Union Baskets Schwelm

Reboundschwäche kostet den Sieg

Limitless am 20.02.2005 um 10:59

BBL–Aufsteiger Union Baskets Schwelm verlor am Samstagabend bei der BG Karlsruhe mit 89:105. Vor 2.500 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle verhinderte in erster Linie eine eklatante Reboundunterlegenheit den zweiten Auswärtssieg der Schwelmer. Zudem waren einige Akteure von Trainer Torsten Daume durch einen Grippevirus erheblich geschwächt. Unmittelbar nach der Schlusssirene brach Kendrick Johnson bewusstlos zusammen und musste für einige Stunden in einem Karlsruher Krankenhaus verweilen.

Dabei hatte das Match für die Union Baskets gar nicht einmal schlecht begonnen. Ein starker Ryan Bond und ein sehr treffsicherer Marko Piplovic brachte die eigenen Farben nach zehn Minuten mit 28:21 in Front. Doch spätestens ab dem zweiten Viertel zeichnete sich die Überlegenheit der Gastgeber an den Brettern mehr und mehr ab. Immer wieder bekam die Mannschaft von Trainer Uwe Sauer zweite Wurfchancen, die dann auch genutzt wurden. Insbesondere Derrick Allen, Narcisse Ewodo und der sehr engagierte Jens-Uwe Gordon stellten die Union Baskets–Spieler vor große Probleme. Am Ende spricht das Reboundverhältnis von 44 zu 26 Bände und erklärt, warum es nichts werden konnte mit dem ersehnten Auswärtssieg. "Glückwunsch an Karlsruhe. Sie waren in den Reboundsituationen beweglicher, aufmerksamer und physischer als wir", lautet die Analyse von Trainer Torsten Daume.

Sorgen bereitet dem Coach jetzt nicht nur die Tabellensituation, sondern auch der Gesundheitszustand einiger Spieler. "Bruno Roschnafsky war die ganze Woche krank. Es scheint so, als ob sich nun gleich mehrere Spieler den Virus eingefangen haben." Der US–Amerikaner Kendrick Johnson ging offenbar weit über die Schmerzgrenze. Nach dem Spiel brach er mit Fieber bewusstlos zusammen. "Ich hätte ihn auswechseln müssen", haderte der Union Baskets–Trainer mit sich. Kendrick Johnson selbst sah die Sache nicht ganz so dramatisch: "So lange ich noch laufen kann gebe ich kein Wechsel-Signal zur Bank. Gerne hätte ich der Mannschaft heute mehr gegeben."

Mit nach wie vor nur acht Punkten bleiben die Union Baskets das Schlusslicht der Liga. Den Spielern war der Frust nach der Niederlage deutlich anzumerken. Dennoch gab es auch positives im Schwelmer Spiel. So zeigte Ryan Bond eine extrem starke Leistung, verbuchte 33 Punkte und neun Rebounds. Man hatte den Eindruck, als wolle der BBL-ALLSTAR sein Mißgeschick vom letzten Samstag (T-Foul in der Verlängerung gegen ALBA) wieder gut machen.

Leichter wird die nächste Aufgabe der Union Baskets auch nicht: Am kommenden Samstag ist der Deutsche Meister OPEL SKYLINERS Frankfurt in der Uni–Halle zu Gast. Wichtig wird nun sein, dass trotz der letzten Niederlagen keine Resignation, sondern ein "jetzt-erst-recht-Gefühl" erzeugt wird. Torsten Daume: "Bei noch ausstehenden zehn Saisonspielen ist noch nichts entschieden. Ich glaube unverändert an die Qualität dieser Mannschaft und bin davon überzeugt, das wir den Klassenerhalt noch schaffen werden." Ähnlich sieht es Ryan Bond: "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und hart im Training arbeiten, dann ist noch alles möglich."

Karlsruhe: u.a. Allen 28, Ewodo 27/3, Roessler 21/1.

Union Baskets: Bond 33/1, Johnson 19/5, Piplovic 18/2, Ignatavicius 7, Gabsys 7/2, Evans 3, Roschnafsky 2, Rust.

Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)

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