medi bayreuth

30 sehr starke Minuten reichen medi bayreuth nicht für die Sensation in Ulm

TheBloob am 05.02.2017 um 10:36

Niederlage der Heroes Of Tomorrow fällt mit 70:90 letztlich zu hoch aus

Lange schien ein Bayreuther Sieg in der ratiopharm arena möglich. Am Ende des dritten Viertels lagen die Heroes Of Tomorrow im Gastspiel beim ungeschlagene Tabellenführer der easyCredit Basketball Bundesliga gleichauf und somit noch aussichtsreich im Rennen, womöglich doch die erste Mannschaft in dieser Saison sein zu können, die ratiopharm ulm eine Niederlage beibringt.

In nur drei Minuten kippten die Ulmer dann jedoch die Partie des 21. Spieltages zu ihren Gunsten. Mit einem 11:0 Lauf zu Beginn des Schlussabschnitts zog der somit auch weiterhin ungeschlagene Tabellenführer in der ausverkauften Halle davon und wahrte am Ende seine weiße Weste. 6.200 Zuschauer, darunter wieder zahlreiche medi-Anhänger, sahen in den ersten drei Viertel ein echtes Spitzenspiel, in dem medi bayreuth den Ulmern alles abverlangte. Hatten die Heroes Of Tomorrow zu Beginn des Spiels die bessere Quote bei den Würfen von außen, waren es im Schlussabschnitt die Gastgeber, die richtig heiß liefen und den Abstand bis zum 90:70 Endstand (38:39) noch deutlich ausbauten.

Das sagt Steve Wachalski

„Wir haben im letzten Viertel beschissen getroffen. Ich weiß nicht, wie viele Würfe von Ulm drin waren. Sie haben uns am Ende leider abgeschossen. Wir konnten ihnen die freien Würfe nicht mehr wegnehmen und sie haben fast alles getroffen. Da kann man dann nichts mehr machen. Aber wir haben auch drei Viertel lang mehr als gegengehalten und in den ersten beiden Vierteln teilweise das Spiel dominiert. Das letzte Viertel ist dann typisch Ulm: Wenn sie ins Laufen kommen, dann sind sie einfach schwer zu stoppen."

Die Partie kurz zusammengefasst

Das erste Viertel ging klar an die Heroes Of Tomorrow, die nach dem 4:4 (3.) von Assem Marei durch einen Dreier von Trey Lewis erstmals in Führung gingen. Diese wurde weiter ausgebaut, wobei der Ägypter immer wieder gut in Szene gesetzt wurde. Ein Dreier von De’Mon Brooks bedeutete in der achten Minute die höchste Führung: 24:13. Obwohl die Hausherren noch etwas aufholen konnten, gingen die ersten zehn Minuten mit 29:22 an medi bayreuth.

Durch einen Dreier von Taylor Braun kamen die Gastgeber in der 13. Minute wieder bis auf 27:30 heran - doch die Heroes Of Tomorrow wussten die passende Antwort. Zweimal traf Andreas Seiferth und es hieß wieder 34:27 (15.). In der 19. Minute sorgte Steve Wachalski per 3-Punkt-Spiel für das 39:31, ehe Ulm bis zur Pause noch einmal einen Lauf hinlegte. Durch sieben Zähler in Serie holte der Tabellenführer zum 38:39 auf.

Der Start in die zweite Halbzeit gehörte wieder den Gästen. Einem Linhart-Dreier folgten Lewis-Freiwürfe zum 48:41 (23.). Noch höher war der Vorsprung in der 26. Minute, als Trey Lewis zum 54:45 einnetzte. Dann wurde Ulm aber wieder stärker. Ein ums andere Mal fand man Topscorer Raymar Morgan und holte auf. Nach einem Dreier von Da’Sean Butler hatten die Hausherren auf 56:57 (28.) verkürzt, Augustine Rubit sorgte in der Schlussminute für das 60:60.

Wie die Feuerwehr begannen die Ulmer das letzte Viertel. Einen Beinahe-Ballverlust (der Schiedsrichter wurde von einem eigentlich ins Aus gehenden Ball getroffen und hielt den Ball für die Ulmer so im Spiel) nutzten die Hausherren eiskalt und schlossen diesen eigentlich schon vergebenen Angriff mit einem Dreier von Chris Babb ab. Der US-Amerikaner erzielte insgesamt acht Punkte in Serie, Da’Sean Butler ließ einen Dreier folgen - 71:60 (33.). Dieser Lauf war die Vorentscheidung zugunsten des Tabellenführers, der den Heroes Of Tomorrow keine Chance mehr gab, ins Spiel zurück zu finden. Während auf Bayreuther Seite im Schlussviertel kaum noch ein Korb fiel und sich kleine Fehler einschlichen, trafen die Ulmer nun hochprozentig und zogen auf 20 Punkte davon.

Drei Fakten zum Spiel

Chris Babb: Er war der Impulsgeber für den Tabellenführer. Mit acht Punkten am Stück machte er innerhalb von 63 Sekunden aus dem 60:60 nach dem dritten Viertel eine 68:60 Führung. Am Ende sorgte Babb mit 20 Punkten, darunter vier Dreiern, für den Unterschied.

Assem Marei: Auf Bayreuther Seite war der Ägypter Dreh- und Angelpunkt. Schon im ersten Abschnitt erzielte er zehn seiner 21 Punkte, dazu holte er acht Rebounds und gab drei Assists. Sein Steal, den er im Fast Break mit einem Dunking abschloss, zählte zu den Highlights der Partie.

Defensivleistungen: 29 Punkte ließ das Ulmer Team im ersten Viertel zu - in den folgenden 30 Minuten nur noch 41. Im zweiten und vierten Abschnitt sorgte die knallharte Defensivleistung der Münsterstädter dafür, dass die Heroes Of Tomorrow jeweils nur zehn Zähler für sich verbuchen konnten. Doch auch bei den Gästen war die Defensive - zumindest in den ersten drei Vierteln - ein wichtiger Faktor. Wege wurden zugestellt, Rebounds geholt, Wurfchancen vereitelt. So hielt das Team von Head Coach die Partie über lange Zeit offen.

Trainerstimmen

Raoul Korner (medi bayreuth): “Glückwunsch an Thorsten und seine Mannschaft zum letztendlich deutlichen und verdienten Sieg. Wir haben über drei Viertel ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen. Wenn man sich den Scoring Sheet ansieht, dann ist der Grund für die Niederlage im vierten Viertel zu finden. Wir sind mit zwei Ballverlusten ins Viertel gestartet, Ulm hat seine Dreier getroffen und ist heiß gelaufen. Bei uns sind die Würfe nicht gefallen und so konnten wir den Lauf nicht stoppen – weder mit Auszeiten noch mit Wechseln oder aggressiver Defense. Am Ende haben sich die Ulmer vom Publikum tragen lassen und in einen Rausch gespielt. Für uns war es lehrreich – wir müssen lernen, solche Läufe zu stoppen. Das haben wir heute aber nicht geschafft.”

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): “Aus Ulmer Sicht sind im ersten Viertel einige Dinge nicht so gelaufen wie vorgestellt, da hat Bayreuth traumwandlerisch getroffen. Wir wussten, dass sie mit jeder Menge Selbstvertrauen, ausgeruht und sehr gut vorbereitet hierher kommen würden. Bei uns hat man gemerkt, dass die harten Partien die letzten Wochen an unserem Energielevel gezehrt haben. Umso schöner war es zu sehen, wie wir mit der Hilfe der wirklich fantastischen Fans zurückkommen konnten. Was wir im zweiten und besonders im vierten Viertel defensiv geleistet haben, war beeindruckend – herausheben möchte ich hier Karsten Tadda, der mit seiner hingebungsvollen Defensive ein Plus-Minus von 21 in nur 16 Minuten generieren konnte. Entscheidend war, dass wir den Gegner im letzten Viertel zu Fehlern gezwungen haben, die acht Ballverluste, die unsere Defense generieren konnte, haben dann auch dazu geführt, dass wir auch offensiv unsere Würfe gefunden und getroffen haben und dieses Team mit ganz viel Selbstvertrauen noch bezwingen konnten. Danke noch einmal ans Publikum für eine ganz tolle Atmosphäre.”

ratiopharm ulm vs. medi bayreuth 90:70
( 22:29 - 16:10 - 22:21 - 30:10 )

ratiopharm ulm: MORGAN 21 (9 Rebounds), BABB 20, BUTLER 18, BRAUN 12, Rubit 7, Günther 5, Tadda 3, HOBBS 2 (7 Assists), Wohlfarth-Bottermann 2, Pape 0, Krämer 0, Rohwer.
Dreier: Babb 4, Butler 3, Braun 2, Günther 1, Tadda 1.

medi bayreuth: MAREI 21 (8 Rebounds), BROOKS 12, LINHART 11 (6 Assists), LEWIS 9, ANDERSON 6, Seiferth 5, Gonzalvez 3, Wachalski 3, Amaize 0, Doreth 0.
Dreier: Linhart 3, Brooks 2, Gonzalvez 1, Lewis 1.

Schiedsrichter: Barth, Hack, Gutting.

Alle Statistiken unter www.easycredit-bbl.de/de/n/spielberichte/2016-17/nachbericht/2017-02-04-ulm-bay/


Pressemitteilung: medi bayreuth 



0 Kommentare

 

27 Mitglieder
364 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany

Offiziell

BBL

# T P Diff

ProA

# T P W/L

ProB

Nord

# T P W/L

Süd

# T P W/L

Alternativ

BBL

# T P W/L

ProA

# T P Diff

ProB

Nord

# T P Diff

Süd

# T P Diff
 

Werbung

Werbung