Telekom Baskets Bonn

Keine Intensität. Kein Heimsieg. Keine Pokal-Quali

TheBloob am 12.01.2018 um 19:51

Telekom Baskets Bonn – Eisbären Bremerhaven 75:86 (24:22, 19:22, 14:19, 18:23)


Im letzten Spiel der easyCredit BBL-Hinrunde empfingen die Telekom Baskets den Tabellenvorletzten Bremerhaven – und vergaben die Chance auf eine Teilnahme am Pokal-Wettbewerb. Bonn zog gegen die Eisbären mit 75:86 (24:22, 19:22, 14:19, 18:23) den Kürzeren und beendet damit die erste Hälfte der Spielzeit 2017/2018 mit einer Bilanz von insgesamt zehn Siegen und sieben Niederlagen. Nemanja Djurisic musste im dritten Viertel mit einer Verletzung am rechten Daumengrundgelenk ausgewechselt werden.

Die Geschichte des Spiels

Die Baskets schafften es nicht, über 40 Minuten Bremerhavens Dreierschützen zu kontrollieren. Die fünftbeste Dreipunkte-Mannschaft der Liga hatte in Guard-Duo Jordan Hulls (3/6 Dreier) und Johnny Berhanemeskel (4/5) ihre sichersten Werfer. Insgesamt trafen die Gäste starke 10/19 Distanzwürfe (53 Prozent).

Stimmen

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Die Eisbären haben diesen Sieg verdient. Wir waren nicht in der Lage unsere Fastbreaks konsequent genug zu laufen, was vielleicht auch an unseren etwas müden Beinen lag. Dennoch müssen wir mit einer ganz anderen Intensität auftreten, da Bremerhaven eine Mannschaft mit viel Qualität ist.“

Konstantin Klein (#7 Telekom Baskets Bonn):

„Wir haben nicht auf dem Level verteidigt, welches wir schon in der Vergangenheit abgeliefert haben. Das müssen wir aber tun, um auch offensiv einen ordentlichen Rhythmus entwickeln zu können – das ist uns heute nicht gelungen.“

Arne Woltmann (Trainer Eisbären Bremerhaven):

„Meine Mannschaft hat heute die richtige Einstellung gezeigt, obwohl wir hier in Bonn als krasser Außenseiter angetreten sind. Wichtig ist, dass wir uns weiterhin nicht von gemachten Fehlern aus der Bahn werfen lassen und weiterhin mit der Bereitschaft an den Start gehen, die wir hier aufs Parkett gebracht haben.“

Johnny Berhanemeskel (#8 Eisbären Bremerhaven):

„Ich bin sehr froh, dass wir hier einen Sieg aus dem Telekom Dome entführen konnten. Die Rebounds zu kontrollieren war aus unserer Sicht eminent wichtig – da hat uns die phasenweise lange Formation auf dem Feld enorm geholfen.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Curry (5/1 Dreier), Zubcic (14/2), Klein (6/2), Djurisic (4), Gamble (11, 3 Blocks), Jasinski (dnp), DiLeo (12/2), Breunig (2), Polas Bartolo (4), Mayo (12/3), Hill (5/1)

Eisbären Bremerhaven:

Johnson (10/2), Kessens (7), Breitlauch (0), Berhanemeskel (21/5), Bleck (6/1, 8 Rebounds), Hulls (17/3), Elliott (9/2), Wendt (2), Baptiste (2), Groselle (12)

Bilanz

Telekom Baskets Bonn vs. Eisbären Bremerhaven

Siege: 13 (BBL: 13)
Niederlagen: 13 (BBL: 12, Pokal: 1)
in Bonn: 6 Siege, 7 Niederlagen
in B‘haven: 7 Siege, 6 Niederlagen

Der Spielverlauf

Predrag Krunics taktische Instruktionen waren eindeutig zu erkennen: Attackiert das Brett! Von der ersten Minute an suchten und fanden die Baskets den Weg zum Korb und wilderten munter in der Zone der Eisbären Bremerhaven. Allen voran Slam-Dunk-Contest-Teilnehmer Julian Gamble nutzte wiederholt seine langen Arme und erzielte gleich acht Zähler im ersten Viertel. Bremerhaven zeigte sich jedoch unbeeindruckt und suchte oft schnell und erfolgreich den Abschluss aus Mittel- und Ferndistanz. Nach einer frühen Bonner 14:7-Führung (6. Minute) fanden die Eisbären immer wieder die Lücken in der Baskets-Defense und gingen so in der neunten Minute ihrerseits in Front (16:17). Doch auch von der Dreierlinie hatten sich nun beide Mannschaften warm geschossen, so beendeten zwei Distanzwürfe von Malcolm Hill und Tomislav Zubcic das erste Viertel mit 24:22 (10. Minute).

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb das Tempo hoch. Brachte der eingewechselte Konstantin Klein sein Team mit einem Dreipunktewurf noch mit 29:24 (11. Minute) in Front, verfingen sich die Gastgeber daraufhin zunehmend in Einzelaktion, die nicht selten in einem Ballverlust oder einer vergebenen Wurfchance endete. Die Gäste aus dem Norden hatten indes weitaus weniger Probleme, offen Würfe zu kreieren: Nach zwei Treffern von jenseits der 6,75-Meter nahm Baskets-Trainer Krunic seine erste Auszeit (29:30, 14. Minute). Bonn schien in der Folge wieder bessere Würfe zu nehmen, auch in der Verteidigung wurde zuerst besser aufgepasst, und ging in der 18. Minute wieder mit 40:36 in Führung. Doch als der nächste Dreipunktewurf des starken Johnny Berkhanemeskel durchs Netz rauschte, folgte direkt die nächste Timeout. Bis zur Halbzeitpause wechselte die Führung erneut, sodass Bonn mit einem knappen 43:44-Rückstand in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel spielte sich erneut Berkhanemeskel in den Vordergrund. Gleich acht Punkte in Serie erzielte der Shooting Guard gegen seinen Gegenspieler Josh Mayo und zwang Bonn so zu einer taktischen Umstellung (43:52, 22. Minute). Fortan verteidigte Defensiv-Ass Yorman Polas Bartolo den Kanadier und zwang die Nordlichte so zu zwei Ballverlusten in Folge. Doch das defensive Aufbäumen zeigte nur kurz Wirkung. Noch dazu verletzte sich Baskets-Power-Forward Nemanja Djurisic kurz nach dem Seitenwechsel am rechten Daumengrundgelenk und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingreifen. Zwar trieben die 4.530 Zuschauer im Telekom Dome ihre Mannschaft mit „DEFENSE!“-Rufen an, doch immer wenn die Baskets nach eigenen Punkten einen Stop in der Verteidigung brauchten, fand ein weiterer Bremerhavener Dreipunktewurf sein Ziel (53:59, 27. Minute). Der dichte Spielplan und die damit verbundenen Reistrapatzen waren den Rheinländern deutlich anzumerken. Mit einem Sechs-Punkte-Rückstand ging es ins Schlussviertel.

Dort bot sich jedoch das gleiche Bild: Bremerhaven hielt das Tempo hoch, war stets einen, wenn nicht zwei Schritte schneller. Als Ron Curry in der 34. Minute erst in der Defense einen Wurf blockte und anschließend im Angriff einen Dreier traf, witterten Fans und Baskets noch einmal die Chance, das Spiel zu drehen (69:74). Doch die Kräfte reichten nicht. Stattdessen griffen die Eisbären nun auch beim Rebound beherzter zu und kamen durch mehrere Offensivrebounds zu leichten Punkten. So reagierte Center Geoffrey Groselle nach einem Fehlwurf am schnellsten und brachte seinem Team in der 37. Minute die erste zweistellige Führung ein (71:81). Die Moral der Baskets war gebrochen. Trotz mehreren gelungenen Einzelaktionen mussten sich die Telekom Baskets Bonn letztlich deutlich geschlagen geben und verpassten damit die diesjährige Pokal-Qualifikation und die Chance, zusammen mit dem FC Bayern München und Brose Bamberg als bestes Heimteam der easyCredit-BBL die Hinrunde zu beenden.

Der Blick in die Zukunft

Nach drei Spielen in fünf Tagen können die Baskets ihre müden Beine etwas ausruhen – bis auf ein prominentes Trio. Für TJ DiLeo, Josh Mayo und Julian Gamble geht es am Samstag, den 13.1.2018, zum ALLSTAR Day der easyCredit BBL nach Göttingen. DiLeo läuft für das „Team National“ auf, während der Baskets-Capitano das Trikot des „Team International“ überstreift und darüber hinaus am Dreier-Wettbewerb teilnimmt. Gamble ist für den Dunking Contest, den vielleicht spektakulärsten Programmpunkt des jährlichen Bestentreffens, gesetzt.


Pressemitteilung: Telekom Baskets Bonn 



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