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Bajuwaren jederzeit im Griff

Lomax am 28.02.2005 um 09:43

Deutlicher als es das Endergebnis von 93:85 aussagt, beherrschten die Crailsheim MERLINS die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt. Der dritte Heimsieg in Folge war zu keiner Phase ernsthaft in Gefahr. Herausragend auf Crailsheimer Seite: Lucian Kieser (29 Punkte).

"Wir haben zwei Minuten zu früh aufgehört zu spielen, das hat etwas genervt", resümierte Arne Alig für die Gastgeber nach Spielende. Was der Coach damit meinte: Ein vermeintlich komfortabler 89:74-Vorsprung schmolz in kurzer Zeit auf 89:79 dahin und ließ die eine oder andere böse Vorahnung aufkommen. Allzu schnell und zu überhastet schlossen die MERLINS in dieser Phase ihre Angriffe ab, doch eine Auszeit zur rechten Zeit ließ wieder Ruhe einkehren und die Uhr danach locker runterspielen. Es muss also nicht immer ein Krimi vorausgehen, wie diese Saison beinahe an der Tagesordnung, damit die MERLINS als Sieger aus der Halle gehen.

Ihr Hauptziel "Jay Thomas und Sebastian Kling auf Münchner Seite auszuschalten und die Rebounds zu kontrollieren" erreichten die Crailsheimer perfekt. Die beiden vorgenannten Spieler waren zusammen (!) für ganze acht Punkte gut. Und die Reboundbilanz von 35:29 lässt auch keine allzu großen Wünsche offen. Da fällt es letztlich auch nicht mehr ins Gewicht, dass Marko Radulovic (Nummer 10) vor allem in den Vierteln drei und vier heiß lief (23 seiner 29 Gesamtpunkte) und von den MERLINS kaum zu verteidigen war.

Apropos Verteidigung: "85 Gegenpunkte sind zu viel, zumal wir den Gegner locker auf 75 hätten halten können", goss Arne Alig doch noch etwas Wasser in den Wein. "Mit der Defense kann man nicht zufrieden sein, auch wenn wir bewiesen haben, dass wir Defense spielen können." Positiv gibt es in diesem Zusammenhang anzumerken, und da fühlt sich der Coach, der im Vorfeld der Partie von der mentalen Stabilität seiner Mannschaft gesprochen hatte, durchaus bestätigt, dass die MERLINS mit dem fraglos gegebenen Druck sehr gut fertig wurden, denn: "Wir mussten gewinnen. Es war ein Pflichtsieg für uns."

Neben Lucian Kieser, der mit 29 Punkten einen ganz starken Tag erwischte (Freiwurfquote 11/12) trugen dazu besonders Sova Taletovic (16) und Willie Young (15) bei - das Trio, das auf Crailsheimer Seite zweistellig punktete. Arne Alig setzte acht Spieler ein, wobei Nick Maglisceau (7 Punkte) gesundheitlich immer noch nicht voll auf der Höhe ist, was sich zum Teil in mangelnder Dynamik zeigt.

Die Bayern spielten sehr körperbetont und pressten ihre Gegenspieler gleich bei Ballbesitz in deren Hälfte an. Eine Spielweise, die für erhebliche Foulprobleme sorgte (fünf Spieler am Ende mit vier Fouls) und zudem nicht sehr effektiv umgesetzt wurde. So fanden die MERLINS immer wieder ein probates Rezept, um sich dagegen durchzusetzen und hatten wiederholt freie Räume, die vor allem Taletovic als Werfer und Passgeber zu nutzen wusste.

Drei Heimsiege in Folge, eine Zwischenbilanz im neuen Jahr, die sich sehen lassen kann. Doch von Entwarnung keine Spur. "Wir sind auf dem Weg, aber noch lange nicht da, wo wir hin wollen, müssen beispielsweise unsere Fehler in der Verteidigung abstellen, sonst wird es nächste Woche in Langen - ein wichtiger Gang - ganz schwer", gibt Arne Alig in diesem Zusammenhang zu bedenken. Langen unterlag am Wochenende in Nördlingen, beim vorherigen Gegner der MERLINS hauchdünn mit 83:84-Punkten.

Crailsheim MERLINS: Lucian Kieser 29 Punkte, Sova Taletovic 16 (1 Dreier), Willie Young 15 (4), Michael Heck 9 (1), Fabian Spindler 8, Nick Maglisceau 7, Philipp Wildermuth 6 (1), Thomas Simon 3 (1), Alex Rüeck, Hansi Kienzle, Andrej Talaba, Adnan Arnautalic.

Bayern München: Marko Radulovic (Nummer 12) 29 Punkte (7 Dreier), Jochen Losch (15) 12, Thomas Klemm (13) 11 (2), Stephan Fischer (6) 10, Mario Probst (4) 6 (2), Paul Büttner (18) 4, Jan-Peter Stephan (7) 5, Sebastian Kling (9) 5, Jay Thomas (10) 3, Mario Knezevic, Christian Hoffmann.

Spielfilm: 0:2 (einzige Bayern-Führung) / 9:7 / 15:10 / 14:9 / 22:12 / 24:15 (erstes Viertel)
28:17 / 32:19 / 35:25 / 38:28 / 42:30 / 48:35 (Halbzeit)
53:35 / 54:40 / 57:43 / 63:48 / 69:57 / 72:57 (drittes Viertel)
75:62 / 83:69 / 88:72 / 89:74 / 89:79 / 93:85 (Endstand)

Viertelresultate: 24:15 / 24:20 / 24:22 / 21:28

Presseinfo: Crailsheim MERLINS (Martin Romig)

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