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U16-Turnier: DBB-Mädchen triumphieren

TheBloob am 07.01.2017 um 09:49

71:53-Finalerfolg gegen Kroatien

Riesengroß war der Jubel nach dem Finale des 4-Nationen-Turnieres für U16-Mädchen in Wolfenbüttel. Soeben hatte die deutsche Mannschaft das Endspiel vor über 400 Zuschauern in der Lindenhalle gegen Kroatien mit 71:53 (15:10, 16:18, 22:12, 18:13) gewonnen. Julia Förner und Emily Bessoir (je 13) auf deutscher Seite und Nika Mühl (13) für die Kroatinnen trafen am besten. Als Turnier-MVP wurde Nina Rosemeyer ausgezeichnet.

“Aller guten Dinge sind drei” hatte sich Bundestrainer Stefan Mienack wohl gedacht, als er zum dritten Mal die gleiche Startformation ins Rennen schickte (Julia Förner Foto unten, Meret Kleine-Beek, Nina Rosemeyer, Emily Bessoir, Elea Gaba). Das mit großer Spannung erwartete Finale begann hektisch, beiden Teams war die Anspannung anzumerken. Defensiv agierte die DBB-Auswahl weitgehend wie im Training geprobt und vorne versuchte man es mit hohem Tempo (6:0, 4.). Das Team vom Balkan stellte fortan aber klar, dass es keine leichte Beute sein würde (9:6, 6.). Anschließend prallte Marie Reichert unsanft mit dem Hinterkopf aufs Parkett und musste vom Feld. Das DBB-Team hatte bis dahin keine Probleme beim Ballvortrag, doch im Setplay lief es noch nicht rund. Anabel Neuber-Valdez kam hellwach von der Bank, spielte sich zweimal schön durch und traf zum 15:10 nach achteinhalb Minuten.

FoernerJulia2017vsCRO-250Die 195 cm lange kroatische Centerin Josipa Juric sammelte in der elften Minute schon ihr drittes Foul. Die stark beginnende Meret Kleine-Beek verwandelte einen weiten Zweier zum 17:12 (12.), doch Kroatien kämpfte verbissen um jeden Ball und ließ sich nicht abschütteln (18:16, 13.). Beide Teams schenkten sich nichts, jede Aktion musste sich hart erarbeitet werden (23:20, 17.). Förners Dreier tat sehr gut (27:20, 18.), Kroatien ließ sich aber nicht beeindrucken und schlug umgehend zurück (29:28, 19., Auszeit Deutschland). Zum Seitenwechsel war das Spiel völlig offen (31:28).

Rosemeyer begann die zweite Hälfte mit fünf Punkten in Folge, Bessoir legte nach und wieder Rosemeyer netzte ihren zweiten Dreier: 41:33 (23.). Das Publikum gab alles, Kleine-Beek und Gaba hatten aber bereits vier Fouls auf ihrem Konto. Förner versenkte einen blitzsauberen Dreier und machte die Führung zweistellig (44:33, 26.). Kein Grund für die Kroatinnen locker zu lassen: Nach zwei Freiwurftreffern waren sie auf 44:37 heran (28.). Wieder war Förner von ganz weit draußen zur Stelle: 49:37 (29.). Die Kroatinnen ließen nach dem 52:37 von Kim Siebert erstmals etwas die Köpfe hängen und waren dem deutschen Tempo in dieser Phase nicht mehr gewachsen (53:40 nach drei Vierteln).

Die abschließenden zehn Minuten waren bestimmt vom verzweifelten Bemühen der Kroatinnen, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Die Hoffnung darauf wurde hingegen immer geringer. Zu souverän traten die deutschen Mädchen jetzt auf, wollten sich den Turniersieg auf keinen Fall noch nehmen lassen. Die hohe Foulbelastung (fünf deutsche Spielerinnen mit vier Fouls) war allerdings ein Problem, aber jetzt traf auch die Topscorerin des Vortages, Elea Gaba, zum 57:41 (33.). Der Dreier von Victoria Poros zum 60:45 hatte vorentscheidenden Charakter (35.). Der letzte Ansturm des Gegners konnte erfolgreich abgewehrt werden (68:48, 37.), Team und Fans durften sich zurecht freuen.

“Wir haben heute zum ersten Mal richtig gegen Zone gespielt und das am Ende wirklich sehr gut gelöst. Wir nehmen enorm viel mit aus diesen Tagen hier in Wolfenbüttel, sagen danke für die großartige Unterstützung und blicken sehr optimistisch nach vorne”, freute sich der Bundestrainer nach dem Spiel.

“Wolfenbüttel hat bewiesen, dass es ein idealer Standort für ein solches Event ist. Unser riesengroßer Dank geht an die tolle Organisation mit den ganz vielen Helferinnen und Helfern. Unser Team ist richtig stark und ich hoffe, dass es bei der EM im Sommer ähnliches erreichen kann wie die Silbermädels im Jahr 2016. Es waren sehr schöne drei Tage hier”, meinte ein hochzufriedener DBB-Vizepräsident Stefan Raid.

Für Deutschland spielten:
Kim Siebert (DJK Brose Bamberg, 3), Anabel Neuber-Valdez (Chemcats Chemnitz, 5), Leyla Öztürk (TuS Lichterfelde Berlin, 2), Julia Förner (DJK Brose Bamberg, 13), Emily Bessoir (TS Jahn München, 13/15 Rebounds), Nina Rosemeyer (Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, 12), Marie Reichert (BC Marburg/Team Mittelhessen), Magdalena Landwehr (DJK Brose Bamberg, 2), Alina Dohr (BBZ Opladen/Dragons Rhöndorf), Victoria Poros (TuS Lichterfelde Berlin, 4), Eléa Gaba (Chemcats Chemnitz, 11), Meret Kleine-Beek (TuS Lichterfelde Berlin, 6).

Boxscore

Endstand
1. Deutschland
2. Kroatien
3. Litauen
4. Niederlande


U16-Turnier: Litauen wird Dritter

Niederlande bei der 48:69-Niederlage ohne Chance

Litauen hat sich beim 4-Nationen-Turnier für U16-Mädchen in Wolfenbüttel den dritten Platz gesichert. Im kleinen Finale gewannen die Baltinnen gegen die Niederlande mit 69:48 (20:8, 17:16, 15:9, 17:15). Dovile Jankauskaite (23) für den Sieger und Emy Hayford (13) für den Unterlegenen waren die besten Werferinnen für ihre Teams.

Litauen übernahm vom Sprungball an die Initiative, ging hohes Tempo und profitierte vom überhasteten Vorgehen der Niederländerinnen (9:0, 5.). Die fanden nur langsam in die Partie und hatten zunächst wenig Wurfglück (16:5, 8.). Litauen dominierte das Spiel auch zu Beginn des zweiten Viertels und war insgesamt die homogenere Mannschaft, die zudem bei den Rebounds klar im Vorteil war (27:12, 14.). Die Niederlande versuchte es mit wechselnder Verteidigung und kam offensiv jetzt einige Male gegen nachlässige litauische Defense zum Erfolg, Litauen war aber auch nach 20 Minuten klar vorne (37:24).

Wer nun gehofft hatte, dass die Partie nach der Pause spannender würde, der hoffte vergebens (41:24, 24.). Individuell und mannschaftlich zeigte sich das Team vom Baltikum überlegen und knüpfte phasenweise an die gute Leistung gegen Deutschland in der zweiten Hälfte an. Erst nach fünf Minuten erzielten die Niederländerinnen ihre ersten Punkte im dritten Viertel, da war die Begegnung scheinbar gelaufen (43:27). Die Niederlande steckte nicht auf, scheiterte aber zu oft in aussichtsreicher Position. So blieb man letztlich chancenlos.

Boxscore


Pressemitteilung: DBB 



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