s.Oliver Würzburg

Derbysieg zum Saisonauftakt

TheBloob am 30.09.2017 um 19:46

s.Oliver Würzburg setzt sich mit 76:73 (46:39) gegen Meister Bamberg durch – Dirk Bauermann: „Besser kann man nicht in eine Saison starten“

Jede Serie geht irgendwann zu Ende – beim Frankenderby zwischen s.Oliver Würzburg und Brose Bamberg war es am Freitagabend soweit: Im 14.Duell der beiden fränkischen Kontrahenten holten die unterfränkischen Gastgeber beim Saisonauftakt der easyCredit BBL den ersten Sieg gegen den Deutschen Meister aus Oberfranken. Top-Scorer der Würzburger beim hart erkämpften 76:73-Erfolg war Neuzugang Robin Benzing mit 23 Punkten. Der DBB-Kapitän war es auch, der in der Crunchtime mit vier erfolgreichen Freiwürfen den Heimsieg in der mit 3.140 Zuschauern restlos ausverkauften Würzburger s.Oliver Arena über die Zeit brachte.

13 von 13 – so lautete am Ende die makellose Freiwurfbilanz von Robin Benzing, mit der der 28-Jährige einen großen Anteil an dem von den Würzburger Anhängern lange ersehnten Derbysieg gegen den neunfachen Meister hatte. Dabei hatte es zu Beginn – nach einer emotionalen Eröffnungsshow mit Culcha Candela, die die Turnhölle schon vor dem Sprungball zum Kochen brachten – erst einmal nicht nach einem Würzburger Erfolg ausgesehen. Denn es dauerte bis zur 4. Spielminute, ehe Robin Benzing per Korbleger die ersten s.Oliver-Punkte der Bundesliga-Spielzeit 2017/2018 erzielte – zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aus Oberfranken bereits sechs Punkte auf dem Konto.

Nach der Initialzündung durch Benzing kamen die Hausherren dann immer besser in Schwung – die beiden Kapitäne Kresmir Loncar und Cliff Hammonds legten die nächsten zehn Würzburger Punkte auf, und bereits in der 7. Minute war der Spielstand wieder ausgeglichen (12:12). In der neunten Minute war es Felix Hoffmann, der mit zwei Korblegern in Folge die erste Würzburger Führung erzielte (18:16). Ein weiterer Führungswechsel erfolgte gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts – Maurice Stuckey war mit Foul am Korb erfolgreich und verwandelte auch den Bonusfreiwurf zum 21:20. Es war die vorentscheidende Wende im Spiel – Kresimir Loncar erhöhte kurz darauf mit zwei Freiwürfen auf 23:20, und diese Führung sollten die Gastgeber bis zur Schlusssirene nicht mehr hergeben.

Die oberfränkischen Gäste blieben zwar immer in Schlagdistanz, bis zur Pause konnte die Bauermann-Truppe ihren Vorsprung aber bis auf sieben Punkte und im Verlauf des dritten Viertels sogar kurz auf zehn Zähler ausbauen (55:45, 25. Minute). „Wir waren heute über weite Strecken auf Augenhöhe mit einem EuroLeague-Team, das ist sehr erfreulich“, sagte Headcoach Dirk Bauermann hinterher: „Auch der Drucksituation in der Schlussphase haben wir stand gehalten.“

Zu Beginn des letzten Viertels verkürzten die Bamberger ihren Rückstand durch einen 5:0-Lauf auf 64:60, ehe Cliff Hammonds und Maurice Stuckey mit Treffern von der Dreierlinie wieder für klarere Verhältnisse sorgten (72:63, 35. Minute). Dann legten die Bamberger Spieler in der Verteidigung noch einmal eine Schippe drauf und ließen rund fünf Minuten lang keinen Würzburger Punkt mehr zu. Ein 7:0-Lauf brachte das 72:70 durch zwei Freiwürfe von Leon Radosevic – 28 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen.

Die eisernen Nerven von Robin Benzing an der Freiwurflinie sorgten in den letzten 21 Sekunden des Spiels dann dafür, dass die Hausherren zusammen mit ihren begeisterten Fans den ersten Derbysieg feiern konnten: Benzing traf erst zweimal zum 74:70 und nach einem Dreier seines Bamberger Nationalmannschaftskollegen Lucca Staiger erneut zweimal zum 76:73. Ein letzter Dreierversuch von Brose-Spielmacher Daniel Hackett zur Verlängerung war nicht mehr erfolgreich. „In dieser Situation hat man gesehen, dass Spieler manchmal die besseren Antworten haben: Wir wollten bei drei Punkten Vorsprung eigentlich foulen, aber damit sind wir offenbar nicht durchgedrungen. Im Endeffekt war es aber gut so“, sagte Dirk Bauermann.

Bereits am Dienstag steht das erste Auswärtsspiel der Saison auf dem Programm: Am Tag der Deutschen Einheit ist s.Oliver Würzburg um 17:30 Uhr bei Science City Jena zu Gast.


s.Oliver Würzburg – Brose Bamberg 76:73 (18:20, 28:19, 18:16, 12:18)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Robin Benzing 23 Punkte (13/13 Freiwürfe), Kresimir Loncar 20/2 Dreier, Cliff Hammonds 11/2, Maurice Stuckey 10/1 (6 Rebounds / 4 Assists), Abdul Gaddy 5/1, Felix Hoffmann 4, Osvaldas Olisevicius 3/1, Vytenis Lipkevicius, Andrej Mangold, Leon Kratzer.

Top-Performer Bamberg:
Lo 16, Hackett 13/3, Radosevic 10 (6 Rebounds), Taylor 10/1, Rubit 6 (9 Rebounds).

Key Stats:
Freiwürfe: Würzburg 22 von 25 (88 Prozent) – Bamberg 16 von 25 (64 Prozent)
Ballgewinne: Würzburg 5 – Bamberg 2
Ballverluste: Würzburg 5 – Bamberg 8

 

Stimmen zum Spiel:

Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg
„Es ist nie leicht, gegen eine von Andrea Trinchieris Mannschaften zu gewinnen. Sie sind gut gecoacht und haben eine hohe Qualität. Für uns ist das ein großartiger Erfolg, den wir uns verdient haben, weil wir über weite Strecken mit einer EuroLeague-Mannschaft auf Augenhöhe waren. Es war das erwartete physische Spiel mit Verteidigung auf hohem Niveau auf beiden Seiten. Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Unsere Mannschaft hat der Drucksituation in der Schlussphase stand gehalten und Robin Benzing hat ganz wichtige Freiwürfe verwandelt. An der letzten Situation sieht man, dass Spieler manchmal die besseren Antworten haben: Wir wollten bei drei Punkten Vorsprung eigentlich foulen, aber das ist offenbar nicht durchgedrungen, aber das war im Endeffekt gut so. Wir freuen uns über diesen Sieg, besser kann man in eine Saison nicht starten. Das ist heute ein großartiger Abend für den Würzburger Basketball.“

Andrea Trinchieri, Headcoach Brose Bamberg
„Glückwunsch an Würzburg. Es war ein tolles Spiel mit viel Energie von ihnen. Wir hatten im gesamten Spiel Probleme, konnten dann aber im vierten Viertel noch einmal zurück kommen. Dann haben wir falsche Entscheidungen getroffen und konnten den Job nicht beenden. Wir haben vor allem gegen Robin Benzing nicht gut verteidigt, aber es ist auch schwierig gegen eine Mannschaft, die fünf gute Distanzwerfer auf dem Feld hat. Es war ein schwieriges Auswärtsspiel, unsere Mannschaft ist noch nicht bereit. Trotzdem hätten wir das am Ende besser machen müssen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“


Pressemitteilung: s.Oliver Würzburg 



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