Science City Jena

Nachträgliche Bescherung gegen FRAPORT Skyliners bleibt aus

TheBloob am 28.12.2016 um 09:38

Eine bittere Pille hatten die Basketball-Riesen von Science City Jena vor Weihnachten zu schlucken, am Dienstagabend kam eine weitere Pille dazu. Nach der deutlichen 54:98-Niederlage gegen die Basketball-Abteilung des FC Bayern München blieb Science City Jena auch im zweiten Heimspiel um die Weihnachtszeit ein Erfolgserlebnis versagt. Der Erstliga-Aufsteiger aus Ostthüringen unterlag am Dienstagabend den FRAPORT Skyliners aus Frankfurt am Main vor 2865 Zuschauern nach einer viel zu spät angesetzten Aufholjagd mit 71:78, muss sich vor dem Jahreswechsel in der Tabelle der easyCredit BBL wieder eher nach unten orientieren.

Während beide Teams früh ihren Rhythmus fanden, sich parallel punktend durch die Anfangsminuten hangelten, sprachen fünf Führungswechsel für die anfängliche Ausgeglichenheit einer Partie zweier Kontrahenten auf Augenhöhe. Nachdem Science City Jena mit einem Dreier im Fastbreak durch Julius Jenkins eine frühe 9:5-Führung herauswarf konterten die Gäste nach einem zwischenzeitlichen 12:12-Einstand relativ trocken, drehten die den Spielstand in Person von AJ English auf 12:15 (8.). Der Neuzugang der Hessen war es in der Folge auch, der aus der Distanz auf 14:18 erhöhte, bevor sich die Thüringer mit einem viel umjubelten Buzzerbeater von Kapitän Wayne Bernard mit 17:20 in die Viertelpause verabschiedeten.

Während Jenas Basketballer zum Start des zweiten Abschnitts kurzzeitig ausgleichen konnten, erst nach fünf aufeinanderfolgenden Zählern von Niklas Kiel mit 22:28 in Rückstand gerieten, legte Hessen-Center Mike Morrison mit Autorität nach. Sein Dunk zur Frankfurter 30:22-Führung sowie ein anschließend verwandelter Freiwurf in Kombination mit einem Korbleger von Shavon Shields zum erstmaligen zweistelligen Vorsprung (33:23) quittierte Jenas Trainer Björn Harmsen mit einer taktischen Auszeit. Diese fruchtete aus Sicht der Thüringer jedoch nur für die nächste Offense, als Julius Jenkins seinen Allstar-Kollegen Marcos Knight mit einer Vorlage fütterte, dieser auf 25:33 verkürzte. Fahrlässiges Abwehrverhalten ermöglichte es im Gegenzug Niklas Kiel aus der Distanz zunächst wieder auf 36:25 zu erhöhen, bevor der Flügel von der Freiwurflinie auf 38:25 nachlegen konnte. Während sich die Skyliners einen verdiente 42:30-Halbzeitvorsprung erspielt hatten setzten die Hessen ihre zielstrebige Vorstellung auch nach der Pause fort. Keineswegs besser, jedoch deutlich intensiver und energischer auftretend, schlugen die Gäste den Aufsteiger mit seinen eigenen Waffen. Aggressive Verteidigung, gepaart mit hochprozentigen Quoten jenseits der 6,75m-Markierung ließen die Führung des Europapokalgewinners zunächst im zweistelligen Bereich pendeln, ehe eine Schlafwageneinlage der Jenaer Defensivabteilung beim Ausblocken Frankfurts Mike Morrison nach einem vergebenen Freiwurf einen einfachen Korbleger erlaubte, der Hüne wiederholt gefoult mit Bonusfreiwurf auf 60:46 erhöhte. So nahm das Unheil bis zur letzten Viertelpause seinen Lauf. Nach einem haarstreubenden Ballverlust von Shaq Goodwin kassierte der US-Amerikaner in der Folgesequenz ein unsportliches Foul. Die Skyliners ließen sich nicht lang bitten, enteilten nach zwei English-Freiwürfen sowie einem Graves-Korbleger bis auf 65:46.

Was vor dem Start in die letzten zehn Minuten nach Vorentscheidung roch, sollte sich jedoch noch einmal zuspitzen. Erst im Schlussviertel präsentierten sich die Hausherren mit der Intensität, die man sich von Beginn an gewünscht hätte. Punkt um Punkt verkürzend, nahm das Duell noch einmal Fahrt und Stimmung auf. So sorgten Jenkins und Knight im Doppelpack in der 38.Minute mit ihren Punkten für den 68:72-Anschluss, musste im Gegenzug einen Dreier von Antonio Graves verkraften, der das Duell 72 Sekunden vor Ultimo zu Gunsten der Skyliners entschied.

Gordon Herbert (FRAPORT Skyliners): Wir haben 30 Minuten sehr gut gespielt. Unser Tempo bzw. Spieltempo hat uns sehr gelegen. In den letzten zehn Minuten hatten wir zunehmend Probleme mit dem Druck von Science City Jena. Der Dreier von Antonio Graves war ein echtes Big Play in diesem Spiel. Wir sind nach dem personellen Umbruch im letzten Sommer auf einem guten Weg, werden im Rahmen unserer Entwicklung aber auch noch Spiele verlieren.

Björn Harmsen (Science City Jena): Glückwunsch an Gordon uns sein Team an den verdienten Sieg. Frankfurt hat dieses Duell zurecht gewonnen, hat mehr Energie und Leidenschaft gezeigt. Die Skyliners stehen in der Tabelle nicht da, wo sie eigentlich hingehören. Sie hatten viele Verletzungsprobleme. Ich hätte mir von meinem Team in der ersten Hälfte mehr Energie gewünscht. Wir haben viel versucht und zu lang gebraucht, um die richtige Rotation zu finden.

SCJ: Jenkins 26 Punkte, Knight 15, Haukohl 10, McElroy 7, Clay 5, Bernard 4, Frease 2, Goodwin 2, Wolf, Schmidt, Reyes-Napoles, Mackeldanz


Pressemitteilung: Science City Jena 



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