s.Oliver Würzburg

Auswärts-Krimi endet mit dem zweiten Sieg

TheBloob am 04.10.2017 um 19:07

s.Oliver Würzburg kann sich bei Science City Jena erst nach Verlängerung mit 81:79 durchsetzen – Robin Benzing versenkt den letzten Wurf zum Sieg

Was für ein Krimi am Tag der Deutschen Einheit: s.Oliver Würzburg brauchte am Dienstag fünf Extra-Minuten, um das erste Auswärtsspiel der Saison bei Science City Jena knapp mit 81:79 (45:31, 71:71) für sich zu entscheiden. Top-Scorer Robin Benzing (21 Punkte) traf erst den Korbleger zur Verlängerung und dann in der Overtime den letzten Wurf zum zweiten Würzburger Sieg im zweiten Spiel. „Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen, müssen aber in vielen Bereichen besser werden, um am Sonntag zuhause gegen Bremerhaven den nächsten Sieg einzufahren“, sagte Headcoach Dirk Bauermann nach der Partie.

Sein Team legte vor knapp 2.300 Zuschauern in der Sparkassen-Arena einen Blitzstart hin und führte nach dem ersten erfolgreichen Benzing-Dreier der Saison bereits mit 0:7, ehe den Hausherren die ersten Punkte gelangen. Als Jenas Trainer Björn Harmsen dann nach gut fünf gespielten Minute seine erste Auszeit nahm, hatte Robin Benzing bereits acht Zähler auf dem Konto und die Gäste lagen mit 9:18 vorne.

Das änderte sich schnell, weil die Thüringer ihr Visier gut eingestellt hatten und schon im ersten Viertel fünf Dreier trafen – den letzten durch den ehemaligen Würzburger Maximilian Ugrai zum Spielstand von 19:22 nach zehn Minuten. Auch im zweiten Abschnitt blieb Jena lange Zeit in Schlagdistanz, ehe die Unterfranken durch zwei Dreier von Osvaldas Olisevicius und einen Korbleger von Kapitän Kresimir Loncar einen 8:0-Lauf hinlegten und damit bis zum Seitenwechsel auf 31:45 davon zogen.

Unmittelbar nach der Pause gelang es der Harmsen-Truppe dann, die Gäste mehr als drei Minuten lang am punkten zu hindern – mehr als zwei eigene Zähler gelangen ihnen in dieser Phase aber auch nicht. Dann kamen die Würzburger mit der intensiven Jenaer Verteidigung wieder besser zurecht und konnten sich ihre höchste Führung im Spiel herauswerfen (39:55, 27. Minute).

Was zu diesem Zeitpunkt der Partie noch wie ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg für s.Oliver Würzburg aussah, verwandelte sich dann in der Schlussphase in einen echten Krimi, der erst in der Verlängerung entschieden wurde. Eingeleitet wurde die Aufholjagd der Gastgeber ausgerechnet durch Max Ugrai: Der 22-Jährige Ex-Würzburger erzielte die letzten zehn Punkte der Thüringer im dritten Abschnitt und hielt sein Team dadurch im Alleingang im Spiel.


Abdul Gaddy blockt zweimal den letzten Wurf

Beim Spielstand von 45:57 aus Sicht der Thüringer ging es in die letzten zehn Spielminuten, in denen Jena in der Verteidigung noch aggressiver zu Werke ging und weiter hochprozentig von außen traf: Drei Dreier in Serie durch Immanuel McElroy und Skyler Bowlin brachten den 61:61-Ausgleich in der 36. Minute, kurz danach lagen die Hausherren durch Korbleger von Derrick Allen zum ersten Mal vorne – 63:61.

51 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit war es erneut Skyler Bowlin, der sein Team von der 6,75-Meter-Linie mit 71:67 in Führung schoss. 4,6 Sekunden waren noch zu spielen, als Robin Benzing per Korbleger den 71:71-Ausgleich schaffte. Am letzten Wurfversuch von Immanuel McElroy hatte Abdul Gaddy die Finger dran – Verlängerung!


Auch in der Overtime sollte die Entscheidung erst in den allerletzten Sekunden fallen. Sechs Punkte von Vytenis Lipkevicius konterte Skyler Bowlin auf Jenaer Seite mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen zum 77:77. Abdul Gaddy traf per Korbleger zum 77:79, wieder glich Bowlin mit zwei Freiwürfen aus – 79:79 stand es 17,4 Sekunden vor Schluss.

Den entscheidenden Sprungwurf aus der Halbdistanz nahm und traf dann Robin Benzing exakt fünf Sekunden vor der Sirene gegen Immanuel McElroy: „Robin hat genau das Richtige gemacht: Er hat die Uhr heruntergespielt und dann gegen unseren besten Verteidiger den Wurf genommen und getroffen“, sagte Björn Harmsen. Skyler Bowlin nahm anschließend den letzten Dreier der Partie – und wieder blieb der Ball an der Hand von Abdul Gaddy hängen.

Weiter geht es für s.Oliver Würzburg mit dem zweiten Heimspiel der Saison: Am Sonntagnachmittag um 15:00 Uhr sind die Eisbären Bremerhaven in der s.Oliver Arena zu Gast. Für diese Partie gibt es noch ausreichend Tickets im Online-Vorverkauf bei CTS Eventim und bei der Main-Post in der Plattnerstraße.


Science City Jena – s.Oliver Würzburg 79:81 nach Verlängerung (19:22, 12:23, 14:12, 26:14, 8:10)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Robin Benzing 21 Punkte/1 Dreier (5 Rebounds/4 Assists), Vytenis Lipkevicius 13/1 (6 Rebounds), Kresimir Loncar 11/1, Osvaldas Olisevicius 10/2, Maurice Stuckey 9/1 (7 Rebounds), Abdul Gaddy 9/1 (5 Rebounds/4 Assists), Cliff Hammonds 8/2, Felix Hoffmann, Andrej Mangold, Leon Kratzer, DJ Richardson.

Top-Performer Jena:
Bowlin 14/4 (5 Assists), McElroy 14/2, Max Ugrai 13/2 (6 Rebounds), Spearman 12/2, Jenkins 11/3.

Key Stats:
Punkte in der Zone: Würzburg 36 – Jena 24
Ballgewinne: Würzburg 14 – Jena 10
Blocks: Würzburg 5 – Jena 1
Zwei-Punkte-Würfe: Würzburg 20 von 33 (61 Prozent) – Jena 14 von 37 (38 Prozent)


Stimmen zum Spiel:

Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg
„Respekt und Glückwunsch an Jena für die aus meiner Sicht großartige Leistung. Wir sind sehr glücklich, dieses schwere Spiel gewonnen zu haben. Björn Harmsen hatte seine Mannschaft sehr gut eingestellt, seine Spieler haben nach der Niederlage gegen Frankfurt hervorragend reagiert und eine unglaubliche Energie und Willenskraft bewiesen, obwohl wir einige Male schon zweistellig weg waren. Unserer Mannschaft kann man trotzdem keinen Vorwurf machen, denn Jena hat mit hervorragender Intensität und Qualität verteidigt. Am Ende waren wir die etwas glücklichere Mannschaft. Jena hat in der Verlängerung besser und konsequenter gespielt als wir. Wir haben uns gegen ihren Druck schwer getan und deshalb immer versucht, das Mismatch zu suchen, was eigentlich nicht unser Spiel ist. Robin Benzing hat am Ende ganz wichtige Plays gemacht, aber gegen so einen kampfstarken Gegner muss man als Mannschaft funktionieren. Ganz wichtig war für mich die Leistung von Vytenis Lipkevicius, der viele kleine entscheidende Dinge gemacht hat. Wir sind jetzt mit zwei Siegen zwar gut aus den Startlöchern gekommen, müssen aber in vielen Bereichen noch besser werden, um am Sonntag zuhause gegen Bremerhaven den nächsten Sieg einzufahren. Unser Ziel ist nach wie vor, in den letzten Wochen der Saison zu den Teams zu gehören, die noch um einen der Playoff-Plätze mitspielen.“


Maurice Stuckey, s.Oliver Würzburg
„Jena hat viele erfahrene Spieler, und Skyler Bowlin ist ein unglaublich guter Werfer. In der Schlussphase haben sie die Dreier getroffen,und mit ihren Fans im Rücken ist es dann ein enges Spiel geworden. Das ist uns hier beim Vorbereitungsturnier schon passiert, und heute auch wieder – beide Male zum Glück mit dem besseren Ende für uns. Robin Benzing ist immer bereit, Verantwortung zu übernehmen, und hat uns auch heute nicht enttäuscht. Jetzt müssen wir darauf achten konzentriert zu bleiben und am Sonntag zuhause gegen Bremerhaven den nächsten Sieg zu holen.“

Björn Harmsen, Headcoach Science City Jena
„Würzburg hatte am Ende mit Robin Benzing einen Spieler, der genau das Richtige getan hat. Er hat die Uhr herunter laufen lassen und dann den letzten Wurf gegen unseren besten Verteidiger genommen und auch getroffen. Wir hatten überlegt zu foulen, aber die Jungs wollten verteidigen, was ich ihnen zu Gute halte. Sie wollten den Stopp schaffen und dann in der zweiten Verlängerung den Sieg holen. Das Wichtigste heute ist, dass die Mannschaft Herz und Charakter gezeigt hat, wie auch schon am Freitag gegen Frankfurt.“

Max Ugrai, Science City Jena
„Wir sind ähnlich wie im ersten Spiel schlecht gestartet und haben eine Weile gebraucht, bis wir den ersten Korb und damit Selbstvertrauen hatten. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit gut gespielt und aufgeholt. Am Ende haben dann Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Für mich war es natürlich ein besonderes Spiel gegen meinen Ex-Club. Als in der zweiten Halbzeit die ganze Mannschaft gekämpft hat und der Sieg drin war, kamen die Emotionen schon ein bisschen hoch.“


Pressemitteilung: s.Oliver Würzburg 



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