Union Baskets Schwelm

Waterloo in Würzburg

_Tigger am 06.03.2005 um 13:12

Mit 83:98 verloren die Union Baskets bei der TSK Würzburg und befinden sich damit weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Im "Spiel der Spiele" gegen den Abstieg boten beide Teams den zahlreichen Zuschauern (davon ca. 300 aus Schwelm) in der 1. Halbzeit ein attraktives und offensives Basketballspiel. Das Trio Jeremy Veal, Eddy Barlow-Mayfield und Singaras Tribe scorte nach Belieben für die Gastgeber, bei den Baskets trafen Ignatavicius und Gabsys von draußen, dazu setzte Kendrick Johnson die Glanzlichter. Der US-Amerikaner mit der Nr. 8 war auffälligster Akteur der gesamten Partie, begeisterte sogar das Würzburger Publikum. Mitte des 2. Viertels verletze sich Johnson am Fuß. Physio Markus Riehl wickelte ein Tape, Johnson kam zurück und traf erneut unglaubliche Distanzwürfe.

In der 2. Halbzeit behielten die Würzburger ihr gutes Niveau bei, dagegen verstrickte sich das Union Baskets-Team immer mehr in Einzelaktionen. Mit zunehmder Spielzeit agierten die Gäste wie ein Absteiger. Marko Piplovic spielte farb- und kraftlos, Mantas Ignatavicius, Lamont Evans und Kristiofer Speier ließen fahrlässig einfachste Möglichkeiten aus und bei Center Ryan Bond verschwanden die Bälle wie in einem schwarzen Loch. Einzig Kendrick Johnson schien sich gegen die Niederlage zu wehren – auch emotional. Seine Mitspieler schlichen lethargisch über das Parkett der s. Oliver Arena, nicht willens die drohende Niederlage abzuwenden. Während die Gastgeber mit Elan und Tempo den Vorsprung zusehends vergrösserten, hatte die Transission der Union Baskets das Tempo eines "Überland-Bummelzugs". Früh steckte die Mannschaft von Trainer Torsten Daume auf, verlor jegliche taktische Disziplin.

Apropos Torsten Daume: Der Union Baskets-Trainer hatte alles versucht, diesem Trend entgegen zu wirken. Er veränderte die Starting Five (Piplovic und Ignatavicius raus), begann in der 2. Halbzeit unkonventionell (mit Pinchuk und Rust), wechselte viel und sprach eindringlich auf seine Schützlinge ein. Doch alle Anweisungen und Maßnahmen verpufften wirkungslos. Das Team spielte nicht nur wie ein kommender Absteiger, das gesamte Auftreten grenzte phasenweise an eine Frechheit. Ohne Kendrick Johnson wäre die deutliche Niederlage wohl zu einer Demontage geworden.

Noch sind zwar 16 Punkte zu vergeben, der Abstieg kann also noch verhindert werden. Doch daran glauben nur noch die Allerwenigsten. Zu krass versagte die Schwelmer Mannschaft in Würzburg.

Trainer Torsten Daume hingegen verspürt noch keine Resignation. "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Die Mannschaft für das Spiel gegen Tübingen wieder aufzurichten, wird eine sehr schwere Aufgabe. Aber ich gebe nicht auf, so lange wir noch eine theoretische Chance haben." Hoffentlich präsentiert sich das Union Baskets-Team in den nächsten Aufgaben ähnlich engagiert wie ihr Trainer. Dann fallen vereinzelte Fehler weit weniger ins Gewicht, als es in Würzburg der Fall war.

TSK: u.a. Veal 31/6, Mayfield 25/6, Tribe 21/1.
UBS: Johnson 33/8, Gabsys 16/3, Bond 12, Ignatavicius 8/2, Piplovic 5, Roschnafsky 4, Speier 4, Rust 1, Pinchuk, Evans.

Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)

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