Union Baskets Schwelm
Gießener ziehen Baskets im dritten Viertel den Zahn
Limitless am 07.02.2005 um 11:58
Im dritten Rückrundenspiel der BBL kassierten die Union Baskets Schwelm ihre erste Niederlage. Vor 2.100 Zuschauern unterlag der Aufsteiger in der Wuppertaler Uni–Halle den Gießen46ers mit 72:86. Nachdem die erste Hälfte noch weitestgehend ausgeglichen gestaltet werden konnte, hatte das Team von Coach Torsten Daume nach dem Seitenwechsel nichts mehr zuzusetzen. Ganz im Gegensatz zu den Gästen, die in den zweiten zwanzig Minuten ihr Spieltempo nochmals erhöhen konnten und die Schwächen im Schwelmer Spiel eiskalt ausnutzten.
Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber. Über Ryan Bond und Shannon Crooks führten die Union Baskets schnell mit 10:3. Nach der Hereinnahme von Holger Schaffartzik erhöhten die Gäste allerdings das Tempo. Gießen gingen nach neun Minuten erstmals in Führung. Zwar konnte der Aufsteiger anfangs des zweiten Viertels nochmals zurückschlagen (Ryan Bond!), doch war bereits zu diesem Zeitpunkt zu erkennen, dass die Hessen über mehr Tempo und über bessere Schussqualitäten von außen verfügten. In dieser Phase verdiente sich der Ex-Paderborner Louis Campbell Bestnoten.
Nach dem Seitenwechsel lief bei den Union Baskets nur noch wenig zusammen. Einzelaktionen führten zu Ballverlusten, die durch konsequentes Fast-Break-Spiel der Hessen bestraft wurden. Zudem traf Gießen unverändert sicher von jenseits der 6,25m-Linie, während die Union Baskets bis zum Spielende keinen (!) Dreipunktwurf im gegnerischen Korb versenken konnten. Nach 30 Minuten führte der Tabellenachte mit 70:54, die Partie war gelaufen. Im Schlussabschnitt bekamen auf beiden Seiten die Bankspieler reichlich Einsatzzeiten. Erfreulich war hierbei aus Schwelmer Sicht, dass so das Ergebnis noch etwas positiver gestaltet werden konnte. So fragte sich Union Baskets-Trainer Torsten Daume nach Spielende auch selbstkritisch, ob er nicht vielleicht etwas früher hätte durchwechseln sollen. "Unsere etatmäßigen Leistungsträger sind zum Teil angeschlagen und haben sehr wenig trainiert. Das konnte man besonders im dritten Viertel merken. Es fehlte die nötige Frische." Besonders Marko Piplovic war nur ein Schatten seiner selbst, aber auch Mantas Ignatavicius und Shannon Crooks brachten nur wenig Struktur ins Schwelmer Spiel. Bestnoten verdiente sich einzig Ryan Bond, der in der Schlussphase aufgrund seiner vier persönlichen Fouls aber etwas gebremst zu Werke gehen musste.
Natürlich hochzufrieden erschien Gästecoach Stefan Koch zur Pressekonferenz. Dennoch stellte der Gießener Trainer klar: "Unser Saisonziel lautet unverändert Klassenerhalt. Erst wenn dieses definitiv erreicht ist, werden wir unsere Ziele neu definieren. Die Play-Offs wären für Gießen eine große Sache." Die Art und Weise wie die 46ers in Wuppertal auftraten ließ aber kaum einen Beobachter zweifeln. Diese Mannschaft gehört zu den besten Acht der Liga. Für die Union Baskets steht am kommenden Samstag nun das "Spiel des Jahres" an. ALBA Berlin kommt in die Uni-Halle. Nach der gestrigen Vorstellung ist jedoch klar, dass der Aufsteiger in diesem Match nur krasser Außenseiter sein kann. Torsten Daume: "Vor uns liegt eine harte Trainingswoche. Zudem müssen wir schauen, dass unsere angeschlagenen Spieler endlich wieder fit werden."
Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)
0 Kommentare
Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber. Über Ryan Bond und Shannon Crooks führten die Union Baskets schnell mit 10:3. Nach der Hereinnahme von Holger Schaffartzik erhöhten die Gäste allerdings das Tempo. Gießen gingen nach neun Minuten erstmals in Führung. Zwar konnte der Aufsteiger anfangs des zweiten Viertels nochmals zurückschlagen (Ryan Bond!), doch war bereits zu diesem Zeitpunkt zu erkennen, dass die Hessen über mehr Tempo und über bessere Schussqualitäten von außen verfügten. In dieser Phase verdiente sich der Ex-Paderborner Louis Campbell Bestnoten.
Nach dem Seitenwechsel lief bei den Union Baskets nur noch wenig zusammen. Einzelaktionen führten zu Ballverlusten, die durch konsequentes Fast-Break-Spiel der Hessen bestraft wurden. Zudem traf Gießen unverändert sicher von jenseits der 6,25m-Linie, während die Union Baskets bis zum Spielende keinen (!) Dreipunktwurf im gegnerischen Korb versenken konnten. Nach 30 Minuten führte der Tabellenachte mit 70:54, die Partie war gelaufen. Im Schlussabschnitt bekamen auf beiden Seiten die Bankspieler reichlich Einsatzzeiten. Erfreulich war hierbei aus Schwelmer Sicht, dass so das Ergebnis noch etwas positiver gestaltet werden konnte. So fragte sich Union Baskets-Trainer Torsten Daume nach Spielende auch selbstkritisch, ob er nicht vielleicht etwas früher hätte durchwechseln sollen. "Unsere etatmäßigen Leistungsträger sind zum Teil angeschlagen und haben sehr wenig trainiert. Das konnte man besonders im dritten Viertel merken. Es fehlte die nötige Frische." Besonders Marko Piplovic war nur ein Schatten seiner selbst, aber auch Mantas Ignatavicius und Shannon Crooks brachten nur wenig Struktur ins Schwelmer Spiel. Bestnoten verdiente sich einzig Ryan Bond, der in der Schlussphase aufgrund seiner vier persönlichen Fouls aber etwas gebremst zu Werke gehen musste.
Natürlich hochzufrieden erschien Gästecoach Stefan Koch zur Pressekonferenz. Dennoch stellte der Gießener Trainer klar: "Unser Saisonziel lautet unverändert Klassenerhalt. Erst wenn dieses definitiv erreicht ist, werden wir unsere Ziele neu definieren. Die Play-Offs wären für Gießen eine große Sache." Die Art und Weise wie die 46ers in Wuppertal auftraten ließ aber kaum einen Beobachter zweifeln. Diese Mannschaft gehört zu den besten Acht der Liga. Für die Union Baskets steht am kommenden Samstag nun das "Spiel des Jahres" an. ALBA Berlin kommt in die Uni-Halle. Nach der gestrigen Vorstellung ist jedoch klar, dass der Aufsteiger in diesem Match nur krasser Außenseiter sein kann. Torsten Daume: "Vor uns liegt eine harte Trainingswoche. Zudem müssen wir schauen, dass unsere angeschlagenen Spieler endlich wieder fit werden."
Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)
0 Kommentare
Werbung
Werbung


