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Würzburg schlägt Science City im Finale um den Mediencup 2017

TheBloob am 11.09.2017 um 16:53

Der Mediencup 2017 ist Geschichte und wandert erstmalig nach Franken. In einem dramatischen und enorm intensiven Endspiel unterlag Science City Jena am späten Sonntagnachmittag s.Oliver Würzburg mit 66:73. Die Mainstädter konnten sich erstmals in die Sieger-Liste des von der Mediengruppe Thüringen ausgerichteten Vorbereitungsturniers eintragen. MGT-Geschäftsführer Michael Tallai überreichte den Pokal der Mediengruppe Thüringen nach dem siegreichen Finale an die Unterfranken. Zuvor hatten die beiden Endspiel-Kontrahenten zwei deutliche Halbfinale-Siege feiern können.

Nachdem sich das Team von Trainer Björn Harmsen am Samstag vor 1045 Zuschauern durch einen am Ende souveränen 89:58-Halbfinalsieg gegen die NINERS Chemnitz für das Finale qualifizieren konnte, hatte s. Oliver Würzburg mit einem ebenfalls ungefährdeten 90:50-Erfolg gegen die Oettinger Rockets vorgelegt. Der personell gehandicapte Erstliga-Aufsteiger aus der Thüringer Landeshauptstadt waren gegen die Würzburger von Beginn an chancenlos, lief bereits zur Halbzeit einem 45:26-Halbzeitrückstand hinterher.

Im darauffolgenden Semifinale zwischen den Saalestädtern und Chemnitz erwischte Science City einen Start nach Maß. Von einem bereits hervorragend Regie führenden Aufbauspieler Skyler Bowlin (16 Punkte, 11 Assists) nach 13 Sekunden mit 2:0 in Führung gebracht, waren die Jenaer Riesen bereits bis zur ersten Viertelpause auf 30:13 enteilt. Doch die NINERS schlugen bis zur Halbzeit zurück, kämpften sich bis zum Kabinengang wieder auf 40:36 heran. Die zweite Hälfte gehörte dann wieder den Ostthüringern, die nach der 60:51-Führung in der letzten Viertelpause mit einem 29:7-Endspurt im Schlussabschnitt alle noch offenen Fragen hinsichtlich des Spielausgangs klärten.

Den Sonntag in der Jenaer Sparkassen-Arena eröffnend, setzten sich im Spiel um Platz 3 die Oettinger Rockets gegen die NINERS Chemnitz durch. Das Team von Rockets-Coach Ivan Pavic schlug den Zweitligisten aus Sachsen schlussendlich mit 104:100. Nachdem sich 1121 Zuschauer in Jena-Burgau versammelt hatten, stand das Finale zwischen Jena und Würzburg auf dem Programm. Science City Jena geriet gegen den Playoff-Anwärter um Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann zwar bereits im Auftaktviertel mit 13:20 in Rückstand, versuchte jedoch mit Intensität und Leidenschaft dagegenzuhalten. Immer wieder angetrieben von Skyler Bowlin ließ Science City auch im zweiten Abschnitt nicht abreißen und blieb trotz der Würzburger 30:42-Halbzeitführung in Schlagdistanz.

Dies sollte sich im Verlauf des dritten Viertels auszahlen. Zwar enteilten die Gäste vom Main in der 24. Minute nach einem Dreier von Andrej Mangold zwischenzeitlich auf 37:50, die anschließende taktische Auszeit von Trainer Björn Harmsen brachte das Spiel der Ostthüringer allerdings wieder auf Kurs. Zwei Distanzwürfe von Skyler Bowlin sowie ein Dreier durch Brandon Spearman schrumpften den Vorsprung der Würzburger auf 46:54, bevor erneut Bowlin jenseits des Perimeters auf 49:54 verkürzte. Nach einem Tip-In durch Oliver Clay zum 51:56 unmittelbar vor der Viertelsirene war der Anschluss endgültig geschafft. So entwickelte sich im letzten Spielabschnitt ein offener Schlagabtausch, den Science City durch einen Dreier des stark agierenden Ex-Würzburgers Max Ugrai zum 54:56 eröffnete. Die bis dato unbeeindruckt auftretenden Unterfranken schienen in dieser Phase tatsächlich ins Wanken zu geraten, was Dirk Bauermann in der 33. Minute zu einem Timeout zwang. Nach einem Distanzwurf des Würzburger Kroaten Kresimir Loncar zum 56:61 konterten die Jenaer Riesen in Person von Point Guard Radenko Pilcevic. Der flinke Serbe sorgte in der 34. Minute mit fünf aufeinanderfolgenden Punkten zum viel umjubelten 61:61-Ausgleich.

Nachdem die Zuschauer auf den Sitzplätzen der Sparkassen-Arena bereits in der Phase der Jenaer Aufholjagd angefangen hatten zu brodeln, eine Fangruppe von zahlreichen unter 1,50m großen Knirpsen - selbst kaum größer als die Trommeln auf die sie schlugen - den Lautstärkepegel konstant oben hielt, entwickelte sich die Stimmung auf den Längsseiten der Tribünen in eine erfreuliche Richtung. Angetrieben von den Jenaer Fans stemmte sich das Harmsen-Team im Kollektiv mit aller Macht gegen die Spielstärke und Qualität des Playoff-Anwärters vom Main. Doch die Gäste blieben eiskalt, behielten ruhige Hände und klare Köpfe, die in der hitzigen Schlussphase auch die beiden letzten Jenaer Versuche auf einen Finalsieg abwehrten. Ungeachtet des Ausgangs konnten die Jenaer Basketball-Riesen das Parkett mit erhobenen Köpfen verlassen. Sie hatten einem mit Zielrichtung Playoffs in das anstehende Erstliga-Spieljahr startenden Kontrahenten bis zum Ende die Stirn geboten, musste zudem auf den mit einer Blockierung pausierenden Julius Jenkins verzichten und lieferten dennoch eine mannschaftlich geschlossene Performance ab. Die an beiden Turniertagen abgeliferte Leistung sollte den Ostthüringern entsprechendes Selbstvertrauen für den Spieljahresauftakt in der easyCredit BBL geben sollte. Science City Jena empfängt am 29. September 2017 (ab 20.30 Uhr) zur Saison-Premiere die FRAPORT Skyliners, bevor am 03. Oktober (17.30 Uhr) - dem Tag der deutschen Einheit - bereits das Wiedersehen mit den Würzburgern ansteht.

„Wir haben gegen einen guten Gegner heute viel Herz und Leidenschaft investiert. Die Würzburger befinden sich aufgrund ihrer internationalen Qualifikation in einer starken Frühform. Unsere Jungs haben speziell in der zweiten Halbzeit mit Charakter und Intensität dagegengehalten. Wir haben Julius geschont, wollten bei ihm kein Risiko eingehen und auch IMac hat heute längere Pause bekommen. Uns war es in erster Linie wichtig Max Ugrai zu integrieren, der erst seit einer Woche bei der Mannschaft ist und mittrainiert. In den Schlüsselsituationen haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Darauf lässt sich aufbauen“, sagte Jenas Trainer Björn Harmsen nach dem Endspiel.

SCJ vs. Wübu: Bowlin 21 Punkte, Ugrai 11, Allen 10, Pilcevic 7, Spearman 7 (11 Reb), McElroy 4, Clay 4, Mackeldanz 2, Reyes-Napoles, Heber, - Jenkins (DNP)

SCJ vs. 99ers: SCJ: Jenkins 17 Punkte, Spearman 17 (5 Stl), Bowlin 16 (11 Ass), Allen 10, Mackeldanz 7 (8 Reb), McElroy 6, Clay 6, Pilcevic 5, Reyes-Napoles 3, Ugrai 2, Heber


Pressemitteilung: Science City Jena



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