ProB

SC Rist: Entwicklungsziele im Blick

TheBloob am 29.03.2017 um 20:18

Im zweiten Teil der Saisonanalyse äußert sich Christoph Roquette, der Sportliche Leiter des SC Rist Wedel, zum Fortkommen der Nachwuchsspieler, zur Kooperation mit den Hamburg Towers, zur Zusammenarbeit mit Cheftrainer Felix Banobre und zu den kommenden Aufgaben.

4. März 2017: Der SC Rist trifft auswärts auf die Itzehoe Eagles, die Hamburg Towers spielen gleichzeitig gegen Heidelberg. Auf die Doppellizenzler sind eigentlich beide Mannschaften angewiesen, dennoch stellen die Towers alle fünf Spieler ab, damit diese die Rister im entscheidenden Spiel um den Playoff-Einzug unterstützen können. Am Ende gewinnen beide: Die Towers bezwingen Heidelberg mit einem siebenköpfigen Miniaufgebot, die Rister kämpfen sich mit einem Auswärtssieg in Itzehoe in die Meisterrunde.

"Das nennt man gelebte Kooperation", schrieb das Hamburger Abendblatt anschließend und zitierte Towers-Trainer Hamed Attarbashi mit den Worten: "Die Kooperation ist uns total wichtig. Wir brauchen Wedel in der ProB für unsere jungen Spieler." Und auch Rist-Sportchef Christoph Roquette betont die Bedeutung der Wedeler-Wilhelmsburger Zusammenarbeit: "Das wächst weiter zusammen. Es hat in dieser Saison hervorragend geklappt", sagt er und meint unter anderem die intensive Kommunikation zwischen den beiden Vereinen in Bezug auf die Koordinierung der Trainings- und Spieleinsätze der jungen Spieler. Auf diese Weise profitieren beide Partner - und nicht zuletzt die Doppellizenzler.

"Mit der Entwicklung der jungen Spieler sind wir sehr zufrieden", so Roquette. "Angefangen bei René Kindzeka, der in dieser Saison einen Riesensprung gemacht hat. Letztes Jahr hatte er viel Verletzungspech und hat jetzt seinen Schnitt von fünf auf 13 Punkte verbessert. Er hat jetzt vier Jahre in Wedel gespielt und in jedem Jahr ist er besser geworden", betont Roquette, der 2015 gemeinsam mit dem Aufbauspieler ProB-Vizemeister wurde. "In seinem letzten Jahr mit Doppellizenz ist René ein absoluter Leistungsträger geworden", so Roquette. Und das gelte auch für Lars Kamp, für den es die erste Saison in der Kooperation Towers-Rist war. Kindzeka verzeichnete im Verlauf der ProB-Saison mit 13,4 Punkten pro Partie den besten Wedeler Schnitt, Lars Kamp war ihm mit 12,3 dicht auf den Fersen.

Wie Kamp und Kindzeka stand auch Leon Bahner im Trikot des SC Rist mehr als 20 Minuten pro Spiel auf dem Feld, Moritz Hübner kratzte mit 19:49 Minuten ebenfalls an dieser Marke. "Moritz und auch Marius Behr haben ebenfalls ihre Spielzeit bekommen und diese genutzt, um sich weiterzuentwickeln. Das ist genau das Richtige: Den Jungs Spielzeit zu verschaffen und ihnen Verantwortung zu übergeben. Dieses Saisonziel, die jungen Spieler zusammen mit den Towers weiterzuentwickeln, ist auf jeden Fall erreicht worden", meint Roquette. Wie schnell es gehen kann, zeigte Jürgen Rich, der sich mit Fleiß und couragierten Auftritten in den Vordergrund rückte. "Jürgen kam ja fast ein bisschen aus dem Nichts und hat eine Klassesaison gespielt", kommentiert der Sportliche Leiter die Entwicklung des 18-Jährigen, der im Schnitt zehneinhalb Minuten Einsatzzeit und vier Zähler pro Partie bilanzierte.

Als sich Leon Bahner Anfang November schwer verletzte und mit einem Bänderriss drei Monate aussetzen musste, habe man durchaus überlegt, einen Ersatz für die Center-Position zu verpflichten, so Roquette, doch letztlich nahm man von diesem Gedanken Abstand - auch zum Wohle eines weiteren Talents. "Wir haben uns damals dagegen entschieden, noch jemanden zu holen und Jacob Ritter die Chance gegeben. Erstens, weil das unserer Philosophie entspricht und zweitens hätte ein weiterer Center auch Leons Spielzeit nach dessen Rückkehr verringert", erklärt der Sportchef. Ritter, der zuvor meist in der NBBL sowie bei den 2. Herren zum Einsatz gekommen war, stürzte sich ins nicht gerade sanfte Getümmel unter den ProB-Körben und leistete wichtige Dienste.

Um die Entwicklung der jungen Spieler voranzubringen, hatten sich die Rister vor der Saison bei der Besetzung des Trainerpostens mit Felix Banobre für einen Fachmann auf diesem Gebiet entschieden. "Felix musste sich erst einmal an Wedel herantasten. In Wedel arbeiten viele ehrenamtlich, wir haben die Kooperation mit den Towers, wir haben unsere Jugendmannschaften, auf die wir alle auch unser Augenmerk legen", berichtet Roquette von der ersten Saison mit dem 46-jährigen Spanier, der vom SC Rist 2016 mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet wurde, dem Verein also erhalten bleibt: "Wir haben ihn als erfahrenen Trainer geholt, weil wir uns erhoffen, dass wir unseren jungen Spielern mit ihm eine Konstante geben. Für den Trainer ist das jede Woche viel Arbeit, denn er muss sich mit vielen abstimmen: Mit den Towers, mit der NBBL, mit den Spielern, die berufstätig sind. Der Trainer steht immer wieder vor der Aufgabe, das alles unter einen Hut zu bringen. Doch da wurde sehr gut zusammengearbeitet. Felix ist ein sehr kommunikativer Typ, mit dem man alles besprechen kann. Da liegen wir auf einer Wellenlänge", sagt der Sportliche Leiter.

Das frühe Saisonende bedeutet keinesfalls, dass sich die Rister nun monatelang auf die faule Haut legen - im Gegenteil: Die Planungen für das Spieljahr 2017/18 sind bereits angelaufen. "Ich bin erst einmal froh, dass wir schon den Trainer haben. Im letzten Jahr habe ich die Mannschaft alleine zusammenstellen müssen", so Roquette. "Ich kenne jetzt Felixs Spielphilosophie und jetzt können wir gemeinsam das Team zusammenstellen. Das ist schon mal gut, denn der Trainer kann dann sagen, welche Spieler er möchte und welche er nicht möchte. Das macht es ein bisschen einfacher", erläutert der Sportchef. Mit Spannung wird unterdessen die Entwicklung in Sachen Ausländerbeschränkung verfolgt. Die Panthers Schwenningen als frischgebackener Meister der Regionalliga Süd-West erwägen eine Klage gegen die bislang geltenden Bestimmungen. Im Anschluss an eine außerordentliche Ligatagung am Wochenende teilte die 2. Basketball-Bundesliga diesbezüglich mit: "Der Vorstand wurde beauftragt, die bisherige Ausländerregelung in der ProB nicht mehr anzuwenden und eine diskutierte Alternative im Rahmen einer kommenden Gesellschafterversammlung umzusetzen. Aufgrund der aktuell ungeklärten Lage mit Schwenningen können keine weiteren Informationen bezüglich dieser Thematik herausgegeben werden."

Fest steht, dass die Rister den traditionellen Wedeler Weg der Förderung junger Spieler weitergehen wollen. Mit Trainer Banobre und Leistungsträger Steffen Kiese sind in jedem Fall schon einmal zwei Eckpfeiler auch weiterhin an Bord: "Wir wollen versuchen, den Großteil der Mannschaft zu halten. Denn die Spieler kennen sich, sie kennen Felix und sie kennen die Liga. So etwas ist immer ein entscheidender Vorteil und dann muss man am Anfang der Saisonvorbereitung nicht wieder bei Null beginnen. Deswegen ist das Ziel erst einmal, das Team größtmöglich zusammenzuhalten und es dann zu ergänzen", erläutert Roquette.

 

Pressemitteilung: SC Rist 



0 Kommentare

 

1 Mitglied
375 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany

Offiziell

BBL

# T P Diff

ProA

# T P W/L

ProB

Nord

# T P W/L

Süd

# T P W/L

Alternativ

BBL

# T P W/L

ProA

# T P Diff

ProB

Nord

# T P Diff

Süd

# T P Diff
 

Werbung

Werbung