Gastschreiber

Union Baskets Schwelm

Würzburg vs. Schwelm

-xxx- am 02.03.2005 um 14:27

Am kommenden Wochenende kommt es in der 1. BBL zum Duell der beiden Kellerkinder, Schwelm, derzeit Letzter, muss auswärts beim Vorletzten Würzburg antreten. Dies ist im direkten Vergleich ein so oft beschriebendes '4-Punkte-Spiel' um den Abstieg, trennen doch beide Mannschaften mittlerweile 4 Punkte vom rettenden Tabellenplatz, welchen gerade die Braunschweiger Mannschaft innehat.

Nicht nur, dass beide Mannschaft sportlich akut vom Abstieg bedroht sind, auch wirtschaftlich droht beiden Ungemach, nur auf unterschiedlichem Niveau. Die Würzburger konnten, dank der Unterstützung einiger Bundesligamannschaften, die drohende Insolvenz gerade noch abwenden, über den Schwelmern schwebt trotz guter wirtschaftlicher Situation in der 1. BBL bei einem Abstieg das Damoklesschwert der Auflösung; Hauptsponsor und Namensgeber Union Poschmann hat bei einem Abstieg aufgrund 'fehlender Werbewirksamkeit in der 2. Liga' seinen vorzeitigen Rückzug angekündigt. Momentan ist noch kein Antrag für die 2. BBL gestellt worden, bei der derzeitigen Tabellensituation würde es das Aus für Schwelmer Bundesligabasketball und somit für die Schwelmer Mannschaft bedeuten.

Diese neue Situation kam für die Union Baskets überraschend, die aktuelle Tabellenposition nicht, wurde doch versucht mit einem Großteil des Zweitligakaders die Klasse zu halten, ein Unterfangen was, wie es die Hinrunde gezeigt hat, zum Scheitern verurteilt war.

Zunehmende Kritik der Fans mit berechtigtem Unverständnis über die momentane Situation und undurchsichtige oder unwesentlich zu optimistische Pressemitteilungen sind in letzter Zeit beiden Vereinen nicht fremd, bei Würzburg bezüglich des laufenden Spielbetriebs und bei Schwelm bezüglich der zukünftigen Ausrichtung des Vereins und somit ebenfalls des Spielbetriebes.

In Schwelm wird derzeit nach neuen Sponsoren gesucht, wobei es mehr Fan- als Vereinsinitiative zu sein scheint; mit einem Namen verbinden sich dabei gewisse Hoffnungen, dem Besitzer der Schwelmer Brauerei, seines Zeichens Mäzen was den lokalen Sport angeht, sponsort er doch schon die Union Baskets, die Volleyballer der TG/RE Schwelm in der Regionalliga (Gruß an Hans H., Higgens und Co.) und auch die Fußballer des Wuppertaler SV in der Regionalliga.

Für beide steht also eine unsichere Zukunft an, das nächste Spiel ist für beide eminent wichtig. Würzburg konnte dabei nach desolaten Leistungen in den letzten beiden Spielen (69:92 gegen Gießen und mit Saisonminusrekord 41 [!]:81 gegen TBB Trier) keinerlei Perspektive auf den Klassenerhalt aufweisen, Schwelm verlor ebenfalls zweimal (zuletzt mit 80:89 gegen den amtierenden deutschen Meister Frankfurt und davor auswärts gegen Karlsruhe mit 89:105), auch hier fehlte, bis auf Ryan Bond, die Kämpfermentalität, welche einfach im Abstiegskampf nötig ist, zumindest ein Trend nach oben ist jedoch im Schwelmer Lager vorhanden.

Doch bei Schwelm läuft auch außerhalb der sportlichen Aktivitäten momentan nicht viel rund, der Co-Trainer Matthias Haller hat seinen Posten nicht mehr inne, einen Dank hiermit für sein hervorragendes Engagement, und auch im Schwelmer Fanlager ist keine 'Union' mehr vorhanden. Viele bemühen sich dabei um geregelte Abläufe bei Fanaktionen um für möglichst gute Stimmung für Heim- und auch Auswärtsfans zu sorgen, andere konterkarieren diese Bemühungen, indem sie eigene Spieler, Betreuer, den Trainer, gegnerische Fans und Mannschaft anpöbeln und somit das Bild der Schwelmer in der Öffentlichkeit negativ erscheinen lassen. Leider ist es wie so oft, einige wenige reichen aus um die Bemühungen für ein gutes Verständnis unter der Fangemeinschaft im Nichts verschwinden zu lassen, das Bild der Schwelmer untereinander und auch das öffentliche Bild ist trotzdem nachhaltig gestört; einige würden allen Basketball-Fans einen Gefallen tun, indem sie diesem Sport fern bleiben würden.

Die Würzburger scheinen sich in ihr Schicksal gefügt zu haben einen Neuanfang in der 2. Liga zu machen, was überraschender Weise auch von vielen Fans als beste Lösung angesehen wird. Schwelm hingegen kämpft um das reine sportliche Überleben mit einer mittlerweile konkurrenzfähigen Erstligamannschaft.

Meines Erachtens wird Schwelm einen klaren Sieg einfahren, obwohl fast alle Würzburger Spieler dem Verein die Treue gehalten haben, sollte der direkte Vergleich auch gewonnen werden (Hinspiel –3 Punkte) hat Schwelm zumindest weiterhin eine gewisse Perspektive auch in der nächsten Saison erstklassigen Basketball zu sehen.

-xxx-

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