ProA

Auf in den hohen Norden

TheBloob am 12.10.2017 um 22:00

Am Wochenende steht den Zweitligabasketballern der NINERS Chemnitz eine ihrer längsten Auswärtsfahrten
dieser Saison bevor. Nahezu 500 Kilometer sind im Teambus bis nach Hamburg zu bewältigen, wo Sachsens
beste Korbjäger am Samstag um 19:30 Uhr in der edel-optics.de-Arena auf die gastgebenden Towers treffen.
„Um das Spiel in bestmöglicher Verfassung bestreiten zu können, reisen wir bereits am Freitag an“, erläutert
Cheftrainer Rodrigo Pastore, der von seinem Team vor allem eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich
zum jüngsten Heimauftritt erwartet: „Gegen Hanau haben wir unter unseren Möglichkeiten gespielt und
deshalb zurecht verloren. Aber die Jungs können es deutlich besser und das wollen wir in Hamburg zeigen!“
Zweifellos werden die NINERS an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um in der Hansestadt zu bestehen,
denn die Towers gehören diese Saison zu den unumstrittenen Playoff-Kandidaten. Dies stellte das Team von
Headcoach Hamed Attarbashi bereits beim 70:58-Auftakterfolg in Hanau und dem ebenso ungefährdeten
66:53-Heimsieg gegen Paderborn unter Beweis, wo man jeweils mit einer bärenstarken Verteidigung glänzte.
Umso überraschender war die 68:77-Niederlage am zurückliegenden Sonntag bei den bis dahin sieglosen
Ehingern. „Dieses wie auch unser Ergebnis gegen Hanau zeigen, dass die Qualität der ProA deutlich gestiegen
und die Leistungsdichte noch größer geworden ist. Alle Teams sind eng beieinander und abgesehen von ein,
zwei Ausnahmen kann jeder jeden schlagen. Deshalb ist es umso wichtiger, mit allerhöchster Konzentration
und bedingungsloser Einsatzbereitschaft in jedes einzelne Match zu gehen“, unterstreicht Pastore.
Dies gilt insbesondere für die Verteidigung der NINERS, welche zuletzt doch einige Lücken aufwies, die man
Hamburg besser nicht gestatten sollte. Schließlich haben die Towers eine Vielzahl gefährlicher Optionen auf
nahezu allen Positionen. Seien es die Guards Anthony Canty (10.7 Punkte pro Spiel) und Hrovje Kovacevic
(6.3), Flügelspieler Jonathon Williams (13.3), die Centerhünen Justin Raffington (10.7) und Enosch Wolf (8.5)
oder nicht zuletzt der ehemalige Chemnitzer Powerforward Greg Logins (7.7). Selbst Rene Kindzeka (4.7), Lars
Kamp (4.0), Lucas Gertz (3.0) sowie der vierte Ausländer im Bunde, US-Boy Will Darley (2.0), sorgen von der
Bank kommend stets für Gefahr und komplettieren die ausgeglichene Zehner-Rotation der Towers.
Auf einen derart tief besetzten Kader würde auch NINERS-Coach Rodrigo Pastore gern zurückgreifen. Das
entsprechende Spielermaterial stünde theoretisch sogar zur Verfügung, doch seit Beginn der Vorbereitung
war die Chemnitzer Mannschaft noch kein einziges Mal komplett. Immer wieder zwangen Verletzungen den
einen oder anderen Spieler zur Pause. So konnte Joe Lawson in dieser Saison noch keine einzige Pflichtpartie
bestreiten, ist mittlerweile aber wieder ins Training eingestiegen. Jacob Parker feierte erst letzten Samstag
seine Premiere, klagte anschließend aber ebenso über Schmerzen wie Daniel Mixich, welche daraufhin beide
in dieser Woche mehrere Einheiten verpassten. „Es wird sich abermals erst kurzfristig entscheiden, wer am
Spieltag wirklich einsatzfähig ist. Das macht es nicht gerade leichter, doch wir möchten uns nicht beklagen,
sondern aus der Situation das Beste machen und Hamburg einen harten Kampf liefern“, verspricht Pastore.
TERMIN: Hamburg Towers vs. NINERS Chemnitz, Samstag, 14.10.2017, 19:30 Uhr, edel-optics.de-Arena


Pressemitteilung: BV Chemnitz, Matthias Pattloch 



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