Union Baskets Schwelm

Alles was zählt, ist das Team

_Tigger am 30.01.2005 um 14:11

Zwei Spiele, zwei Siege – eine makellose Rückrundenbilanz für die Union Baskets. Der Aufsteiger schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf. Offensichtlich ist der Erfolg mit der Verpflichtung neuer Spieler begründet: Shannon Crooks, Mantas Ignatavicius und Marko Piplovic bringen viel Qualität in die Mannschaft. Doch bei genauem Hinsehen findet man einen weiteren Grund für den momentanen Erfolg: Die Mannschaft passt hervorragend zusammen, nicht nur spielerisch, sondern vor allen Dingen auch menschlich. Alle Akteure haben sich der Operation Klassenerhalt untergeordnet und bringen positive Impulse ins Teamgeflecht. Auf dem Feld wird viel kommuniziert und motiviert. Kaum eine Aktion wird nicht von aufmunternden Gesten und Worten der Mitspieler begleitet. Die Aufbauspieler Crooks, Ignatavicius und Evans arbeiten wie eine Projektgruppe, keiner neidet dem anderen die Spielzeit.

Ein wieder erstarkter Kristofer Speier ist die perfekte Ergänzung zum Centerduo Ryan Bond und Bruno Roschnafsky. In Trier markierte Speier vier Punkte in Folge und der ausgewechselte Kapitän Roschnafsky feierte auf der Bank.

Apropos Bank: Dort sitzen seit zwei Partien Spieler wie Jan Sprünken, Benni Rust oder Sebastian Rathjen. Sie mussten ihren Stammplatz abgeben, sind weitestgehend zum Zuschauen verurteilt, meint man. Doch nicht nur im Training leisten diese Akteure wertvolle Dienste. In den 4x 10 Meisterschaftsminuten motivieren sie ihre Kollegen nach besten Kräften, springen immer wieder aufgeregt von ihren Plätzen und während der letzten Minuten in Trier lagen sie sich freudetrunken in den Armen. Bezeichnend, dass ein Sebastian Strubel, der in Trier dem 12er–Cut zum Opfer fiel, nach dem ersten BBL–Auswärtssieg der Union Baskets vor dem Gästefanblock La Ola initierte.

Keine Frage, diese Mannschaft ist eine eingeschworene Gemeinschaft. Man will das wahr machen, was viele für unmöglich hielten oder halten. Die Operation Klassenerhalt bündelt die Kräfte. Als Team wird man auf dem schwierigen Gelände der BBL auch Rückschläge verkraften können.

Zur Zeit bereitet sich die Mannschaft intensiv auf die nächste Aufgabe vor. Am 06.02. empfangen die Union Baskets Schwelm die Gießen46ers (18:00 Uhr, Uni-Halle, Wuppertal).

Und sechs Tage später kommt es zu einem absoluten Highlight der Vereinsgeschichte, wenn ALBA Berlin in Wuppertal zu Gast ist. Aufgrund der Fernsehübertragung bei Premiere, findet diese Begegnung am 12.02. – anders, als im Spielplan angegeben - bereits um 18:30 Uhr statt.

Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)

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