s.Oliver Würzburg

FEC-Premiere misslungen - schwere Aufgabe im zweiten Spiel

TheBloob am 21.09.2017 um 19:10

s.Oliver Würzburg unterliegt in der Qualifikation zum FIBA Europe Cup mit 62:75 (30:31) gegen Istanbul BBSK – Rückspiel in der Türkei am Dienstag


s.Oliver Würzburg braucht im Rückspiel am Dienstag einen Sieg mit 14 Punkten Differenz, um in die zweite Qualifikationsrunde zum FIBA Europe Cup einzuziehen. Im Hinspiel der ersten Runde mussten sich die Unterfranken am Mittwoch vor eigenem Publikum dem türkischen Vertreter Istanbul BBSK mit 62:75 (30:31) geschlagen geben. Nach einer über weite Strecken hart umkämpften Partie gelang es den Gästen in den letzten Minuten, aus einem knappen noch einen zweistelligen Vorsprung zu machen und sich so die deutlich bessere Ausgangsposition für das Rückspiel zu sichern.

Das sah in den ersten knapp sechs Minuten der Partie noch ganz anders aus: Die Gastgeber legten beim Debüt von Neuzugang Robin Benzing vor rund 1.800 Zuschauern in der s.Oliver Arena einen Blitzstart hin, der den türkischen Headcach Ertugrul Erdogan bereits in der 4. Minute zu seiner ersten Auszeit veranlasste. Mit 9:2 lagen die Hausherren nach einem Dreier von Kapitän Kresimir Loncar zu diesem Zeitpunkt vorne. Loncar ließ nach der Auszeit gleich noch zwei weitere Distanztreffer folgen – 15:2 lautete der Spielstand deshalb in der 6. Spielminute.

Den Gästen aus Istanbul gelang es im Anschluss, sich durch sechs erfolgreiche Freiwürfe in Folge ins Spiel zu kämpfen, während bei den Würzburgern nach dem guten Auftakt zusehends der offensive Rhythmus verloren ging. Beim Stand von 18:11 aus Sicht von s.Oliver Würzburg endete der erste Spielabschnitt.


Ausgang des Spiels bis zur 35. Minute völlig offen

Im zweiten Viertel dauerte es dann fast vier Minuten, ehe Maurice Stuckey per Dreier die ersten Punkte für die Bauermann-Truppe erzielte – zu diesem Zeitpunkt lagen die türkischen Gäste nach einem 12:0-Lauf mit 18:22 vorne. Bis zum Seitenwechsel blieb es dann eine sehr ausgeglichene Partie, beim Stand von 30:31 gingen die Teams zum Pausentee in die Kabinen.

Das nächste Ausrufezeichen setzten wieder die Gäste, die sich im dritten Viertel mit einen 9:0-Lauf zwischen der 25. und 29. Minute zum ersten Mal deutlicher absetzen konnten (41:50). Die Unterfranken kamen postwendend zurück: Maurice Stuckey versenkte den Dreier mit ablaufender Uhr zum 48:52 am Ende des dritten Viertels. Und auch in der 34. Minute war der Ausgang der Partie nach einem Korbleger von Cliff Hammonds zum 54:57 noch völlig offen.

Im Anschluss gelang es den Würzburgern dann aber nicht mehr, erfolgreiche Offensiv-Aktionen der Gäste aus Istanbul entscheidend zu kontern. In der Schlussphase waren es vor allem der Ex-Ulmer Jaka Klobucar, der ehemalige Frankfurter Michael Thompson und der Litauer Deividas Dulkys, die den Vorsprung auf bis zu 14 Punkte ausbauen konnten und dem türkischen Vertreter damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag um 15 Uhr deutscher Zeit herauswarfen.


s.Oliver Würzburg – Istanbul BBSK 62:75 (18:11, 12:20, 18:21, 14:23)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Kresimir Loncar 16 Punkte/3 Dreier, Osvaldas Olisevicius 16/2, Maurice Stuckey 15/2, Abdul Gaddy 6, Vytenis Lipkevicius 5, Cliff Hammonds 4, Robin Benzing, Leon Kratzer, Andrej Mangold.


Top-Performer Istanbul:
Dulkys 19, Thompson 14, Klovbucar 12, Bircevic 9, Buva 8, Buckner 8.

 

Stimmen zum Spiel:


Maurice Stuckey, s.Oliver Würzburg:
„Wir hatten einen guten Start, Istanbul konnte im ersten Viertel fast nur von der Freiwurflinie punkten. Das hat sich dann aber wie ein roter Faden durch das ganze Spiel gezogen: Wir haben sie oft mit dummen Fouls an die Linie geschickt, und unsere Wurfquoten waren heute leider nicht die besten. Jetzt müssen wir sehen, dass wir in Istanbul ordentlich Gas geben und besser treffen.“


Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg:
„Wir haben hervorragend angefangen, genau wie wir es uns vorgenommen hatten. Dann haben wir etwas den Rhythmus verloren und haben uns auch nicht immer ganz clever angestellt. Es gab immer wieder Situationen, in denen wir unnötige Fouls begangen haben. Wir hatten heute auch einfach keinen guten Tag von außen. Es gab viele offene Würfe, die nicht reingegangen sind. Der gute Start macht aber Hoffnung für das zweite Spiel. Wir haben die erste Halbzeit dieses Duells verloren, und es wird in Istanbul natürlich extrem schwer. Unsere Chancen sind nicht mehr wirklich groß, aber wir können mehr als wir heute gezeigt haben. Das Fell des Bären wird immer erst dann verteilt, wenn er erlegt ist.“

Jaka Klobucar, Istanbul BBSK:
„Es war das schwere Spiel, das wir erwartet hatten. Würzburg hat vor allem in der ersten Halbzeit aggressiv gespielt und lag im ersten Viertel deutlich vorne. Dann haben wir zu unserem Spiel gefunden und konnten die Kontrolle übernehmen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir gut zusammengefunden und uns offene Würfe herausgespielt. Aber das war erst das erste Spiel. Wir müssen zuhause genauso aggressiv auftreten wie wir es heute getan haben.“


Ertogrul Erdogan, Headcoach Istanbul BBSK:
„Erst einmal vielen Dank an s.Oliver Würzburg für die Gastfreundschaft. Diese Begegnung schon in der ersten Runde ist ein hartes Los für beide Mannschaften. Wir haben großen Respekt vor s.Oliver Würzburg, sie waren sehr gut vorbereitet. Leider kann nur einer von uns in die zweite Runde einziehen. Wir haben sehr schlecht angefangen, mit vielen Fehlern und Ballverlusten. Aber ab dem Ende des ersten Viertels haben wir gut gespielt. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Aber wir müssen am Dienstag zuhause noch einmal gegen Würzburg spielen. Ich hoffe, dass wir dann wieder ein gutes Spiel machen.“


Pressemitteilung: s.Oliver Würzburg 



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