WALTER Tigers Tübingen

Favorit Bayreuth setzt sich gegen den Underdog aus Tübingen mit 85:71 durch

TheBloob am 11.02.2018 um 13:00

medi bayreuth war für die WALTER Tigers Tübingen eine Nummer zu stark.
Der Tabellenvierte der easyCredit Basketball Bundesliga setzte sich
vor 3079 Zuschauern in der Oberfrankenhalle gegen die Mannschaft von
Trainer Mathias Fischer mit 85:71 (44:36) durch. Den ersten Abschnitt
konnten die Gäste noch sehr ausgeglichen gestalten (18:19), im
weiteren Verlauf des Spiels nahmen die Bayreuther jedoch immer mehr an
Fahrt auf und zeigten ihre Klasse. Zur Halbzeit betrug der Rückstand
acht Zähler (36:44). Die dritten zehn Minuten endeten 16:16-Remis. Den
Unterschied in der Begegnung machte die Mannschaft von Trainer Raoul
Korner dann im finalen Abschnitt. Nach 33 Minuten führten die
Wagnerstädter mit 68:54, was gleichzeitig die höchste Führung in der
Begegnung bedeutete. Mit der gleichen Differenz wurde auch die Partie
beendet. Tospcorer der Begegnung war Bayreuths Center Assem Marei mit
21 Zählern, bei den Raubkatzen traf Malcolm Lee mit 18 Punkten am
häufigsten. Ein ordentliches Spiel lieferte der ehemalige Bayreuther
Phillipp Heyden mit jeweils sechs Zählern und Rebounds ab. Keine gute
Figur machte der nächste Rückkehrer Javon McCrea, dem in knapp zehn
Minuten nur zwei Punkte gelangen. Weiter geht es für die WALTER Tigers
Tübingen bereits am kommenden Mittwoch mit einem Heimspiel gegen die
Eisbären Bremerhaven (20:30 Uhr, Paul Horn-Arena).

Die Stimmen:

Raoul Korner (Trainer medi bayreuth): "Danke für die Glückwünsche.
Alles in allem bin ich nicht unzufrieden mit dem heutigen Spiel. Wir
haben es über weite Strecken kontrolliert, auch wenn wir es nie
dominiert haben. Aber zumindest kontrollieren, Schwächephasen haben
wir immer wieder ganz gut ausgemerzt. Immer dann, wenn wir den Ball
weggeschmissen haben und Tübingen ins Laufen gekommen ist, vor allem
durch die frühen Dreier in der Transition. Wir wussten, dass wir einen
Größenvorteil unter dem Korb haben, das haben wir bewusst ausgenutzt.
Ich denke, das haben wir über weite Strecken diszipliniert gemacht. So
konnten wir letztendlich mit zehn Mann schön aufgeteilt spielen, es
gab keinen Leistungsabfall. Ganz im Gegenteil: Ich fand, dass die
Spieler, die von der Bank gekommen sind, uns einen Push gegeben und
die Disziplin erhöht haben, in der Exekution, im Ball nach innen
bringen. So gesehen war es ein solider und wichtiger Sieg gegen sehr
gefährliche Tübinger.”

Mathias Fischer (Trainer WALTER Tigers Tübingen): “Glückwunsch an
Bayreuth zum Sieg. Sie haben ihn verdient und waren auch die bessere
Mannschaft. Unser Ziel war es, Bayreuth die Dreier möglichst schwer zu
erlauben. Ich denke, das haben wir gut gelöst. Es hat sich leider ein
anderes Problem eröffnet: Wir konnten Assem Marei nicht in der Zone
kontrollieren. Dazu noch andere Spieler, die 42 Punkte in der Zone
erzielt haben. Wir dagegen haben natürlich auch versucht, den Ball
nach innen zu bringen. Aber man muss auch sagen, dass die Kontakte von
den Schiedsrichtern nicht auf beiden Seiten gleich beurteilt wurden.
Es ist traurig, dass bereits eine Vor-Verurteilung stattfindet. Ich
kann mit meiner Mannschaft ganz klar verlieren und Bayreuth war
besser. Aber wenn ein Spieler foult und die Hand hebt, um das Foul
anzuzeigen, der Schiedsrichter aber nicht pfeift weil er denkt, der
Spieler hat den Ball ja immer noch in der Hand, und dann statt zwei
Freiwürfen passiert der Ballverlust, dann ist das sehr interessant.
Aber es ist wie es ist, und damit müssen wir leben. ”

Der Spielverlauf:

Die Tübinger starteten mit Jared Jordan, Barry Stewart, Mathis
Mönninghoff, Reggie Upshaw und Heyden in die Begegnung. Das Spiel
begann recht ausgeglichen, nach vier Minuten stand es 6:4 für die
Korner-Schützlinge. Erst nach 225 Sekunden pfiffen die Unparteiischen
das erste Foul von De`Mon Brooks an Mönninghoff beim Dreier, der in
der Folge alle Würfe von der Freiwurflinie zur ersten Führung (7:6)
der Raubkatzen verwandelte. Der Underdog hielt gut dagegen, Bayreuth
konnte sich nicht frühzeitig absetzen. Die Führung wechselte immer
wieder hin und her. Weitere drei Minuten später stand es nur 12:11 für
die Wagnerstädter, zum Gefallen der Tübinger Fans, die ohne
Unterbrechung mit Trommeln und Stimmen das Team unterstützen. Ryan
Brooks netzte den ersten Distanzwurf der Partie zum 14:14-Ausgleich
durch die Reuse. Noch waren zweieinhalb Minuten im ersten Abschnitt zu
gehen. Für Bayreuth fiel der erste Dreier durch Steve Wachalski zum
19:16 in den Schlusssekunden des ersten Viertels. Rückkehrer Javon
McCrea sorgte mit seinen ersten zwei Zählern zum 18:19-Zwischenstand
nach den ersten zehn Zeigerumdrehungen.

Bayreuth geht in Führung, Tübingen kämpft sich zurück

Bayreuths Center Marei sorgte mit zwei Freiwürfen zum 26:21 für eine
erste kleine Führung der Hausherren. Im nächsten Angriff netzte John
Cox den nächsten Dreier der Korner-Truppe ein. Fischer nahm nach einem
3:10-Lauf in den ersten zweieinhalb des zweiten Abschnitts sein erstes
Timeout - Spielstand 21:29 aus Tübinger Sicht. Der Gastgeber drückte
nun auf das Tempo und zeigte seine Klasse in dieser Spielzeit. Marei
verwandelte ein schönes Zuspiel von Wachalski zur ersten zweistelligen
Bayreuther Führung (31:21, 13. Minute). Doch die Raubkatzen blieben
dran, verkürzten nach 15 Minuten auf 32:33. Den Gästen gelang somit in
kürzester Zeit ein 10:2-Run - Auszeit Korner. Bei Bayreuth war Marei
nicht zu stoppen, der frühzeitig schon zwölf Zähler sammelte. Dafür
hielt Stewart Gabe York an der kurzen Leine und vermieste dem
US-Amerikaner die erste Halbzeit. Die Raubkatzen waren ein
ebenbürtiger Gegner und kämpften sich mit viel Einsatz in die
Begegnung, das Bayreuther Publikum merkte dies und gab seinerseits Gas
von den Gängen. Wachalski traf seinen dritten Dreier im Spiel zur
zwischenzeitlichen 42:36-Führung des Gastgebers, Tübingen war aber
weiter dran. Fischer nahm 70 Sekunden vor der Halbzeitpause seine
zweite Auszeit, die eigenen Fans sangen auch in der Unterbrechung
ununterbrochen weiter. Letztendlich ging es mit einer 44:36-Führung
für die Bayreuther in die Halbzeitpause. Es wäre mehr drin gewesen,
doch die engen Bällen gingen zumeist an den Kontrahenten. Auffallend:
Beide Mannschaften blieben in der ersten Halbzeit ohne Fehlwurf von
der Linie.

Die zweiten 20 Minuten begannen wild. Upshaw sorgte mit den ersten
Punkten per Dreier nach 143 Sekunden zum Spielstand von 39:44.
Insgesamt gehörte der Beginn den Raubkatzen, mit einem 7:2-Lauf
näherte man sich bis zur 24. Minute auf 43:46 heran. Das Bayreuther
Spiel war in dieser Phase zu konfus, Korner wechselte sein Personal
mehrfach durch. Doch die Wagnerstädter blieben stets in Führung,
Fischer nahm nach 26 Minuten beim Stand von 43:50 bereits sein drittes
Timeout. Einige Kleinigkeiten passten dem Tübinger Übungsleiter nicht.
In der Offensive hatte das Team Probleme beim Rebound, während der
Gegner im Tempogegenstoß immer wieder leichte Punkte erzielte.
Beispielsweise der erste Dunking in der Begegnung von De`Mon Brooks
zum 51:43 nach 27 Minuten. Kein Glück hatte McCrea, der bei vielen
Korbaktionen unglücklich agierte. Besser machte es Sid-Marlon Theis,
der per Distanzwurf den Rückstand wieder minimierte - 49:53 bei noch
90 zu spielende Sekunden im dritten Viertel. Es folgten sechs Zähler
des Gastgebers, bevor Malcolm Lee eine Dreier mit Foul traf. Der
Bonuswurf ging jedoch daneben. Vor den finalen zehn Spielminuten stand
es 60:52 für Bayreuth. Das dritte Viertel endete somit
16:16-Unentschieden.

Schlussspurt sichert souveränen Sieg der Korner-Truppe

Bayreuth suchte immer wieder Marei unter dem Korb. So gelangen dem
Ägypter die ersten vier Zähler zum 64:54 nach 32 Minuten. Gleichzeitig
war der Center mit 21 Zählern Topscorer in der Begegnung. Ein Dreier
von medi-Kapitän Bastian Doreth sorgte für eine komfortable
67:54-Führung - Fischer nahm nach 33 Minuten sein vorletztes Timeout.
Ein Grundproblem war, dass die Raubkatzen in der Offensive ihre
Aktionen nicht vollendeten und der Kontrahent dies gnadenlos
bestrafte. Die Weichen für den nächsten Heimsieg des Gastgebers waren
gestellt. Doch auch Korner war nicht mit allem zufrieden, was er sehen
musste. Vier Minuten vor Rambo führten die Bayreuther mit 75:66 -
Auszeit Bayreuth. Bei den Schwaben war inzwischen Lee mit 16 Zählern
bester Punktesammler. Sieben Zähler in Serie von John Cox bedeuteten
einen 77:66-Vorsprung für die Franken. Die Gäste schafften es einfach
nicht, noch näher an den Kontrahenten heranzukommen. Zwei Minuten vor
dem Ende musste Fischer die Niederlage akzeptieren und wechselte mit
Robert Zinn und Jacob Mampuya die noch nicht zum Einsatz gekommenen
Akteure in das Spiel ein. Letztendlich stand nach 40 Minuten die
nächste Niederlage fest. Endstand 85:71 für Bayreuth. By the way: Der
ansonsten glücklose York traf zum Abschluss noch einen Dreier und kam
am Ende auf fünf Zähler.

Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick rund um das Spiel:

"Man kennt sich": Vor dem Vormittagstraining in der Oberfrankenhalle
stand die Zeit kurzzeitig still. Die Spieler von beiden Mannschaften
unterhielten sich ausführlich - auch aufgrund von früheren Begegnungen
in gleichen Teams. Die größte Traube bildete sich um Rückkehrer Javon
McCrea, der bis Dezember 2017 noch im Trikot der Franken auflief.
medi-Trainer Raoul Korner und Robin Amaize tauschten sich mit dem
ehemaligen Kollegen Sid-Marlon Theis aus gemeinsamen Braunschweiger
Zeiten aus, dazu mit Tigers-Trainer Mathias Fischer aus gemeinsamen
Zeiten in Österreich. Ferner die einst ehemaligen Trierer Andreas
Seiferth, Mathis Mönninghoff und Barry Stewart. Die dickste Verbindung
ist weiterhin zwischen den beiden besten Freunden Steve Wachalski und
Phillipp Heyden. Sehr viel Gesprächsbedarf, sodass das Training erst
sieben Minuten später losging.

BOGY-Praktikant in Bayreuth: In der vergangenen Woche absolvierte
Riccardo Steinhilber sein BOGY-Praktikum bei den Tübinger
Bundesliga-Basketballer. Der Zehntklässler des Wildermuth-Gymnasiums
tauchte in den letzten Tagen in das breite Spektrum der Pressearbeit
bei den Raubkatzen ein. So wurden diverse Artikel für das kommende
Arenamagazin gegen die Eisbären Bremerhaven, aktuelle News sowie ein
Erlebnisbericht vom Besuch an der Tübinger Kinderklinik verfasst. Dazu
weilte der 16-Jährige als Zusatz beim Spiel in Bayreuth und sammelte
nach der Begegnung die Trainerstimmen von Raoul Korner (Bayreuth) und
Mathias Fischer (Tübingen) bei der Pressekonferenz ein. "Die Woche hat
richtig Spaß gemacht. Ich konnte einen guten Blick in die Arbeit bei
den Tigers gewinnen", sagt Steinhilber.

Neuer Bus, anderer Fahrer: Erstmals in dieser Spielzeit 2017/2018
reisten die Schwaben ohne ihren gebrandeten Teambus zu einem
Auswärtsspiel. Aufgrund einer bereits längeren geplanten Reise nach
Paris von KM Reisen über das Wochenende stand den Tübinger
Bundesliga-Basketballer ein brandneuer Ersatzbus von Mercedes-Benz zur
Verfügung. Auch der Fahrer war ein neues Gesicht: Heinz Epple vertrat
Stammfahrer Konstantin Divitajkin. Speziell für Trainer Mathias
Fischer eine besondere Erfahrung: "Ich habe kein Wort im Gespräch
verstanden", schmunzelte der 46-Jährige nach dem Abendessen am
Freitagabend im Hotel Rheingold zu Bayreuth. Der Ur-Schwabe ist für
jeden Lernwilligen der schwäbische Sprache ein perfekter Lehrer. Dazu
immer positiv denkend und mit guter Laune ausgestattet.

Zwischen Spiel und Geburt: Center Phillipp Heyden wird in diesen Tagen
zum ersten Mal Vater. Der 29-Jährige lernte sein Lebensgefährtin Kim
bei seiner Station in Bayreuth kennen und lieben. Parallel wurde im
Rahmen der Reise nach Franken ein Auto in die Wagnerstdt gefahren,
damit Heyden nach der Begegnung schnellstmöglich wieder nach Tübingen
kommen kann und bei einer möglichen, verfrühten Geburt entsprechend
vor Ort sein zu können. Auf der Hinfahrt wurde der Tübinger Center von
Stiefsohn Paul begleitet, der die nächsten Tage bei den Großeltern in
Bayreuth verbringen wird. An dieser Stelle wünsche wir Kim und
Phillipp für die Geburt alles Gute und viel Glück!

Auf der Erfolgswelle: medi bayreuth spielt auch in dieser Spielzeit
eine starke Rolle in der easyCredit Basketball Bundesliga. Aktuell
belegen die Franken Rang vier mit einer Bilanz von 14 Siegen bei sechs
Niederlagen. Besonders stark präsentiert sich die Truppe von Trainer
Raoul Korner vor eigenem Publikum, von zehn Begegnungen wurden acht
siegreich gestaltet. Dazu spielen die Bayreuther am kommenden
Wochenende in Ulm um den Titel zum deutschen Pokalsieger. Doch dem
nicht genug: In der Champions League wartet man nun auf den Gegner im
Achtelfinale. Zur Auswahl stehen die Teams aus Teneriffa/Spanien,
Monaco/Frankreich und Istanbul/Türkei. Telekom Sport-Kommentator
Michael Körner hatte vor dem Beginn ein besonderes Lob für die
Franken. "Bayreuth ist die schwierigste Heimspielstätte der Liga", so
Körner.


Pressemitteilung: WALTER Tigers Tübingen 



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