht davonziehen. Als Martin Seiferth schließlich unter dem Jubel
der Heidelberger Fans ein Dreipunktspiel verwandelte und Kyle Dranginis aus der
Distanz vergab, war das Spiel wieder auf Messers Schneide. Keiner der beiden
Mannschaften gelang in dieser Phase jedoch der entscheidende Punch. Erst als Palm
einen weiteren Dreier durch die Reuse schickte, brannte bei Marco van den Berg
der Baum. Der Niederländer bat zur Auszeit –, das etwas bessere Team blieben
aber die MLP Academics. Folgerichtig führten sie auch vor dem Schlussabschnitt.
Es sollte jedoch noch eine enge Crunchtime werden (65:60, 30.).

McGaughey und Smith machen den Deckel drauf

Evan McGaughey hatte sich zum Start ins vierte Viertel vorgenommen, dass er das
Spiel nicht verlieren wollte. Er packte Heidelberg auf seine Schultern – und
war damit das Pendant zu Johannes Joos, der selbiges mit Trier machte. Der nun
kochende OSP tat sein Übriges, dass das Spiel nun immer mehr seinem Siedepunkt
entgegensteuerte. In dieser Phase schmerzte jeder vergeben Wurf extrem, die
Bestrafung blieb auf beiden Seiten aber vorerst aus. Einen weiteren Stich setze
dann das Dreipunktspiel von Jaleen Smith, welches die Gladiators weiter unter
Druck setzte (77:72). Es war jedoch nicht nur ein Stich, sondern der
entscheidende Stein im Brett: Der Rookie zeigte in der Crunchtime eine seiner
besten Leistungen und hatte damit maßgeblichen Anteil am letztlich verdienten
und umjubelten 85:77-Erfolg. Durch den Sieg gegen Trier klettert Heidelberg
wieder auf Tabellenplatz vier und hat den Vorsprung auf die Plätze sechs bis
acht weiter ausgebaut. In den kommenden beiden Auswärtsspielen in Chemnitz und
Kirchheim gilt es, den Status Quo nun zu bestätigen.

Statement und Stats

Marco van den Berg: „Erst einmal Glückwusch an den verdienten Sieger. Wenn man
am Ende in den wichtigen Augenblicken die Big Plays macht, dann verdient man es
zu gewinnen. Smith, McGaughey haben gute Entscheidungen getroffen. Aber generell
hat Heidelberg unter Druck im ganzen Spiel die richtigen Entscheidungen
getroffen. Es wird für uns jetzt unglaublich spannend. Für Heidelberg ist das
natürlich ein großer Sieg. Wir müssen lernen, wieso es heute nicht geklappt
hat. Es war aber heute endlich ein Auswärtsspiel, wo wir mit viel Emotion und
Leidenschaft gespielt haben. Jetzt kommt nächste Woche Hamburg – auch dort
geht es um alles.“

Frenki Ignjatovic: „Vielen Dank für die Glückwünsche. Vor zwei Wochen, vor
dem Spiel in Köln, haben wir gesagt, dass es fünf wichtige Spiele in Folge
gibt. Wir haben ein wirklich gutes Spiel in Köln gespielt und auch gegen
Crailsheim ganz gut gespielt. Deshalb waren wir auch heute sehr motiviert – und
hatten in der ersten Hälfte gute Quoten, führen zeitweise mit acht oder neun
Punkten. Das unsportliche und technische Foul haben uns etwas aus dem Rhythmus
gebracht. Das 44:46 zur Halbzeit war dann für uns sehr ungewohnt. Da habe ich
dem Team gesagt, dass wir einen Zahn zulegen und besser verteidigen müssen. Am
Ende treffen wir dann sehr viele wichtige Würfe. Ich bin sehr, sehr zufrieden.
Es war sicherlich kein Spiel für Ästeten, aber ein großer Kampf.“

Für Heidelberg spielten: Eric Palm 21 Punkte, Evan McGaughey 12/10 Rebounds,
Jaleen Smith 12, Niklas Würzner 10, Shy Ely 10, Niklas Ney 8, Albert Kuppe 8,
Martin Seiferth 4, Lennart Steffen und Lukas Rosenbohm.

Für Trier spielten: Anton Shoutvin 23 Punkte, Simon Schmitz 13, Johannes Joos
11, Robert Nortmann 9, Kyle Dranginis 8, Justin Alston 4, Stefan Ilzhöfer 4,
Kevin Smit 3, Thomas Grün 2, Lucien Schmikale und Rupert Hennen.


Pressemitteilung: MLP Academics Heidelberg 



0 Kommentare

 

5 Mitglieder
482 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany

Offiziell

BBL

# T P Diff

ProA

# T P W/L

ProB

Nord

# T P W/L

Süd

# T P W/L

Alternativ

BBL

# T P W/L

ProA

# T P Diff

ProB

Nord

# T P Diff

Süd

# T P Diff
 

Werbung

Werbung