Jugend

Metropol Baskets Ruhr feiern Rückkehr in die NBBL

TheBloob am 18.06.2017 um 17:23

Recklinghausen/Essen. Die Metropol Baskets Ruhr sind ein Jahr nach ihrem Bronzemedaillengewinn in der JBBL (Jugend-Basketball-Bundesliga, U16) nun auch in die NBBL (Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, U19) zurückgekehrt. Hinter den Kulissen der Kooperationspartner laufen nun mit Hochdruck die Planungen, denn in den letzten drei Jahren hatten ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen immer nur ein JBBL-Team im Ligabetrieb. Trainer Philipp Stachula hatte erst einmal nur für die Qualifikation das U19-Team der Metropol Baskets Ruhr übernommen, sein Assistent Johannes Hülsmann wird Headcoach von Citybasket Recklinghausen in der 1. Regionalliga. An der Seite von Pit Lüschper hatte Stachula das JBBL-Team der Metropol Baskets Ruhr im Frühjahr bis ins Achtelfinale geführt und war dort am späteren Deutschen U16-Meister Alba Berlin gescheitert.

Schon vor ihrem letzten Spiel in der Qualifikationsgruppe E feierten die Metropol Baskets Ruhr die Rückkehr in die NBB. Vor heimischer Kulisse stand drei Jahre nach dem Abstieg dieser Erfolg nach Siegen über die Sharks Hamburg (84:41) und Itzehoe Eagles (66:63) bereits vorzeitig fest. In der abschließenden Partie am Sonntag gegen die ebenfalls qualifizierten Oettinger Rockets Gotha (50:56) ließen Trainer Philipp Stachula (Essen) und Co-Trainer Johannes Hülsmann (Recklinghausen) jene Spieler mitwirken, die zweieinhalb Monate hart trainiert hatten, in den ersten fünf Qualifikationsspielen dann aber doch nicht zum Einsatz gekommen waren. "Uns war es egal, ob wir als Erster oder Zweiter in die NBBL ziehen. Wir waren seit Samstag durch", sagte Metropol-Trainer Stachula nach dem 50:56 gegen Gotha. Das letzte Spiel des Wochenendes hatte nur noch statistischen Wert, beide Gegner waren schon für die NBBL qualifiziert, die ART Giants Düsseldorf müssen als Dritter am kommenden Wochenende auf neutralem Boden nachsitzen und kämpfen gegen Crailsheim um das letzte NBBL-Ticket. Stachula schonte am Sonntag im Spiel gegen Gotha seine Stammkräfte Felipe Galvez Braatz, Till Hornscheidt, Moritz Rieken, Johannes Sundheim und Kilian Stahlhut. Es war ein Dankeschön an den kompletten Kader der NBBL-Qualifikation.

Möglich wurde diese Konstellation, weil die Metropol Baskets Ruhr mit einem überragenden 84:41 über NBBL-Absteiger Sharks Hamburg in den zweiten Qualifikationsspieltag gestartet waren. Mit unbändigem Willen überrannte die Ruhrgebiets-Auswahl den NBBL-Absteiger aus der Hansestadt. Krachende Dunkings von Moritz Rieken und Kapitän Kilian Stahlhut waren die Höhepunkte der einseitigen Begegnung. Als anschließend Co-Tabellenführer Oettinger Rockets Gotha in einem dramatischen Match nach Verlängerung 57:58 gegen die Eisbären Bremerhaven verlor, hatte Metropol völlig überraschend bereits am Samstag einen Matchball gegen sieglose Eagles aus Itzehoe.

Dramatisch wurde es da dann auch für Gastgeber Metropol, als nur noch dieser eine Sieg für die Bundesliga-Rückkehr fehlte und das ganz offensichtlich Köpfe und Hände lähmte. Fast ständig führten die als krasse Außenseiter eingeschätzten Holsteiner, ehe das Stachula-Team - angeführt von Felipe Galvez Braatz, Till Hornscheidt und Finn Fleute - in den Schlusssekunden das Blatt noch wendete. 44 Sekunden vor Ende lag Metropol noch 59:60 hinten, hatte da schon einen 49:58-Rückstand verkürzt. Das 51:58 besorgte Klilian Stahlhut kurz vor seinem verletzungsbedingten Ausscheiden mit einer Energieleistung unter dem Korb. Per Dreier legte Felipe Galvez Braatz das 54:59 nach, an der Freiwurflinie verkürzte Till Hornscheidt auf 56:59. Als der Dorstener Galvez Braatz einen Dreier zum 59:59 folgen ließ, tobte die Vestische Arena. 44 Sekunden vor Ende wird dann Essens Till Hornscheidt beim Dreierversuch gefoult. Der deutschlandweite Topscorer der letztjährigen JBBL-Saison behält die Nerven, versenkt alle Freiwürfe zur 62:60-Führung. Als Itzehoe anschließend nur einen Freiwurf zum 62:61 nutzt, übernimmt erneut der überragende Felipe Galvez Braatz die Verantwortung für die Ruhrgebiets-Auswahl und zieht 10 Sekunden vor Schluss an der Grundlinie zum Korb und versenkt zum 64:61. Es folgt ein Nervenkrimi an der Linie: 8,7 Sekunden vor Ende machen die Eagles in ihrem besten Spiel des Turniers das 64:63 und schicken nur eine Sekunde später wieder Hornscheidt zu zwei Freiwürfen. Der nutzt nur den ersten zum 65:63, aber Center Finn Fleute angelt sich den immens wichtigen Offensivrebound und wird selbst gefoult. Immer noch sind 6,1 Sekunden auf der Uhr: Finn Fleute aus Essen markiert das 66:63, doch verwirft den zweiten Wurf. Einen geordneten Angriff können die Itzehoer aber nicht mehr auf den roten Boden der Vestischen Arena legen, ein „Glücks-Dreier“ zur Verlängerung verfehlt den Metropol-Korb - der Rest ist Metropol-Jubel pur!

Statt des von vielen erwarteten Spaziergangs in die NBBL gegen sieglose Eagles - von den im Schnitt 17 Jahre jungen Metropol-Spielern wohl auch - entwickelte sich ein Basketball-Krimi, der niemanden auf den Sitzen hielt. Wie schon vor einer Woche am ersten Qualifikationsspieltag in Bremerhaven gegen Gastgeber Eisbären und ART Giants Düsseldorf drehten die Metropol Baskets Ruhr in der Schlussminute einen Rückstand zum Sieg. Ausgelassen feierte MBR vor 250 Zuschauern die Rückkehr in die U19-Bundesliga.

 


Pressemitteilung: Metropol Baskets Ruhr 



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